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Kategorie: Ausstellung

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Ausstellungseröffnung "Geteilte Erinnerungen: Das Fotoalbum - Gesteckt, geklebt, gepostet"

Millionen Nutzer laden heute täglich ihre Fotos in soziale Netzwerke - oftmals inszeniert, mit Filtern verschönert, versehen mit #Hashtags und per GPS abgerufenem Standort. Das klassische Fotoalbum dagegen erscheint als Relikt längst vergangener Zeiten - ausgestorben mit der analogen Fotografie. Tatsächlich aber erfährt das Medium in den letzten Jahren eine Renaissance, als von digitalen Vorlagen gedrucktes Fotobuch oder als - nach bewährten Gestaltungsprinzipien – in Handarbeit zusammengestelltes Scrapbook. Grund genug, sich heute der rund 600 Objekte umfassenden Albensammlung der Deutschen Fotothek erstmals in einer Ausstellung zu nähern. Mit spektakulären Prachtalben und schlichten Alltagsdokumenten zeigt die Ausstellung, die am 16. Oktober 2018 eröffnet wird, eine kleine fotografische Kulturgeschichte rund um das Fotoalbum, ergänzt um einen stilgeschichtlichen Parforceritt durch die Gestaltung des Albums seit 1860 und die Darstellung des gesellschaftlichen und technischen Wandels des Mediums Fotografie seit seiner Erfindung.

 

Albenvielfalt

Wenn die »goldene Zeit« der Fotoalben vor allem jene von Goldschnitt und Goldprägung war, so stammen die kreativsten Beispiele der Sammlung aus den 1920er und 1930er Jahren. Der Einzug der Amateurfotografie brachte nicht nur eine größere thematische Vielfalt mit sich, sondern auch mehr Erzählfreudigkeit und Einfallsreichtum. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte das Fotoalbum als Teil der allgemeinen Erinnerungskultur angesichts immer größerer Reisefreudigkeit rein mengenmäßig seine Blütezeit, gleichzeitig wurden die einst kunstvollen Einbände seit den 1950er Jahren immer schlichter und austauschbarer. Seit den 1970er Jahren kommt das Anlegen von Fotoalben zunehmend aus der Mode: Je mehr fotografiert wurde, desto weniger Zeit nahm man sich zum Sortieren, Einkleben und Beschriften – Massen von Bildern zu ordnen bleibt jedoch auch im digitalen Zeitalter Voraussetzung visueller biografischer Selbstinszenierung.

#Selfiepoint #geteilteerinnerungen - Posten Sie Ihre Erinnerung!

Teilen Sie die Erinnerungen an Ihren Ausstellungsbesuch und werden Sie damit Teil eines neu entstehenden digitalen Fotoalbums, das im Buchmuseum in unser Magic Box zu sehen sein wird. Unsere Selfie-Points in der Ausstellung selbst und auf dem Gelände der SLUB warten mit schönen Motiven auf Sie. Posten Sie Ihr Bild einfach auf Twitter unter #geteilteerinnerungen @slubdresden oder schicken Sie es uns per Mail an oeffentlichkeitsarbeit@slub-dresden.de .

 

 

Die Ausstellung ist vom 16. Oktober 2018 bis zum 22. April 2019 täglich von 10 - 18 Uhr im Buchmuseum der SLUB zu sehen.
Der Eintritt ist frei.

