1. SLUB Dresden
  2. SLUBlog

SLUBlog

Archiv: Februar 2018

Ansichten: 205
0

Bald 900 weitere Bände online: Architekturgeschichte, Mode und Design der Dresdner Kunsthochschule

Historische Bestände nachhaltig zu sichern und frei verfügbar zu machen, ist eine zentrale Aufgabe moderner Bibliotheken. Das Landesdigitalisierungsprogramm Sachsen, das seitens der SLUB koordiniert wird, bündelt Aktivitäten, um einen umfassenden Online-Zugang zu Informationen und Objekten der kulturellen und wissenschaftlichen Überlieferung des Freistaates Sachsen für Zwecke der Lehre und Forschung sowie für die breite Öffentlichkeit zu schaffen. Dies umfasst nicht nur die Erschließung von beispielsweise historischen Adressbüchern, Karten oder Handschriften, sondern auch Werke der Kulturgeschichte. Mit digitalisierten Werken der Kunstgeschichte, Architektur, Mode und Design beteiligt sich nun auch die Bibliothek der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK), die zu den ältesten Kunstakademien in Deutschland zählt, daran.

 

Dort wurde im 18. Jahrhundert mit anfangs bescheidenen Mitteln der Ankauf von Büchern für die Architekturabteilung begonnen. Der Erwerb der Bibliothek des verstorbenen Oberlandmeisters Johann Gottlob Hauptmann im Jahre 1814 wird als erster bedeutender Zugang dieser Akademiebibliothek angesehen. Auch wenn die Bibliothek der HfBK durch die Bombardierung Dresdens 1945 einen großen Teil ihres Literaturbestands verlor, so blieben doch bedeutsame historische Bestände, insbesondere des Fachbereichs Architektur, erhalten.

 

In der Detailsuche unserer Digitalen Kollektionen können Sie die ersten Titel der „Hochschule für Bildende Künste Dresden“ bereits finden: Werke aus Paris, Rom, Brüssel, Weimar, Hamburg, Dresden, Braunschweig, Stuttgart & Tübingen sowie Leipzig, die bis ins 18. Jahrhundert zurückgehen. Für die kürzlich begonnene Digitalisierung sind insgesamt rund 900 Bände vorgesehen. Sie werden in den kommenden Wochen online veröffentlicht. Weitere fast 1.000 Fotos und Bilder der HfBK finden Sie außerdem in den Beständen der Deutschen Fotothek.

 

Bildlizenz: CC-BY-SA 4.0


Ansichten: 173
0

Weltoffenes Dresden: Gedenken, diskutieren, aufeinander zugehen

Der 13. Februar ist für Dresden in jedem Jahr eine neue Herausforderung. Stilles Gedenken an die Kriegstoten und an die Zerstörung der Stadt mischt sich mit der Aufarbeitung der Gewaltgeschichte, aber auch mit Demonstrationen von Neonazi-Gruppen und Holocaust-Leugnern sowie gewaltbereiten Antifa-Gegendemonstranten. So wird Dresden in jedem Jahr zur Bühne gesellschaftlicher Konflikte. Und neuerdings gibt es mit Flüchtlingen und Minderheiten auch wieder Sündenböcke, die herhalten müssen, um von eigenen Versäumnissen abzulenken.

 

Um Orte zum gemeinsamen Gedenken zu schaffen, aber auch um ein Zeichen für Weltoffenheit und Vielfalt in der Landeshauptstadt zu setzen, lädt die Initiative "Weltoffenes Dresden" zu einem Kulturfestival ein. Unter dem Motto "Erinnern und Vergessen" sind alle eingeladen, auf den Plätzen in der Innenstadt aufeinander zuzugehen, zu gedenken, zu erinnern und kreativ nach vorn zu schauen.

 

Vom 10. bis 19. Februar 2018 stehen gelbe Container auf Theaterplatz, Neumarkt, Altmarkt und Postplatz und bieten ein vielfältiges Programm. Auch die SLUB ist hier mit dabei.

 

Sie sind herzlich zu den Aktionen der vielen Kulturpartner eingeladen, allen voran zu zwei Lesungen unseres Generaldirektors Prof. Dr. Thomas Bürger, die beide im gelben Container auf dem Neumarkt stattfinden.

 

Prof. Dr. Thomas Bürger liest:

10. Februar 2018 | 17.00 - 17.30 Uhr |
      Jonas Mekas: "Ich hatte keinen Ort. Aus deutschen Asyllagern 1945"

13. Februar 2018 | 18.30 - 19.00 Uhr |
      Victor Klemperer: "Vertrieben in der eigenen Stadt"

 

Vor der Lesung am 13. Februar 2018 wird wieder die alljährliche Menschenkette um die Altstadt stattfinden - als Aufruf und Mahnung gewaltfrei, friedlich und mitmenschlich zu leben und sich gemeinsam gegen den Missbrauch des Gedenktages durch radikale Kräfte zu stellen. Der Auftakt zur Menschenkette findet ab 17.00 Uhr am Neuen Rathaus, Goldene Pforte statt. Danach wird sich die Menschenkette um 18.00 Uhr zum Geläut der Dresdner Kirchenglocken schließen. Wir möchten Sie herzlich einladen, sich daran zu beteiligen.

