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Tag der Lehre: SLUB präsentiert Angebote für die Digitalen Geisteswissenschaften

Die SLUB Dresden versteht sich als wichtiger Ort der Wissensvermittlung mit starker Verbundenheit zu Forschung und Lehre. Zum Tag der Lehre der TU Dresden am 15. November 2017 im Hörsaalzentrum präsentiert sie sich deshalb mit ihren Lehrangeboten zu den Digitalen Geisteswissenschaften. Schirmherr der ganztägigen Veranstaltung ist Prof. Dr. Hans Georg Krauthäuser, Prorektor für Bildung und Internationales der TUD.

 

Das Programm zum Tag der Lehre verspricht Austausch und Vernetzung unter den Beteiligten sowie Inspiration und Motivation für die Gestaltung von Lehre und Lernen. In den Sessions werden u. a. neue Lernumgebungen wie AMCS (Auditorium Mobile Classroom Service) vorgestellt, die an der TU Dresden entwickelt wurden, aber auch didaktische Fragen diskutiert.

 

Eine "Galerie der Lehr-Lern-Vielfalt" und eine "Messe der Akteure" flankieren als "Open Space" die Agenda. Als einer dieser Akteure in der universitären Bildungslandschaft präsentiert sich die SLUB im Foyer des Hörsaalzentrums (Standnummer 107) von 14:30 bis 17:00 Uhr mit ihren Lehrangeboten für die Digital Humanities.

 

Alle Lehrenden und Studierenden sowie alle an Lehre und Lernen Interessierten sind herzlich eingeladen, sich in Vorträgen, verschiedene Sessions, Präsentationen und einer Podiumsdiskussion mit dem Thema "Vielfalt in Lehre und Lernen" zu beschäftigen und am Stand der SLUB vorbeizuschauen.

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Konzertprogramme im FID Musik – Experten beraten sich in der SLUB

Konzertprogramme und -daten nehmen in der musikwissenschaftlichen Forschung eine immer größere Rolle ein. So sind in den letzten Jahren verschiedenste Projekte entstanden, die einzelne Quellenkorpora erschließen und unter verschiedenen Forschungsperspektiven in den Blick nehmen – national genauso wie international. Was in Deutschland jedoch bislang fehlt, ist eine zentrale Infrastruktur, die die Ergebnisse dieser Einzelinitiativen unter einem Dach zusammenführt, als zentraler Sucheinstieg fungieren kann und vor allem die zusammengetragenen Daten langfristig sichert und vorhält. Um dieses Desiderat kümmert sich nun die SLUB Dresden im Rahmen des Fachinformationsdienstes Musikwissenschaft, den sie seit Januar 2017 gemeinschaftlich mit der Bayerischen Staatsbibliothek München betreibt.

 

Ziel des DFG-geförderten FID-Programms ist die bestmögliche Unterstützung der Spitzenforschung des Faches – deutschlandweit. Die Musikabteilung der SLUB beteiligt sich mit insgesamt drei Arbeitspaketen an der Ausgestaltung des Angebots und ist Ende Oktober dazu in einen intensiven Austausch mit internationalen Experten getreten: Im Rahmen eines zweitägigen Workshops wurde über die optimale Gestaltung einer Infrastruktur zu Erfassung und Recherche von sogenannten „Music Performance Ephemera“, also Konzertprogrammen, Postern, Rezensionen o.ä., beraten. Ergebnis soll eine Datenbank sein, die sich in Zukunft im Idealfall als ein zentraler Sucheinstieg für Konzertereignisse und ihre Nachweise in ganz Deutschland etabliert – von den Anfängen des Konzertwesens bis hin zur Gegenwart.

 

 

Die Gäste kamen aus aller Welt und vertreten internationale Projekte wie das Leipziger Repertoire Thomaner, Theater und Musik in Weimar, das schweizerische OnStage, das britische JazzCats oder das französische Dezède. Diskutiert wurden unter anderem wünschenswerte Sucheinstiege, Formatfragen, das Potential von Normdaten und der mögliche Einsatz von Citizen Science bzw. Crowdsourcing. Der Ertrag der intensiven Diskussionen und Gespräche fließt nun in die Konzeption der Datenbank ein. Seien Sie gespannt auf das Ergebnis!

 

Fotos: SLUB Dresden / Ramona Ahlers-Bergner

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Viele Fragen zu Forschungsdaten an die neue Kontaktstelle

Als Beitrag zur internationalen Open Access Week 2017 stellte sich am Mittwoch letzter Woche die Kontaktstelle Forschungsdaten Forschenden der TU Dresden vor. Neben der Möglichkeit, sich einen Überblick zum Thema Forschungsdaten zu verschaffen, wurde auch das Diskussionsangebot von Vielen genutzt: An vier Tischen nahm das Team der Kontaktstelle Fragen zu den Themengebieten Open-Access-Publikation von Forschungsdaten, Tools und Services, rechtliche Aspekte und insbesondere Datenschutz entgegen. "Die Veranstalter scheinen damit einen Nerv getroffen zu haben", so eine Teilnehmerin.

 

Bilder: SLUB Dresden / Jan Polowinski & Matti Stöhr

 

Die Kontaktstelle Forschungsdaten ist ein gemeinsamer Service der SLUB Dresden und von mehreren Partnern an der TU Dresden.

 

Neben der Unterstützung im Bereich Forschungsdatenmanagement bietet die SLUB Forschenden zahlreiche weitere Open-Science-Services, z. B. zu den Themen Open Access, Bibliometrie, Citizen Science und Open Educational Resources, die ebenfalls im Rahmen der Open Access Week vorgestellt wurden.

