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SLUBlog

Kategorie: Openness

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Wir zeigen Flagge – für Weltoffenheit und Vielfalt.

Dresden ist die Stadt der Künste und der Wissenschaften und zieht seit Jahrhunderten Gäste und Neubürger aus aller Welt an. Wenn die positive Entwicklung anhält, kann die Stadt bald wieder so groß und so international sein wie in der Blütezeit um 1900.

 

 

In der SLUB sind Medien aus aller Welt für Besucher aus aller Welt zu Hause. Das ist nichts Neues. Neu sind die bunten, einladenden Fahnen. Ein herzliches Willkommen an alle, die hier lernen, sich informieren oder miteinander arbeiten wollen.

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Artikel bei ResearchGate und Co hochladen: Welcher Verlag erlaubt was? Und wie Open Access ist das eigentlich?

Akademische Netzwerke erfreuen sich großer Beliebtheit: Die sicher bekanntesten Plattformen sind ResearchGate und Academia.edu, die nach eigenen Angaben über 10 Mio. bzw. 40 Mio. Mitglieder haben. Das Prinzip ist einfach: Wie bei anderen sozialen Netzwerken auch kann sich jeder kostenfrei registrieren und ein eigenes Profil anlegen. Die Plattformen versprechen, man könne sich mit Kolleginnen und Kollegen vernetzen, Publikationen mit anderen teilen, Statistiken bekommen über Aufrufe und Zitationen der eigenen Publikationen, interessante Stellen finden, und vieles mehr.

 

„Publikationen mit anderen teilen“ legt den Gedanken nahe, dass akademische Netzwerke auch Open Access fördern, und dass wer seine Publikationen hier einstellt, Open Access publiziert. Die Verantwortlichen von Repositorien sehen das häufig anders, so auch wir: Es geht beim Open-Access-Publizieren um weit mehr als das Hochladen von PDFs! Wirklich Open Access ist ein Artikel, wenn er in einem gesicherten, standardkonformen und offenen Archiv zur Verfügung gestellt wird.

 

Einen informativen Vergleich von akademischen Netzwerken mit Open-Access-Repositorien hat das Office for Scholarly Communication der University of California erarbeitet. Deutlich wird, dass akademische Netzwerke eine ganz andere Funktion erfüllen als OA-Repositorien – Vernetzung und Profilbildung stehen hier im Vordergrund. Kritikpunkte an den bestehenden Netzwerken sind u.a. Fehlen von standardisierten Schnittstellen, auf Vermarktung der Nutzerdaten abzielende Geschäftsmodelle und ein zu lockerer Umgang mit den Nutzerdaten. Repositorien, die von öffentlichen Einrichtungen betrieben werden, haben im Vergleich die zentrale Aufgabe, Inhalte langfristig verfügbar zu machen. Inhalte erhalten einen dauerhaften, zitierfähigen Identifier (DOI oder URN) und sind auch noch nach vielen Jahren verfügbar. Die Betreiber der Repositorien stellen offene Schnittstellen zur Verfügung und arbeiten mit digitalen Langzeitarchiven zusammen.

 

Trotz aller Kritik an ResearchGate und Co: Wenn man akademische Netzwerke nutzt und auch die Artikel teilen will, was gilt es dann zu beachten? Wir haben uns die Bedingungen von fünf großen Wissenschaftverlagen* genauer angeschaut: Dürfen Autorinnen und Autoren ihre Artikel in akademischen Netzwerken verfügbarmachen?

Verlag
Preprint** Postprint** Verlagsversion
DeGruyter nein nein nein
Elsevier ja nein nein
IEEE nein nein nein
Springer ja ja, 12 Monate nach Erscheinen nein
Taylor & Francis ja ja, Embargo abhängig von Zeitschrift (12–24 Monate)  nein

[*] Die Angaben gelten für Closed-Access-Artikel; sind die Artikel Open Access und unter einer freien Lizenz erschienen, dürfen Sie zu den Bedingungen dieser Lizenz genutzt und dann sehr wahrscheinlich auch in akademischen Netzwerken eingestellt werden.

[**] „Postprint“ steht für die akzeptierte Manuskriptversion, d. h. die Fassung des Beitrages, in die alle Änderungen aus dem Begutachtungsverfahren eingeflossen sind; im Satz und in der Seitenzählung jedoch nicht identisch mit der publizierten Verlagsversion. Dagegen meint „Preprint“ die ursprünglich eingereichte Fassung, sozusagen die Rohfassung des Artikels.

