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Archiv: Februar 2015

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SLUB freut sich über 30 Jahre wiedereröffnete Semperoper

Das Dresdner Opernhaus von 1878, das zweite von Gottfried Semper konzipierte Musiktheatergebäude für Dresden (das erste fiel einem Brand zum Opfer) und einer der Mittelpunkte des reichen Kulturlebens in Dresden bis 1933 wurde in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 wie nahezu die gesamte Dresdner Innenstadt zerstört. Wiewohl der Theaterbetrieb 1948 im Großen Haus des Staatstheaters, weit bekannt als Schauspielhaus, wieder aufgenommen werden konnte, geriet der Wiederaufbau des alten Opernhauses als eigene Spielstätte für das Musiktheater doch nie aus dem Blick. Und: 40 Jahre nach der Zerstörung, am 13. Februar 1985, konnte das Haus – in der alten äußeren Gestalt mit Modernisierungen im Inneren – wieder eröffnet werden. Dieses Ereignis, das der traumatischen Erfahrung der Zerstörung eine des gelungenen Aufbaus zur Seite stellte, jährt sich heute zum 30. Mal und ist uns ein willkommener Anlass, nicht nur auf das Jubiläum hinzuweisen, sondern auch die enge Verbindung zwischen SLUB und Semperoper zu betonen.

 

So befinden sich beispielsweise große Teile des Opernarchives in der Sammlung der Musikabteilung und vermögen in ihrer digitalisierten Form weltweit und jederzeit einen lebendigen Eindruck vom Dresdner Opernschaffen aus der Zeit von 1765-1900 zu vermitteln. Über die Musikalien hinaus vergegenwärtigen unzählige an der SLUB archivierte Theaterzettel und Programmhefte das bunte Repertoire des Hauses über die Zeiten hinweg und Tonträger zaubern die Protagonisten der Semperoper klanglich herbei: im Archiv der Stimmen hören wir Erna Berger, Liesel von Schuch, Helena Forti, Christel Goltz, Kurt Böhme, Josef Herrmann, Max Lorenz, Robert Burg, die Staatskapelle unter Karl Böhm und viele andere Musiker, die mit der Semperoper verbunden waren. Die Mediathek hält außerdem etliche weitere Aufnahmen und Mitschnitte der Produktionen des lebhaft bespielten Hauses am Theaterplatz in Bild und Ton für Sie bereit. 

 

Insofern: einen herzlichen Glückwunsch der Semperoper zum Beginn des vierten Jahrzehnts im neuen alten Gewand und eine herzliche Einladung an Sie, der Geschichte des Hauses in den SLUB-Beständen nachzugehen!

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80. Geburtstag des Dresdner Komponisten Manfred Weiss

Die Musikabteilung der SLUB gratuliert dem Dresdner Komponisten Manfred Weiss am 12. Februar 2015 zum 80. Geburtstag. Anlässlich dieses Jubiläums wurde eine Spezial-Webseite über sein Oeuvre in der SLUB im Archiv für zeitgenössische Komponisten der Musikabteilung erstellt. Von 1974 bis 1999 erwarb die Bibliothek 40 seiner Autographe für das Komponistenarchiv. Darüber hinaus sind in unseren Beständen zahlreiche gedruckte Noten, Bücher, Aufsätze und Tonträger.

 

 

 

 

Das „Konzert für Orgel, Streichorchester und Schlagzeug“ aus dem Jahre 1975/1976 gehört zu den bedeutendsten Instrumentalschöpfungen der mittleren Schaffensperiode. 1977 wurde das Werk durch  Amadeus Webersinke und die Staatskapelle Dresden unter Siegfried Kurz uraufgeführt. Manfred Weiss erhielt dafür den Hanns-Eisler-Preis von Radio DDR.

 

SLUB: Mus.15436-U-500, S.1

 

 

Weiss schuf etwa 120 Werke auf den Gebieten der Orchestermusik, der Kammermusik, der Chormusik und des Liedes. In der DDR und darüber hinaus wurde er immer mehr bekannt als ein Komponist mit aufrechter Haltung, der seine Gedanken und Gefühle musikalisch zum Ausdruck bringt, ohne sich politisch oder künstlerisch zu verbiegen. Eine besondere Beziehung hat er zur Herrnhuter Brüdergemeine, da er selbst in einer alten Herrnhuter Missionarsfamilie aufwuchs. In vielen Kompositionen von Manfred Weiss erfährt man sein Bekenntnis zum christlichen Ethos als Schaffenshaltung. 

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Auch ISO-Normen in der SLUB jetzt als Volltexte verfügbar

Aktuell gültige ISO-Normen sind seit kurzem mit ihren elektronischen Volltexten in der Datenbank Perinorm verfügbar und über DBIS (Datenbank-Infosystem) bzw. DBoD erreichbar. Ihnen ist folgendes Zeichen für den PDF-Text vorangestellt: 

 

 

 

Dieses Angebot können alle angemeldeten Leser in den Einrichtungen der SLUB nutzen, sowohl an den öffentlichen PCs, als auch an ihren Notebooks. TU-Angehörige haben außerdem auch außerhalb des Campus der TU Dresden Zugriff auf die Datenbank Perinorm mit DIN-, VDI- und ISO-Volltexten.


