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Kategorie: Veranstaltung

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SLUB4OpenAccess: Open Access Roadshow auf dem Campus der TU

"Gerechte Grundlagen für offenes Wissen gestalten" ist das Motto der diesjährigen internationalen Open Access Week, die sich zum Ziel setzt, weltweit mit Veranstaltungen und Aktionen für Open Access zu werben. Auch die SLUB ist mit dabei und bietet mit einer Roadshow die Gelegenheit, ihre Open Access-Services kennenzulernen und von diesen direkt zu profitieren.

Mitorganisator Matti Stöhr (MS) von der SLUB verrät im Interview, was (Nachwuchs-)Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erwarten können.

 

Lieber Herr Stöhr, dieses Jahr veranstalten Sie die Open Access Week als Roadshow. Was erwartet die Dresdner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler?

>> MS: Wir wollen (potentiell) Interessierte quasi im Vorbeilaufen auf Open Access / Open Science prinzipiell aufmerksam machen, unsere dazu gehörigen Beratungs- und Publikationsservices vorstellen, aber auch konkret helfen, etwa wenn es um die Publikationsfinanzierung oder die Klärung von Zweitveröffentlichungsrechten geht. Wir möchten Doktoranden, Postdocs, Wissenschaftlichen MitarbeiterInnen, Professoren etc. in einer Kurzberatung direkt Gelegenheit zum persönlichen Austausch über ihren Unterstützungsbedarf rund um den Arbeits- und Publikationsprozess geben. Für intensivere individuelle Beratungen in einem ruhigerem Umfeld gibt es ja die Wissensbar.

 

Das Open Access Team hat sich drei Standorte ausgesucht: das Foyer der alten Mensa, des Siedepunktes und des Medizinisch-Theoretischen-Zentrums. Warum genau an diese?

>> MS: Die SLUB bietet bereits seit 2011 im Rahmen der alljährlichen internationalen, kampagnenartigen Open Access Week viele unterschiedliche, abwechslungsreiche Veranstaltungsformate und Informationsangebote zum Thema an. Eine Roadshow gab es bisher noch nie. Das wollten wir einfach mal ausprobieren. Die zentrale Motivation dabei: das Konzept offener Wissenschaft (Open Science), insbesondere offenen Publizierens und den Dienstleistungen dazu in ein vergleichsweise außergewöhnliches Setting bringen, denn die Mensen sind nicht bekanntlich nicht nur Orte der physischen Nahrungsaufnahme sondern auch der geistigen. Im informellen Austausch werden dort Ideen und Probleme diskutiert oder gar Konzepte entwickelt. Gleichzeitig ist es eine Pausensituation mit etwas Abstand vom Büroschreibtisch oder Hörsaal. Es ist faktisch ein kleines Experiment, in der Hoffnung, dass viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch mit uns ins Gespräch kommen wollen, sicher dann, wenn sie nicht mehr hungrig sind.

 

Zu welchen Themen werden Sie vor Ort beraten?

>> MS: Publikationsspezifische Aspekte wie die verschiedenen Wege des OA-Publizierens, insbesondere Gold-OA und Green-OA liegen auf der Hand. Nicht selten stellen sich dabei Fragen wie: Welches ist die geeignete oder gar beste Publikationsort für mich? Das ist vor allem dann relevant, wenn es um eine Artikelpublikation in einen möglichst renommierten Fachjournal geht. Vor Kurzem wurde zudem medial breit über das Problem sogenannter Fake Journals berichtet. Die Herausforderung unseriöse Publikationsplattformen zu identifizieren, ist daher sicher auch Thema. Es hat auch Berührungspunkte hinsichtlich der Modalitäten zur Artikelfinanzierung über den Publikationsfonds, der SLUB/TUD und die Zweitveröffentlichung von Publikationen mit Qucosa. Gerne können konkrete Finanzierungsanliegen oder zur Zweitveröffentlichung vorgesehene Paper mitgebracht werden - mit dem Ziel möglichst unmittelbar und verbindlich Feedback zu geben. Darüber hinaus ist im Gesamtkontext Open Science der systematische Umgang mit Forschungsdaten ein besonderes Thema. Wie detailliert oder differenziert die Themen behandelt werden (können), hängt nicht zuletzt von der Nachfrage und Resonanz ab.

 

Zum Abschluss möchte ich Sie bitten, die Roadshow in drei Schlagworten zu beschreiben:

>> MS: Offenheit, Austausch, Informationen - rund um Publikationsprozesse

 

Das Programm der Open Access Week am Wissenschaftsstandort Dresden finden Sie hier.

Weitere Informationen zu Open Science an der SLUB finden Sie auf unserer Homepage.

Hier gibt's den Rückblick auf vergangene Open Access Weeks

Zum Motto der Open Access Week 2018

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Kriegsspuren - dokumentiert. Quellenpräsentation im Rahmen des Heinrich Schütz Musikfestes

Die Präsentation von (musikalischen) Quellen der Barock-Zeit ist mittlerweile fester Bestandteil des Heinrich Schütz Musikfests. In diesem Jahr steht dieses unter dem Thema "Verley uns frieden".