Zum Online-Katalog

 

Rahmenprogramm

Ausstellungseröffnung
am 16. Oktober 2018 um 19 Uhr

 

Kuratorenführungen durch die Ausstellung:
24. Oktober, 21. November, 12. Dezember 2018
sowie 16. Januar, 13. Februar, 13. März und 10. April 2019, jeweils 17 Uhr

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MagicBox im Buchmuseum - analog und digital auf einen Blick

Die Geschichte der SLUB Dresden beginnt im Jahr 1556 mit der Kurfürstlichen Bibliothek Augusts I. Bereits im 17. Jahrhundert finden sich in Reiseführern bewundernde Berichte über Exponate, die seit 1835 im sogenannten Zimelienzimmer ausgestellt wurden und damit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich waren. Bis heute tragen im Buchmuseum ausgestellte Objekte zum Renommee der SLUB bei. Allerdings ist immer nur ein Teil der wertvollen Bestände der SLUB in den jeweiligen Ausstellungen zu sehen, da sie aus konservatorischen Gründen in klimatisierten und besonders geschützten Magazinen lagern.

Abhilfe schafft hier die fortschreitende retrospektive Digitalisierung von Beständen aus wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliotheken sowie von bedeutendem Schriftgut aus weiteren Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen des Freistaates Sachsen, bei der das Dresdner Digitalisierungszentrum im Rahmen des Landesdigitalisierungsprogrammes eine federführende Rolle hat. Doch wie kommen nun digitale und analoge Bestände für den Nutzer zusammen?

Um eine Brücke zwischen analogen und digitalen Beständen zu schlagen, veranstaltete die SLUB Dresden schon 2013 eine Ausstellung im Buchmuseum unter dem Titel „Original und digital – Schätze der SLUB und die Kunst der Reproduktion“, in welcher anhand von Musikalien und Handschriften und den hiervon angefertigten analogen und digitalen Kopien die Entwicklung der Reproduktion vom 18. bis zum 21. Jahrhundert dargestellt wurde. Zu diesem Zeitpunkt konnte man das originale physische Objekt aber noch nicht in einer Vitrine direkt der digitalen Nachbildung gegenüberstellen. Diese Option bietet sich nun mit der auch mit Unterstützung der "Gesellschaft der Freunde und Förderer der SLUB" angeschafften MagicBox, die eine Kombination verschiedener Medien sowohl in analoger als auch in digitaler Form erlaubt und damit ein besonderes Erlebnis vor allem beim Betrachten von Büchern bietet. Durch die Ausstellung des physischen Objekts kann der Besucher einerseits einen Eindruck vom Original bekommen, indem er Einband, Buchrücken und Buchschnitt anschauen kann. Zusätzlich kann man aber auch virtuell im Buch blättern, wodurch sich ein Gesamteindruck ergibt, der bei einer Trennung von virtueller und physischer Ausstellung nicht möglich wäre.

Aktuell ist die MagicBox in die laufende Ausstellung „Man denkt noch beständig in Dresden auf mich.“ Winckelmann – Bibliothekar und Altertumswissenschaftler integriert und zeigt neben dem ausgestellten analogen Objekt den digitalisierten Briefwechsel zwischen Johann Joachim Winckelmann und dem Grafen von Wackerbarth-Salmour (Mscr.Dresd.App.3140), das „Fragment von Winckelmanns Arbeiten zu des Grafen Bünau Reichshistorie“ (Mscr.Dresd.App.1724), eine Präsentation der Wirkungsorte Winckelmanns und 3D-Modelle der Statue des Apollo von Belvedere sowie eines Bandes der Bünau‘schen Bibliothek. Noch bis zum 21. Oktober haben Sie die Möglichkeit, sich die MagicBox im Rahmen der Winckelmann-Ausstellung anzusehen. Auch in Zukunft werden in der MagicBox passende Inhalte zur jeweils aktuellen Ausstellung präsentiert, sodass es hier immer wieder Neues zu entdecken gibt. Seien Sie gespannt!

 

Weitere Beiträge zur MagicBox
Test der Magicbox: Visualisierte Schätze im Foyer
Beitrag im BIS-Magazin 2/2016: It’s a kind of magic von Thomas Stern

 

 

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SLUB-Schätze unterwegs: Hugo Erfurth in Köln

Vom 7. September 2018 bis 27. Januar 2019 zeigt die Kölner SK Stiftung Kultur die Ausstellung „Blick in die Sammlungen: Hugo Erfurth – Bildnisse“ mit Aufnahmen aus ihrer Photographischen Sammlung und aus dem LVR-LandesMuseum Bonn.

