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Über den Menschen hinausgedacht... Diskussionsreihe Künstliche Intelligenz

Auftakt am 2. Mai in der SLUB

 

Künstliche Intelligenz (KI) erleichtert uns den Alltag bereits in vielerlei Hinsicht, in unseren Autos, Staubsaugrobotern und natürlich in Smartphone und Computer. Mit der Hilfe von KI sollen Roboter Teile der Pflege übernehmen oder Ärzte bei Operationen unterstützen.

 

 

 

Die meisten von uns würden nur ungern auf die alltägliche Unterstützung dieser Technik verzichten. Einigen gilt KI gar als grundlegende Lösung für viele Probleme der modernen Gesellschaft. Technikpessimisten, Literaten und Filmemacher beschwören dagegen gern die drohende Weltmacht der Maschinen herauf. Gleichzeitig haben nur die wenigsten Einblick in deren Funktionsweise. Machen wir uns mittels KI zu Sklaven des technischen Fortschritts?

 

Was genau ist KI eigentlich? „Denkt“ sie wirklich? Wie laufen die Lernprozesse einer Maschine ab? Was „sieht“ KI, wenn sie etwas erkennt?

 

In dieser gemeinsamen Veranstaltungsreihe von Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. und  Sächsischer Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden wollen wir der KI auf den Grund gehen. Kann KI das Denkvermögen des Menschen tatsächlich überflügeln und besser werden als sein Erschaffer? Und wo liegen die Grenzen der neuen Technologie?

 

Sie sind herzlich eingeladen mit uns darüber nachzudenken! Wir freuen uns auf spannende Diskussionen zum Vergleich von Mensch und Maschine.

 

Zum Auftakt klären wir den Begriff "Künstliche Intelligenz" mit Prof. Irrgang von der TU Dresden sowie Dr. Reis vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Dr. Reis wird uns dazu das Projekt "Videte" vorstellen, das am DFKI das maschinelle Sehen untersucht.

 

Wir bitten um Anmeldung zu dieser Veranstaltung unter: kas-sachsen@kas.de Der Eintritt ist frei. Alle Veranstaltungen finden im Klemperer-Saal der SLUB statt.

 

Donnerstag, 02.05.19, 18.30 Uhr
I) Was sehen Computer? - Gestaltwahrnehmung und Mustererkennung
Referenten: Prof. Dr. Dr. Bernhard Irrgang (TU Dresden), Dr. rer. nat. Gerd Reis (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, Kaiserslautern)

 

Donnerstag, 09.05.19, 18.30 Uhr
II) Wie denken Maschinen? -  Verstehen vs. Algorithmen
Referenten: Prof. Alexander Marbach (Hochschule Mittweida), Prof. Dr. Christian Doeller (Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig)

 

Donnerstag, 16.05.19, 18.30 Uhr
III) Wo bleibt der Mensch? - Risiko- und Technikfolgenabschätzung
Referent: Prof. Dr. Klaus Kornwachs, Universität Ulm

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Greift zu: Materialbar im Makerspace schenkt Werkstoffe aus!

Im Meet Up! stellen wir jeden ersten Donnerstag im Monat aktuelle Projekte vor und lassen Makerszene und DIY-Kultur lebendig werden. Im März haben wir Minigolf mit selbst gemachten Hindernissen gespielt, hier der Videobeweis, und beim letzten Mal haben wir eine Materialbar zur Werkstoffvermittlung gegründet. Dieses neue Regal hat es in sich, denn hier wird Nachhaltigkeit greifbar!

 

Gemeinsam mit der Zündstoffe - Materialvermittlung Dresden haben wir uns der Umsetzung einer grundlegenden Idee verschrieben: Abfall ist nicht gleich Abfall und Müll ist eine Frage der Definition! Viele Reste und Verpackungsmaterialien können wieder- oder weiterverwendet werden. Mit der Materialbar realisieren wir für diesen Zweck eine Art Umschlagplatz: Bedient Euch und werdet kreativ!

Die Idee zur Materialvermittlung „Zündstoffe“ wurde im Zuge des Zukunftsstadtprozesses im Mai 2017 geboren. Seitdem ist sie Teil des Konglomerat e.V. und dank einer Förderung des Umweltbundesamtes konnte sie im Sommer 2018 ihr Basislager im #Rosenwerk eröffnen.