 

Die Vorgaben der Verlage im Detail:

  • DeGruyter erlaubt den Autorinnen und Autoren von Mehrfachautorenwerken (also für Beiträge in Fachzeitschriften, Anthologien, Sammelbänden oder Datenbanken) das Teilen der Manuskript- oder Verlagsversion auf der eigenen Webseite oder dem institutionellen Repositorium 12 Monate nach der Erstveröffentlichung. Die Beträge dürfen hingegen „nicht in öffentlichen und/oder kommerziellen thematischen Verzeichnissen“ (z.B. PubMed Central) eingestellt werden. Ebenfalls nicht gestattet ist das Einstellen von Volltexten in akademischen Netzwerken; dies wurde uns auf Anfrage vom Verlag bestätigt. (Quelle: DeGruyter Repository Policy, Open Access Policy, Auskunft Verlag)
  • Elsevier erlaubt, das eingereichte Manuskript eines Zeitschriftenartikels (Preprint) jederzeit und überall im Volltext verfügbar zu machen. Das finale Manuskript (Postprint) hingegen darf erst 12 bis 24 Monate nach erstem Erscheinen auf einem institutionellen oder disziplinären Repositorium eingestellt werden. Das Teilen in akademischen Netzwerken darf also nur für den Preprint, nicht für den Postprint oder gar die Verlagsversion erfolgen. (Quelle: Elsevier Sharing Policy.)
  • IEEE gestattet, eine Manuskriptfassung über institutionelle Repositorien online zu stellen. Die eingereichte Manuskriptfassung (Preprint) darf auch in bestimmten Fachrepositorien (insbes. arXiv.org) eingestellt werden; nach Erscheinen muss dies aber gegen das akzeptierte Manuskript (Postprint) ausgetauscht werden. Zum aktuellen Zeitpunkt ist das Einstellen von Volltexten in akademischen Netzwerken nicht gestattet; dies wurde uns auf Anfrage vom Verlag bestätigt. (Quelle: IEEE Electronic information dissemination policy, copyright form, FAQ on Authors‘ Posting of Accepted IEEE Papers, Auskunft Verlag)
  • Springer gestattet Autorinnen und Autoren von Zeitschriftenartikeln (Achtung, für Buchbeiträge gelten andere Regeln!), das eingereichte Manuskript (Preprint) jederzeit und das begutachtete Manuskript (Postprint) 12 Monate nach erstem Erscheinen online zu stellen. Die Beiträge dürfen in institutionellen oder disziplinären Repositorien oder akademischen Netzwerken eingestellt werden. (Quelle: Springer Self-archiving Policy, FAQ authors‘ rights)
  • Taylor & Francis gestattet Autorinnen und Autoren von Zeitschriftenartikeln (Achtung, für Buchbeiträge gelten andere Bestimmungen!), das eingereichte Manuskript (Preprint) jederzeit und das begutachtete Manuskript (Postprint) 12 bis 24 Monate nach erstem Erscheinen (abhängig von der Zeitschrift) online zu stellen. Die Beiträge dürfen in institutionellen oder disziplinären Repositorien oder akademischen Netzwerken eingestellt werden. (Quelle: Taylor & Francis Sharing your work, Open Access journal finder)

 

Unser Fazit: Nutzen Sie die Upload-Funktion in akademischen Netzwerken mit Bedacht – manche Verlage gestatten den Upload nicht für die Verlagsversion und für die Manuskriptfassung erst nach Ablauf eines Embargos; manche Verlage verbieten den Upload ganz und gar. Nutzen Sie akademische Netzwerke zum Netzwerken! Und nutzen Sie für das Open-Access-Publizieren nicht-kommerzielle, offene Plattformen (z.B. Qucosa, den sächsischen Dokumenten- und Publikationsserver für Wissenschaft und Wirtschaft), die eine langfristige freie Verfügbarkeit und Archivierung sicherstellen. Bei der Prüfung, welche Version Sie im Repositorium wann verfügbar machen dürfen, unterstützen wir TU-Angehörige gern!

