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Archiv: März 2015

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Citizen Science: Landespreis für Heimatforschung ausgelobt

Das Sächsische Staatsministerium für Kultus schreibt zum achten Mal den "Sächsischen Landespreis für Heimatforschung" aus. Die GewinnerInnen des vergangenen Jahres sehen Sie hier. Einsendeschluss ist der 4. Mai 2015. Mit dem Preis werden Arbeiten von ehrenamtlich tätigen AutorInnen ausgezeichnet werden, in denen Aspekte der sächsischen Heimatgeschichte erforscht und dargestellt sind. Dazu gehören:

 

  • Orts-, Regional- und Landesgeschichte (auch grenzüberschreitend),
  • Deutsche und Sorben,
  • Heimatvertriebene (Verlust der alten Heimat; neue Heimat in Sachsen),
  • Integration von Zuwanderern,
  • Industrie- und Technikgeschichte,
  • Natur- und Umweltkunde,
  • Kunstgeschichte, Volkskunst,
  • Mundart und Namenkunde,
  • Feste und Bräuche.

 

Die SLUB bietet Ihnen als Ihre Sächsische Landesbibliothek auch vielfältige Ideen und Quellen für die Heimatforschung und eine erfolgreiche Teilnahme. Außer gedruckten und digitalisierten Büchern finden Sie wichtige elektronisch verfügbare Informationen zu Geschichte, Kultur und Landeskunde Sachsens gebündelt unter Sachsen.digital. Highlights sind zum Beispiel die historischen Sächsischen Landtagsprotokolle, das Kartenforum und die historischen Adressbücher sächsischer Städte und Gemeinden.

Forschungsergebnisse und landeskundliche Arbeiten können Sie schließlich bei uns im Dokumenten- und Publikationsserver Qucosa  kostenfrei und dauerhaft online veröffentlichen, damit sie jederzeit weltweit von anderen ForscherInnen - Laien, Experten und Laienexperten - zu finden sind. Dann ist 'Citizen Science' zugleich 'Open Science' – offene Wissenschaft für alle.

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Gute Aussichten. Morgen mit Sonnenfinsternis

"Brillenmangel zur Sonnenfinsternis" titelt die Sächsische Zeitung. Und auch wir haben keine Brillen für die Sonnenfinsternis im Bestand. Die guten Aussichten steigern aber die Vorfreude auf das morgige Naturschauspiel: Temperaturabfall und verstummende Vogelstimmen können Sie gut auf der Wiese der Zentralbibliotek beobachten. Ob Sie dabei durch eine geeignete Brille, durch die Scheibe (nicht durch das Loch!) einer CD oder durch eine beschichtete Rettungsdecke schauen, sei Ihnen überlassen.

 

Abb.: Erdkarte mit Darstellung der für den 8. Januar 1750 vorausgesagten Sonnenfinsternis. SLUB/ Deutsche Fotothek

 

Zur gedanklichen Einstimmung empfehlen wir Ihnen diese Stücke aus unseren Sammlungen und einen Ausflug in die Deutsche Fotothek:

 

 

Ach ja, zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie bitte auch Ihren Optiker!

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1945 – Köln und Dresden. Fotografien von Hermann Claasen und Richard Peter sen.

Zwei Fotobücher prägen bis heute unsere Wahrnehmung der zerstörten deutschen Städte des zweiten Weltkriegs: Hermann Claasens (1899-1987) "Gesang im Feuerofen" von 1947 zeigt das zerstörte Köln; Richard Peters (1895-1977) Buch "Dresden, eine Kamera klagt an", 1950 erstmals erschienen, war mit seinen zahlreichen Neuauflagen das erfolgreichste Fotobuch der DDR.

 

Mit der Ausstellung "1945 – Köln und Dresden", die am heutigen Mittwoch in Bonn eröffnet wird, erinnert das LVR-LandesMuseum Bonn an das Ende des 2. Weltkrieges vor nunmehr 70 Jahren. Die Ausstellung zeigt nicht nur die beiden Büchern zugrunde liegenden Vintageprints, sondern rekonstruiert auch die Entstehungsgeschichte beider Werke und stellt sie vor allem in den historischen Kontext der Erstpublikation. So wird deutlich, dass sich beide Bildbände von jeweils ganz unterschiedlicher Perspektive mit dem Schrecken des Zweiten Weltkriegs auseinander setzen: Hermann Claasens Buch, das fast ausschließlich Trümmer von Kölner Kirchen zeigt, aus katholisch-rheinischer Sicht, während Richard Peters Buch ganz im Sinne der Politik des kalten Krieges zwar auch Hitlerdeutschland anklagte, aber auch implizit den "angloamerikanischen Imperialismus".

 

 

Möglich wird eine solche historische Hinterfragung beider Bücher durch die Kooperation der drei Ausstellungspartner Stiftung F.C. Gundlach, LVR-LandesMuseum Bonn und Deutsche Fotothek der SLUB: Alle drei Institutionen verfügen nicht nur über bedeutende Fotosammlungen, sondern bewahren auch umfangreiches Archivmaterial zu den jeweiligen Fotografen als Grundlage einer vertiefenden Erforschung auf. Die Ausstellung "1945 – Köln und Dresden" begründet nun eine jährliche Ausstellungsreihe der Kooperationspartner aus den jeweiligen Archivbeständen.

