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Kategorie: Qucosa

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Zum Abschluss: Studentische Recherchen und Forschungsarbeiten auf Qucosa

Die FAZ titelte Anfang März:

 

Die meisten Studenten scheuen sich, ihre Arbeiten zu publizieren. Hohe Hürden und die eigene Unsicherheit schrecken sie ab. Hier helfen studentische Fachzeitschriften.

 

Scheuen Sie sich? Das wissen Sie selbst am besten.

 

Wir führen Wissen. Und dazu gehören neben studentischen Magazinen wie dem Leipziger Powision – Magazin am Institut für Politikwissenschaft auch Abschlussarbeiten, die elektronisch auf Qucosa veröffentlicht wurden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Recherchen, Ideen und Schlussfolgerungen der letzten Monate des Studiums waren im Idealfall "nicht umsonst". Eine elektronische Veröffentlichung auf Qucosa macht Forschungsergebnisse weltweit sichtbar – in Bibliothekskatalogen und für Suchmaschinen. Wer legt einer Bewerbung schon die gelungene 50-seitige Abschlussarbeit bei? Ein Permanentlink samt URN zum Dokument auf Qucosa ist praktischer – für den Sender als auch für den Empfänger.

 

Einige Beispiele haben wir herausgesucht:

 

In der Verkehrsökologischen Schriftenreihe der TUD werden auch Abschlussarbeiten veröffentlicht, die an der Professur für Verkehrsökologie entstanden. Themen sind dort zum Beispiel die Ermittlung von Mobilitätsbedürfnissen bei sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen und Radfahren auf dem TU-Campus. Mit den Erfahrungen und Problemen von Dreiradfahrern mit der Infrastruktur zum Fahren und Parken sowie mit der Reaktion von Passanten befasste sich Gregor Gaffga zusammen mit der Psychologie-Professur für Diagnostik und Intervention.

 

 

Zugegeben: Offensichtlich sind Schriftenreihen mit Abschlussarbeiten auf Qucosa noch selten. Neue Reihen sind willkommen! Womöglich ist eine Masterarbeit die Grundlage für eine neue Idee oder weitere Forschung.

 

 

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Feste feiern in Sachsen. Wo, wann und womit am besten?

Wieder ist ein Wochenende vorbei. Doch Montag bis Freitag bestehen nicht nur aus Arbeitstagen, sondern auch aus Ehrenämtern und Hobbies: Wer Feste feiern will, beginnt beizeiten mit den Vorbereitungen ... die auch Arbeit machen können, zugegeben! Hier ein paar Anregungen und Fragen für das nächste Jubiläum in Ihrem Heimatort – ob Stadt oder Dorf, Stadtviertel oder Ortsteil einer größeren Kommune. 

 

Beispiel: Pesterwitz, westlich von Dresden gelegen. Heute ist der Ort Teil von Freital: Pesterwitz feiert 2018 runde 950 und der Festverein steht schon in den Startlöchern. Gleich nebenan feiert bald der Stadtteil Löbtau das gleiche runde Jubiläum. Wer feiert 2017 und 2018 auch?

 

Ortsjubiläen sind Gelegenheiten zusammenzukommen, um Geschichte in einer Ortschronik festzuhalten. 650 Jahre Weinböhla fanden so im Jahr 2000 in ein Buch. Chroniken anderer Orte wurden elektronisch auf Qucosa veröffentlicht, so dass sie jederzeit einfach überall lesbar sind, z.B. Wissenswertes aus Geschichte und Gegenwart über Pinkowitz und seine Umgebung und die Beiträge zur Geschichte von Krögis, Barnitz & Nössige. Tipp: Veröffentlichen Sie Ihre Ortschronik auch elektronisch auf Qucosa, dann haben auch junge HeimatforscherInnen eines Tages leichten Zugang zur Geschichte ihres Ortes. Es steckt viel Arbeit darin. Die soll gefunden und gelesen werden!

 

In der Weinböhlaer Chronik gibt es beispielsweise ein Kapitel über die Geschichte der historischen Radfahrervereine, die 1897 und 1906 dort gegründet wurden, mit Auswirkungen bis in die Gegenwart. In diesem Fall führte ein Hinweis auf Twitter und dann das Buch in der SLUB zum Rechercheziel. Ein bequemer Link wäre einfacher und schneller gewesen.

