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SLUBlog

Kategorie: Mobilität

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DVB AG: "Es gibt aus Platzgründen nur eine Alternative."

"Es gibt aus Platzgründen nur eine Alternative. Das ist der Öffentliche Personennahverkehr", sagt Reiner Zischank im neuen Film "Innovation Elektrobus" der DVB AG. Mit seinem Vorstandskollegen Hans-Jürgen Credé schilderte er bereits im Geschäftsbericht 2014 der SLUB die Sicht der Dresdner Verkehrsbetriebe AG auf die Bibliothek, den Zelleschen Weg und die wichtige Linie 61:

 

An Werktagen steigen hier ungefähr 2.750 Fahrgäste ein und 2.900 aus. Das entspricht etwa der Kapazität einer typischen Umsteigehaltestelle – und das, obwohl an der SLUB nur eine Buslinie verkehrt.

 

Und zur geplanten neuen Stadtbahn auf dem Zelleschen Weg:

 

Die Stadtbahn ist ein Quantensprung, der das Nahverkehrsangebot rund um die Uni verbessern wird. Für die Fahrgäste – egal ob jung oder alt, mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator – wird es viel bequemer, sowohl vom Fahrgefühl, das wesentlich ruhiger ist als im Bus, als auch durch ebenerdiges Einsteigen. Was den Lärmpegel betrifft: Die heutigen Straßenbahnen sind Flüsterbahnen. Sie sind kaum zu hören, haben keine lokalen Emissionen und können mehr Personen befördern als ein Bus. Und es gibt den so genannten Schienenbonus: Die Schiene vermittelt dem Menschen Vertrauen, weil sie das Gefühl gibt da kommt etwas. Überall da, wo eine Straßenbahn ein Bussystem ersetzt, gibt es plötzlich 20–30 Prozent mehr Fahrgäste, ohne dass man irgendetwas anderes getan hat.

 

Das komplette Interview finden Sie in unserem Geschäftsbericht 2014 auf den Seiten 11-13.

 

Die Zukunft des Nahverkehrs wird rund um die SLUB entwickelt: Gleich neben der Zentralbibliothek testen die Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI zum Beispiel auch ihre Elektrischen Bussysteme.

 

 

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Auch für Sie. Stadtplanung vor der SLUB am Zelleschen Weg

Der Zellesche Weg zwischen Zentralbibliothek und Bereichsbibliothek Drepunct wird demnächst völlig neu gestaltet und umgebaut, samt neuer Straßenbahntrasse, neuen Radwegen und veränderter Straßenverkehrsführung.

 

Aber wie genau? Das ist jetzt die Frage. Die Lokalpresse hat die Vorschläge - und politischen Konflikte - kürzlich zusammengefasst: in der DNN und in der Sächsischen Zeitung. Der Stadtrat wird voraussichtlich am 21. Januar über die Varianten entscheiden. In einem Faltblatt (PDF) informiert die DVB über die Pläne. Und auch die Vorlage für den Stadtrat gibt es online.

 

Welche Vorschläge haben Sie? Breitere Radwege, eine 30-Zone, neue Abbiegemöglichkeiten auf die Gegenrichtung? Hier wird Stadtplanung vor der SLUB konkret und bald für jeden spürbar. Neue Fahrradbügel und Leihfahrradstationen sind dabei nur ein kleines Detail, wenn auch ein alltäglich wichtiges für Radfahrerinnen und Radfahrer.

 

"Sie sollten ihre Häuser und Städte für Menschen planen", antwortete der Kopenhagener Architekt Jan Gehl auf die Frage "Was müssen Architekten und Stadtplaner tun, um die Menschen wieder auf die Straßen zu bringen?" im brandeins-Magazin. Wir haben vom derzeit viel zitierten und gelesenen Jan Gehl mehrere Titel im Bestand der SLUB und neu bestellt.

 

Stadtplanung für jedermann: Was wünschen Sie sich vor der SLUB am Zelleschen Weg?