 

Welche Fragen beschäftigen Sie zum Thema Forschungsdaten? Stellen Sie Ihre Fragen gerne direkt als Kommentar, oder schreiben Sie uns unter kontaktstelle-forschungsdaten@tu-dresden.de.

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Buchpräsentation zur Arbeiterfotografie

Am kommenden Dienstag, 7. November, um 19.00 Uhr wird im Vortragssaal der SLUB der vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. (ISGV) herausgegebene Aufsatzband zur Tagung "Arbeiter | Kultur | Geschichte. Arbeiterfotografie der Weimarer Republik im Museum" vom März 2015 vorgestellt. Dazu sind Sie herzlich eingeladen!

 

 

Das Buch markiert den Abschluss des fünfjährigen DFG-Projekts "Das Auge des Arbeiters" am ISGV, in dessen Rahmen auch der Bestand Arbeiterfotografie in der Deutschen Fotothek digitalisiert werden konnte. Das Forschungsprojekt mündete in eine in Kooperation mit den Kunstsammlungen Zwickau, dem Käthe Kollwitz Museum Köln und dem Stadtmuseum Dresden (SMD) entwickelte Ausstellung, in der auch zahlreiche Aufnahmen aus der Deutschen Fotothek gezeigt worden sind.

 

Mit dem 500-seitigen Tagungsband ist im Leipziger Universitätsverlag nun ein gewichtiges Werk erschienen, welches  – wie das Inhaltsverzeichnis zeigt – die Thematik Arbeiterfotografie unter ganz unterschiedlichen Perspektiven erörtert, darunter ein Aufsatz zum Thema „Bildpolitik. Erwerbungs- und Erschließungsstrategien der Deutschen Fotothek“ von Karolin Schmahl.

 

Verbunden mit der Buchvorstellung ist die Präsentation des Arbeiterkalenders, einer bedeutenden Quelle für die Bildpolitik der Komintern, die der internationalen Forschung über die Digitalen Sammlungen der SLUB nun erstmals online zugänglich ist.

 

Es begrüßen Dr. Achim Bonte (SLUB), Dr. Erika Eschebach (SMD) und Prof. Dr. Winfried Müller sowie PD Dr. Ira Spieker (beide ISGV). Den Tagungsband stellt Dr. Holger Starke (SMD) vor, Dr. Jens Bove (Deutsche Fotothek) die Datenbank und Wolfgang Hesse (Dresden/Lübeck) den Arbeiterkalender.

 

Anschließend besteht bei Brezeln und Getränken Gelegenheit zum Gespräch.

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Herausforderung Reformation – Zum 31. Oktober 2017

Morgen ist es so weit, der 500. Jahrestag des Thesenanschlags. Luther hat mit seinen 95 Thesen an Kardinal Albrecht von Brandenburg mutig eine Reform der Kirche eingefordert – und eine Reform, eine Revolution des gesamten Staates, der Bildung, der Sprache, der Musik, der Medien ausgelöst, die uns bis heute prägt.

 

Die SLUB-Ausstellung gibt in ihrem Kern mit 31 Luther-Originalhandschriften und 64 Handschriften prominenter Zeitgenossen Einblicke in die Suche nach neuen Erkenntnissen und Wegen und in das enge Briefnetzwerk der Reformatoren. Die vorreformatorische Psalmenvorlesung von 1513 bis 1515 zeigt Luthers theologischen Aufbruch, seine „Warnung an seine lieben Deutschen“ von 1531 verdeutlicht mit dem Aufruf zum Widerstand gegen die altgläubige Obrigkeit den politischen Sprengstoff seines Wirkens.

 

Im SLUB-Museum rings um die Schatzkammer sind dann die frühesten Flugschriften zu sehen, mit denen die handschriftlichen Notizen Luthers, seiner Freunde und Gegner in rasender Geschwindigkeit verbreitet wurden. Herabwürdigungen, Polemiken, Verspottungen inklusive. Wie nah und zugleich fremd die Reformationszeit uns heute ist, verdeutlicht Luthers Kalender der Weltgeschichte (im Ausstellungsbuch die Nr. 43): für ihn dauerte die Schöpfung nur insgesamt 6000 Jahre, von denen 5500 Jahre abgelaufen seien. Luther glaubte also an das baldige Ende der Welt und hatte es deshalb eilig mit der Durchsetzung der Reformation.

 

Luthers Weltchronik: nach 5500 Jahren der Schöpfung sah er das Weltende nahen und hatte es eilig mit der Reformation (Ausstellungsbuch Nr. 43).

 

Luther forderte Schulen und Bibliotheken zu errichten, damit sich die Christen selbst bilden und die Bibel lesen lernten. Der evangelische Pfarrerssohn Lessing baute darauf auf und setzte sich 250 Jahre später für Aufklärung und Toleranz ein: Die Wahrheit zu besitzen könne jeder leicht behaupten, sich der Mühe der Suche nach Wahrheit zu unterziehen und sich durch vernünftiges und menschenfreundliches Verhalten, durch praktisches Handeln seines Glaubens würdig erweisen, das sei die bleibende Herausforderung – und ist es bis heute.

 

Zum Erbe der Reformation zählt, Menschen Bildung, Selbst- und Gottvertrauen zu ermöglichen, sie nicht „mitzunehmen“, wie es heute gutgemeint oft heißt, sondern die besten Voraussetzungen zu schaffen, dass sich der Mensch in Freiheit und Verantwortung selbst aufklären kann. Gibt es ein anspruchsvolleres, grandioseres Bildungsziel im Internetzeitalter?

Kommentare

Winckelmann in Rundfunk und Fe...
16.12.2017 11:17
ad rem Winkelmann
11.12.2017 11:53
@Klimaanlage?
11.12.2017 08:40
Zukunft
08.12.2017 14:52
Zukunft? 2
08.12.2017 13:29

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