 

Zur Ausstellung erscheint eine Begleitpublikation in Form einer Archivbox in einer Auflage von 500 Exemplaren. 50 Vorzugsexemplare enthalten zusätzlich zwei Handabzüge von Originalnegativen beider Fotografen. Die Ausstellung wird im LVR-LandesMuseum Bonn ab 19. März bis 7. Juni 2015 gezeigt. Nächste Station: Stadtmuseum Dresden, 4. Juli bis 27. September 2015.

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Neues Kursangebot: Wissenschaftliches Schreiben mit Word

Sie schreiben an einer wissenschaftlichen Arbeit und verschwenden dabei immer noch Zeit, indem Sie sich mit der Formatierung Ihrer Arbeit herumärgern oder Verzeichnisse per Hand erstellen? Ab April 2015 erhalten Sie bei uns Hilfe.

 

Wir bieten Ihnen drei verschiedene Kurse zum Wissenschaftlichen Schreiben mit Word 2010 und zeigen dabei unter anderem:

 

  • die Grundregeln, die Sie bei der Arbeit mit Word 2010 von der ersten Zeile an beherzigen sollten
  • die Anwendung von Formatvorlagen, um mit wenigen Handgriffen das Grundgerüst zu erstellen
  • Verzeichnisfunktionen: Lassen Sie Word für sich arbeiten!
  • und weitere hilfreiche Werkzeuge, z. B. den Korrekturmodus.

 

Zur Anmeldung und zu weiteren Informationen zu den Inhalten der einzelnen Kurse gelangen Sie hier.

 

Text: Melanie Kaiser

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Johann Andreas Silbermann im Freiberger Bergwerk

Vor 274 Jahren reiste der Straßburger Orgelbauer Johann Andreas Silbermann durch Sachsen. Seine Eindrücke hielt er in einem Reisetagebuch fest, das wir inzwischen digitalisiert haben. Mitte März 1741 machte Silbermann in Freiberg Station und nutzte die Gelegenheit gern, auch den Bergbau genauer kennenzulernen:

 

d 15 Mertz. Als ich vom Oberberg Hauptmann, und H bergrath Henkel erlaubtnus hatte ins bergwerck zu fahren, so wurde ich ein kleine stund weit von Freyberg geführet z[um] jungen löben genant, da man einen berghabit vor mich gerüst hatte, als ich nun damit eingekleidet war, so fuhr der Steiger voran, und ich als nach, wir waren 16 farthen tieff, à 12 ehlen das vertrießlichste darinnen war, daß einem bißweilen das waßer über den Kopff hinab lieff, da noch dazu die leite oben über sich hiengen und man mußte geschehen laßen daß es einem in[s] gesicht lieff und dieses hatte man ein[e] gantze farth tieff auszustehen.

 

Wo es an edlichen orthen stollenweis /:daß ist wan man eben gehen kan:/ gienge, so mußten wir über höltzer steigen und vielmahl auf allen vieren auf und ab kriechen, dabey man vom waßer viele incommoditaet aus zustehen hat, zu unterst arbeitete ich auch edliche stücke Ertzt loß, es ist solches eine sehr mühesame arbeit, dan man hat an edlichen orthen nicht einmahl so viel platz daß man aufrecht auf den knieen hinter schlupffen und arbeiten kan, ich versuchte es in einem solchen ort, es wurde mir aber angst und bang dabey.

 

Die bergknappen entblößen sich den oberleib an solchen orthen, nur daß Sie sich beßer regen können. Auch wurde nur eine Mine darunten gesprenget welches wegen dem plitz und donnern couriese zu sehen und zu hören, von wegen denen vielen Klüfften, als ich bey 2 stunden unter der erde zugebracht habe, so stiegen wir wieder hinauf.

 

Nachdem giengen wir auf die schmeltzhütten, da ich dan eben recht kam den Silberblick zu sehen, es gehet solches so geschwind zu, als wan man das wetter leuchten siehet. Man meinet anfangs man käme in die hölle, wegen dem sehr vielen feuer, und dem entsetzlichen dampff, welcher Grün, gelb und schwartz sich allenthalben herum ziehet. Die gantze gegend wo diese hütten stehen ist schwartz, auf der seite ist ein sehr langes gebäu worinnen die ertze wie sie von den Stampffen kamen in sehr viele hauffen hingeschüttet waren ob gleich diese gegend nichts andres als bley und Silber führet, so siehet man doch fast so vielerley farben als hauffen da liegen.

 

 

 

Was Silbermann in Freiberg noch erlebte – einen Besuch bei Bergrat Henkel zum Kaffee, eine Besichtigung des Domes und der "Lilienkanzel", Geschichten auf den Spuren Kunz von Kauffungens, Lorenz Richters und im Schloss – können Sie hier lesen. Vielleicht hätte Johann Andreas Silbermann auch selbst getwittert... heute begleiten wir seine Reise Tweet für Tweet nachträglich.

 

 

Kommentare

Ein interessanter Abend
22.11.2017 08:50
hak
20.11.2017 10:31
Mastodon
17.11.2017 13:10
Seid ihr auch auf Mastodon (ev...
17.11.2017 12:12
Zukunft?
08.11.2017 11:00

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