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Auch Leihräder gibt es nun am Zelleschen Weg 18

Vor der Zentralbibliothek gibt es eine neue Station mit Leihrädern von sz-bike: Stationsnummer: 4441. Wer mit einem Leihrad zur SLUB oder von dort nach Hause fährt, muss nun nicht mehr bis zum Fritz-Förster-Platz wandern, um ein Fahrrad zu finden oder nach der Fahrt zurückzugeben.

 

Foto: nextbike

 

Gerade - bei Veröffentlichung dieses Blogposts - ist ein Fahrrad verfügbar. Anfangs waren es zwei. Die Zahl verfügbarer Räder verändere sich ständig, so die Auskunft des sz-bike-Teams:

 

Die Radanzahl wird von der Nutzung abhängig sein, jetzt sind es erstmal zwei. Nächste Woche können es schon vier sein, die Woche drauf acht. Unser Service macht täglich seine Tour.

 

So funktionierts. Einfach registrieren und dann mit Smartphone-App oder telefonisch ein wartendes Fahrrad buchen. Für spontane Lerngruppen gilt: Bis zu vier Fahrräder kann man gleichzeitig ausleihen.

 

 

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Nicht nur für Radfahrer: Digitale Ideen mit Geschichte im Kartenforum

Fast einhundert neu digitalisierte Karten wurden im Virtuellen Kartenforum noch kurz vor Weihnachten veröffentlicht. Für Radfahrerinnen und Radfahrer sind fünf digitale Karten dabei – für die Gegenden um Prag, Chemnitz und Zwickau, Görlitz, Ostpreussen und für die Hauptrouten von Mitteleuropa.

 

Hauptroutenkarte von Mitteleuropa für Radfahrer : Blatt 2, 1:1 500 000. SLUB/ Deutsche Fotothek

 

Lohnende Ziele für Touren in 2016 finden Sie darin bestimmt über die Feiertage. Außerdem lohnt ein Blick in die alten Tourenbücher für Radfahrer. Die Sammlung wächst weiter, da in den vergangenen Monaten nicht nur in der SLUB, sondern auch in anderen Bibliotheken historische Radfahrerliteratur digitalisiert wurde. "Historische Radreisen" sind als Sammelgebiet ein verstreutes Puzzle regionaler Wegweiser, Radwanderführer, Fahrten- und Tourenbücher sowie länderüberschreitender Radreiseberichte. Die Autoren - Ende des 19. Jahrhunderts weitgehend Männer - schufen als Verbandsfunktionäre, Verleger und "Sportfreunde" eine Vielzahl regionaler Reiseführer, die immer noch nützliches Material für die Heimatforschung sind - und Ausgangspunkt für Reisepläne.

 

Von wem stammen diese Karten? Ein Dresdner Kartograf und Verleger war Robert Mittelbach in Kötzschenbroda, der mit seinen Verlagen dort und in Leipzig verschiedenste Landkarten schuf, unter anderem für Rad- und Automobilfahrer. In Leipzig erschienen damals auch die Universal-Radsport-Karten von Eduard Gaebler und Wolf's Radfahrer-Karten in verschiedenen Verlagen. Der Schweizer Theophil Weber gründete in Leipzig den Sächsischen Radfahrer-Bund, den es heute noch gibt, und verlegte Tourenbücher für Radfahrer, die in der SLUB schon digitalisiert wurden. Ist diese Häufung ein Zufall? Allein die individuellen Geschichten der Verlage und ihrer Verleger, die Radtourenbücher und -karten veröffentlichten, sind höchst spannend. Die Vermutung liegt nahe, dass die geschäftlichen Interessen radelnder Verleger mit deren privaten Interessen als Radsportler und Radreisende um 1900 zusammentrafen. Mehr Freizeit, sinkende Anschaffungskosten und damit steigende Fahrradbegeisterung schufen Nachfrage nach Radreiseliteratur. Geschäftstüchtige Verlage bedienten diese Nachfrage gern und druckten diese Fahrradbücher – verschleißanfällige Gebrauchsliteratur, die inzwischen weit verstreut in unzähligen europäischen und amerikanischen Regionalbibliotheken, Antiquariaten und Digitalen Sammlungen darauf wartet, für neue Reisen wieder entdeckt zu werden.

