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Autor: Julia Meyer

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Wissenschaftlicher Altbestand in virtueller Fachbibliothek – Universitätsbibliothek Freiberg als Partnerin im Landesdigitalisierungsprogramm

Die Universitätsbibliothek Freiberg zählt zu den stärksten wissenschaftlichen Fachbibliotheken, denn sie betreute von 1998 bis 2014 die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sondersammelgebiete Geologie, Mineralogie, Petrologie, Bodenkunde, Bergbau, Hüttenwesen und Markscheidekunde. Zusammen mit der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen entwickelt und pflegt die UB Freiberg seit 2002 die Virtuelle Fachbibliothek GEO-LEO für Geowissenschaften, Bergbau, Geographie und Thematische Karten. Doch auch der wissenschaftliche Altbestand mit rund 22.000 Bänden, Nachlässen, Handschriften, Karten und bergmännische Rissen sowie einer umfangreiche Münz- und Medaillensammlung kann sich sehen lassen. Um ihm die notwendige Sichtbarkeit zu verschaffen, beginnt nun im Rahmen des Landesdigitalisierungsprogramms die Digitalisierung der historischen Bestände. Bis Ende des Jahres sollen weitere 800 Bände folgen.

 

Mit Gründung der Bergakademie Freiberg im November 1765 wurde auch eine Sammlung von Büchern eingerichtet, die fortan allen Studierenden zur Verfügung stehen sollte. Als typische Bibliothek der Aufklärung angelegt, verdankt sie ihren Wert der relativen Vollständigkeit an geowissenschaftlicher Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts. Doch neben naturwissenschaftlichen Schriften finden sich auch Schriften zu Literatur, Geschichte, Linguistik, Religion oder Wissenschaftsgeschichte wie die Monografie von Georg Heinrich Jacobi über den Freiberger Mineralogen Georgius Agricola.

 

Eine wesentliche Bestandserweiterung erfuhr die Bibliothek nach dem Tod des Mineralogen und Geologen Abraham Gottlob Werner (1749-1817), der mit seiner Privatbibliothek den universalen Charakter der bergakademischen Bibliothek prägte. Anlässlich Werners 200. Todestages veranstaltet die Bergakademie Freiberg im kommenden Jahr ein internationales wissenschaftliches Symposium. Werners Nachlass wird bis dahin innerhalb des Landesdigitalisierungsprogramms unter der Koordination der SLUB Dresden digitalisiert und der Forschung zugänglich gemacht.

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Auftakt: Digitalisierung sorbischer Handschriften, Drucke und Fotos

Die wertvollen kulturhistorischen Bestände der Sorbischen Zentralbibliothek werden innerhalb des Landesdigitalisierungsprogramms für Wissenschaft und Kultur online zugänglich gemacht.

 

Foto: V. Festival der sorbischen Kultur in Bautzen. Sorbisches Kulturarchiv des Sorbischen Instituts e. V. Bautzen

 

40 Jahre lang gehörte das 1951 in Bautzen gegründete Sorbische Institut zur Deutschen Akademie der Wissenschaften in Berlin (Ost). Seit 1992 firmiert die außeruniversitäre Forschungseinrichtung als eingetragener Verein und beschäftigt heute an den beiden Standorten Bautzen und Cottbus rund 25 feste Mitarbeiter, die sich der Erforschung der sorbischen Sprache sowie der Geschichte, Kultur und Identität des sorbischen Volkes in der Ober- und Niederlausitz widmen. Das Institut zielt mit seinen vielfältigen Projekten zugleich auf das Bewahren und die Entwicklung sorbischer kultureller Identität. Ihm angegliedert sind die Sorbische Zentralbibliothek und das Sorbische Kulturarchiv, die das Kulturerbe aus nahezu 500 Jahren sammeln und weitervermitteln.

 

Die Sorbische Zentralbibliothek in Bautzen besitzt 85% aller sorbischen Drucke und beheimatet in ihrer Gesamtheit eine kulturhistorisch herausragende Sammlung. Der Aufbau der Bestände erfolgte seit der Gründung der sorbischen wissenschaftlichen Gesellschaft Maćica Serbska im Jahr 1847. Heute eröffnet die Aufnahme der Bibliothek in das Landesdigitalisierungsprogramm sowohl der Wissenschaft wie auch der breiten Öffentlichkeit vielfältige Möglichkeiten für die Nutzung dieser historischen Bestände. Ein besonderes Interesse besteht seitens der slawistischen Linguistik an der Digitalisierung der Textkorpora des Ober- und Niedersorbischen. Diese sind eine unverzichtbare Voraussetzung für die zeitgemäße und wissenschaftlich fundierte Forschung auf allen Gebieten der sorabistischen Sprachwissenschaft und damit für die Realisierung der laufenden und geplanten sprachgeschichtlichen und lexikographischen Vorhaben. Sie stellen zugleich eine wertvolle Quelle für die kulturgeschichtliche Forschung dar.