 

Dieser Blogpost wurde von Michaela Voigt - ehemalige Mitarbeiterin im Open Access-Team der SLUB - im Blog der Universitätsbibliothek der Technischen Universität Berlin veröffentlicht und steht unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

 

Danke für diesen Hinweis:

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Muster gibt es auch in der SLUB. Mehr als Creative Commons

"Die Welt der Commons – Muster gemeinsamen Handelns" gibt es jeden Tag in der SLUB, gedruckt zum Ausleihen sowie elektronisch mit Open Access direkt von den HerausgeberInnen und vom Verlag.

 

Gleich die Overtüre des Bandes provozierte eine Frage, als ich das Buch gestern erstmals in die Hand nahm: Welche Muster gibt es in Bibliotheken und welche speziell in der SLUB?

 

Spontane Antworten:

 

 

Sicher sind das noch nicht alle Muster für gemeinsames Handeln in und mit der SLUB. Welche fehlen hier? Bitte ergänzen Sie.

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SLUB vergibt freie Lizenz für digitalisierte Objekte

Die SLUB Dresden unterhält eines der führenden Digitalisierungszentren in öffentlicher Hand und ist einer der wichtigsten Inhaltslieferanten für die Deutsche sowie die Europäische Digitale Bibliothek (Europeana). Wir sind davon überzeugt, dass das kulturelle und wissenschaftliche Erbe der Bibliotheken am besten genutzt werden kann, wenn es möglichst frei im Internet verfügbar ist. Auch die SLUB selbst profitiert bei der Entwicklung neuer Dienste von offenen Lizenzen, zum Beispiel bei SLUBsemantics oder bei unserer Datenmanagementplattform d:swarm. Entsprechend sollen die digitalisierten Bestände der SLUB ebenfalls offen und für innovative Projekte optimal verwertbar sein.

 

Künftig sind unsere Digitalen Sammlungen einschließlich der Bilddatenbank der Deutschen Fotothek daher so weit als möglich unter einer Lizenz veröffentlicht, die der Definition für Offenes Wissen (Open Definition) entspricht. Wir verwenden die Creative Commons Lizenz CC-BY-SA 4.0, die bei Weitergabe unter gleichen Bedingungen auch Veränderungen sowie die kommerzielle Nutzung der Werke erlaubt. Einschränkungen dieser Lizenzpolitik gelten für digitalisierte Objekte fremder Einrichtungen sowie für ausgewählte Werke, die wir wegen sonstiger Vereinbarungen oder gesetzlicher Beschränkungen nicht freigeben dürfen. Die Lizenzangaben finden Sie jeweils in den Objekt- oder Kollektionsbeschreibungen. Wir streben an, die Zahl der Ausnahmen von der beschriebenen Regel sukzessive zu verringern.

 

Was sind Creative Commons-Lizenzen?

Die Verwendung urheberrechtlich geschützter Inhalte im Internet ist gesetzlich begrenzt. Die Creative Commons-Lizenzen wurden entwickelt, um bei möglichst großzügigen Nutzungsrechten größtmögliche Rechtssicherheit zu bieten. Vorteile des Standards sind die weite Verbreitung und Bekanntheit sowie die einfache Darstellung der Lizenzbedingungen. Durch deren Maschinenlesbarkeit kann nach CC-lizenzierten Inhalten gezielt gesucht werden.

 

Openness als allgemeiner Grundsatz

Wie fast alle wissenschaftlichen Bibliotheken plädiert die SLUB auch bei aktuellen Veröffentlichungen grundsätzlich für eine Strategie, die einerseits die Publikationsfreiheit jedes Einzelnen und die rechtlichen Rahmenbedingungen sorgfältig achtet, andererseits auf die Sozialpflichtigkeit von öffentlich finanzierter Wissenschaft hinweist und für eine kostenfrei zugängliche, ggf. zusätzliche Publikation auf Internetplattformen wie dem sächsischen Dokumenten- und Publikationsserver Qucosa wirbt. In Lizenzverhandlungen mit Inhaltslieferanten setzt sich die SLUB ebenfalls konsequent für die Prozessierbarkeit der lizenzierten Metadaten und Volltexte ein. Wir sind uns sicher, dass sich die gleichermaßen berechtigten Interessen nach größtmöglicher Offenheit wie nach angemessener Vergütung schöpferischer Leistungen im Bereich von Wissenschaft und Forschung gut miteinander vereinbaren lassen.

 

Ergänzung: Lesen Sie dazu auch im BIS // Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen den Artikel "Größtmögliche Offenheit - SLUB vergibt freie Lizenz für digitalisierte Objekte".


