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Kategorie: Veranstaltung

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Alle Jahre wieder: Großer Buchverkauf in der SLUB

Bild: Bücherverkauf in der SLUBBei uns ist für alle etwas dabei: von Literatur zu den Naturwissenschaften, Sprachen, Geistes- und Sozialwissenschaften über Belletristik bis hin zu Schallplatten.
Zum Buchverkauf am kommenden Dienstag im Klemperer-Saal bieten wir für jeden Geschmack etwas aus unseren ausgesonderten Beständen.

 

Wir laden Sie und Ihre Freunde, Bekannte und Verwandte ein zum Stöbern, Finden und Kaufen zum kleinen Preis.

 

 

Buchverkauf in der SLUB
Dienstag, 20. November 2018, 10-17 Uhr im Klemperer-Saal der SLUB

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Dresden im Film: Drei Filmabende mit Wolfgang H Scholz

Der aus Dresden stammende Künstler Wolfgang H Scholz zeigt in der SLUB seine Filme und kommt mit Weggefährten und Kinokennern ins Gespräch.

Die Filmreihe begann am 9. Oktober mit Krähenzeit. Im Anschluss sprach der Filmemacher mit Andreas Körner (Dresdner Neueste Nachrichten, Körners Corner) darüber. Bei der Aufführung von Schattensucher am 23. Oktober war der Dresdner Regiekameramann Ernst Hirsch zu Gast, der ebenfalls in dem Film zu sehen ist. Durch den Abend führte André Eckardt, Projektleiter des durch den Filmverband Sachsen und des Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) initiierten Projekts „Audiovisuelles Erbe in Sachsen“. Am letzten Abend der Reihe, dem 13. November, kommt der Film Verlorene Flügel auf die Leinwand. Danach besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit Wolfgang H Scholz.


Die SLUB schätzt sich nicht nur glücklich, die Filme zeigen zu können: 2016 übergab Wolfgang H Scholz der Bibliothek einen Großteil seines filmischen Werks als Schenkung. In der Mediathek der SLUB, die sich in mehreren Projekten mit der dauerhaften Bewahrung von Filmen beschäftigt, wurden die Werke digitalisiert und für eine Langzeitarchivierung vorbereitet. In den Räumlichkeiten der SLUB können sie an Spezialplätzen über die Digitale Mediathek der SLUB angesehen werden. Darüber hinaus enthielt die Schenkung das Aufführungsrecht der drei Kinofilme in den Räumen der SLUB, was diese Filmreihe erst möglich macht.

Reflexionen über die Zeit

In den Kinofilmen von Wolfgang H Scholz spielt die Stadt Dresden eine zentrale Rolle.
Im halbdokumentarischen Film „Schattensucher“ von 1994 begibt sich Scholz auf die Spuren seiner Kindheit in Dresden. In eindrucksvollen Bildern und mittels Gesprächen mit Anwohnern, Ladeninhabern oder mit dem als „Karajan von Schillerplatz“ legendär gewordenen Verkehrspolizisten zeichnet er ein eindrucksvolles Porträt eines Stadtviertels bis zur Wendezeit.

 

In ihren Handlungen und Drehorten, aber auch durch direkte Zitate in Text und Film knüpfen die Spielfilme „Verlorene Flügel“ (1999) und „Krähenzeit“ (2014) daran an. „Verlorene Flügel“ (1999) entstand unter Mitwirkung namhafter Schauspielerinnen und Schauspielern wie Gudrun Okras, Christel Peters und Peter Franke.


Krähenzeit“ (2014) drehte Scholz mit Christine Hoppe und Philipp Lux, die dem Dresdner Publikum u.a. durch ihre künstlerische Tätigkeit am Staatsschauspiel bekannt sind sowie mit Brigitte Wähner-Liefers und Jens Harzer.