Mit dem Erwerb des Palais Lüttichau im Jahre 1906 entwickelte sich Hugo Erfurths (1874–1948) Dresdner Atelier zu einem repräsentativen Zentrum des städtischen Kulturlebens. Er portraitierte Mitglieder der Bürgerschaft und des Adels, Militärs und Künstler. So werden in der aktuellen Ausstellung etwa ausdrucksstarke Bildnisse von Max Beckmann, Otto Dix, Käthe Kollwitz oder Richard Riemerschmid gezeigt. Erfurths Portraits folgen der Auffassung der Kunstphotographie: erlesen gestaltete, in Edeldruckverfahren umgesetzte Kompositionen, die einen malerischen Duktus erlaubten und überdies höchst aufwendig in der Herstellung waren. Anleihen in der Malerei und große Formate verhalfen der Fotografie zum großen Auftritt.

Mit welchen Mitteln Erfurth vor allem im Öldruck meisterliche Leistungen erreichte, veranschaulichen in der Ausstellung mehrere Leihgaben aus der Deutschen Fotothek: bislang unbekannte, gewachste, großformatige und von Erfurth retuschierte Papiernegative.

Außerdem aus der Deutschen Fotothek gezeigt werden sechs Silbergelatine-Abzüge der 1980er Jahre aus der Serie „Flug in die Vergangenheit“ von Christian Borchert. Diese aus dem um 1926 von Bruno Wiehr gedrehten Dokumentarfilm "Hugo Erfurth, der Lichtbildner bei der Arbeit" herauskopierten Standbilder lassen den aufwendigen Arbeitsprozess Hugo Erfurths nachvollziehbar werden.



Abb.: Christian Borchert: Szenen aus dem Dokumentarfilm "Hugo Erfurth, der Lichtbildner bei der Arbeit", um 1985. (Deutsche Fotothek)


Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, 50670 Köln,
www.photographie-sk-kultur.de

Ausstellung geöffnet täglich außer mittwochs von 14 bis19 Uhr.
Eintritt und Führungen siehe Website.

 

 

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Verlängert: Winckelmann-Ausstellung erwartet Sie bis 21. Oktober 2018 mit neuen Highlights

Sie haben es noch nicht geschafft unsere Ausstellung „Man denkt noch beständig in Dresden auf mich.“ Winckelmann – Bibliothekar und Altertumswissenschaftler in der Schatzkammer des Buchmuseums zu besuchen? Kein Problem! Denn wir verlängern bis zum 21. Oktober 2018 und warten mit neuen Angeboten zur Ausstellung auf Sie.

 

Kurator Dr. Thomas Haffner (TH) gibt im Interview einen Einblick in seine Winckelmann-Faszination und erzählt, worauf Sie sich noch freuen können.

 

 

Lieber Herr Dr. Haffner, zum Einstieg ein kurzer Satz: Winckelmann ist für mich...

TH: ... ein Lehrer, der uns gezeigt hat, wie wichtig es ist, Gegenstände mit den eigenen Augen ganz genau zu betrachten, sie in ihrem Kontext zu verstehen und sich davon ausgehend ein eigenständiges Urteil zu bilden. 


Was ist für Sie als Kurator der Ausstellung das Spannende an Winckelmanns Leben?

TH: ... dass er es als Schustersohn aus ärmlichen Verhältnissen durch seine Begeisterung für die Kultur der alten Griechen bis zum Oberaufseher über die Altertümer von Rom gebracht hat und dabei keinen Wohlstand anstrebte, sondern möglichst große Freiheit für seine Studien.

 

Welches Exponat fasziniert Sie besonders und warum?

