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SLUBlog

Autor: Juan Garcés

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Meilenstein für die Verfügbarkeit der frühchristlichen griechischsprachigen Literatur

Am 8. August 2015 wurde die erste Fassung der digitalisierten und durch automatisierte Texterkennung (OCR) such- und analysierbar gemachten Texte der Patrologia Graeca auf GitHub veröffentlicht. Damit wurde eine der für die Erforschung des frühen Christentums wichtigsten Sammlungen zum ersten Mal frei verfügbar gemacht. Die 161 Bände der Patrologia Graeca wurden von 1857 bis 1866 von Jacques Paul Migne herausgegeben und enthalten die im ersten Jahrtausend ursprünglich auf Griechisch geschriebenen Texte, teilweise auch in lateinischer Übersetzung.

Diese Veröffentlichung ist ein Ergebnis des am Alexander von Humboldt-Lehrstuhls für Digital Humanities, Universität Leipzig betriebenen Open Greek and Latin-Projekts, zu dem die SLUB Dresden durch die Produktion von Digitalisaten beigetragen hat (siehe Kollektion „Open Philology Project“).

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2. Treffen der Initiative "Freie Software und Freies Wissen" im Makerspace

Am Mittwoch, den 17.12.2014 um 18:30 Uhr findet das 2. Treffen der Initiative "Freie Software und Freies Wissen" im Makerspace der SLUB Dresden statt. Ziel der neuen Initiative von Angehörigen der TU Dresden ist es, den Einsatz von Freier Software (Open Source Software) und Freie Informationen (Open Access/ Open Data/ Open Science) zu fördern und zu unterstützen. Vergangenen Montag fand mit 27 Teilnehmern das Gründungstreffen dieser Open-Source-Initiative statt.

 

Das Protokoll des ersten Treffens enthält auch Themenvorschläge für Mittwoch. Die Initiative ist noch im Prozess grundlegende organisatorische Fragen zu klären und inhaltliche Schwerpunkte festzulegen. Erste Handlungsfelder, wie z.B. das umfassende Informieren über den Themenkomplex, das Weiter- und Neuentwickeln von Open Source-Tools und Dokumentationen bzw. das aktive Forschen zu den genannten Themen, haben sich schon herausgebildet. Alle Interessierte sind eingeladen, dazu zu stoßen und sich einzubringen!

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Wann findet die nächste Kryptoparty statt?

Drei Stunden lang ging es am 5. Februar bei der ersten Kryptoparty in der SLUB um E-Mail- und Datenverschlüsselung für vertrauliche Kommunikation. Den Workshop leiteten Sven Guckes und Michael Schmidt, beide etablierte Experten aus der Berliner Kryptoparty-Szene. Dabei ging es nicht nur um die Theorie, sondern vorwiegend um praktisches Ausprobieren, wie man E-Mails verschlüsselt verschickt.

 

Ist Verschlüsseln schwierig? Joachim Scharloth, Professor für Angewandte Linguistik vom Center for Digital Linguistics der TU Dresden und Mitveranstalter der Kryptoparty: "Verschlüsseln ist total einfach. Wenn es einmal eingerichtet ist, und dafür braucht man 10 Minuten, dann läuft das und das macht auch Spaß." Und: "Wirkliche, 100%ige Sicherheit, gibt es aber nicht im digitalen Nachrichtenverkehr."

 

 

 

Dass zum beliebten Public-Key-Verschlüsselungsverfahren zwei Schlüssel gehören, hatten am Ende des Workshops alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gelernt: für jeden Beteiligten ein öffentlicher Schlüssel, der zum Verschlüsseln von Nachrichten dient und ein dazu passender, privater Schlüssel, mit dem nur der gemeinte Empfänger verschlüsselte Nachrichten entschlüsseln kann. Dazu gab es Tipps und Tricks für geeignete Open Source Software.

 

Warum sollten Bibliotheken Kryptopartys veranstalten? Sven Guckes: "Das ist eigentlich der Ort. Es geht dabei um Wissen, das Erlangen von Wissen, Wissensspeicherung – und genau das tun wir hier. Wir senden Nachrichten, wir speichern sie. Wir müssen schauen, wie wir mit diesen Dingen umgehen."

 

Wann wird die nächste Kryptoparty stattfinden? Einen neuen Termin in der SLUB gibt es noch nicht. Hinweise auf ähnliche Workshops in Dresden sind willkommen. Sobald wir eine zweite Kryptoparty in der SLUB planen, informieren wir hier. 

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Science 2.0 – SLUB tritt Leibniz-Forschungsverbund bei

Bei der gestrigen Mitgliederversammlung des Leibniz-Forschungsverbundes Science 2.0 in Berlin wurde die SLUB als neues Mitglied aufgenommen. Damit gesellt sich die SLUB zu den zahlreichen namhaften Leibniz-Instituten, -Einrichtungen und zunehmend auch Leibniz-externen Institutionen, um sich mit diesem für die Forschung besonders wichtigen Thema noch intensiver zu beschäftigen und darüber kritisch auszutauschen.

 

Der Verbund wird sich über die kommenden Jahre mit der Frage beschäftigen, wie das Internet mit seinen zahlreichen Web 2.0-Anwendungen Forschungs- und Publikationsprozesse in der Wissenschaft verändert. Science 2.0 prägt die Wissenschaft zunehmend dadurch, dass Partizipation, Kommunikation, Kollaboration und Open Discourse in Forschungs- und Publikationsprozessen in völlig neuen Formen möglich sind und werden.

 

Für die SLUB, deren Aufgabe es ist, u.a. der Forschung zeitgemäße und relevante Dienste und Infrastruktur anzubieten, ist die tiefe Beschäftigung mit Science 2.0 grundlegend.