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Mut zur Offenheit - Wissen teilen, schafft Mehrwert.

Gregor Fischer, www.gfischer-photography.com (16.07.2014 | CC BY 2.0)

 

Frei nach Leonardo da Vincis Gedanke "La sapienza è figliola della sperienzia" (zu deutsch: "Das Wissen ist das Kind der Erfahrung.") trafen sich Mitte Juli knapp tausend Wissbegierige aus der ganzen Welt zum Open Knowledge Festival in Berlin, um ihre Erfahrung mit dem Erlangen und Vermitteln von Wissen untereinander auszutauschen und gemeinsam neue Wege zu definieren, dieses Wissen und Erkenntnisse einer breiten Gesellschaft frei und mit möglichst geringen Hindernissen zur Verfügung zu stellen.

 

Dabei war die Themenvielfalt des Open Knowledge Festival genauso groß, wie die Anzahl der Länder, aus denen die Teilnehmer nach Berlin kamen. Die unterschiedlichsten Interessengebiete der Teilnehmer wurden bereits am Vorabend der Konferenz bei der Open Knowledge Fair klar, auf der sich eine bunte Mischung von Projekten aus den Bereichen Open Data, Open Access, Open Government, Open Science, Open Research, Open Education, Open Source, Open Arts vorstellten.

 

Gregor Fischer, www.gfischer-photography.com (16.07.2014 | CC BY 2.0)

 

Doch was bedeutet "Open"?

 

Der Grundgedanke ist der freie ungehinderte Zugang zu Wissen und Informationen in allen Bereichen unseres Lebens und lässt sich unter dem Überbegriff Openness zusammenfassen. Openness steht klar im Gegensatz zu geschlossenen und zugangsbeschränkten Systemen. Welche Auswirkung solche Systeme auf unsere Gesellschaft haben können, wird uns täglich durch die mediale Aufarbeitung der aktuellen Geheimdienstaffären und Korruptionsskandale bewusst.

 

Geht es nach Neelie Kroes, EU-Kommissarin für die Digitale Agenda und eine der Eröffnungsrednerinnen auf dem Open Knowledge Festival, könnten gerade ein transparenter und ehrlicher Umgang mit Regierungsentscheidungen sowie die Bereitstellung von Regierungsdaten eine bessere Informationsqualität bieten. Nicht nur Regierungen können an solch einem Öffnungsprozess reifen, jeder Bereich einer modernen Gesellschaft könnte von einer freien und transparenten Informationspolitik profitieren.

 

Kroes weißt darauf hin, dass die Politik eine solche Entwicklung nicht forcieren kann, aber Grundsteine legen sollte, um diesen Prozess zu unterstützen, sei es zum Beispiel durch die Sicherstellung eines freien und uneingeschränkten Internets oder die Bereitstellung von freiem Wissen und Erkenntnissen in der Lehre.

 

Damit es nicht nur bei einem Lippenbekenntnis für mehr Openness und Transparenz bleibt, müssen die Europäische Union und ihre Staaten diese Grundsätze in der realen Politik umsetzen. Die Bundesregierung wird voraussichtlich am 20. August 2014 Ihren Entwurf zur "Digitalen Agenda 2014-2017" vorlegen. Die Plattform netzpolitk.org, welche sich für digitale Bürgerrechte, Freiheiten und Offenheit engagiert, veröffentlichte vorab den Inhalt der "Digitalen Agenda". Geht es nach der Einschätzung von netzpolitik.org, legt die Bundesregierung einen eher halbherzigen und wenig konkreten Entwurf vor. Die Gesellschaft ist daher umso mehr aufgefordert, dieses Bekenntnis im Kleinen wie im Großen einzufordern.

 

So forderte auch der Leitspruch des Open Knowledge Festival "Open Minds to Open Action", neben dem Denken zum aktiven Handeln auf. In den Workshops und Vorträgen der beiden Konferenztage ging es daher vor allem um „Handfestes“: Aus den vielen Themen, Meinungen und Gesprächen entstandenen Projektskizzen, Ideen und Aufgaben, an deren Umsetzung unmittelbar gearbeitet wurde. Die Berliner Kulturbrauerei als Veranstaltungsort bot den vielen Akteuren den großzügigen Rahmen zum gemeinsamen Austausch und Arbeiten. Ein guter Überblick über die einzelnen Workshops und Vorträge lässt sich im Festivalprogramm des Open Knowledge Festivals finden.