Das Abspeichern, Ausdrucken oder der Versand per E-Mail sind für die ISO-Volltexte unter Einhaltung der Lizenzbedingungen, die der Nutzer per Mausklick bestätigen muss, möglich.

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Dresden gedenkt der Opfer des 13. Februar vor 70 Jahren

Als am Mittwoch, dem 14. Februar 1945 die "Amtliche Zeitung der NSDAP" für Dresden und Umgebung erschien, muss sie bei vielen ihrer Leser Ärger und Entrüstung hervorgerufen haben. Die Ausgabe des "Freiheitskampfes" mahnte die Hausfrauen im Zuge der geplanten Abwehrmaßnahmen, sich ein "klein wenig mit Taktik zu befassen", denn "der Taktiker wird mit all diesen Maßnahmen [zur Feindabwehr] nicht erst beginnen, wenn der Feind da ist".

 

 

Titelblatt der Zeitschrift "Der Freiheitskampf" vom 16.02.1945. SLUB/ Deutsche Fotothek


Dresden hatte gerade das traurigste Ereignis seiner jüngeren Stadtgeschichte erlebt. Die massiven Bombenangriffe hatten die Taktiker der Stadt völlig unvorbereitet getroffen und den propagandistischen Fauxpas erst ermöglicht. Als letzte verbliebende Tageszeitung Dresdens war die Ausgabe des „Freiheitskampfes“ schon vor den Angriffen gedruckt worden. Die Propaganda konnte mit dem dramatischen Kriegsgeschehen nicht mehr schritthalten. Erst mit der Ausgabe vom 16. Februar nahm die Redaktion um "Hauptschriftleiter" Fritz Hoffmeister ihre Arbeit wieder auf.

 

Obwohl die tragischen Ereignisse den meisten Einwohnern die Aussichtlosigkeit des Krieges vor Augen führten, nutzte die NS-Presse die Angriffe zur Propaganda. Mit Durchhalteparolen wie "Trotz Terror: Wir bleiben hart" und "Unser Kampfeswille bleibt unerschüttert" versuchte "Der Freiheitskampf" die demoralisierte Bevölkerung zum anhaltenden Kampf gegen die vermeintlichen "Untermenschen" zu mobilisieren.

 

Bis zur letzten Ausgabe am 8. Mai, die zwar gedruckt, aber nicht mehr ausgeliefert wurde, weil die Rote Armee bereits Dresden besetzte, blieb der "Der Freiheitskampf" propagandistisches Sprachrohr der nationalsozialistischen Führung.

 

Die Ausgaben des "Freiheitskampfs" und weitere Medien zum Dresdner Schicksalstag 1945 gibt es in den Beständen der SLUB. In einem aktuellen DFG-Pilotprojekt werden einige Zeitungen bereits digitalisiert.

 

Text: Johannes Wolff, Katrin Nitzschke

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SLUB eröffnet Makerspace: Neuer Lernort für Forschung und Wissenstransfer

Wir eröffnen am 6. Februar, 18 Uhr, offiziell den neuen Makerspace in der Bereichsbibliothek DrePunct. "Wissen kommt von Machen!" ist das Motto. Hier treffen Menschen mit unterschiedlicher Expertise aufeinander, die den Austausch über Fächergrenzen hinweg suchen, durch gemeinsames Arbeiten an Objekten praktische Lösungsansätze entwickeln und so Wissen aufbauen.

 

Mit dem Makerspace der SLUB entsteht eine offene Werkstatt für praktisches Arbeiten in der Bibliothek, für Forschung und Entwicklung, Do-it-yourself-Projekte, interaktives Lernen und interdisziplinäre Wissensvermittlung. Der mit 3-D-Druckern und Lasercutter ausgestattete Raum bietet Wissenschaftlern, Studierenden und Forschungspartnern eine Plattform auf dem Campus, um Wissen und Technik zu teilen und Projekte zu starten.

 

"Die SLUB versteht sich als innovatives Zentrum für Wissenskultur, das neben dem Zugang zu hochwertigen Daten und Informationen, Texten, Bildern und audiovisuellen Medien vermehrt neue digitale Werkzeuge für Lehre und Studium anbietet. Mit dem Makerspace bieten wir einen Ort, an dem mit Objekten und digitalen Medien experimentiert wird", so Prof. Thomas Bürger, Generaldirektor der SLUB. Mit einer dreimonatigen Testphase und Unterstützung des FabLab Dresden startete die SLUB im Frühjahr 2014 das Experiment Makerspace. Seit Dezember laufen die Vorbereitungen für den Dauerbetrieb, Technikbetreuung und Veranstaltungsformate. Kooperationspartner sind willkommen.

 

Die Eröffnung findet morgen im Beisen des Rektors der TU Dresden, Prof. Dr. Hans Müller-Steinhagen, statt. Unterstützt wird der Makerspace in der SLUB u.a. von Professuren der TU Dresden und dem Konsortium "smart³ | materials ---- solutions ---- growth" mit interessanten Exponaten und eindrucksvollen Experimenten rund um das Thema "intelligente Materialien".


Kommentare

Ein interessanter Abend
22.11.2017 08:50
hak
20.11.2017 10:31
Mastodon
17.11.2017 13:10
Seid ihr auch auf Mastodon (ev...
17.11.2017 12:12
Zukunft?
08.11.2017 11:00

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