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Archiv: März 2016

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Ausstellung Gebrauchsgraphik 1924-1944. Eine Zeitschrift als Schaufenster zur Werbewelt

Werbe- und Designgeschichte des 20. Jahrhunderts in der SLUB: Mondäne Damen und gestählte Sportler, kühne Designs und moderne Anmutung – die schillernden Werbeikonen der Weimarer Jahre sind längst Teil unseres visuellen Gedächtnisses geworden. Die Ausstellung „Gebrauchsgraphik 1924–1944. Eine Zeitschrift als gedrucktes Schaufenster zur Werbewelt“ lässt die berühmten Bilder  wieder aufleben. Sie sind eingeladen zur Ausstellungseröffnung am 9. März, 19 Uhr in den Vortragssaal, 1. OG.

 

Die Schau entstand vor dem Hintergrund des 90-jährigen Bestehens der Zeitschrift „Gebrauchsgraphik“. Die seit 1924 herausgegebene "Monatsschrift zur Förderung künstlerischer Reklame" berichtet über herausragende Leistungen auf dem Gebiet des Grafikdesigns  und gilt als eine der bedeutendsten Quellen der Werbe- und Designgeschichte des 20. Jahrhunderts. Herbert Bayer, A. M. Cassandre, Ludwig Hohlwein, E. McKnight Kauffer, Georg Salter und viele andere hatten in der "Gebrauchsgraphik“ ihren Auftritt. Auch fotografische Arbeiten von John Heartfield, Sasha Stone, El Lissitzky oder Martin Muncasci wurden präsentiert.

 

Neben umfangreichen, überwiegend schwarzweißen Abbildungen der Entwürfe zu allen Arbeitsgebieten der Gebrauchsgrafik enthalten die Hefte eine Vielzahl eindrucksvoller, bunter Beilagen, die die Leistungsfähigkeit des damaligen Druckgewerbes unter Beweis stellen. Auch Prägedrucke oder verschiedene Papierqualitäten und –farben sind anhand dieser Proben erfahrbar.

 

In Kooperation mit der Universität Erfurt und dem Münchner Stiebner-Verlag, in dessen Haus die Zeitschrift „novum“ als Rechtsnachfolger der alten „Gebrauchsgraphik“ bis heute erscheint, hat die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) alle 240 Ausgaben der Zeitschrift digitalisiert und erschlossen. Auf der Plattform www.illustrierte-presse.de stehen ab Ausstellungsbeginn alle Hefte online zur Verfügung.

 

Die von Prof. Dr. Patrick Rössler, Kommunikationswissenschaftler an der Universität Erfurt, kuratierte Ausstellung ist vom 10. März 2016 bis zum 16. Juni 2016 täglich von 10-18 Uhr im Buchmuseum der SLUB zu sehen. Der Eintritt ist frei. Zu Ausstellung und Digitalisierungsprojekt erschien ein gleichnamiges Buch zur Geschichte der Zeitschrift, das unter anderem Inhaltsangaben und Künstlerregister für alle Hefte enthält.

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Der neue SLUB-Katalog – so geht es weiter

Entwicklungsnotiz I

Seit der ersten Vorstellung des SLUB-Katalogs Beta hier im SLUBlog hat sich einiges getan, mehr als 400 Rückmeldungen sind bei uns eingegangen und die meisten Vorschläge konnten umgesetzt oder zur Entwicklung vorgesehen werden. Bereits jetzt haben rund 30% von Ihnen die Betaversion als ersten Anlaufpunkt für die Recherche gewählt. Und zu Recht haben einige schon nachgefragt: Wie geht es weiter?

 

Der SLUB-Katalog beta wird am 4. April zu unserer Standardsuche. Wir wollen Sie auf diesem Weg mitnehmen und über das SLUBlog in mehreren Teilen über den Katalog und seine neuen Features informieren.

 

Bei der Arbeit an unserem neuen Katalog haben wir uns unter anderem die Entwicklung eines einheitlichen Datenraums vorgenommen, um Ihnen so den sehr umfangreichen Schatz der durch die SLUB angebotenen Ressourcen schneller, verlässlicher und intuitiver zur Verfügung stellen zu können. Konkret bedeutet dies, dass die bisher bekannte Aufteilung in die Reiter "Bücher, Bilder ..." sowie "Aufsätze" wegfällt und wir durch die eine verbesserte Datenstruktur und einen automatisierten Abgleich von Lizenzinformationen sämtliche Quellen und Artikel erfassen können, die zum Bestand der SLUB gehören bzw. zu denen wir einen Zugang erworben haben. Inklusive Artikelindex sind das insgesamt 60 Millionen Objekte, die Sie physisch oder digital nutzen können.


