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SLUBlog

Archiv: Juni 2013

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Kraftvoll voran. 1 Jahr Exzellenz-Universität TU Dresden

Am 15. Juni 2012 fiel die Entscheidung, die TU Dresden in den exklusiven Kreis der deutschen Exzellenzuniversitäten aufzunehmen. Neben zwei Exzellenzclustern und einer Graduiertenschule wird das Zukunftskonzept der TU mit rund 60 Millionen Euro gefördert.  Es umfasst 31 Maßnahmen, die unter der Leitung des Rektorates schrittweise umgesetzt werden. Alle Arbeitspakete lassen sich vier Schwerpunkten zuordnen:

  1. Gewinnung und Unterstützung der weltweit besten Köpfe für die TU Dresden
  2. Optimierung der Verwaltungsprozesse
  3. Schaffung effizienter Strukturen durch die Integration der 14 Fakultäten in fünf Bereichen
  4. Weiterentwicklung von DRESDEN-concept, dem Verbund der TU mit hervorragenden außeruniversitären Forschungs- und Kultureinrichtungen in Dresden.

Als Bibliothek der Universität und im Rahmen von DRESDEN-concept trägt auch die SLUB vielfältig dazu bei, das positive Votum für den Wissenschaftsraum Dresden zu bestätigen und möglichst nachhaltig zu sichern. Seit Juni letzten Jahres haben wir unter anderem mehrere neue Drittmittelprojekte zur Digitalisierung begonnen, mit dem ZIH am Aufbau eines Langzeitarchivs für digitale Objekte gearbeitet und in den wichtigen Feldern von Open Access (Publikationsfonds) und Bibliometrie (Zitationsanalyse) zusätzliche Angebote gemacht. Mit dem Medienzentrum der TU werden wir das Forschungsinformationssystem der Universität zu einem modernen, servicefreundlichen Werkzeug entwickeln, mit Dresdner WissenschaftlerInnen und Startups bauen wir aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung eine umwälzende Datenmanagement-Plattform auf der Basis von Linked Open Data.

 

"Wir führen Wissen". Unseren Claim wollen wir zum Nutzen des sächsischen Wissenschaftsraums auch künftig mit allen Bedeutungen ausfüllen.

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Bundesumweltminister Peter Altmaier diskutierte mit Studierenden und besuchte die SLUB

Voller Leidenschaft rief der Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Peter Altmaier, die Studierenden der Forstwissenschaften am Standort Tharandt der TU Dresden auf, mit ihm neue Wege in die Zukunft der Energieversorgung und des Umweltschutzes zu finden. "Schreiben Sie mir, laden Sie mich ein, diskutieren Sie mit mir, wir müssen völlig neue Wege finden, wir brauchen die besten Köpfe und die besten Ideen", appellierte er an die rund 150 Zuhörer und Diskutierenden im Judeich-Bau. Die Forschung in Dresden sei auf dem richtigen Wege, die Umsetzung in praktische Verfahren und Produkte bleibe in Deutschland jedoch zu oft hinter den Möglichkeiten zurück. Er zeichnete ein düster-realistisches Bild, was an neuer CO2-Belastung angesichts des Wirtschaftswachstums allein in Indien und China auf die Welt zukomme. Deutschland habe riesige Chancen, dürfe aber nicht alles verzögern und verschlafen. Er sei nach Tharandt gekommen, nicht nur weil ihn 300 Jahre Nachhaltigkeit faszinierten, sondern weil er besorgt sei, dass es 300 Jahre gedauert habe, bis das Problem Nachhaltigkeit wirklich ernst genommen werde.

 

 

Anschließend besuchte er die Zweigbibliothek Forstwissenschaften, die nach der Flut 2002 einen Ersatzneubau neben der Weißeritz erhalten hatte. Er ließ es sich nicht nehmen, die Passage über "nachhaltende Nutzung" aus dem Buch von Carlowitz 1713 selbst vorzulesen (vgl. SLUBlog am 22. April 2013). Prorektor, Dekan, Professoren und Studierende waren beeindruckt: dieser Minister ist aufgeschlossen und will wirklich viel bewegen.