 

Neben der Hauptveranstaltung des Open Knowledge Festivals gab es einige Begleitveranstaltungen, die im kleineren Kreise auf einzelne Themengebiete spezifischer eingingen.

 

Im Büro der Open Knowledge Foundation Deutschland trafen sich dann auch rund 30 Personen, gut die Hälfte davon aktive Wissenschaftler, zur Gründung einer deutschsprachigen Open Science Arbeitsgruppe. Ziel der Arbeitsgruppe ist die Vernetzung von Aktiven im Bereich Open Science und die Erarbeitung rechtssicherer Rahmenbedingungen für das Veröffentlichen von Forschungsergebnissen - im Idealfall unter freien Lizenzen. Zusätzlich soll die Arbeitsgruppe die Zusammenarbeit mit anderen internationalen Open Science Gruppen koordinieren und als Ansprechpartner für Forscher, Institute und Politik zum Thema Open Science fungieren. Erste Ziele, Aufgaben und Herausforderungen wurden kollaborativ erarbeitet und in einem Mission Statement zusammengefasst, an welchem kontinuierlich weiter gearbeitet wird. Jeder Interessierte ist dazu eingeladen, die Rahmenbedingungen mitzugestalten.

 

Auch Bibliotheken wie die SLUB, Museen, Archive und Galerien sind aufgefordert, ihre Schätze einem breiteren Publikum frei zugänglich und vielleicht sogar unter freien Lizenzen nachnutzbar zu machen. Um Einrichtungen bei dieser Reise zu begleiten und zu unterstützen, will die deutschsprachige OpenGLAM Initiative ein neues Bewusstsein schaffen, Hilfestellung geben und mit erfolgreichen Projekten zeigen, dass es sich lohnt, den schweren Weg zu gehen.

 

Ein aktuelles Beispiel für solch eine erfolgreiche Zusammenarbeit stellt das Projekt "Coding da Vinci" dar. Die Open Knowledge Foundation rief Kulturinstitutionen, wie zum Beispiel die Deutsche Nationalbibliothek oder das Museum für Naturkunde Berlin, und begeisterte Programmierer/innen, Designer/innen und Gamer/innen auf, gemeinsam am kulturellen Erbe im digitalen Raum zu arbeiten. Innerhalb von zehn Wochen entstanden so Projekte, welche einen neuen Blick auf die digitalen Daten der teilnehmenden Kulturinstitutionen, gaben. Die Ergebnisse übertrafen die Erwartungen der Kulturinstitute als auch der Entwickler und Veranstalter.

 

Die SLUB bietet bereits jungen Wissenschaftlern Informationen und Unterstützung beim elektronischen Publizieren und Open Access an und wird auch in Zukunft für mehr Openness im Bereich der Bibliotheken eintreten.

 

In der näheren Umgebung der Städte und Kommunen gibt es bereits Projekte, welche die Idee der offenen Daten und des freien Wissensaustausches leben. Sie wollen zeigen, welchen Mehrwert die Openness-Bewegung für unsere Gesellschaft in der Zukunft haben könnte. Besonders sind hier zwei Projekte zu nennen: Einerseits "Code for Germany" der Open Knowledge Foundation, welche Aktivitäten und Projekte lokale Open Data Gruppen auf einer Internet-Plattform vereinigt und Unterstützung bei der Umsetzung dieser Vorhaben gibt. Auch in Dresden treffen sich jeweils am 1. und 3. Mittwoch im Monat Interessierte zum Thema Open Data.

 

Andererseits gibt es die Makerspaces und FabLabs, die Räume, modernste Technik (Lasercutter, 3D-Drucker) und Ressourcen für eigene Technikprojekte zur Verfügung stellen und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Als SLUB durften wir bereits erste Erfahrungen mit dem Dresdner FabLab in unseren eigenen Räumen machen.

 

Wie in Da Vincis Aphorismus "Das Wissen ist das Kind der Erfahrung." werden wir das Thema Openness wohl erst richtig verstehen, wenn wir ausreichend Erfahrungen damit gemacht haben. Dazu braucht es Mut, Offenheit für Neues und gemeinsames Erforschen neuer Möglichkeiten, die durch den freien ungehinderten Zugang zu Wissen und Informationen entstehen.

 

Was braucht es dazu noch? Wir freuen uns auf Eure Ideen!

 

Dieser Text steht unter der Lizenz CC-BY.