 

Wenn Ihr selbst (oder eine Euch nahestehende Institution) Werkstoffe vor der Tonne retten und zur Verfügung stellen wollt, seid Ihr ebenfalls herzlich eingeladen: Wir haben noch ein paar Fächer frei! Falls Ihr größere Mengen an Material habt, dieses gerne abgeben möchtet oder einen Blick ins Basislager der Materialvermittlung werfen wollt, dann meldet Euch bei materialvermittlung@konglomerat.org. Interessante Materialien und Ideen zu ihrer Vermittlung und Verarbeitung sind hier stets willkommen.

 

Das nächste Meet Up! am nächsten Donnerstag (2. Mai 2019) heißt "Critical Maker Movement": Gemeinsam mit dem Chaos Computer Club Dresden und Gästen von der TU Berlin werfen wir einen "kritischen" Blick auf das Maker Movement - ein Workshop im Rahmen von Autotopia in Zusammenarbeit mit dem c3d2.

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Zittauer Geschichtsquellen digital

Zittau ist dabei: Mit der Digitalisierung von über 1.100 historischen Titeln zur Stadt- und Regionalgeschichte Zittaus ist die Zahl der sächsischen Einrichtungen, die ihre Bestände auf dem Portal  Sachsen.digital präsentieren, weiter gewachsen.

 

Die Christian-Weise-Bibliothek Zittau mit ihrem wertvollen Altbestand nahm am Landesdigitalisierungsprogramm für Wissenschaft und Kultur 2018 teil. Das Programm verfolgt u.a. das Ziel, kleinere Institutionen zu unterstützen, ihre Bücher und Handschriften zu digitalisieren und frei zur Verfügung zu stellen. Das Landesdigitalisierungsprogramm leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Regionen in Sachsen.

 

Die Onlinepräsentation der digitalisierten Bestände wurde nun abgeschlossen. 350 digitalisierte Titel zur Geschichte Zittaus, der Oberlausitz und des nördlichen Böhmens gewähren einen interessanten Einblick in die Vielfalt der regionalen Literatur im Zittauer Altbestand. Dazu gehören u. a. die beiden Zittauer Geschichtswerke „Analecta Fastorum Zittaviensium“ (1716) von Johann Benedict Carpzov. Digitalisiert wurden auch die Exemplare aus dem Besitz des Heimatforschers Carl Gottlob Moráwek, die einen besonderen Quellenwert haben: Moráwek nahm in seinen Autorenexemplaren umfangreiche handschriftliche Ergänzungen vor und klebte zeitgenössische Zeitungsberichte ein.

 

Der zweite Bestandsteil, der digitalisiert wurde, umfasst die Sammlung „Gelegenheitsschriften von Christian Weise“ mit 750 Titeln. Christian Weise leitete von 1678 bis zu seinem Tod dreißig Jahre lang das Zittauer Gymnasium. Unter seiner Führung erlebte es seine Blütezeit. Weise war aber auch für die Zittauer Ratsbibliothek verantwortlich und als Schriftsteller erfolgreich. Vor allem seine Schultheaterstücke machten ihn bekannt. Darüber hinaus schrieb Christian Weise auch Gedichte, Romane sowie Lehrbücher in lateinischer und deutscher Sprache. Außerdem veröffentlichte er hunderte von Gelegenheitsschriften zu Geburten, Hochzeiten, Todesfällen, Amtsübernahmen Zittauer Bürger sowie Schulschriften.

 

Damit liegen unschätzbar wertvolle Quellen zur Zittauer und Oberlausitzer Bildungs- und Kulturgeschichte digital vor. Auch Genealogen werden noch manches darin entdecken können. Die Gelegenheitsschriften wurden bisher noch nicht in Weises „Sämtliche Werke“ aufgenommen.

 

Über 300 Jahre nach ihrem Erscheinen sind sie nun frei und im Volltext online verfügbar. Diese Präsentation bietet der Christian-Weise- und Barockliteraturforschung ganz neue Möglichkeiten und Impulse.

 

Uwe Kahl, Konstantin Hermann

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Entdeckungsreisen im SLUB-Bestand zum Welttag des Buches

Zum UNESCO-Welttag des Buches 2019 präsentieren wir eine unserer schönsten Wiederentdeckungen des Jahres: Zwei kürzlich digitalisierte Bände mit Seekarten aus der Werkstatt des genuesischen Kartographen Battista Agnese (um 1500-1564).