 

Auf dem Bild: Bundesumweltminister Peter Altmaier, Klaus Brähmig MdB, der frühere sächsische Umweltminister Roland Wöller MdL, SLUB-Generaldirektor Thomas Bürger präsentieren Ausgaben der Sylvicultura oeconomica von 1713. Der Freiberger Oberbergamtmann Carlowitz forderte darin angesichts des Holzbedarfs für den Bergbau eine "nachhaltende Nutzung" und brachte damit das Prinzip Nachhaltigkeit erstmals auf den Begriff.

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Die Deutsche Fotothek präsentiert: Das Archiv der Fotografen

Lust auf einen Streifzug durch die deutsche Fotografiegeschichte des 20. Jahrhunderts? Bis September können Sie östlich und westlich des Lesesaals in Ebene -2 herausragende Aufnahmen namhafter Fotografen aus der Sammlung der Deutschen Fotothek entdecken.

 

 

Erkunden Sie spezifische Lebenswelten – z. B. anhand der sozialdokumentarischen Aufnahmen der Arbeiterfotografen Hans Bresler, Erich Meinhold und Kurt Otto Burghardt. Schauen Sie Bildreportern bei der Arbeit über die Schulter und lassen Sie sich überraschen vom breiten Spektrum ihrer Fotografien, die heute höchsten dokumentarischen Wert haben. Fritz Eschen war als Bildjournalist nahezu für die gesamte Berliner Presse tätig, das Pressearchiv Erich Höhnes bietet eine umfassende Fotodokumentation der DDR-Zeitgeschichte. Ebenfalls hoch interessante Einblicke erlauben in diesem Kontext die Motive Richard Peter jun. sowie die seines Vaters Richard Peter sen., der vor allem durch seine Aufnahmen vom stark zerstörten Dresden bekannt geworden ist. Betrachten Sie die Menschen, Leben und Alltag der Deutschen Demokratischen Republik mit den Augen Christian Borcherts, dem Chronisten der Kultur- und Sozialgeschichte der DDR, oder mit denen des ostdeutschen Fotorealisten Gerd Danigels, der das untergehende Land feinsinnig beobachtete. Zum Beispiel sein Foto 'Drei junge Männer auf der Bank' aus dem Jahr 1984.

 

 

Mit den Reisefotografen Oswald Lübeck und Franz Grasser können Sie sich auf (historischer) Schiffsreise entspannen oder mit Konrad Helbig das Mittelmeer erkunden. Vielleicht aber begleiten Sie Reinhart Wolf bei seiner stetigen Suche nach dem "deutschen Charakterbild".

 

Bei Ihrem Streifzug durch die Schätze der Deutschen Fotothek werden Sie außerdem Aktaufnahmen Roger Rössings, Naturstudien Karl Blossfeldts sowie Kostproben der international erfolgreichen Fotografinnen Else Seifert und Lala Aufsberg entdecken.

 

Schlagen Sie einen nahezu ein Jahrhundert überspannenden Bogen von der Dokumentation architektonischer Veränderungen Dresdens durch Antonio Ermenegildo Donadini – Zeichenlehrer Königin Carolas – bis hin zur Architekturfotografie Reinhart Wolfs, dem jüngsten Zugang im Archiv der Fotografen. Dieses virtuelle Archiv trägt als Schaufenster für die Werke bedeutender deutscher oder in Deutschland arbeitender Fotografen dazu bei, die Vielfalt und Bedeutung deutscher Fotografie anschaulich zu vermitteln. Gemeinsam mit der Stiftung F.C. Gundlach und weiteren Partnern stellt sich die Deutsche Fotothek ihrer bedeutendsten Aufgabe – der Erhaltung und Aktivierung fotografischer Werke und Nachlässe.

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dbb Innovationspreis 2013: Platz 3 für Goobi

Goobi ist preisverdächtig urteilte die Jury des dbb Innovationspreises und zeichnet die Open Source-Software und -Community mit dem dritten Platz aus.