 

Zudem werden in diesem Jahr die rund 4.000 Aufnahmen aus dem Fotoarchiv des Sorbischen Kultur- und Volksbildungsamtes Bautzen digitalisiert, die sowohl das sorbische Kulturleben der 1950er und 1960er Jahre als auch die spezifische Landes- und Volkskunde der sorbischen Lausitz wie Kirchen, Burgwälle, Denkmäler, Architektur, Landschaft und Trachten dokumentieren.

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Meet new friends - Begegnungsfest am 2.6.

>> English/Arabic/Farsi Version below

Ein Begegnungsfest rund um arabische, persische und deutsche Literatur

Unter dem Motto „meet new friends“ lädt die SLUB Dresden – gemeinsam mit dem Montagscafé des Staatsschauspiels Dresden und  dem Verein Dresden – Place to be! e.V. – herzlich zu einem Begegnungsfest zwischen Dresdnern und Neu-Dresdnern ein.

 

Donnerstag, 2.6.2016, 16.00 bis 19.00 Uhr

SLUB Dresden, Zellescher Weg 18, Vortragssaal

 

Die Reihe „meet new friends“ fördert das Kennenlernen und den interkulturellen Austausch und vermittelt Patenschaften zwischen Dresdnern und Geflüchteten. Die Tandems werden von der Cellex Stiftung und Dresden – Place to be! e.V. betreut und begleitet. Zahlreiche Institutionen in der Stadt bieten Räume für Kontakte und Begegnung. Auch die SLUB Dresden lädt alle Tandems und solche, die es werden wollen, zum Kennenlernen mit Familienprogramm und Kuchen-Buffet ein. Alle Gäste ab 16 Jahren erhalten einen kostenfreien Nutzerausweis und können die vielfältigen Medienangebote der Bibliothek nutzen. Ein literarischer Rundgang „Rundum Buch / All around books“ führt an verschiedene Stationen mit arabischer, persischer und deutscher Literatur. Es gibt internationale Klassiker wie Cervantes, Michail A. Bulgakow oder Tschingis Aitmatow und Geschichtenerzähler wie Rafik Schami zu entdecken. Weitere Stationen zeigen Lyrik von Najet Adouani und Granaz Moussavi, Bild- und Fotobände von Luna Al-Mousli und Mansoureh Shojaee oder Romane von Haifa Baitar, Sukri al-Mabhut und Fariba Vafi. Für junge Bücherfans warten ins Arabische und ins Persische übersetzte Harry-Potter-Bücher. Der Literatur-Rundgang endet mit einer mehrsprachigen Buch-Lesung.

 

Programm:

  • 16.00-16.15 Begrüßung
  • 16.15-17.30 Rundgang Stationen / Lesepaten
  • 17.30-18.00 Imbiss
  • 18.00-18.45 Lesung im Vortragssaal
  • 18.45-19.00 Dank und Verabschiedung

 

Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Mehr Informationen gibt es auf:

https://www.facebook.com/events/1739895506280877/.

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English Version:

Encountering and celebrating Arabic, Persian and German literature  Thursday, 2 June 2016, 4 pm to 7 pm at the Auditory of the SLUB Dresden

 

The SLUB Saxon State Library - State and University Library Dresden, together with Monday Café from the Staatsschauspiel Dresden and Dresden- place to be! e.V., invites to a get-together between Dresdners and new Dresdners under the theme "meet new friends".

Thursday, 2 June 2016, 4 pm to 7 pm. At the Auditory of the SLUB Dresden in Zellescher Weg 18

The series "meet new friends" supports getting to know one another, the intercultural exchange and the twinning  between Dresden residents and refugees. The tandems are accompanied by the Cellex Foundation and Dresden - Place to be! e.V. The Staatsschauspiel Dresden has been continuously supporting refugees for over a year by networking with the local people at the Monday Café. The SLUB Dresden would like to invite all tandems and all those interested in intercultural exchange to the family program and a small buffet to meet each other. Guests older than 16 years can get a free library card and use the many services of the Library.