Auch an den Katalogfunktionalitäten, wie zum Beispiel der Einbindung des Nutzerkontos und der Verbesserung der Exemplaranzeige haben wir im Hintergrund gearbeitet. So finden Sie wichtige Angaben zu Verfügbarkeit und Standort jetzt übersichtlich auf einen Blick und mit direkter Einbindung der Regalanzeige in unserem 3-D-Modell.

 

Einen ersten, erfolgreichen Anwendungsfall für den produktiven Einsatz unseres an der SLUB entwickelten, vollständig quelloffen und herstellerunabhängigen Discovery-Systems haben wir mit der Katalogumstellung für das Kunstportal arthistoricum.net geschaffen. Seit dem 22. Februar ist die neue Katalogsoftware die Standardsuche für den Fachinformationsdienst Kunst, Fotografie und Design. Probieren Sie am besten beide Kataloge aus!

 

Weitere Neuerungen und Verbesserungen beschreiben wir hier in den nächsten Wochen – wir freuen uns auf Ihre Meinung!

 

 

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bibcast heute: Erste-Hilfe Anweisungen für lebendige Dokumente

Bibcast ist eine Internet-Konferenz zu Bibliotheksthemen. Im Vorfeld des Bibliothekskongresses werden ab heute bis 12. März eine Reihe von Vorträgen LIVE ausgestrahlt (siehe Programm). Über einen Live-Chat können alle Zuschauerinnen und Zuschauer während der Übertragung Fragen stellen, die im Anschluss an den Vortrag beantwortet werden. Wie bei einer "echten" Konferenz werden die ModeratorInnen die Vortragenden vorstellen und die Diskussion moderieren. Direkt im Anschluss an die Vorträge werden die Videoaufzeichnungen im YouTube-Kanal von Bibcast unter einer CC-by-Lizenz bereitgestellt und später zusätzlich auf dem AV-Portal der TIB Hannover dauerhaft archiviert.

 

Heute werden ab 13 Uhr Jens Nauber und Andreas Romeyke von der SLUB über "Erste-Hilfe Anweisungen für lebendige Dokumente" sprechen. Sie möchten aus ihrer Erfahrung mit digitalen Daten Denkanstöße geben, was es braucht, damit Dokumente lebendig gehalten werden können. Dies ist eine Herausforderung für Bibliotheken. Die Vortragenden zeigen Beispiele aus der Praxis, die bei der Kataloggestaltung und der digitalen Langzeitarchivierung aufgefallen sind und geben Hinweise auf Erste-Hilfe Maßnahmen, die den "Gesundheitszustand" digitaler Dokumente stabilisieren, um lebendige und gut nutzbare Dokumente zu erlangen.

 

Nächster Bibcast aus der SLUB am Mittwoch, 09.03.2016, 10:30: Christof Rodejohann und Felix Lohmeier über "Schlanke Discovery-Lösung auf Basis von TYPO3. Der neue Bibliothekskatalog"

 

 

 

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Kammermusik zwischen Torte und Ananas - Robert Schumanns Klaviertrioskizzen in der SLUB

„Guter lieber Tag“, so heißt es zufrieden im Haushaltsbuch der Familie Schumann am 13. September 1847, Clara Schumanns 28. Geburtstag. Eine ganz besondere Freude hatte Robert Schumann seiner Frau gemacht – neben Torte, Blumen, Melone und Ananas schmückte ein inniger Zuneigungsbeweis ihren Geburtstagstisch: ein Klaviertrio in d-moll.

 

Die Ehepartner waren einander seit langem musikalisch vielfach verwoben zugetan– Robert bewunderte Clara am Klavier, sie liebte es, seine Werke zu spielen, er verkomponierte sie als musikalische Figur, sie phantasierte über Themen von ihm, er probierte, sie korrigierte. Seit einiger Zeit beschäftigten sie sich nun, nach der Übersiedelung 1844 von Leipzig in das "gesündere Dresden", mit den besonders intimen Gattungen wie dem Klaviertrio. Clara beispielsweise hatte Robert am 12. September 1846, ihrem Hochzeitstag, mit einer Komposition dieser Besetzung beschenkt. Nun, ein Jahr später, antwortete ihr Robert. „Mit Leidenschaft“ überschrieb er den ersten Satz und so wird er am selben Abend noch auch erklungen sein: Nach einem trauten und fröhlichen Tag samt Einkehr im Waldschlösschen verbrachte die Familie den Geburtstagsabend zu Hause mit Freunden. Franz Schubert, Konzertmeister der Dresdner Hofkapelle, und der Cellist Friedrich August Kummer spielten das neue Stück sofort mit Clara am Klavier. Begeistert und gerührt bemerkte sie danach im Tagebuch: „Es klingt wie von einem, von dem noch vieles zu erwarten steht, so jugendfrisch und kräftig, dabei doch in den Ausführungen so meisterhaft! … Der erste Satz ist für mich einer der schönsten den ich kenne.“