Über Wolfgang H Scholz

Wolfgang H Scholz wurde 1958 in Dresden geboren und wuchs in einer alten Handwerkerfamilie auf. Heute lebt und arbeitet er in Mexiko-Stadt, München und Dresden. Er studierte Malerei/Grafik in Dresden, darüber hinaus Graphologie bei Ingeborg Rudolph in Leipzig. 1989 ging er nach München, wo er u.a. einen Lehrauftrag an der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) inne hatte. Seit 1992 ist Wolfgang H Scholz für verschiedene Fernsehsender wie dem Bayerischen Rundfunk, dem Mitteldeutschen Rundfunk, dem Zweiten Deutschen Fernsehen und ARTE tätig. Gemeinsam mit Meinhard Prill gründete er 1994 die Produktionsfirma Sic! Film GmbH und drehte seinen ersten Kinofilm “Schattensucher”, der seine Kindheit in Dresden beschreibt.


In mehr als 50 Ausstellungen und Performances zeigte Scholz Malerei, Fotografie und multimediale Installationen. 2013 wurde Wolfgang H Scholz in die Sächsische Akademie der Künste berufen. Die Filmothek der Universidad Nacionál Autónoma de México (UNAM)  und das Museo Universitario del Chopo (beide in Mexiko-Stadt) zeigten 2016 und 2017 eine umfangreiche Werkschau seiner Arbeiten.

 

 

 

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19 Uhr im Klemperer-Saal der SLUB Dresden. Der Eintritt ist frei.

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SLUB.lit: Ein Aktenordner voller alter Briefe - Dokumente einer Flucht

Während Deutschland heute Zufluchts- und Hoffnungsort für Verfolgte aus verschiedenen Weltregionen ist, waren es vor achtzig Jahren Deutsche, die verzweifelt nach einer Perspektive in einem anderen Land suchten. Francis W. Hoebers "Deutsche auf der Flucht", das unter Mitwirkung von SLUB-Generaldirektor Dr. Achim Bonte entstanden ist, widmet sich einem dieser Flucht-Geschehen, das unter anderem auch bis nach Dresden und Wachwitz reicht. Es dokumentiert die Fluchtgeschichte eines jungen, regimekritischen Akademikerpaares, wie sie im nationalsozialistischen Deutsch­land zahllose Menschen zu bestehen hatten - eine kräftezehrende Flucht ohne die Perspektive zur Rückkehr.

 

Wir schreiben das Jahr 1938: Es ist die Zeit der Novemberpogrome.

Bild: Cover der Buches .Deutsche auf der Flucht. von Francis W. Hoeber und Dr. Achim BonteIn ihrer reichsweiten Organisation wie in ihrem Exzesscharakter stellen sie eine neue Eskalationsstufe der Ausgrenzung und Verfolgung im nationalsozialistischen Deutschland dar. Die betroffenen Bürger werden schrittweise um alle Lebensgrundlagen und -perspektiven in Deutschland gebracht. In diesem Zeitraum beginnt die Fluchtgeschichte der Familie Höber: Dank eines glücklichen Zufalls kann Johannes Höber in die Vereinigten Staaten auswandern - das jedoch allein. Seine Frau Elfriede und die neunjährige Tochter Susanne können erst im September 1939, kurz nach Beginn des Zweiten Weltkrieges, folgen.

 

Die Zeit dazwischen: anstrengend und nervenzehrend; ungewiss, wann man sich wieder sieht. Lediglich über Briefe kann der Kontakt gehalten werden.

Der Lukas Verlag, in dem "Deutsche auf der Flucht" erschienen ist, schreibt: "In diesen Briefen beschreibt Elfriede die sich zunehmend verschlech­ternde Situation in Deutschland und Johannes seine mühsamen Fortschritte, in Amerika Fuß zu fassen. Der Leser lernt zwei eloquente und leidenschaftliche und zugleich sehr unterschiedliche Menschen kennen. Johannes’ Schreiben sind sorgfältig organisiert und präzise, selbstbewusst und voll detaillierter Berichte von Menschen, Orten und Ereignissen, die sein tiefes Interesse am neuen Land widerspiegeln. Elfriedes Briefe wirken bisweilen leicht chaotisch, vermitteln aber so einen sehr unmittelbaren Eindruck der starken Emotionen, mit denen sie ihren Alltag meisterte, in einer Heimat, die ihr immer fremder wurde. Sie haben Witz, wenngleich der Humor oft ironisch, manchmal sogar sarkastisch ist. In der Summe öffnet die Korrespondenz nicht nur einen überaus lebendigen, unmittelbaren Blick in eine besondere Epoche, sondern auch in eine vielschichtige Beziehung."