 

Womit wird eine Jubiläum außerdem zum Erfolg? Und wie kann die SLUB das unterstützen? 

 

Eine Idee - angeregt vom Jubiläum "200 Jahre Fahrrad": Ein neues Büchlein "Rund um ... [mein Heimatort]" recherchieren und veröffentlichen. 1902 erschien mit "Rund um Elbflorenz" in Dresden ein Radfahrer-Tourenbuch, das mit seinen 25 Streckenbeschreibungen gut als Vorlage für andere Orte und Gegenden dienen könnte, auch heute oder 2018. "Rund um ..." ersetzt sicher nicht die Ortschronik, könnte aber einen ganz anderen Nutzen und neue Perpektiven auf die Stadt, ein Dorf und die Umgebung ermöglichen.

 

Was planen Sie noch? Vielleicht die Erweiterung des Wikipedia-Artikels Ihrer Gemeinde mit historischen digitalisierten Quellen der SLUB? Wir bitten um weitere Anregungen.

 

 

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Einfach verwenden: Neues Arbeitsheft für Deutschkurse mit Asylsuchenden unter einer freien Lizenz auf Qucosa veröffentlicht

Dieses Lehr- und Arbeitsheft für Deutschkurse mit Asylsuchenden wurde heute auf Qucosa veröffentlicht. Die Autorinnen und Autoren der Initiative Deutschkurse für Asylsuchende an der TUD haben das Arbeitsheft unter eine freie Lizenz gestellt. Damit kann es einfach und kostenlos auch von anderen verwendet werden.

 

Das neue Arbeitsheft ist in elf Module aufgeteilt, die jeweils unabhängig voneinander sind, sodass jederzeit ein Einstieg in den Deutschkurs möglich ist.

 

IDA ist eine studentische Initiative für Deutschkurse an der TU Dresden. Die Initiative gibt es seit September 2015. Zu Beginn organisierte sie Sprachkurse und ABC-Tische für Geflüchtete in den Erstaufnahmeeinrichtungen am Campus der TU Dresden. Nach und nach werden diese Einrichtungen nun wieder geschlossen. Die Arbeit der Initiative nicht beendet. In drei Projekten organisiert sie Deutschkurse und ABC-Tische für Geflüchtete, Arabischkurse von Geflüchteten und ein Buddy-Programm. Dafür sucht die Studentengruppe für die Zukunft weitere Unterstützung.

 

IDA-Arbeitsheft Deutschkurs: Creative Commons Namensnennung - Nichtkommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz

 

 

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Artikel bei ResearchGate und Co hochladen: Welcher Verlag erlaubt was? Und wie Open Access ist das eigentlich?

Akademische Netzwerke erfreuen sich großer Beliebtheit: Die sicher bekanntesten Plattformen sind ResearchGate und Academia.edu, die nach eigenen Angaben über 10 Mio. bzw. 40 Mio. Mitglieder haben. Das Prinzip ist einfach: Wie bei anderen sozialen Netzwerken auch kann sich jeder kostenfrei registrieren und ein eigenes Profil anlegen. Die Plattformen versprechen, man könne sich mit Kolleginnen und Kollegen vernetzen, Publikationen mit anderen teilen, Statistiken bekommen über Aufrufe und Zitationen der eigenen Publikationen, interessante Stellen finden, und vieles mehr.

 

„Publikationen mit anderen teilen“ legt den Gedanken nahe, dass akademische Netzwerke auch Open Access fördern, und dass wer seine Publikationen hier einstellt, Open Access publiziert. Die Verantwortlichen von Repositorien sehen das häufig anders, so auch wir: Es geht beim Open-Access-Publizieren um weit mehr als das Hochladen von PDFs! Wirklich Open Access ist ein Artikel, wenn er in einem gesicherten, standardkonformen und offenen Archiv zur Verfügung gestellt wird.

