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Verschafft Euch einen Überblick: SLUB-Einführungskurse zum Semesterstart

Es geht wieder los! Wir starten mit Euch gemeinsam ins Sommersemester 2019 und bieten Euch vom 01.04.19 bis 18.04.19 unsere Einführungskurse „SLUB im Überblick zum Studienstart“ an. 

 

 

In diesen 45-minütigen Kursen lernt Ihr die SLUB als Euren Arbeits- und Lernort kennen und bekommt einen ersten Überblick über unsere Benutzerservices und Informationsangebote. 


Wir zeigen Euch, wie Ihr Euch bei uns anmelden könnt, wie Ihr gedruckte und digitale Medien in der Bibliothek findet, wie die Ausleihe funktioniert und vieles mehr. Bitte meldet Euch hier zu den Kursen an!

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NS-Raubgut in Bibliotheken: SLUB-Provenienzforschungsprojekt auf dem #BibTag19 weckt Interesse und macht Mut

Unter dem Titel "Kein Ende in Sicht?!" präsentierten unsere Kolleginnen Elisabeth Geldmacher und Nadine Kulbe letzte Woche auf dem Bibliothekskongress in Leipzig ihr aktuelles Forschungsprojekt: Seit September 2017 sondieren sie unsere Erwerbungen nach dem Kriegsende bis in die 1990er Jahre auf der Suche nach so genanntem 'sekundärem' Raubgut. Dabei handelt es sich um verfolgungsbedingt enteignete Bücher, die nach 1945 als herrenlose Bestände bzw. "geborgene" Bücher inventarisiert wurden und so in unseren Bestand übergingen.

 

Auf diese Weise schlossen viele Bibliotheken ihre durch den Krieg verursachten Bestandslücken. Mit ihrem Vortrag wollten unsere Kolleginnen auch anderen Häusern Mut machen, die Identifikation und Restitution solcher Raubgut-Bestände in Angriff zu nehmen - ein Anliegen, für das in aller Regel keine Eigenressourcen vorausgesetzt werden können, das aber eine realistische Chance auf Drittmittelfinanzerung hat.

 

 

 

Provenienzrecherchen zu NS-Raubgut-Verdachtsfällen sind in Deutschland hauptsächlich mittels Projektförderungen durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste (DZK) möglich. Aus diesem Grund widmete sich der zweite Teil des Vortrages den Herausforderungen und Chancen bei der Erstellung von entsprechenden Anträgen.

Die Suche nach NS-Raubgut in den Beständen beginnt in der Regel mit Zufallsfunden. Unsere Kolleginnen schilderten, dass sie den speziellen Vorteil hatten, auf bereits vorhandene Provenienzdaten zurückgreifen zu können, die im Rahmen eines vorangegangenen Projekts erhoben worden waren. Die fraglichen Bestände waren in diesem Zusammenhang bereits einer autoptischen Prüfung unterzogen worden und die Ergebnisse in einer Datenbank erfasst. Dabei waren Provenienzmerkmale aufgefallen, die auf NS-Raubgut hinwiesen: jüdische, gewerkschaftliche, religiöse, freimaurerische, SPD- oder KPD-Provenienzen. Diese Funde waren die Grundlage für einen Förderantrag beim Deutschen Zentrum Kulturgutverluste.

 

Anfänglich - so schilderten die Kolleginnen eindrücklich - waren sie von 600 verdächtigen Provenienzmerkmalen ausgegangen, die zu überprüfen seien. Diese Zahl habe sich durch das Auftreten sogenannter Parallelprovenienzen (mehrere Provenienzmerkmale in einem Buch) inzwischen auf gut 1.000 erhöht.

 

 

 

NS-Raubgutforschung, so betonten die Referentinnen, werde aktuell von politischer wie von medialer Seite mit großer Aufmerksamkeit bedacht, und die Chance, die gut ausgebauten Förderstrukturen nutzen und damit Unrechtsfälle aufklären zu können, sollte nicht vertan werden. Diesem Befund habe das interessierte Feedback auf dem Bibliothekskongress in sehr erfreulicher Weise entsprochen, bestätigten die beiden engagierten Kolleginnen im Nachgang, und betonten, dass sie jederzeit als Ansprechpartner in Sachen Provenienzforschung und Drittmittelbeantragung zur Verfügung stünden.

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K10plus - Zehn Bundesländer in einem Bibliothekssystem


     

Nach dem Prinzip "gute Nachricht, schlechte Nachricht"...

 

Für Sie bisher unbemerkt haben in den letzten Jahren die zwei zentralen bibliothekarischen Verbundsysteme SWB und GBV  ihre Fusion vorbereitet. Nun ist es so soweit: Zum 25.03.2019 wurden über 180 Millionen Nachweise zu einer neuen gemeinsamen Datenbasis unter dem Namen K10plus zusammengeführt. Über die Hälfte der wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands werden K10plus einsetzen. Der Schritt sollte in seiner strategischen Bedeutung nicht unterschätzt werden. Der Teufel liegt jedoch wie immer im Detail: Kolleg*innen in Konstanz, Göttingen, Leipzig und anderswo arbeiten an Schnittstellen, Indices etc.

