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SLUBlog

Autor: Achim Bonte

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Exklusivnachricht: Illustrierte Zeitschriften der Weimarer Republik online!

Damit Sie von der regelmäßigen Lektüre des SLUBlog auch richtig profitieren, geben wir hier (und nur hier!) schon mal kurz bekannt, dass wir heute unser Portal zu den Illustrierten der Klassischen Moderne freigeschaltet haben. Da Weihnachten vor der Tür steht und wohl bei uns allen bereits die meiste Aufmerksamkeit bindet, werden wir die restliche Pressearbeit in Ruhe Mitte Januar erledigen. Sie können ab sofort das neue Angebot betrachten und testen. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

In Kooperation mit dem Kommunikationswissenschaftler Patrick Rössler (Universität Erfurt) und mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Deutschen Nationalbibliothek sowie der Axel Springer AG als Rechtsnachfolgerin der älteren Ullstein-Presse haben wir bislang 8 Magazine der Weimarer Republik mit rund 450 Ausgaben digitalisiert. Wie bei den kürzlich veröffentlichten Adressbüchern aus Sachsen sind wir recht sicher, dass Ihnen diese besonders schönen, lebendigen Werke gefallen werden. Die Zeitschriften sind eine erstrangige Quelle zur Alltags-, Kultur-, Design- und Fotografiegeschichte, in öffentlichen Sammlungen außerordentlich selten und daher bisher ganz schlecht verfügbar. Wer die Materie nicht kennt, kann sich über unser "Heft des Monats" oder "Kurzporträts der Zeitschriften" leicht informieren. Das Angebot soll zügig ausgebaut und um zusätzliche Titel erweitert werden. Viel Spaß damit. Allen SLUBlog-LeserInnen ein frohes Fest und alles Gute für 2013!

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Die SLUB im Spiegel der Fachschaften. Neuauflage der studentischen Fachschaftsratsumfrage erschienen

Wie schon Ende 2009 hat Peter Reinhart, langjähriger studentischer Vertreter in der Bibliothekskommission der TU Dresden und auch ehrenamtlich bei uns tätig, in den letzten Wochen alle erreichbaren Fachschaftsräte an der Universität zu ihrer Zufriedenheit mit der SLUB befragt, dazu viele persönliche Gespräche in Fachschaftsratssitzungen geführt und die Ergebnisse schriftlich auf 28 Seiten zusammengefasst. Entstanden ist so ein authentisches Meinungsbild aus 15 Fachbereichen, das für uns in mehrfacher Hinsicht überaus erfreulich ist.

Erstens dominiert bei mancher Kritik im Detail der Eindruck einer "insgesamt herausragenden Bibliothek". Die Freundlichkeit der MitarbeiterInnen, die Erinnerungsmail, die SLUB-App oder die umfassenden Selbstbedienungsfunktionen in der Ausleihe ernteten besonders viel Zustimmung, daneben gab es aber auch für weniger zentrale Dienste wie den SLUB-Videokanal oder die SLUB-Fahrradluftpumpe mehrfach ausdrückliche Anerkennung. Für uns selbst gilt als Highlight, dass die noch 2011 festzustellende, teils massive Kritik an unserem innovativen Katalogkonzept inzwischen konstruktiven Detailvorschlägen gewichen ist oder sogar "vielfach in Lob überging". Im nächsten Jahr streben wir speziell beim SLUB-Katalog weitere wegweisende Fortschritte an.

Als problematisch wurden dagegen vor allem die schwer zu behebenden Folgen der sehr hohen Bibliotheksauslastung beschrieben: der Mangel an Arbeitsplätzen, Fahrradständern, Frischluft, besonders in der Prüfungszeit.

Mindestens ebenso wertvoll wie die hervorragende Gesamtbewertung der Bibliothek sind für uns die zahlreichen kreativen Ideen, wie wir noch besser werden können. Vorgeschlagen werden zum Beispiel Klappstühle als Ventil in der Hauptstoßzeit, erwägenswerte Maßnahmen gegen Lärm und Platzbesetzer, Rückbau von Regalen zugunsten von zusätzlichen Arbeitsplätzen, Wasserspender, Ruhebetten, bargeldlose Schließfächer - und eine "goldene SLUB-Card".

Wie beim letzten Mal werden wir die dokumentierten Meinungen und Ideen der Fachschaften in den nächsten Wochen gründlich auswerten und Verbesserungsvorschläge so weit wie möglich aufgreifen. Auf einzelne Punkte kommen wir also im SLUBlog sicher nach und nach zurück.

Peter Reinhart danken wir herzlich für sein langjähriges, großes Engagement! Damit Bibliothek und Studierendenschaft weiter in möglichst engem Kontakt bleiben, braucht es jetzt Engagierte der nächsten Generation. Eine Ausschreibung für den derzeit noch offenen Posten als studentische/r Vertreter/in in der Bibliothekskommission der TU finden Sie hier. InteressentInnen können sich direkt an die angegebene Mailadresse wenden.

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Das wird ein Renner. Historische Adressbücher aus Sachsen online!

Mit 127 Dresdner Adressbüchern vom Ende des 18. Jahrhunderts bis 1943/44 ging heute unser Portal für historische Adressbücher Sachsens online. Kurzfristig werden unter anderem Bände aus Chemnitz, Freiberg, Meißen und Plauen folgen, die ersten Jahrgänge aus Leipzig werden Sie voraussichtlich ab Februar 2013 durchsuchen können. Allein die Dresdner Bände umfassen rund 200.000 Seiten, darunter die zweibändige letzte Ausgabe vor der Zerstörung des alten Dresden mit 3.000 Seiten.