 

Einen informativen Vergleich von akademischen Netzwerken mit Open-Access-Repositorien hat das Office for Scholarly Communication der University of California erarbeitet. Deutlich wird, dass akademische Netzwerke eine ganz andere Funktion erfüllen als OA-Repositorien – Vernetzung und Profilbildung stehen hier im Vordergrund. Kritikpunkte an den bestehenden Netzwerken sind u.a. Fehlen von standardisierten Schnittstellen, auf Vermarktung der Nutzerdaten abzielende Geschäftsmodelle und ein zu lockerer Umgang mit den Nutzerdaten. Repositorien, die von öffentlichen Einrichtungen betrieben werden, haben im Vergleich die zentrale Aufgabe, Inhalte langfristig verfügbar zu machen. Inhalte erhalten einen dauerhaften, zitierfähigen Identifier (DOI oder URN) und sind auch noch nach vielen Jahren verfügbar. Die Betreiber der Repositorien stellen offene Schnittstellen zur Verfügung und arbeiten mit digitalen Langzeitarchiven zusammen.

 

Trotz aller Kritik an ResearchGate und Co: Wenn man akademische Netzwerke nutzt und auch die Artikel teilen will, was gilt es dann zu beachten? Wir haben uns die Bedingungen von fünf großen Wissenschaftverlagen* genauer angeschaut: Dürfen Autorinnen und Autoren ihre Artikel in akademischen Netzwerken verfügbarmachen?

Verlag
Preprint** Postprint** Verlagsversion
DeGruyter nein nein nein
Elsevier ja nein nein
IEEE nein nein nein
Springer ja ja, 12 Monate nach Erscheinen nein
Taylor & Francis ja ja, Embargo abhängig von Zeitschrift (12–24 Monate)  nein

[*] Die Angaben gelten für Closed-Access-Artikel; sind die Artikel Open Access und unter einer freien Lizenz erschienen, dürfen Sie zu den Bedingungen dieser Lizenz genutzt und dann sehr wahrscheinlich auch in akademischen Netzwerken eingestellt werden.

[**] „Postprint“ steht für die akzeptierte Manuskriptversion, d. h. die Fassung des Beitrages, in die alle Änderungen aus dem Begutachtungsverfahren eingeflossen sind; im Satz und in der Seitenzählung jedoch nicht identisch mit der publizierten Verlagsversion. Dagegen meint „Preprint“ die ursprünglich eingereichte Fassung, sozusagen die Rohfassung des Artikels.

 

Die Vorgaben der Verlage im Detail:

  • DeGruyter erlaubt den Autorinnen und Autoren von Mehrfachautorenwerken (also für Beiträge in Fachzeitschriften, Anthologien, Sammelbänden oder Datenbanken) das Teilen der Manuskript- oder Verlagsversion auf der eigenen Webseite oder dem institutionellen Repositorium 12 Monate nach der Erstveröffentlichung. Die Beträge dürfen hingegen „nicht in öffentlichen und/oder kommerziellen thematischen Verzeichnissen“ (z.B. PubMed Central) eingestellt werden. Ebenfalls nicht gestattet ist das Einstellen von Volltexten in akademischen Netzwerken; dies wurde uns auf Anfrage vom Verlag bestätigt. (Quelle: DeGruyter Repository Policy, Open Access Policy, Auskunft Verlag)
  • Elsevier erlaubt, das eingereichte Manuskript eines Zeitschriftenartikels (Preprint) jederzeit und überall im Volltext verfügbar zu machen. Das finale Manuskript (Postprint) hingegen darf erst 12 bis 24 Monate nach erstem Erscheinen auf einem institutionellen oder disziplinären Repositorium eingestellt werden. Das Teilen in akademischen Netzwerken darf also nur für den Preprint, nicht für den Postprint oder gar die Verlagsversion erfolgen. (Quelle: Elsevier Sharing Policy.)
  • IEEE gestattet, eine Manuskriptfassung über institutionelle Repositorien online zu stellen. Die eingereichte Manuskriptfassung (Preprint) darf auch in bestimmten Fachrepositorien (insbes. arXiv.org) eingestellt werden; nach Erscheinen muss dies aber gegen das akzeptierte Manuskript (Postprint) ausgetauscht werden. Zum aktuellen Zeitpunkt ist das Einstellen von Volltexten in akademischen Netzwerken nicht gestattet; dies wurde uns auf Anfrage vom Verlag bestätigt. (Quelle: IEEE Electronic information dissemination policy, copyright form, FAQ on Authors‘ Posting of Accepted IEEE Papers, Auskunft Verlag)
  • Springer gestattet Autorinnen und Autoren von Zeitschriftenartikeln (Achtung, für Buchbeiträge gelten andere Regeln!), das eingereichte Manuskript (Preprint) jederzeit und das begutachtete Manuskript (Postprint) 12 Monate nach erstem Erscheinen online zu stellen. Die Beiträge dürfen in institutionellen oder disziplinären Repositorien oder akademischen Netzwerken eingestellt werden. (Quelle: Springer Self-archiving Policy, FAQ authors‘ rights)
  • Taylor & Francis gestattet Autorinnen und Autoren von Zeitschriftenartikeln (Achtung, für Buchbeiträge gelten andere Bestimmungen!), das eingereichte Manuskript (Preprint) jederzeit und das begutachtete Manuskript (Postprint) 12 bis 24 Monate nach erstem Erscheinen (abhängig von der Zeitschrift) online zu stellen. Die Beiträge dürfen in institutionellen oder disziplinären Repositorien oder akademischen Netzwerken eingestellt werden. (Quelle: Taylor & Francis Sharing your work, Open Access journal finder)