 

Bei der Nutzung des SLUBKatalogs, für den K10plus zukünftig eine wichtige Datenquelle sein wird,  kann es für Sie dieser Tage leider zu Einschränkungen kommen, die in erster Linie die aktuellsten Erwerbungen betreffen.

 

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Kolleginnen und Kollegen. Wir danken für Ihr Verständnis. 

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Technische Wünsche für Software-Verbesserung in Wikipedia? Tech on Tour startet am 28. März in der SLUB

Zur Dresdner Station der Tech on Tour sind alle eingeladen, die unerfüllte Softwarewünsche haben, mit denen die Wikipedia und ihre Schwesterportale verbessert werden können. Wikimedia Deutschland, der Verein, der die deutschsprachige Version der Enzyklopädie betreibt, sucht auf diesem Weg mit seinem Projektteam Technische Wünsche direkten Austausch mit der Wikimedia-Gemeinschaft.

 

Foto: Tech on Tour. Birgit Müller (WMDE), [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons.

 

Los geht die deutschlandweite Tour am 28. März 2019 in der SLUB: 17:00 Uhr, Zentralbibliothek, Raum 0.47. Das Projektteam selbst beschreibt das Anliegen dieser Veranstaltungsreihe folgendermaßen:

 

In der Tech on Tour 2019 wird es wieder um die Frage gehen, wo den Autorinnen und Autoren bei der Arbeit mit der Wikipedia der Schuh drückt und wie das Team Technische Wünsche mit Software-Verbesserungen dabei helfen kann. Außerdem soll es wie bereits 2015 auch in diesem Jahr darum gehen, wie das Projekt gut weiterentwickelt werden kann. ... Technische Kenntnisse sind ausdrücklich nicht nötig.

 

Im Mai 2017 war Tech on Tour schon einmal in der SLUB zu Gast – hier gibt's einen kurzen Rückblick. Wer sich vorbereiten wolle, so schreibt das Team Technische Wünsche, könne sich die folgenden Fragen stellen:

 

Welche Ansätze zur Zusammenarbeit aus deinem Wiki- oder beruflichen Umfeld schätzt du und warum? Welchen Problemen begegnest du in deiner Arbeit in der Wikipedia? Wo beobachtest du, dass andere Probleme haben?

 

Als Bibliothek profitieren wir mit Euch täglich vom offenen Wissen und von den Quellen in Wikipedia, Wikisource und Wikidata – bspw. bei Themen der sächsischen Landeskunde, in Citizen Science und bei unseren Recherchen für die Sächsische Bibliografie.

 

Deshalb laden wir Euch ein: Äußert Eure Wünsche und macht Verbesserungsvorschläge!

 

Donnerstag, 28. März 2019, SLUB Zentralbibliothek, Raum 0.47. Beginn 17:00 Uhr.

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Schlegels Hamlet-Übersetzung: Am 26.03. zeigen wir das Original-Manuskript!

Die SLUB verwahrt den Nachlass von August Wilhelm Schlegel, darunter das Manuskript seiner Hamlet-Übersetzung, welche den Titelhelden zur deutschen Symbolfigur machte und die Shakespeare-Rezeption im deutschsprachigen Raum entscheidend mitprägte. Dr. Kaltërina Latifi, Germanistin und Präsidentin der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, hat diese Handschrift nun erstmals kritisch ediert: Am Dienstag, den 26.03. stellt sie ihr Buch bei uns vor, was wir gern zum Anlass nehmen, exklusiv das Original zu präsentieren!

 

 

August Wilhelm Schlegel übersetzte nicht weniger als sechzehn Shakespeare-Dramen, darunter auch "Hamlet, Prinz von Dänemark". Die Druckfassung erschien 1798. Es handelte sich damals nicht um die erste Übersetzung ins Deutsche, aber Schlegels Fassung setzte neue Standards und bleibt uns bis heute im Ohr: Schlagworte aus Hamlets 'deutschen' Monologen sind uns als Redewendungen in der Alltagssprache vertraut, zum Beispiel „Sein oder Nichtsein“ oder „Der Rest ist Schweigen“.

 

 

Schlegel bemühte sich sowohl um Werktreue als auch um eine gefällige und eingängige Sprache. Obwohl ihm gelegentlich vorgeworfen wurde, er habe Shakespeare für das deutsche Bildungsbürgertum übertrieben romantisiert, wurde jede nachfolgende Übersetzung an ihm gemessen. Jetzt ist im Georg Olms Verlag das Arbeitsmanuskript seiner Hamlet-Übersetzung - die "Dresdner Handschrift" - in kritischer Edition erschienen.

 

 

 

Mit dieser Ausgabe ermöglicht uns Dr. Kaltërina Latifi interessante Einblicke in Schlegels sorgfältige Herangehensweise und den gesamten komplexen Übersetzungsprozess. Die Edition gibt die Handschrift in Originalgröße wieder und stellt ihr eine gut lesbare und zeichengetreue Transkription gegenüber, die alle Änderungen nachvollziehbar macht. Hinzu kommen chronologisch durchgeordnete Dokumente zur Entstehungsgeschichte der Übersetzung. 

 

 

Schlegels Hamlet-Manuskript: Buchvorstellung und Gespräch mit der Herausgeberin, am 26.03.2019, 19:00 Uhr im Klemperer-Saal

 

 

 

Eine Veranstaltung mit finanzieller Unterstützung von Dresden Trust.