 

Mscr.Dresd.F.140.a (1544)Mscr.Dresd.F.140.b (1536)

 

Die beiden auf Pergament gezeichneten und mit prächtigen Farben und Blattgold verzierten, 1536 und 1544 in Venedig hergestellten Atlanten stellen ein bedeutendes Dokument der Welterkundung dar.

 

 

 

Der Schwerpunkt liegt dabei offensichtlich auf der Seefahrt: Küsten sind in ihrem Verlauf mit Landzungen, Buchten und vorgelagerten Inseln genau dokumentiert. Dicht an dicht reihen sich an ihnen entlang die Namen der Häfen, darunter auch „stadie“, „hamborg“, „lubiech“ und „bismaria“ (Wismar). Das Inland dagegen bleibt bis auf wenige Ausnahmen leer.

 

 

 

Das Streben nach Aktualität kommt besonders auf der großen Weltkarte auf dem letzten Blatt zum Ausdruck: Dort sind die Schiffsrouten nach Peru sowie der Verlauf der Weltumseglung (1519-1522) des Ferdinand Magellan eingezeichnet - seine Abreise jährt sich im September zum 500. Mal.

 

 

 

Und auch ein späterer Besitzer legte Wert auf aktuelle und genaue Information: Die Form der Halbinsel Yucatán, woher die Dresdner Maya-Handschrift stammt, ist mit schwarzem Strich über einer Rasur nachgetragen – ein Vergleich mit dem zweiten Exemplar zeigt, dass Yucatán zuvor fälschlich als Insel eingezeichnet war.

 

 

 

Der wunderbar erhaltene Band von 1544 hat einen zeitgenössischen roten Ledereinband aus Venedig, der Streicheisenlinien und goldgeprägte Knotenmuster aufweist. Als Besonderheit ist in den hinteren Innendeckel ein Kompass eingelassen.

 

 

 

Auch das Exemplar von 1536 hat einen zeitgenössischen italienischen Einband mit Goldprägung. Dieser Band erlitt allerdings 1945 einen erheblichen Wasserschaden. Zum Glück existieren alte Schwarzweißaufnahmen des noch unversehrten Bandes, die 1930 im Auftrag der Library of Congress angefertigt wurden. Auch an dieser Stelle zeigt sich die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit zur Bewahrung des Weltkulturerbes, ganz gleich, ob es sich um Bauwerke oder um Bücher handelt.

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Genealogische Spurensuche in Böhmen und Mähren – Infoabend zur Familienforschung am 25.4. in der SLUB

 

Woher komme ich? Was haben meine Vorfahren geleistet, erlebt und erlitten? Wie und vor allem wo haben sie gelebt? Für alle, die mehr über die eigene Familiengeschichte erfahren möchten, bietet die SLUB gemeinsam mit dem Dresdner Verein für Genealogie e.V. regelmäßig Veranstaltungen und Beratungen an. Am Donnerstag, dem 25.4.2019, steht die Frage nach dem Wo im Mittelpunkt – es geht auf genealogische Spurensuche nach Böhmen und Mähren. In Tschechien lassen sich viele Fragen nach der eigenen Herkunft relativ leicht online beantworten, ohne dass man an der fremden Sprache scheitert. Experten zeigen, wie und vermitteln die wichtigsten Tipps und Tricks für Familienforscherinnen und –forscher und alle, die es werden möchten.

 

Dr. Karl Köblitz und Peter Wilschek vom Dresdner Verein für Genealogie e.V. geben einen Überblick zu Recherchemöglichkeiten im Nachbarland und verfügbaren Quellen. Im Mittelpunkt stehen die Kirchenbücher als Hauptquelle der Familienforschung. Die beiden Experten zeigen anhand von Beispielen Methodik, Möglichkeiten und Grenzen dieser Quellen auf. Die staatlichen Gebietsarchive, in denen die digitalisierten Kirchenbücher und viele andere Quellen lagern, werden online vorgestellt und ihre Besonderheiten erläutert. Die tschechischen Archive können rund um die Uhr und kostenlos vom heimischen Computer aus besucht werden. Eine Suche im Nachbarland vor Ort dient dann als Ergänzung, um noch nicht digitalisierte Unterlagen einzusehen.

 

Genealogische Spurensuche in Böhmen und Mähren - Veranstaltung im Rahmen der Kooperation der SLUB mit dem Dresdner Verein für Genealogie e.V.
25.4.2019 um 18:00 Uhr
Klemperer-Saal der SLUB
Eintritt frei