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Kategorie: Ausstellungen

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Faszination Chaos: Ausstellung im DrePunct eröffnet

Egal ob es um die Länge der Küstenlinie von England, die Entstehung von Verkehrsstaus oder die Entwicklung von Börsenkursen geht: Chaos und Fraktale spielen in vielen Bereichen eine wichtige Rolle.

Im Alltag hören wir Begriffe wie "Schmetterlingseffekt" und finden Dinge "chaotisch". Aber was ist das eigentlich genau? Was ist so besonders am Magnetpendel und was macht aus einem schönen, regelmäßigen Muster ein Fraktal? Warum kann man die Länge einer Grenze oder einer Küstenlinie schwer beziffern?

 

 

Diese und andere Fragen beantwortet die gestern eröffnete Ausstellung "Chaos und Fraktale" in der Bereichsbibliothek DrePunct und zeigt einerseits allgemein verständlich, aber mit Bezug zur aktuellen Forschung sowohl, wo Chaos und Fraktale im Alltag auftreten und stellt andererseits auch verschiedene Forschungsgruppen vor, die in Dresden an diesen Themen arbeiten. Von Polymerforschung zu der Frage, ob unser Sonnensystem stabil ist, von der Mandelbrotmenge bis zum Verhalten chaotischer Billards: die Ausstellung gibt einen Einblick in die verschiedensten Themen der Physik. Außerdem kann mit einem Magnetpendel experimentiert und so das Entstehen von Chaos nachvollzogen werden.

 

 

Organisiert wurde die Ausstellung von der Regionalgruppe Dresden der jungen Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Beteiligt sind auch das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden mit Prof. Sommer und das Institut für Theoretische Physik der TU Dresden sowie die Professur Computerphysik mit Prof. Bäcker und Prof. Ketzmerick, der zur Eröffnung  zum Thema "Faszination Chaos" sprach.

 

Die Ausstellung "Chaos und Fraktale" ist bis Ende des Jahres in der Bereichsbibliothek DrePunct zu sehen.

 

Bilder: SLUB Dresden/Cynthia Meißner

 

 

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SLUB gedenkt Jahrestag der Bücherverbrennungen: Ausstellung im Foyer

Als am 10. Mai 1933 die Werke Erich Kästners, Alfred Döblins oder Heinrich Manns in einen lodernden Scheiterhaufen aus Büchern geworfen worden, war dies nicht das erste Mal, dass in Dresden Bücher brannten. Bereits kurz nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten kam es in der Stadt am 7. und 8. März 1933 zu scheinbar spontanen Bücherverbrennungen. Die deutschlandweiten Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933 waren eine konzertierte Aktion der Deutschen Studentenschaft unter Führung des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes, die mit der Veröffentlichung von „12 Thesen wider den undeutschen Geist“ am 12. April 1933 ihren Anfang nahm. Diese „Thesen“ wurden deutschlandweit an Universitäten plakatiert und in Zeitungen abgedruckt.

Gedenklesung

Anlässlich des 85. Jahrestages der Bücherverbrennung fand gestern eine Gedenklesung im Foyer der Zentralbibliothek statt, bei der sowohl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SLUB als auch Gäste Textstellen aus Werken der damals verfolgten Autoren vortrugen. So standen beispielsweise Auszüge aus Victor Klemperers Tagebüchern, Erich Kästners „Fabian“, Alex Weddings „Ede und Unku“ und Tucholskys „Lerne lachen ohne zu weinen“ auf dem Programm der etwa 2-stündigen Lesung.

 

 

Ausstellung

In zwei Vitrinen im Foyer der Zentralbibliothek zeigen wir derzeit außerdem Erstausgaben und frühe Ausgaben der damals verbrannten Werke aus einer Dresdner Privatsammlung. Ausgestellt sind beispielsweise "Hiob" von Joseph Roth, "Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin, "Fabian" von Erich Kästner und Anna Seghers "Aufstand der Fischer von St. Barbara" in ihren originalen Umschlägen mit Hintergrundinformationen zu den Autoren.

 

 

 

Die Ausstellung ist noch bis zum 25. Mai 2018 im Foyer der Zentralbibliothek zu den üblichen Öffnungszeiten zu besichtigen.

 

Bilder: SLUB Dresden/Ramona Ahlers-Bergner

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En Détail – Exponate vorgestellt (2): Schachmatt

Noch bis Mitte Mai ist die Ausstellung "Prächtiges und Festliches Dresden" in der Schatzkammer des Buchmuseums zu sehen, die Schätze wie einen Stadtplan Dresdens von François Cuvilliés um 1761, aber auch zwei bebilderte Handschriften aus der Werkstatt von Diebold Lauber (vor 1427-nach 1471) zeigt. Heute stellen wir ein weiteres der ausgestellten Werke und dessen Zusammenhang zum Begriff "Schachmatt" vor.

Schachmatt

Dieser Ausdruck stammt ursprünglich aus dem Persischen und bedeutet so viel wie „Der König ist verlassen“.  Ebenfalls aus der persischen Sprache ist die Bezeichnung „Alfiers“ entlehnt, die die Figur des Läufers bezeichnet. Er ist in einer Pergamenthandschrift aus dem 17. Jahrhundert abgebildet, die sich dem Schachspiel widmet. Ursprünglich handelt es sich um den Begriff Fil, was Elefant bedeutet. Später zog man den Artikel „al“ mit dem Substantiv zusammen. Es folgten noch etliche sprachliche Veränderungen, bis es zur Bezeichnung „Alfiers“ kam. Der Verfasser der Schrift Gioacchino Greco (ca. 1600-ca. 1634) galt als der Schachmeister des 17. Jahrhunderts. Eine Schachkombination ist nach ihm mit „Grecos Matt“ benannt.