 

Unser Fazit: Nutzen Sie die Upload-Funktion in akademischen Netzwerken mit Bedacht – manche Verlage gestatten den Upload nicht für die Verlagsversion und für die Manuskriptfassung erst nach Ablauf eines Embargos; manche Verlage verbieten den Upload ganz und gar. Nutzen Sie akademische Netzwerke zum Netzwerken! Und nutzen Sie für das Open-Access-Publizieren nicht-kommerzielle, offene Plattformen (z.B. Qucosa, den sächsischen Dokumenten- und Publikationsserver für Wissenschaft und Wirtschaft), die eine langfristige freie Verfügbarkeit und Archivierung sicherstellen. Bei der Prüfung, welche Version Sie im Repositorium wann verfügbar machen dürfen, unterstützen wir TU-Angehörige gern!

 

Dieser Blogpost wurde von Michaela Voigt - ehemalige Mitarbeiterin im Open Access-Team der SLUB - im Blog der Universitätsbibliothek der Technischen Universität Berlin veröffentlicht und steht unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

 

Danke für diesen Hinweis:

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Schulgärten vergangener Zeiten – Wanderausstellung in der ZwB Erziehungswissenschaften

Auf 19 Schautafeln, mit Vitrinen und einem funktionalen Schulgartenmodell nimmt uns der Chemnitzer Ausstellungsmacher Klaus Reichmann mit in Schulgärten vergangener Zeiten.

 

Die Wanderausstellung widmet sich einem Aspekt der Reformpädagogik. Bekannte Protagonisten dieser Denkschule wie Peter Petersen und Maria Montessori sind auch Nicht-Pädagogen ein Begriff. Andere Lehrer verschrieben sich der Aufgabe, den Unterricht in ihrer eigenen Schule zu reformieren. Einen dieser Pädagogen - Friedrich Wilhelm Gerdes - stellt die Ausstellung "Schulgarten" vor. Sie ist bis 14. September in der Zweigbibliothek Erziehungswissenschaften zu sehen. Konzipert wurde sie an der Professur Schulpädagogik der Primarstufe der TU Chemnitz.

 

 

Begleitbroschüre zur Ausstellung: "Was der Schulgarten für den Unterricht leistet", Seite 21: Schulgartenplan von 1924 in West-Victorbu

 

Die Ausstellung erklärt "Friedrich Wilhelm Gerdes Reformbemühungen in Victorbur. Ausgewählte historische Quellen zu seinem pädagogischen Wirken geben Einsichten in die Berufsbiographie von Gerdes, seinen Schulversuch und den Unterricht im Arbeitsschulgarten." Die Begleitbroschüre zur Ausstellung "Was der Schulgarten für den Unterricht leistet", aus der dieses Zitat stammt, ist auch als Open Access-Dokument auf dem Hochschulschriftenserver Qucosa erhältlich.