 

Was leistet Goobi? Goobi ermöglicht Digitalisierungsprojekte in großen und kleinen Bibliotheken, Archiven, Museen und Dokumentationszentren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Digitalisierungszentrum der SLUB nutzen Goobi.Production für die Organisation aller Schritte, die bspw. ein Buch mit den notwendigen Meta- und Strukturdaten sowie die gescannten Digitalisate und Volltexte vom Buchregal bis zur Onlinepräsentation durchläuft. Die digitalen Sammlungen werden sodann mit Goobi.Presentation im Internet sichtbar gemacht. Beide Softwaremodule verfügen über standardisierte Schnittstellen und sind offen für Zusatzfunktionen.

 

 

Entwickelt wird Goobi seit 2004: zuerst an der SUB Göttingen, inzwischen gemeinsam mit der Staatsbibliothek zu Berlin, der SUB Hamburg sowie den Firmen intranda GmbH und Zeutschel GmbH. Die SLUB Dresden koordiniert dabei das Releasemanagement für neue Softwareversionen im Auftrag der Anwendergemeinschaft, die sich seit 2012 im "Goobi.Digitalisieren im Verein e.V." organisiert hat.


Warum nutzt und entwickelt die SLUB Open Source Software? Goobi ist quelloffen, plattformunabhängig und lizenzkostenfrei. Zunehmend digital, vernetzt und offen - die Medienproduktion und -nutzung, neue Nutzerwünsche und neue Geschäftsprozesse verändern Bibliotheken heute grundlegend. Open Source Software sichert dafür im Idealfall größtmögliche Optionsvielfalt und Unabhängigkeit, um bei Bedarf neue Technologien und Kooperationen nutzen zu können. Diese Philosophie und Entwicklung unterstützt die SLUB aktiv.


Den mit 50.000 Euro dotierten dbb Innovationspreis gewann das eGovernment-Portal MeinServiceStuttgart. Und über den Sonderpreis freut sich der Landkreis Friesland mit dem Open Source-Projekt www.liquid-friesland.de. Goobi befindet sich also in guter Gesellschaft.

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Neu im ABC der SLUB: Hochzeit, die

Wer sie sucht, wird merken: Liebe und Romantik fehlen noch im ABC der SLUB - dem Lexikon zum 450jährigen Bestehen der Sächsischen Landesbibliothek. Sie passen nicht immer zwischen zwei Buchdeckel. Aber es gibt sie hier natürlich auch.

 

Wie viele Paare sich im Bus zur Bibliothek, beim Lernen, Schreiben oder Kaffee trinken finden und fanden, werden wir nie genau wissen. Sicher ist: Es sind viele! Einige besuchten die SLUB bisher auch schon für Hochzeitsfotos am Ort des ersten Treffens. Aber eine richtige Hochzeit gab es bisher nicht.

 

 

Nun fand in unserem Vortragssaal kürzlich die erste freie Trauung statt: Juliane und Mirko Krönert haben geheiratet. Beide studierten an der TU Dresden und monatelang in der SLUB. Auf täglich mehr oder weniger zufällige Begegnungen folgte - nach Wochen - eine Einladung in die Bib-Lounge, dem "wahrscheinlich besten Ort, um jemanden anzusprechen". Auch ein Unwetter soll vor sieben Jahren beteiligt gewesen sein, als sich beide erneut trafen. Seinerzeit schloss die SLUB ungeplant wegen einer Orkanwarnung... Auch deshalb sahen Brautpaar und Gäste im Dauerregen persönlich eher ein gutes Omen.

 

Gibt es einen größeren Liebesbeweis für eine Bibliothek als Alumni, die unbedingt hier heiraten möchten? Auch wenn in der SLUB diese erste Hochzeit vorerst eine Ausnahme bleiben soll, wir freuen uns über soviel Verbundenheit und wünschen Juliane und Mirko Krönert alles Gute - mit und ohne Regen!

 

Foto: Daniel Mangatter

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