 

Ende der 1980er Jahre entdeckt Sohn Francis diese Briefe, die seine Eltern niemals erwähnt hatten. In diesem Jahr nun hat Francis W. Hoeber den Briefwechsel seiner Eltern herausgegeben und bietet damit einen bemerkenswerten Einblick in eine Problematik, die heutzutage aktueller denn je ist.

 

Zur Lesung und Diskussion mit Francis W. Hoeber und Dr. Achim Bonte laden wir Sie herzlich ein!

 

Buchvorstellung und Zeitzeugengespräch: Deutsche auf der Flucht
14.11.2018 | 19:00 Uhr | Klemperer-Saal

Buch "Deutsche auf der Flucht" im SLUB-Katalog


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"Blühe, deutsches Florenz!" Dresden und Italien in der SLUB

Bild: Seite aus [Storia di Alessandro Magno] - Mscr.Dresd.Ob.47Ganz im Zeichen der Verbundenheit von Dresden und Italien steht diese Woche in der SLUB Dresden. Prächtig verzierte Handschriften mit farbintensiven Ranken, kolorierte Kupferstiche und Notenschriften sind Zeugnis dieser besonderen Beziehung: Ihnen wird die neue Ausstellung "Blühe, deutsches Florenz" in der Schatzkammer des Buchmuseums gewidmet. Eine Tagung zu italienischsprachigen Handschriften setzt sich wissenschaftlich mit diesen Quellen auseinander.

 

Ausstellung "Blühe, deutsches Florenz"

 

„Schön ist Dresden,
dieses deutsche Florenz‚
das muß ihm der blasse Neid lassen!“


Ernst Barlach am 17.4.1891 an Friedrich Düsel (Ernst Barlach: Die Briefe. 2. Band. München: Piper, 1969, S. 162)

 

Als »deutsches Florenz« bezeichnete der Dichter und Philosoph Johann Gottfried von Herder die Kunststadt Dresden und prägte damit ihren bis heute verwendeten Beinamen »Elbflorenz«. Die vielfältigen Beziehungen zwischen Dresden und Italien zeigen sich aber nicht nur in den Kunstsammlungen und der Architektur, sondern finden sich auch in den Beständen der SLUB wieder. In der Ausstellung "Blühe, Deutsches Florenz. Dresden und Italien" zeigen wir ausgewählte Schätze aus sieben Jahrhunderten. Darunter sind eine zum Unesco-Weltdokumentenerbe zählende Handschrift aus dem 15. Jahrhundert, Musikquellen aus der Frühzeit der Dresdner Hofkapelle, die Manuskripte der Dante-Übersetzung von König Johann von Sachsen und diverse Reiseberichte. Seien Sie gespannt!
Die Ausstellung wird morgen Abend eröffnet und ist ab 8. November 2018 täglich zu sehen.

 

Die italienischsprachigen Handschriften der SLUB Dresden

 