 

A literary tour “Rundum Buch / All around books” will provide the opportunity to get to know Arabic, Persian, English and German literature. Participants will be able to discoverinternational classics such as Cervantes, Mikhail A. Bulgakov or Chingiz Aitmatov and storytellers such as Rafik Shami . Additionally, the literary tour will present lyricists Najet Adouani and Granaz Moussavi, photobooks by Luna Al-Mousli and Mansoureh Shojaee and novels by Haifa Baitar, Sukri al-Mabhut and Fariba Vafi. Young book lovers will be able to page through Harry Potter books translated into Arabic as well as Persian.

The literary tour will conclude with a multilingual book-reading in the auditory.

 

Programme:

  • 16.00 Welcome in Auditory
  • 16.15-17.30 Literary tour / Family program
  • 17.30-18.00 Buffet
  • 18.00-19.00 Multilingual book-reading in the auditory

 

We are looking forward to meeting you at the event!

More information:

https://www.facebook.com/events/1739895506280877/

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https://www.facebook.com/events/1739895506280877/

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Web-Geschichte: Von der Sonntagsschule zur Digitalen Stickerei

Historische Textilfachliteratur mit Spitzen, Stickereien und Dekoren aus der ehemaligen Webschule in Reichenbach wurde im Rahmen des Landesdigitalisierungsprogramms digitalisiert und steht nun online zur Verfügung.

 

 Französische Dekore aus historischer Textilfachliteratur

 

Als wirtschaftliches, kulturelles und wissenschaftliches Zentrum Westsachsens verfügt Zwickaus höhere Bildung über eine lange Tradition. Schon die erste Blütezeit der Stadt durch den Silberbergbau in Schneeberg führte im 15. Jahrhundert zur Gründung einer damals weithin bekannten Griechisch- und Lateinschule. Durch die Erschließung der Zwickauer Steinkohlevorkommen ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Region rasch zu einem bedeutenden Industriezentrum. Dazu trug auch die durch August Horch gegründete und bis heute ansässige Automobil- und deren Zulieferindustrie entscheidend bei. Heute bietet die Westsächsische Hochschule Zwickau eine breit gefächerte Palette von Studienmöglichkeiten auf den Gebieten Technik, Wirtschaft und angewandte Kunst. Sie beherbergt unter ihrem Dach rund 5000 Studierende in 40 Studiengängen und 160 Professoren an neun Fakultäten.

 

Doch auch die Außenstellen der Hochschule blicken auf eine langjährige Geschichte zurück. So wurde 1830 in Reichenbach die Sonntagsschule gegründet, aus der die Höhere Web- und später die Textilfachschule hervorgingen, während sich in Schneeberg die Königliche Spitzenklöppelmusterschule etablierte. Erst in den frühen 1990er Jahren wurden die beiden Textilfachschulen als Außenstellen an die Westsächsische Hochschule angebunden.


In der Kollektion Historische textiltechnische Fachliteratur finden Sie nun die umfangreichen Bestände, die im Laufe des vergangenen Jahres in der Außenstelle Reichenbach der Westsächsischen Hochschule Zwickau digitalisiert wurden. Darunter befinden sich zahlreiche bunt illustrierte Mappenwerke mit Spitzen und Stickereien, Webmustern, französischen Dekoren sowie japanischen Stoffmustern. Das Projekt startete im vergangenen Jahr mit der Aufbereitung der bibliographischen Metadaten und führte über die Scantechnik zur Präsentation der Digitalisate im Katalog bis hin zu deren Langzeitarchivierung.

 

Als ersten Erfolg der Digitalisierung verbucht die Hochschulbibliothek bereits eine intensivere Nutzung der Bestände für die Forschung. Als weiteren Projekterfolg nennt sie die neu gewonnene Transparenz des historischen wissenschaftlichen Altbestandes, der nun orts-, zeit- und personalunabhängig nutzbar sei. Über die regionalen Zugriffe durch die sächsischen, insbesondere die vogtländischen Industrie-, Volkskunde- und Heimatmuseumsvereine hinaus stehen die Zeugnisse sächsischer Industriekultur nun auch weltweit frei zur Verfügung. Dies erhöht die Außenwirksamkeit der Hochschule sowie der Region insgesamt und fördert die Wirtschaft und den Tourismus. Die Bibliothek selbst profitiert von der Langzeitarchivierung ihrer kostbaren Bestände, die durch das Landesdigitalisierungsprogramm ebenfalls gewährleistet wird.

