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SLUBlog

Autor: Jürgen Grzondziel

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Herzlichen Glückwunsch! 20 Jahre Moritzburg Festival

Die SLUB Mediathek gratuliert mit einem neuen Programm auf unserer Hörbank

Junge Nachwuchstalente treffen auf renommierte Interpretinnen und Interpreten, um sich der Kammermusik zu widmen – Mit dieser Idee gründeten der Cellist Jan Vogler, der Violinist Kai Vogler und der Cellist Peter Bruns vor 20 Jahren das Moritzburg Festival.

 


Foto: Jan Gutzeit

 

Das diesjährige Jubiläum nehmen wir gerne zum Anlass, um Ihnen mit dem hörlog #2 auf unserer Hörbank am Infopunkt Musik/Mediathek (Ebene -1) einen Überblick über zwei Jahrzehnte Festivalgeschehen zu geben. Unsere Auswahl bewegt sich zwischen Musik der Klassik und Moderne. So finden Sie nicht nur als Erkennungsmerkmal eine Festivalfanfare in unserem Programm, sondern auch Schuberts Forellen-Quintett als musikalische Einstimmung auf die höfische Atmosphäre an der zentralen Spielstätte in Moritzburg. Darüber hinaus hören Sie Stücke von Mozart, Boccherini oder ein Werk von Marc Anthony Turnage, der 2004 composer in residence des Festivals war. Außerdem enthält unsere Auswahl Ausschnitte aus Konzertereignissen, bei denen die Künstler des Moritzburg-Festivals in anderem Kontext auftraten, etwa beim Young Euro Classic 2008 in Berlin und einen Text-Musik-Beitrag über die Zerstörung Dresdens 1945, der uns Hörerinnen und Hörer mit Aussagen von Zeitzeugen konfrontiert, unterlegt mit Musik von Johannes Brahms.

 

Einige der Aufnahmen finden Sie als Ausleih-CDs direkt bei uns am Infopunkt Musik/Mediathek.

 

Und vielleicht regt Sie unsere Auswahl auch zu dem einen oder anderen Konzertbesuch an. In den Spielstätten Schloss Moritzburg, Elbe Flugzeugwerke Dresden, Schloss Proschwitz oder Gläserne Manufaktur musizieren beim diesjährigen Moritzburg Festival ab nächstem Wochenende Künstlerinnen und Künstler wie Midori, Nicola Benedetti, Nils Mönkemeyer, Alice Sara Ott, Kristian Bezuidenhout und Juliane Banse. Composer in residence ist dieses Jahr Wolfgang Rihm.

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Schon das Neueste gehört?

Ausgewählte aktuelle Musik und Schätze aus unseren Audio-Archiven können Sie ab sofort auf der Hörbank genießen

 

 

Das schicke Möbelstück steht am Infopunkt Musik/Mediathek der Zentralbibliothek (Ebene -1). Vorher war es Teil der Ausstellung „Grenzüberschreitungen…“, die kürzlich zu Ehren des Dirigenten Hartmut Haenchen in unserem Buchmuseum stattfand.

 

Um die Schau zum wunderbaren Schaffen des Dresdner Musikers noch etwas nachklingen zu lassen, haben wir einen der beiden Hörplätze mit Inhalten der Ausstellung bestückt. Auf der anderen Station hören Sie unseren hörlog #1. Zentral sind hier zum Jubiläumsjahr historische und moderne Wagner-Interpretationen gegenübergestellt. Darüber hinaus finden Sie Aktuelles aus den Genres Jazz und Rock/Pop, etwa einen kleinen Vorgeschmack auf das Konzert der Weilheimer Band The Notwist, die am kommenden Sonntag im Beatpol in Dresden auftritt.

 

Das ganz Besondere des hörlogs ist, dass Sie hier auch auf Schätze stoßen, die aus urheberrechtlichen Gründen nur in Präsenznutzung bei uns vor Ort am Infopunkt Musik/Mediathek gehört werden können, so z. B. einen wundervollen Mitschnitt der Sächsischen Staatskapelle, der nie auf Tonträger veröffentlicht wurde. Krönender Abschluss des hörlog #1 ist ein Auszug aus dem Eröffnungskonzert der Dresdner Musikfestspiele 2013 mit Jan Vogler und den New York Philharmonics.