 

Studentinnnen und Studenten der Technikgeschichte erforschen nun an der TU Berlin Fahrradgeschichte anhand digitalisierter Tourenbücher und bloggen ihre Erkenntnisse. Für HistorikerInnen - mit und ohne Fahrrad - bieten die Radfahrerbücher viel, auch alltägliche Auswirkungen der Weltgeschichte. Im Begleitwort der zweiten Auflage des Wanderbuchs des Bundes Deutscher Radfahrer Band für Ostdeutschland schrieb der Fahrradpionier und Radsportfunktionär Gregers Nissen 1925: "Die zweite Auflage von Ost-Deutschland umfasst das selbe Gebiet wie die I. Auflage, obgleich unserem Vaterland grosse Gebietsteile entrissen wurden und der Korridor uns von Ostpreussen trennt. Ich habe die Hauptstrassen durch die abgetrennten Teile aufgenommen, in der Hoffnung, dass es auch mal wieder anders kommen kann." Ältere digitale Radfahrerkarten für Polen, Sachsen und Böhmen finden Sie jetzt im Kartenforum in der Deutschen Fotothek.

 

Ergänzung: Die Karte vom "Gebiet des Deutschen Radfahrer-Bundes mit Gau - Eintheilung" von 1892 wurde von der Nationalbibliothek in Warschau digitalisiert.

 

 

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Fahrradliebe vor der SLUB

 

Ein neues Semester hat begonnen und die SLUB wird wieder täglich von vielen Benutzern besucht. Wenn man sich den Fuhrpark vor dem Haus anschaut, scheint das Fahrrad das Hauptfortbewegungsmittel zu sein, um zur SLUB zu kommen. Ob schnittiges Eingangrad oder schweres Omafiets, es finden sich Fahrräder jeder Couleur. Leider sind einige in einem teilweise sehr klapprigen Zustand.

 

Damit Sie sicher und die ausgeliehenen Bücher auch wohlbehalten durch die Stadt kommen, werden am Mittwoch, den 22. Oktober ab 14 Uhr die gemeinnützigen Fahrradselbsthilfewerkstätten Radskeller Dresden  und Rad i.O. neben dem Eingangsbereich der Zentralbibliothek ihre Handwerkskünste beim Reparieren von Fahrrädern anbieten. So können kleinere Mängel am Fahrrad direkt vor Ort gemeinsam beseitigt werden oder fachmännische Tipps eingeholt werden wie oder wo die großen Fahrradprobleme gelöst werden können.

 

Der ADFC Dresden wird vor Ort sein um über den Fahrradklimatest 2014 zu informieren und vor allem den noch ortsunkundigen Neudresdnern Ratschläge zum sorgenfreien Radeln in und um Dresden zu geben.

 

Wir wünschen bis dahin schönes und sicheres Radeln.

 

Zweiradselbsthilfewerkstatt Dresden e.V. - "Radskeller Dresden"

Dürerstr. 89, 01309 Dresden

www.radskeller-dresden.de

Öffnungszeiten
Dienstag 18:00 – 21:00
Mittwochs ab 19:00, Vereinsschrauben (bei Interesse)

 

 

Selbsthilfewerkstatt Rad-i.O.

Wundtstr. 9 Westseite, 01217 Dresden

www.rad-i-o.org

Öffnungszeiten
Dienstag 16:30 – 19:00
Donnerstag 16:30 – 19:00



ADFC Dresden

Bischofsweg 38, 01099 Dresden
www.adfc-dresden.de


Öffnungszeiten
Montag 10.00 - 14.00 Uhr
Mittwoch 15.00 - 19.00 Uhr