 

Mögen sich die zukünftigen Modedesigner und Textilingenieure, die heute an der Westsächsischen Hochschule Zwickau studieren, von den digitalisierten historischen Bestände inspirieren lassen und in Anlehnung an die Tradition neue Materialien, Muster und Stoffe entwickeln!

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Vom Archiv ins Netz. Historische Bestände der UB Chemnitz digitalisiert

Die historischen Bestände der Universitätsbibliothek Chemnitz stehen dank des Landesdigitalisierungsprogramms ab jetzt online zur Verfügung und sind durch Langzeitarchivierung für die Zukunft gerüstet.

 

Was verbindet die Herren Bach, Rühlmann, Stöckhardt, Redtenbacher und Weinhold? Ihnen verdankte Chemnitz einst seinen Ruf als „sächsisches Manchester“. Heute eint sie ihr Auftritt in den digitalen Sammlungen der Universitätsbibliothek Chemnitz. Deren Grundstock bilden technische, ingenieurwissenschaftliche sowie naturwissenschaftliche Lehrbücher und Monographien namhafter Chemnitzer Gelehrter aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

 

Schon in den 1860er Jahren zählte Sachsen zu den führenden Industrieregionen der Welt. Das expandierende Chemnitz trug einen erheblichen Teil dazu bei durch die Entwicklung und Produktion von Dampfmaschinen, Schlag- und Wickelmaschinen, Spul- und Feinspinnmaschinen, Walzen- und Schermaschinen, Strickmaschinen sowie mechanischen Webstühlen. Für Bergwerke und Fabriken entstanden in Chemnitz Bohr- und Hobelmaschinen, Drehbänke und Turbinen. Auf die Forderungen der Industrie nach wissenschaftlich gebildeten Absolventen reagierte die Stadt mit der Gründung anwendungsorientierter Fachschulen und weiterer Bildungseinrichtungen.

 

Entsprechend bildete die Königliche Gewerbeschule Chemnitz die Industrie wissenschaftlich und zugleich praxisnah aus. Dort lehrte der Mathematiker Christian Moritz Rühlmann (1811-1896), der zu den frühen Wegbereitern technischer Bildung zählte und das erste Lehrbuch zur Allgemeinen Maschinenlehre verfasste. Es wurde wie das Werk seines Kollegen Julius Adolph Stöckhardt (1809-1886) Schule der Chemie in zahlreiche Sprachen übersetzt. Ferdinand Redtenbacher (1809-1863) schuf die theoretischen Grundlagen für die Maschinenkonstruktionslehre. Seine Werke verbinden theoretische Erkenntnisse mit praktischen Erfahrungen und umfassen Themen wie Reibung, Widerstandskräfte und Störgrößen in der Konzeption von Maschinen. Sein Lehrbuch Resultate für den Maschinenbau galt lange Zeit als Standardwerk. Der Begründer der Experimentalphysik Adolf Ferdinand Weinhold (1841-1917) beendete mit Beginn seiner Lehrtätigkeit an der Gewerbeschule Chemnitz die frontalunterrichtende Kreidephysik und führte als erster den Experimental-Unterricht ein. Mit dem Neubau zweier Forschungseinrichtungen in Chemnitz zielte schließlich der Maschinenbau-Ingenieur und Begründer der statischen Elastizitäts- und Festigkeitslehre Carl Julius von Bach (1847-1931) darauf ab, die Kluft zwischen Theorie und Praxis im Maschinenbau sowie im Bauwesen zu überwinden. So entstanden 1884 die Chemnitzer Materialprüfanstalt und 1895 ein eigenes Ingenieurlabor.

 

Regionalia wie kulturhistorisch wertvolle Schriften zur Geschichte der Erzgebirgsregion und Adressbücher der Stadt Chemnitz ergänzen die Digitalen Sammlungen. Zur Erforschung der regionalen Wirtschaftsgeschichte dienen ebenso die digitalisierten Jahresberichte der Handels- und Gewerbekammer zu Chemnitz aus dem 19. Jahrhundert. In einem nächsten Schritt bereitet die UB Chemnitz ihre Bände über Weltausstellungen aus den Jahren 1850 bis 1900 für die digitale Präsentation vor. Das Landesdigitalisierungsprogramm des Freistaats Sachsen wird koordiniert von der SLUB Dresden.