Bild: Visual zur TagungMit insgesamt etwa 370 Codices Italici verfügt die SLUB über eine Handschriftensammlung von hohem kulturgeschichtlichem Rang. Sie zeugen davon, dass italienische Kunst und Kultur vor allem im 17. und 18. Jahrhundert am Dresdner Hof ein enormes Prestige hatten und die italienische Sprache zu dieser Zeit auf hohem Niveau gesprochen, geschrieben und gelesen wurde. Die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Romanistik und dem Italien-Zentrum der Technischen Universität Dresden stattfindende Tagung „Die italienischsprachigen Handschriften der SLUB Dresden – neue Perspektiven der Forschung“ widmet sich der Geschichte der Handschriftensammlung und analysiert die Inhalte einzelner Handschriften des Mittelalters und der Neuzeit.
Im öffentlichen Eröffnungsvortrag bespricht Prof. Dr. Eef Overgaauw, Leiter der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin, Dantes „Divina commedia“ (Göttliche Komödie) in Berlin und Dresden. Das Ensemble "Leipziger Concert" umrahmt mit Werken von Carlo Farina und Tomaso Albinoni den Abend musikalisch. Sie sind herzlich eingeladen!

Öffentliche Abendveranstaltung
07.11.2018 | 18.30 Uhr | Klemperer-Saal der SLUB Dresden

Ausstellung "Blühe, deutsches Florenz"
08.11.2018 bis  5.5.2019 | Schatzkammer des Buchmusems der SLUB Dresden

 

 

Die Tagung „Die italienischsprachigen Handschriften der SLUB Dresden – neue Perspektiven der Forschung“ wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie durch die Gesellschaft der Freunde und Förderer der SLUB e.V.  (GFF) gefördert.

 

 

 

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"Platzwechsel": Comedy-Autor und Slam-Poet André Herrmann liest aus seinem neuen Buch

Herrmann – so ist seinem Blog zu entnehmen – schreibt, liest vor und tritt seit 2007 auf Bühnen auf. Am 6.11. kommt er in die SLUB, und wir sagen Ihnen, warum es sich lohnt, dabei zu sein!

 

Bild: André Herrmann (Autorenbild © Enrico Meyer) Er schreibt Comedy fürs Fernsehen, unter anderem für so populäre Formate wie „Neo Magazin Royale“ (ZDF) und „Olaf macht Mut“ (ARD). Er ist konsequent und erfolgreich auf Twitter, Instagram und Facebook unterwegs und auf Youtube erzählt er einmal wöchentlich, warum er "Noch immer wütend" ist. Wem diese Referenzen nicht genügen, der vergegenwärtige sich, dass wir es hier mit dem André Herrmann zu tun haben, der mit dem Team Totale Zerstörung zweimal die deutschen Meisterschaften im Poetry Slam gewonnen hat!

 

Bild: Platzwechsel: Noch druckfrisch und schon im SLUB-Bestand!Im Frühjahr 2015 erschien sein Debüt „Klassenkampf“ und seit diesem Herbst liegt nun mit „Platzwechsel“ sein zweiter Roman vor. Wieder geht es um das Lebensgefühl in der Provinz Sachsen-Anhalts, aus der André in „Klassenkampf“ noch glaubte, den Absprung geschafft zu haben. In „Platzwechsel“ kehrt er zurück, und das nicht ganz freiwillig. Sein unvergleichlicher Kumpel Maik taucht in diesem Buch wieder auf, und diesmal kommt er auf die grandiose Idee, seinem Freund einen Job in der Heimat zu besorgen. „Handlungen, Orte und Personen dieses Romans sind frei erfunden“, beteuert Herrmann im Klappentext, aber: „Maik gibt’s natürlich. Das wäre zu krass, sich so etwas auszudenken.“

 

Nicht nur der Protagonist seiner Romane, sondern auch Herrmann selbst stammt ursprünglich aus Sachsen-Anhalt, lebt aber schon lange in Leipzig.

Bild: Logo Literaturforum

Deshalb wird er hier im Rahmen des Projekts „Literaturforum Bibliothek“ gefeatured, das sächsische Autoren zum Vorlesen in sächsische Bibliotheken bringt. 

 

Wir freuen uns auf André Herrmann und sein neues Buch! Kommen Sie nächsten Dienstagabend in die SLUB und planen Sie etwa 2 Stunden Spaß ein!

 

André Herrmann präsentiert sein neues Buch "Platzwechsel"
06. November 2018 | 19.30 Uhr | Klemperer-Saal
Der Eintritt ist frei