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SLUBlog

Autor: Achim Bonte

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Mitten im Medienwandel. Die Wissensbar hilft

Das Branchenblatt des deutschen Buchhandels veröffentlichte dieser Tage erste Daten zum Geschäftsverlauf 2012, die unsere Kennzahlen und täglichen Beobachtungen bestätigen: Medienwandel und -nutzung verändern sich mit wachsendem Tempo und erfassen immer breitere Kreise. So ist zum Beispiel der Umsatz des stationären Buchhandels gesunken, der des Internetbuchhandels dagegen um über 10% gestiegen. Bereits jeder fünfte Einkauf findet inzwischen im Internet statt. Zwischen 2010 und 2012 hat sich die Zahl der E-Book-Käufer vervierfacht, die Zahl der verkauften E-Books versiebenfacht. Dazu passt, dass nach einer aktuellen Marktforschungsstudie bereits jeder fünfte Bundesbürger über 14 lieber E-Books als gedruckte Bücher liest. In der Gruppe der 14-29-Jährigen liegt derselbe Wert bereits über 50%.

Was für den Publikumsmarkt gilt, ist im Bereich der wissenschaftlichen Informationsversorgung noch intensiver festzustellen, da wir es hier eben nicht nur mit gut ausgebildetem, sondern auch überwiegend jüngerem Publikum zu tun haben. Gleichwohl erleben wir auch, dass die Herausforderungen und Chancen der Digitalen Revolution, die immer neuen Werkzeuge und Buzzwords der Internetindustrie, auch bei offenen Geistern und erfahrenen AnwenderInnen Fragen hinterlassen. Hier wollen wir Ihnen individuell, diskret und möglichst passgenau mit unserer Wissensbar helfen.

Wo und wie veröffentliche ich meine Arbeiten am besten? Wie erreiche ich die größte Sichtbarkeit und Reichweite? Wie verwalte ich bequem meine Literaturzitate? Wie sicher sind bestimmte soziale Netzwerke und wie schütze ich grundsätzlich meine persönlichen Daten? Auf diese und viele andere Fragen haben unsere ExpertInnen der Wissensbar Antworten. Probieren Sie's aus und teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit. Der Service ist gebührenfrei. Aktuelle Geschäftszahlen aus der SLUB bringen wir Anfang Juli in unserer traditionellen Halbjahresbilanz.

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Kraftvoll voran. 1 Jahr Exzellenz-Universität TU Dresden

Am 15. Juni 2012 fiel die Entscheidung, die TU Dresden in den exklusiven Kreis der deutschen Exzellenzuniversitäten aufzunehmen. Neben zwei Exzellenzclustern und einer Graduiertenschule wird das Zukunftskonzept der TU mit rund 60 Millionen Euro gefördert.  Es umfasst 31 Maßnahmen, die unter der Leitung des Rektorates schrittweise umgesetzt werden. Alle Arbeitspakete lassen sich vier Schwerpunkten zuordnen:

  1. Gewinnung und Unterstützung der weltweit besten Köpfe für die TU Dresden
  2. Optimierung der Verwaltungsprozesse
  3. Schaffung effizienter Strukturen durch die Integration der 14 Fakultäten in fünf Bereichen
  4. Weiterentwicklung von DRESDEN-concept, dem Verbund der TU mit hervorragenden außeruniversitären Forschungs- und Kultureinrichtungen in Dresden.

Als Bibliothek der Universität und im Rahmen von DRESDEN-concept trägt auch die SLUB vielfältig dazu bei, das positive Votum für den Wissenschaftsraum Dresden zu bestätigen und möglichst nachhaltig zu sichern. Seit Juni letzten Jahres haben wir unter anderem mehrere neue Drittmittelprojekte zur Digitalisierung begonnen, mit dem ZIH am Aufbau eines Langzeitarchivs für digitale Objekte gearbeitet und in den wichtigen Feldern von Open Access (Publikationsfonds) und Bibliometrie (Zitationsanalyse) zusätzliche Angebote gemacht. Mit dem Medienzentrum der TU werden wir das Forschungsinformationssystem der Universität zu einem modernen, servicefreundlichen Werkzeug entwickeln, mit Dresdner WissenschaftlerInnen und Startups bauen wir aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung eine umwälzende Datenmanagement-Plattform auf der Basis von Linked Open Data.

 

"Wir führen Wissen". Unseren Claim wollen wir zum Nutzen des sächsischen Wissenschaftsraums auch künftig mit allen Bedeutungen ausfüllen.

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Frische Design-Ideen aus Dresden. Der 'SLUB Lounger' kommt!

"Frische Design-Ideen aus Dresden": Unter dieser Überschrift hatten wir Ihnen vor einem guten Jahr zwei Projekte vorgestellt, mit denen wir kreativen Startups aus der Region ein wenig Rückenwind geben und zugleich unsere Arbeitsplatzlandschaft weiter differenzieren wollen.

 

Solange es Ihren persönlichen Bildungszielen hilft, sollen Sie bei uns sitzen, stehen und meinetwegen auch liegen, in großer Ruhe oder in Gemeinschaft arbeiten sowie angenehm pausieren können. Das erste Projekt, die Bibosphäre, haben wir mit finanzieller Unterstützung der Ostsächsischen Sparkasse und Ihren Namensvorschlägen kürzlich abgeschlossen. Das zweite, das wir mit der jungen Firma Paulsberg umsetzen, wird am 21. Mai mit einem eigens für uns entworfenen Prototypen richtig öffentlich sichtbar.