Die Ausstellung "Prächtiges und festliches Dresden" ist noch bis zum 15. Mai 2018 in der Schatzkammer des Buchmuseums zu sehen.
Öffentliche Führungen finden jeweils samstags, 14 Uhr statt. Treffpunkt ist im Foyer der Zentralbibliothek

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Konrad Helbig - Am Mittelmeer: Ausstellung in Kooperation der Deutschen Fotothek im LVR-LandesMuseum Bonn

Unter dem Titel "Aus den Archiven III: Konrad Helbig - Am Mittelmeer, Fotografische Erkundungen 1954 - 1985" wird heute eine Ausstellung im LVR-LandesMuseum Bonn eröffnet, die in Kooperation der Deutschen Fotothek und der Stiftung F.C. Gundlach im Rahmen des Archivs der Fotografen entstanden ist.

 

Für Konrad Helbig war Sizilien ein Sehnsuchtsort. Ausgehend von der Insel richtete er seinen Blick und sein Objektiv auf antike Architekturen, Skulpturen und Artefakte im Mittelmeerraum, auf mittelalterliche Kathedralen und barocke Prunkbauten ebenso wie auf die mediterranen Landschaften und die Menschen, die inmitten von Spuren vergangener Größe lebten und arbeiteten. Die Kombination von formaler Dokumentation und subjektivem Blick macht seine Fotografien zu eigenständigen Werken, die in ihrer wiedererkennbaren Bildsprache weit über bloße Ab-Bildungen hinausreichen. "Edle Einfalt und stille Größe", diese von Winckelmann Mitte des 18. Jahrhunderts für die klassische Schönheit der griechischen Skulptur beschriebene Ästhetik war dem Fotografen und Kunsthistoriker Wegweiser durch eine von antiken Kulturen geprägte Landschaft. Monatelang reiste er von archäologischer Stätte zu archäologischer Stätte und von Museum zu Museum, in hunderten Diavorträgen vermittelte der mitreißende Redner anschließend seine Eindrücke von der "Magie des Südens" in den Hörsälen und Kulturzentren des Nordens. "Huldigungen eines Nordländers an die Wunderwelt des tiefen Südens" oder "Sizilien – Geschichte, Kunst und Lebenswirklichkeit eines Inselreiches" betitelte er seine Vorträge.

 

Am Mittelmeer suchte und fand Konrad Helbig nicht nur Zeugnisse vergangener Epochen, sondern auch die unbeschwerte persönliche Freiheit: In der streng katholischen, noch archaische Züge tragenden Gesellschaft Siziliens begegnete man seiner Homosexualität, seinen Interessen und Neigungen wie bei anderen vor ihm auf erstaunliche Weise vorurteilsfreier als in der konservativ geprägten Bundesrepublik der Adenauer-Ära. Wie viele Fotografen der 50er und 60er Jahre arbeitete er mit zwei Kameras parallel in Schwarzweiß und in Farbe. Die Ausstellung fokussiert vor allem Helbigs Blick auf die Gegenwart, die er stets aus dem Blickwinkel der Kunstgeschichte betrachtete, und zeigt erstmals auch seine kaum bekannten Coloraufnahmen aus der Deutschen Fotothek. Seither haben sich die Landschaften und vor allem die Lebenswirklichkeit ihrer Bewohner noch einmal fundamental verändert, so dass Helbigs Fotografien ihrerseits als Zeugnisse einer vergangenen vorindustriellen Epoche erscheinen, die wir heute nicht weniger idealisierend und sehnsuchtsvoll als arkadisch zu betrachten geneigt sind.

Zur Ausstellung erscheint eine Begleitpublikation.

 

 

Die Ausstellung findet von 1. März 2018 bis 10. Juni 2018 im LVR-LandesMuseum Bonn (Colmantstraße 14-16, 53115 Bonn) statt.

 

Bilder (1) Konrad Helbing: Kellner in Milazzo, 1958 (SLUB/ Deutsche Fotothek) (2) Konrad Helbig: ohne Titel, Straßenszene, 1950er Jahre (Stiftung F. C. Gundlach)

 

Bildlizenz: CC-BY-SA 4.0

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Kommen Gehen Bleiben. Ausstellung zu Migrationsgeschichte(n) aus Sachsen

Geschichte und Migration sind seit jeher eng miteinander verbunden. Auswanderung, Vertreibung und Flucht sind dabei nur einige Gründe, die Menschen dazu bewegt haben zu migrieren oder migrieren zu müssen. Die Anlässe, warum Menschen unterwegs (gewesen) sind, sind genauso vielfältig wie die Menschen selbst. Auch in unseren Breiten war und ist dies so. Eine Wanderausstellung widmet sich deshalb dem Thema Migrationsgeschichte(n) in Sachsen. Studierende des Instituts für Geschichte der TU Dresden unter Leitung von Dr. Swen Steinberg haben sich dafür intensiv mit individuellen sächsischen Migrationsgeschichten auseinandergesetzt und diese in Zusammenarbeit mit dem Geschäftsbereich der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration zusammengetragen.

 

Die Wanderausstellung der Migrationsgeschichte(n) ist noch bis zum 28. Februar 2018 im Foyer der Zentralbibliothek zu sehen. Die feierliche Eröffnung fand am 06. Februar 2018 statt.

 

Staatsministerin Petra Köpping (4.v.l.) und Leiter des Projektes Dr. Swen Steinberg (l.) mit der studentischen Projektgruppe (Foto: Simon Gude/SLUB)

 

 

Prof. Dr. Thomas Bürger, Generaldirektor der SLUB, zur Begrüßung der Gäste
(Foto: Simon Gude/SLUB)

 

 

(Foto: Simon Gude/SLUB)