Wegen ihres hohen Quellenwerts und unmittelbaren Lebensbezugs für breite Kreise zählen historische Adressbücher überall dort, wo sie bereits digital und kostenfrei angeboten werden, zu den meistgenutzten Inhalten. Wir sind sicher, dass das in Dresden nicht anders sein wird. Wo wohnte der Großonkel 1933? Wem gehörte das Haus Alaunstrasse 26 Anfang des 20. Jahrhunderts? Wo hatte eine bestimmte Behörde ihren Sitz? Wie war die Bebauungssituation in Stadtrandgebieten 1900, 1920 und 1940? Waren bestimmte Familiennamen schon Anfang des 19. Jahrhunderts in Dresden vertreten? Diese und viele andere Fragen lassen sich mit den digitalen Adressbüchern künftig mühelos klären. Vorbei die Zeit, in der wir monatlich bis zu hundert Adressbuch-Mikrofilme bereitstellen und konkrete Anfragen aus nah und fern beantworten durften...

Das Adressbuch-Portal entstand in Zusammenarbeit mit den Städtischen Bibliotheken und dem Stadtarchiv Dresden. Schon in der ersten Version haben wir versucht, den einzigartigen Vorteil unserer Digitalen Sammlungen auszuspielen: Bereits digitalisiert sind bei uns schließlich nicht nur die Adressbücher, sondern auch mehrere Hunderttausend Gebäudeansichten und Tausende von Stadtplänen. Entsprechend bekommen Sie zu einem bestimmten Adressbuch-Jahr vielfach auch Karten aus der Zeit sowie historische Ansichten aus der ausgewählten Straße angeboten. Das wollen wir in den nächsten Versionen möglichst weiter verbessern, so dass Sie im Idealfall in enger Verbindung "Die Bewohner" - "Das Haus" - "Den historischen kartographischen Kontext" zu sehen bekommen. Schauen Sie sich's an, schreiben Sie uns und helfen Sie mit, das Portal weiterzuentwickeln.

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"Katalysator der Entwicklung". Die neue UB Chemnitz

Zeitungslesende BibliothekarInnen hatten heute schon beim Frühstück Grund zur Freude. In einem Leitartikel der Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig zur kommunalen Finanzkrise ist in der "Sächsischen Zeitung" zu lesen: "Wir entwickeln ein ganzes Innenstadt-Quartier, den Brühl, neu. Katalysator der Entwicklung soll der Umbau der Aktienspinnerei zur Zentralbibliothek unserer Technischen Universität werden. Der Freistaat investiert hier 40 Millionen Euro."

Die Bibliothek als Antrieb für Entwicklung - ist das nicht eine schöne Bestätigung des bibliothekarischen Auftrags? Dass Bibliotheksneu- und -umbauten eine Hochschule spürbar voranbringen können, ist im Bibliotheksland Sachsen seit der Wende schon mehrfach bewiesen. Neben den Neubauten der Fachhochschulbibliotheken Zwickau (1998), Zittau/Görlitz (2004/2006), Dresden (2006) und Leipzig (2009) sowie der umfassenden Rekonstruktion und Erweiterung der Universitätsbibliothek Leipzig (2002 ff.) zeigt das besonders auch der 2002 in Betrieb genommene Neubau des Hauptgebäudes der SLUB.

Wir gratulieren den Chemnitzer KollegInnen zu dem wichtigen Bauprojekt. Als Koordinierungs- und Servicezentrum für die wissenschaftlichen Bibliotheken in Sachsen werden wir auch die "neue" Universitätsbibliothek Chemnitz weiter nach Kräften unterstützen.

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Erste öffentliche Beta-Version der "Deutschen Digitalen Bibliothek" online. Die SLUB ist dabei

Seit wenigen Minuten ist die "Deutsche Digitale Bibliothek" (DDB) in einer ersten Beta-Version öffentlich sichtbar. Die DDB soll als zentrales Portal die digitalen Angebote aller deutschen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen miteinander vernetzen, vielfältig durchsuchbar sowie jedermann zugänglich machen. Die erste Version gibt einen Eindruck von den großen Chancen der Idee und zeigt zugleich, welche gewaltigen Anstrengungen noch notwendig sind, um die Vision in vollem Umfang zu verwirklichen.

Die SLUB hat den Aufbau der DDB im sogenannten Kompetenznetzwerk unterstützt, einem Trägerverband von dreizehn großen Archiven, Bibliotheken, Museen und Dokumentationseinrichtungen. Auch als Inhaltsanbieter sind wir prominent beteiligt. Unter bislang rund 80 vertretenen Einrichtungen mit ca. 5,6 Millionen Datensätzen stellt die SLUB 1,2 Mio. Titel mit einer außerordentlich hohen Medienvielfalt. Digitalisierte Handschriften, Bücher, Karten, Zeichnungen, Fotos und Tonträger der SLUB - all das ist fortan nicht nur lokal oder über externe Kataloge und Suchmaschinen, sondern auch in der DDB recherchierbar.

Die Deutsche Digitale Bibliothek wird in Funktionsumfang und Inhalten kontinuierlich ausgebaut. Federführend sind die Deutsche Nationalbibliothek als technischer Koordinator sowie die Stiftung Preußischer Kulturbesitz als Sitz der Geschäftsführung. Technischer Betreiber ist das FIZ Karlsruhe, Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur. Machen Sie sich selbst ein Bild und beteiligen Sie sich mit Ihrem Feedback an der weiteren Entwicklung dieses wegweisenden Vorhabens.