Foto der Porträtbüste des römischen Kaisers Caracalla: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Skulpturensammlung, H.-P. Klut/E. Estel TH: Eine Porträtbüste des römischen Kaisers Caracalla aus den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Diese um 220 n. Chr. entstandene Skulptur aus weißem Marmor und durchscheinendem Alabaster war eine der Antiken, die Winckelmann in einem der Pavillons im Großen Garten betrachten konnte und in seinem ersten veröffentlichten Werk "Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst" (Dresden 1755) erwähnte, das zum Bestand der SLUB gehört und in der Ausstellung zu sehen ist.   

 

Die Ausstellung wurde nun verlängert, worauf können sich die Besucher noch freuen?

TH: Wir sind gerade dabei eine "Magic Box" zu installieren - Über diese kann man virtuell in Winckelmanns Schriften blättern, kann die ausgestellten Briefe Winckelmanns (erworben mit Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung sowie der Kulturstiftung der Länder) in vollem Umfang betrachten, den "Apollo vom Belvedere" in alle Richtungen drehen und sich Winckelmanns Lebensstationen vor Augen führen lassen. Außerdem werden zwei weitere Kuratorenführungen angeboten: am 12. September und am 2. Oktober, jeweils um 17 Uhr.

 

Auch eine besondere Veranstaltung wartet noch im Begleitprogramm. Dr. Torsten Sander wird zu Gast sein. Der Titel seines Vortrages ist, sagen wir, ungewöhnlich: "zeitig zu Bette, und früh heraus"

TH: So formulierte Winckelmann gemäß dem alten englischen Sprichwort "Early to bed and early to rise makes a man healthy, wealthy and wise" seine bewährte Gewohnheit in einem Brief aus Rom an seinen Bibliotharskollegen und Freund Johann Michael Francke auf Schloss Nöthnitz bei Dresden. Der Dresdner Antiquar Dr. Torsten Sander, ein ausgewiesener Kenner der "Bibliotheca Bunaviana", wird über Winckelmanns Zeit als Bibliothekar und wissenschaftliche Hilfskraft beim Grafen Heinrich von Bünau sprechen. 

 

Haben auch Sie noch Fragen an Dr. Thomas Haffner? Dann stellen Sie diese gerne hier unter dem Blogbeitrag

 

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf dieser Seite und in unserem SLUBlog.

 

 

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Von Tokyo, Taipei, Toronto bis Kapstadt und Daressalaam: Internationaler Konferenz-Besuch in der SLUB

Wir freuen uns heute 47 internationale Gäste bei uns begrüßen zu dürfen. Sie sind nach der Jahrestagung der International Association of Music Libraries (IAML) heute zur Post-Conference-Tour in Dresden und bei uns im Haus. Nach einem Rundgang durch die historische Altstadt sowie dem Besuch des Residenzschlosses führten die Kolleginnen und Kollegen der Musikabteilung die Gäste durch die SLUB und präsentierten im Klemperer-Saal Schätze der Musikabteilung. Dabei wurden unter anderem Autographe des Konferenzkonzerts „Katholische Kirchenmusik des Dresdner Hofs“, das am Donnerstag im Paulinum in Leipzig stattgefunden hat, gezeigt.

 

 

Ein paar Eindrücke des Besuchs und unserer Gäste möchten wir an dieser Stelle mit Ihnen teilen.

 

 

Präsentation von Schätzen aus der Musikabteilung

 

What a pleasure to be able to view autographs from Antonio Vivaldi, Albinoni and Richard Strauß. Thank you SLUB!
Wilhelm Delport (Universität Kapstadt, Südafrika)

 

 

 

Musikalien des Konzerts "Katholische Kirchenmusik des Dresdner Hofes"

It is so amazing to be here at SLUB to see all these sources. It was quite the reason to go to Dresden to see this.
Agniezka Kubiak (Bibliothek der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Gdansk)

 

 

Rundgang durch die SLUB