 

Weitere Informationen:

Ansichten: 380
0

Kommen Gehen Bleiben. Ausstellung zu Migrationsgeschichte(n) aus Sachsen

Geschichte und Migration sind seit jeher eng miteinander verbunden. Auswanderung, Vertreibung und Flucht sind dabei nur einige Gründe, die Menschen dazu bewegt haben zu migrieren oder migrieren zu müssen. Die Anlässe, warum Menschen unterwegs (gewesen) sind, sind genauso vielfältig wie die Menschen selbst. Auch in unseren Breiten war und ist dies so. Eine Wanderausstellung widmet sich deshalb dem Thema Migrationsgeschichte(n) in Sachsen. Studierende des Instituts für Geschichte der TU Dresden unter Leitung von Dr. Swen Steinberg haben sich dafür intensiv mit individuellen sächsischen Migrationsgeschichten auseinandergesetzt und diese in Zusammenarbeit mit dem Geschäftsbereich der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration zusammengetragen.

 

Die Wanderausstellung der Migrationsgeschichte(n) ist noch bis zum 28. Februar 2018 im Foyer der Zentralbibliothek zu sehen. Die feierliche Eröffnung fand am 06. Februar 2018 statt.

 

Staatsministerin Petra Köpping (4.v.l.) und Leiter des Projektes Dr. Swen Steinberg (l.) mit der studentischen Projektgruppe (Foto: Simon Gude/SLUB)

 

 

Prof. Dr. Thomas Bürger, Generaldirektor der SLUB, zur Begrüßung der Gäste
(Foto: Simon Gude/SLUB)

 

 

(Foto: Simon Gude/SLUB)

Ansichten: 242
0

Eine Tour durch die Vergangenheit von Altenberg bis Zwenkau: Über 200 sächsische Orte in historischen Adressbüchern erschlossen

Historische Adressbücher sind wahre Schätze und eine wichtige Quelle zur Sozial- und Kulturgeschichte. Sie geben Auskunft zu Namen und Adressen, aber auch über den Familienstand oder den Beruf der eingetragenen Person. Mit den Adressbüchern lassen sich so neben Fragen nach dem genauen Wohnort der Urgroßeltern oder den Bewohnern einzelner Häuser auch weitere Informationen finden: Die Öffnungszeiten der Königlichen Öffentlichen Bibliothek vor 100 Jahren, der Vorstand des Bienenzüchtervereins oder eine Übersicht der damals erscheinenden Zeitungen sind darin nachzulesen. Außerdem sind historische Gewerbeanzeigen zu finden sowie Branchenverzeichnisse der Handel- und Gewerbetreibenden. Wagen Sie doch eine Tour durch die Vergangenheit. Auf einer Karte sind sowohl alle verfügbaren Städte mit Adressbüchern zu finden als auch ein Zeitstrahl mit allen Büchern eines Ortes.

 

Das "Portal für historische Adressbücher" besteht bereits seit 2012 und wird ständig erweitert. In den letzten Monaten wurden nun Adressbücher aus weiteren sächsischen meist kleineren Städten und Vororten erschlossen: Altenberg und Zwenkau sowie Omsewitz (als Vorort von Dresden) sind nur einige Beispiele. Die hauptsächliche Arbeit in den letzten Monaten bestand darin, die vielen in den digitalisierten Adressbüchern enthaltenen Straßen- und Personennamen händisch in das Portal einzupflegen. Hauptsächlich übernehmen diese Arbeit unsere Ehrenamtlichen. Über 1.000 Adressbuchbände sind in den letzten zehn Jahren digitalisiert worden und damit mittlerweile circa 200 Orte und Stadtteile im Portal nachgewiesen. Viele Ergänzungen stammen auch aus anderen sächsischen Bibliotheken und Stadtarchiven sowie aus dem Privatbesitz, um weitere Lücken zu schließen. Die ältesten erschlossenen Adressbücher gehen bis in die Jahre 1701/1702 zurück.

 

 

Sie sind neugierig geworden und möchten wissen, was sich in Ihrer Umgebung vor 150 oder 250 Jahren abgespielt hat? In der Datenbank können Sie einfach Ihren Ort und den Suchzeitraum auswählen und dann gezielt nach Straßen- oder Personennamen suchen. Oder Sie nutzen die Gelegenheit einfach zu stöbern. Ebenso finden Sie dazugehörige Karten, Stadtpläne und Fotos und können in weiteren Verzeichnissen, z.B. der Gewerbe oder Behörden, blättern.

 


Weitere Infos zum Projekt unter: adressbuecher.sachsendigital.de/projekt/

Ein ausführlicher Artikel zur Erschließung der Adressbücher mit Hintergrundinformationen ist im BIS-Magazin 01/2013 erschienen.

 

Nun würden wir von Ihnen gerne wissen: Wonach suchen Sie und was bewegt Sie dazu?