 

Seit jeher prägen Kriege die Kulturgeschichte der Menschheit. Künstlerisch gefasst und historiographisch verarbeitet, wird der Krieg in Liedern, Epen, Chroniken, Bildern, Monumenten bezeugt. Seine Spuren hinterlässt er dabei nicht nur als Motiv, sondern ganz existenziell auch am Material der Überlieferung. 

In diesem Jahr gedenken wir mehrerer Kriege und ihrer Folgen - ein wichtiger Bezugspunkt der Erinnerung sind dabei die Auseinandersetzungen in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, denen sich auch das diesjährige Heinrich Schütz Musikfest unter der Überschrift "Verley uns Frieden" widmet. Kriegsspuren sind deshalb Leitfaden einer Präsentation von Quellen aus dem Bestand der SLUB im Rahmen dieses Festivals: Äußeren Kriegszeichen, wie Materialschäden und dem restauratorischen Umgang mit ihnen, aber auch motivischen Einflüssen, dem künstlerischen Verarbeiten der Kriegserfahrungen, in Quellen des 17. bis 21. Jahrhunderts gehen Katrin Bicher (Musikabteilung) und Dominik Stoltz (Abteilung Handschriften und Alte Drucke) im Gespräch mit Arno Paduch (Zinkenist, Leiter des Johann-Rosenmüller-Ensembles) nach.

 

 

Thomas Strutius: Verleih uns Frieden gnädiglich - Mus.1914-E-500

 

Ergänzt wird die Präsentation von und das Gespräch über die Quellen durch eine Führung durch die Restaurierungswerkstätten der SLUB.

 

Kriegsspuren - dokumentiert: Quellenpräsentation - Gespräch - Führung durch die Restaurierungswerkstatt

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 17 Uhr
Zentralbibliothek, Zellescher Weg 18, Talleyrand-Zimmer

Der Eintritt ist frei. Bitte melden Sie sich hier an.

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Für Schlaufüchse und Einsteiger: Semesterbeginn in der SLUB

Liebe Erstsemesterstudierende,

schön, dass ihr da seid! Auch wir von der SLUB Dresden freuen uns, euch in Dresden zum Studium begrüßen zu dürfen.
Die Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek (kurz SLUB) ist eure zentrale Anlaufstelle für Literatur zum Studium, als Ort zum Lernen und Arbeiten sowie für Tipps und Tricks zum wissenschaftlichen Arbeiten: sei es bei Vorträgen, Seminararbeiten oder dann der Abschlussarbeit. Damit ihr gut in das Wintersemester 2018/19 starten könnt, bieten wir euch vom 08.10.18 bis 26.10.18 montags bis freitags täglich mehrere Einführungskurse „Die SLUB im Überblick - Einführungskurs zum Studienstart“ an.
In diesen 45-minütigen Kursen bekommt ihr einen ersten Überblick über die Services und Angebote eurer Bibliothek.
Wir zeigen euch, wie ihr euch bei uns anmelden könnt, wie ihr Medien in der Bibliothek findet, wie die Ausleihe funktioniert und vieles mehr. Bitte meldet euch hier zu den Kursen an.


Es gibt auch jeweils einen Kurstermin auf Englisch, Spanisch und in deutscher Gebärdensprache.

 

Wir freuen uns auf euch!
Eure SLUB

 

Zur Anmeldung für die Kurse "SLUB im Überblick"

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Originale erhalten!

Dieses Motto stand in zweierlei Hinsicht auf dem diesjährigen Sächsischen Werkstatttag für Bestandserhaltung im Mittelpunkt des Interesses von ca. 90 Vertretern aus Archiven, Bibliotheken und Museen, die sich vergangene Woche im Klemperer-Saal der SLUB Dresden zu einem Fachaustausch trafen.

Papierfischchen und Museumskäfer

Unerwünschte Gäste, wie Papierfischchen oder Museumskäfer finden an und in Archiv-, Museums- und Bibliotheksgut durchaus attraktive Nahrungsquellen und können daran erhebliche Schäden anrichten. Dieses Problem ist zwar so alt, wie es diese Kultureinrichtungen gibt, der spürbare Klimawandel und einwandernde Schädlingsarten tragen aber zu völlig neuen Herausforderungen bei. Durchdachte Konzepte, um Schädlinge fernzuhalten oder das Spektrum und die Häufigkeit einzelner Spezies genau zu überwachen sind deshalb gefordert. Um auch solche Themen zu diskutieren und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, bietet der Werkstatttag eine anerkannte Plattform. Der jährlich von der Landesstelle für Bestandserhaltung organisierte Werkstatttag ist seit Jahren eine feste Größe im Fortbildungsprogramm sächsischer Bibliotheken und darüber hinaus.