 

Lassen Sie sich bei Ihrem nächsten SLUB-Besuch akustisch inspirieren! Nehmen Sie gerne Platz und hören Sie zu!

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Swing up your life! - Heute ist der Welttag des Jazz

Zum zweiten Mal wird dieses Jahr am 30. April der „Internationale Tag des Jazz“ gefeiert. Jazz ist mehr als eine musikalische Schublade, Jazz ist Lebensgefühl, wie Duke Ellingtons berühmter Titel „It don't mean a thing if it ain't got that swing“ andeutet. Die UNESCO würdigt heute „eine Musikform, die in mehr als 100 Jahren zu einer universellen Sprache für Freiheit, Individualität und Vielfalt geworden ist.“

 

Wir nehmen den heutigen Tag gerne zum Anlass, um besonders auf unseren historisch gewachsenen Tonträger-Bestand hinzuweisen. Gerade hier zeigt sich vor allem die internationale Bandbreite des Genres. Im Freihand-Bestand der SLUB Mediathek (Zentralbibliothek, Ebene -1) finden Sie eine umfassende Auswahl an „Klassikern“ von Armstrong bis Zawinul. Darüber hinaus bleiben wir am Puls der Zeit und erweitern unsere Sammlung ständig um junge Künstlerinnen und Künstler wie Efrat Alony, Pablo Held oder etwa die Band Mostly Other People Do The Killing. Auch viele lokale aber ebenso international agierende Jazzgrößen wie Uschi Brüning, Ernst-Ludwig Petrowsky und Günter "Baby" Sommer sind in unseren Beständen vertreten sowie Tonträger der im vergangenen Jahr wiederentdeckten Musikerinnen Jutta Hipp und Inge Brandenburg, die beide aus Leipzig stammten.

 

Besonders für Liebhaber der schwarzen Scheibe lohnt ein Blick in unsere Kataloge. Denn wir verfügen über eine stattliche Anzahl an Schallplatten von Ostblock-Labels wie Amiga, Supraphon und der kubanischen Plattenfirma EGREM.  Die gerade auf CD wiederveröffentlichten Amiga-Jazz-Alben, etwa des Sinti-Swing-Quintetts, stehen ebenfalls in unserem Freihand-Bestand.

 

Wenn Sie also Ihren Jazz-Horizont erweitern möchten oder möglicherweise in einer Lernpause etwas Swing brauchen … Besuchen Sie uns im ersten Untergeschoss der Zentralbibliothek und „jazz“en Sie in unseren Katalogen!

 

 

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Zeitreise mit der SLUB Mediathek – Hundert Jahre alte Aufnahme zum Download

Heute auf den Tag genau vor einhundert Jahren, am 18. April 1913, nahm der gefeierte Opernsänger Pasquale Amato die Arie „Ferito prigionier“ aus der Oper „Germania“ des italienischen Komponisten Alberto Franchetti (1860-1942) auf. In der Digitalen Mediathek der SLUB können Sie diese Aufnahme anhören und sogar herunterladen.

 

 

 

Franchetti hatte unter anderem in Dresden bei Felix Draeseke studiert. „Germania“, seine fünfte Oper, 1902 unter Arturo Toscanini an der Mailänder Scala uraufgeführt, gilt als Höhepunkt seines Schaffens. Die Handlung kulminiert in der Leipziger Völkerschlacht. Dabei flocht Franchetti viele bekannte Volksweisen ein sowie Carl Maria von Webers Lied „Lützows wilde Jagd“ über einen Text des Dresdner Dichters Theodor Körner. Sowohl Weber als auch Körner kommen als Figuren in der Oper vor.