 

Das Klaviertrio ist aber nicht nur Zeugnis für die intensive Künstlerpartnerschaft, es ist darüber hinaus ein wesentlicher Beitrag in der Geschichte der Gattung und: für Robert Schumann selbst Beispiel einer neuen Arbeitsweise. Entstanden vor allem die früheren Klavierwerke zumeist direkt am Instrument, als fixierte Phantasie sozusagen, arbeitete Schumann in seiner Dresdner Zeit verstärkt im Kopf bzw. am Schreibtisch. Er konstruierte und plante, bevor er spielte und aufschrieb - seine intensive Beschäftigung mit der Musiksprache Johann Sebastian Bachs schlägt sich hier nieder. So ist auch das Klaviertrio op. 63 – das zeigen die Skizzen sehr eindrücklich – architektonisch stark durchdacht und geformt.

 

Wir freuen uns deshalb ganz besonders, dass dieses Skizzenmaterial, das bisher für Forschung und Öffentlichkeit nicht zugänglich in Privatbesitz aufbewahrt wurde, an seinen Ursprungsort Dresden zurückkehren konnte und in den digitalen Sammlungen der SLUB Dresden nun jedem Interessierten Einblick in den Entstehungsprozess des Trios zu geben vermag.

 

Denn: die meisten Geburtstagsgaben Claras verblassten nach und nach, Obst und Pfefferkuchen waren bald aufgezehrt, das Los gezogen, der Parfum-Flakon geleert, die Handschuhe verschlissen. Geblieben aber und in Leidenschaft und Feuer (so zwei Satzbezeichnungen) nie gezähmt worden ist das besondere, das so persönliche wie öffentliche Geschenk Roberts an Clara: das Klaviertrio in d-moll. Sofort nach der abendlichen Uraufführung wurde es überarbeitet und verfeinert, immer wieder privat musiziert, bald, im Juni 1848, bei Breitkopf und Härtel verlegt, kurz darauf öffentlich erstaufgeführt und ist seitdem fester und immer wieder neu erlebter Bestandteil im Repertoire unzähliger Kammermusiker. Mit dem Einblick in die Skizzen nun werden diesem nicht nur beliebten, sondern kompositionshistorisch bedeutenden Werk neue Facetten hinzugefügt werden können, die auch knapp 170 Jahre nach Claras Geburtstag manche Überraschung bringen mögen!

 

Schauen Sie selbst und erfahren Sie mehr.

 

[► Robert Schumann, Klaviertrio op. 63, 2. Satz lebhaft doch nicht zu rasch, Ausschnitt, Ausführende: Trio Opus 8]

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Druckluft im Dauerbetrieb: Wir suchen eine solide neue öffentliche Fahrradpumpe

Der Markt für öffentliche Fahrradluftpumpen ist unübersichtlich. Wir bitten Sie deshalb um Unterstützung bei der Recherche: Welches neue Modell können Sie uns empfehlen? Wo haben Sie schon eine öffentliche Fahrradluftpumpe genutzt, die für die intensive Dauernutzung vor der SLUB geeignet ist?

 

Bereits 2011 und 2012 haben wir an der Zentralbibliothek öffentliche Luftpumpen getestet – mit durchwachsenem Erfolg. Seitdem ist eine gesicherte Handluftpumpe installiert. Die ist einzigartig auf dem Campus, hilfreich und wird genutzt; ist aber auch wartungsintensiv und technisch längst nicht das 'Ende der Fahnenstange' in Sachen Komfort und Usability.

 

Öffentliche Luftpumpen in Linköping, Rostock, London, Kiel und Bristol sind gute Beispiele und Vorbilder, teils aber mit technischen Schwächen im Dauerbetrieb speziell im öffentlichen Raum. Ein Modell ohne elektrischen Kompressor erscheint uns derzeit am geeignetsten für den Standort vor der Zentralbibliothek.

 

Was können Sie uns empfehlen, um vor der SLUB dauerhaft für genügend Druckluft zu sorgen? Nur die nahen Leihräder profitieren vom täglichen Wartungsservice.

 

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