 

Zum anderen präsentierten sächsische Kultureinrichtungen die Ergebnisse ihrer im Jahr 2017 vom Bund und der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) geförderten Projekte zum Originalerhalt: So regt die vom Stadtarchiv Chemnitz vorgestellte konservatorische Bearbeitung von Bau- und Brückenplänen des sächsischen Maschinenfabrikanten und Eisenbahnpioniers Richard Hartmann dazu an, die mit interessanten Details aufwartenden Originale vor Ort zu betrachten und nun in einem nächsten Schritt zu digitalisieren. Außerdem informierte die Leiterin der KEK, Dr. Ursula Hartwieg ausführlich zur aktuellen Förderung im Jahr 2018, stehen doch in diesem Jahr 2,5 Mio. Euro des Bundes für Mengenverfahren der Bestandserhaltung  wie Massenentsäuerung, Trockenreinigung und Schutzverpackungen zur Verfügung. Vier sächsische Projekte konnten dafür eine Förderzusage erhalten.

 

 

 

Seite der Landesstelle für Bestandserhaltung in der SLUB

Programm des Werkstatttages 2018

 

 

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Verlängert: Winckelmann-Ausstellung erwartet Sie bis 21. Oktober 2018 mit neuen Highlights

Sie haben es noch nicht geschafft unsere Ausstellung „Man denkt noch beständig in Dresden auf mich.“ Winckelmann – Bibliothekar und Altertumswissenschaftler in der Schatzkammer des Buchmuseums zu besuchen? Kein Problem! Denn wir verlängern bis zum 21. Oktober 2018 und warten mit neuen Angeboten zur Ausstellung auf Sie.

 

Kurator Dr. Thomas Haffner (TH) gibt im Interview einen Einblick in seine Winckelmann-Faszination und erzählt, worauf Sie sich noch freuen können.

 

 

Lieber Herr Dr. Haffner, zum Einstieg ein kurzer Satz: Winckelmann ist für mich...

TH: ... ein Lehrer, der uns gezeigt hat, wie wichtig es ist, Gegenstände mit den eigenen Augen ganz genau zu betrachten, sie in ihrem Kontext zu verstehen und sich davon ausgehend ein eigenständiges Urteil zu bilden. 


Was ist für Sie als Kurator der Ausstellung das Spannende an Winckelmanns Leben?

TH: ... dass er es als Schustersohn aus ärmlichen Verhältnissen durch seine Begeisterung für die Kultur der alten Griechen bis zum Oberaufseher über die Altertümer von Rom gebracht hat und dabei keinen Wohlstand anstrebte, sondern möglichst große Freiheit für seine Studien.

 

Welches Exponat fasziniert Sie besonders und warum?

Foto der Porträtbüste des römischen Kaisers Caracalla: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Skulpturensammlung, H.-P. Klut/E. Estel TH: Eine Porträtbüste des römischen Kaisers Caracalla aus den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Diese um 220 n. Chr. entstandene Skulptur aus weißem Marmor und durchscheinendem Alabaster war eine der Antiken, die Winckelmann in einem der Pavillons im Großen Garten betrachten konnte und in seinem ersten veröffentlichten Werk "Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst" (Dresden 1755) erwähnte, das zum Bestand der SLUB gehört und in der Ausstellung zu sehen ist.   

 

Die Ausstellung wurde nun verlängert, worauf können sich die Besucher noch freuen?

TH: Wir sind gerade dabei eine "Magic Box" zu installieren - Über diese kann man virtuell in Winckelmanns Schriften blättern, kann die ausgestellten Briefe Winckelmanns (erworben mit Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung sowie der Kulturstiftung der Länder) in vollem Umfang betrachten, den "Apollo vom Belvedere" in alle Richtungen drehen und sich Winckelmanns Lebensstationen vor Augen führen lassen. Außerdem werden zwei weitere Kuratorenführungen angeboten: am 12. September und am 2. Oktober, jeweils um 17 Uhr.

 

Auch eine besondere Veranstaltung wartet noch im Begleitprogramm. Dr. Torsten Sander wird zu Gast sein. Der Titel seines Vortrages ist, sagen wir, ungewöhnlich: "zeitig zu Bette, und früh heraus"

TH: So formulierte Winckelmann gemäß dem alten englischen Sprichwort "Early to bed and early to rise makes a man healthy, wealthy and wise" seine bewährte Gewohnheit in einem Brief aus Rom an seinen Bibliotharskollegen und Freund Johann Michael Francke auf Schloss Nöthnitz bei Dresden. Der Dresdner Antiquar Dr. Torsten Sander, ein ausgewiesener Kenner der "Bibliotheca Bunaviana", wird über Winckelmanns Zeit als Bibliothekar und wissenschaftliche Hilfskraft beim Grafen Heinrich von Bünau sprechen. 

 

Haben auch Sie noch Fragen an Dr. Thomas Haffner? Dann stellen Sie diese gerne hier unter dem Blogbeitrag

 

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf dieser Seite und in unserem SLUBlog.