 

Aber nicht nur die Sachsenbezüge machen für uns das Besondere dieses Klangerzeugnisses aus. Denn ein genaues Datum für eine so alte Aufnahme zu ermitteln, ist gar nicht so einfach – auf Schellackplatten wurde es normalerweise nicht vermerkt. Auch die Technik war völlig anders als heute. An unserer Aufnahme deutlich zu hören – der Sänger sang in einen Trichter und die Schwingung wurde mechanisch umgesetzt. Elektrische Aufnahmen mit Mikrophonen waren erst um 1925 möglich. Aus dieser späteren Phase stammt auch die Schellackplatte, auf der uns das Stück überliefert ist. Es handelt sich um eine Sammleredition der Plattenfirma RCA Victor, auf der das genaue Datum vermerkt ist.

 

Mit dem DFG-Projekt „Archiv der Stimmen“ verfolgen wir das Ziel, historische Schallplatten aus der Schellackära zu erschließen, zu digitalisieren und, so dies die Urheber- und Leistungsschutzrechte zulassen, online zu präsentieren. Wöchentlich wächst unsere Digitale Mediathek um ca. 100  Schellackplatten.

 

Kernstück des umfangreichen Schellack-Bestandes der SLUB Mediathek bildet dabei die 4.500 Platten umfassende Sammlung des Dresdner Malers Paul Wilhelm. Neben Pasquale Amato finden sich darin Aufnahmen vieler Sängerinnen und Sänger, wie Enrico Caruso oder Emmy Destinn. Letztere begann ihre Karriere übrigens an der Dresdner Hofoper – zu dritt standen Destinn, Amato und Caruso 1910 in Franchettis Oper an der New Yorker Metropolitan Opera auf der Bühne. Die „Germania“ verschwand aber bald in der Versenkung und wurde erst viele Jahre später wieder aufgeführt, so etwa 2006 an der Deutschen Oper in Berlin – die DVD ist in der SLUB Mediathek ausleihbar.

 

 

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SLUBSanta! Wir helfen bei den Weihnachtsvorbereitungen.

Liebe Leserinnen und Leser,

 

sicherlich ist es Ihnen auch schon so ergangen – Weihnachten steht vor der Tür und es gibt so vieles vorzubereiten! Der Heilige Abend rückt immer näher und man schafft es wieder nicht, wie schon so oft versprochen, vor der Bescherung das Blockflötenquartett aufzuführen. Dabei kann man doch gar nicht früh genug damit beginnen, für die richtige musikalische Untermalung zu sorgen, und diese vor allem frühzeitig einzustudieren.

 

Recherchieren Sie deshalb im SLUB-Katalog und besuchen Sie uns am Infopunkt Musik/Mediathek in der Zentralbibliothek Ebene -1!

 

Ob für den Hutzenabend, das Weihnachtssingen in der Kirche, das Einüben geistlicher Chorwerke oder festlicher Bläsermusik. Die SLUB stellt Ihnen eine Fülle an Notenmaterial für Ihre Weihnachtsvorbereitungen zur Verfügung.

 

Greifen Sie auch auf unser breites CD-Angebot zurück, von festlicher Musik mit sächsischen Klangkörpern wie dem Vocal Concert Dresden, dem Kreuzchor, den Thomanern oder den Blechbläsern der Sächsischen Staatskapelle. Für die vorweihnachtliche Sause oder die lange Fahrt über verschneite Landstraßen nach Hause bietet eine Auswahl von Bob Dylans „Christmas in the Heart“ bis „Last Christmas“ von Wham eine große Klangpalette.

 

Oder wie wäre es mit der „Weihnachtsgans Auguste“ oder Tim Burtons „Nightmare before Christmas“ für einen gemütlichen Filmabend?

 

Wenn Sie es über die Feiertage gar nicht lassen können, Ihre Nase in die Bücher zu stecken, freut uns das ganz besonders. Nutzen Sie Ihren Besuch in der SLUB und decken Sie sich jetzt schon mit dem neuesten Lesestoff ein.

 

Und sollten Sie kurz vor Heiligabend immer noch über Geschenkideen grübeln, ist auch das kein Weltuntergang: Bereits letzte Woche gab es ja in unserem Blog einen super Tipp mit dem Hinweis auf den gerade erschienenen Band „Weihnachtsbilder“ mit Fotografien aus der Deutschen Fotothek.