 



Wer in den letzten Wochen öfter auf unserer Bibliothekswiese unterwegs war (die in Kürze auch wieder mit den SLUB-Liegestühlen belegt sein wird), hat vielleicht schon eine Alpha-Version des neuen Möbels testen können. Nach Pfingsten folgt nun sozusagen die Open Beta für den SLUB Lounger aus carbonverstärktem Textilbeton. Gemeinsam mit Paulsberg werden wir die Weltneuheit aus Dresden am 22. Mai der Presse vorstellen und dafür werben, aus dem einen Stück rasch viele zu machen. Warum keine Lounger als verbindende Elemente zwischen SLUB und Campusgelände der TUD - etwa im Innenhof zwischen Trefftz- und Willersbau? Wie, wenn wir Patenschaften für einzelne Stücke kreierten - als Idee für Alumni o.ä.?


 

Sie merken, wir sind auch hier noch ein wenig auf der Suche nach Ausbau unserer Idee und Unterstützung, auf jeden Fall aber schon uneingeschränkt begeistert von der Kreativität und dem Engagement unseres Partners. Der SLUB Lounger von Paulsberg hat es verdient, groß herauszukommen. Ihre Ideen und Unterstützung sind wie immer willkommen! Testen Sie das Möbel und teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit.

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Chillen und Lernen. Am kommenden Donnerstag offizielle Eröffnung der neuen SLUBLounge

Mit Unterstützung der Ostsächsischen Sparkasse Dresden eröffnen wir am 21. März um 11 Uhr in der Zentralbibliothek unsere seit langem geplante, neuartige Ruhe- und Entspannungszone. Das Konzept für den neuen Bereich wurde von dem Dresdner Designbüro neongrau entwickelt, die eigens entworfenen Sitzmöbel stammen aus der Polstermöbel Manufaktur Sebnitz. Perspektivisch soll die neue Lounge auch dazu dienen, um jeweils neueste Medienkonzepte und Lesegeräte kennenzulernen.

Wer die SLUB kennt, weiß, dass wir neben erstklassigen Informationsdienstleistungen besonderen Wert auf eine hohe Aufenthaltsqualität unserer Räume legen. Neben unseren Gruppen- und Einzelarbeitsräumen, sehr ruhigen und belebteren Zonen, Stehtischen, Sofas und Liegestühlen soll der neue Bereich einen weiteren Baustein für ein möglichst differenziertes, individuell passendes Platzangebot bilden. Dort, wo früher Mikrofichelesegeräte standen, gibt es nun spezielle Sitzmöbel, in denen man entspannen und ganz bei sich sein kann und zum Beispiel in Ruhe aktuelle Tageszeitungen liest.

Für den neuen Bereich suchen wir übrigens noch eine endgültige Bezeichnung. Vorschläge gern hier im Blog oder auf anderen Kanälen. Herzlichen Dank an alle, die die Idee bisher unterstützt haben und künftig mit Vorschlägen unterstützen werden!

 

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Adressbuchportal erweitert. NEU Chemnitz, Meißen, Bautzen, Pirna ...

Nach dem ersten Aufschlag mit Dresden Anfang Dezember 2012 sind in unserem Portal für historische Adressbücher Sachsens seit gestern auch die Daten für Bautzen, Blasewitz, Meißen und Pirna sowie das erste Paket aus Chemnitz (1847-1902) verfügbar.

Adressbücher helfen Ihnen nicht nur, die Geschichte Ihrer Familie, bestimmter Gebäude oder bedeutender Persönlichkeiten aufzuarbeiten, sondern bieten darüber hinaus vielfältige Anregungen zur Kultur-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte. So spiegeln z.B. die jetzt digitalisierten Bücher aus Chemnitz die Geschichte der Industrialisierung in Sachsen, die zumal in Chemnitz, dem "sächsischen Manchester", außerordentlich früh und kraftvoll einsetzte. Für 1847 finden wir bereits eine ganze Reihe "Maschinenbauetablissements" verzeichnet - nebst handschriftlichen Ergänzungen in unserer Vorlage, die die Dynamik der Veränderung versinnbildlichen. Ein Eintrag gilt der Firma von Richard Hartmann, der ein Jahr später seine erste Dampflokomotive bauen und bald gegen die englische Konkurrenz als sächsischer "Lokomotivenkönig" und bedeutender Industriepionier gelten sollte.

Nachdem Hartmann zuvor meist in unmittelbarer Nähe seiner Fabrik in der Chemnitzer Kaßbergstrasse gewohnt hatte, ließ er sich 1874 in Dresden (Laubegaster Ufer 33) einen Sommersitz an der Elbe bauen. Die "Villa Hartmann" steht heute noch und ist denkmalgeschützt. Bevor sie wieder in Privatbesitz überging, diente sie zeitweise als Privatkindergarten, Schule und Grundschulhort. Grundrisse und historische Ansichten der Villa Hartmann finden Sie in der Bilddatenbank unserer Deutschen Fotothek.

Entdecken Sie den ungeheuren Quellenwert der Adressbücher und schreiben Sie uns gern gelegentlich, was Sie in den sächsischen Adressbüchern gefunden haben. Hier als Blog-Kommentar oder auf anderem Weg.