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Kategorie: Veranstaltung

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Die Bibliothek im 21. Jahrhundert - Diskussion mit Stararchitekt Rem Koolhaas in der SLUB

Eine Veranstaltung der MSAO FUTURE FOUNDATION in Kooperation mit der SLUB in der Reihe COMMUNITY BUILDING

 


Alle Bilder: Nationalbibliothek Katar © Claudia Lux

 

Welche Rolle spielen Bibliotheken, ihre Räumlichkeiten und Architektur im digitalen Zeitalter? Der Lesesaal war über Jahrhunderte das Herzstück einer Bibliothek. Als Studierzimmer mit streng geordneten Bankreihen, in denen sich jeder für sich (allein) seiner Bücherauswahl widmet und liest. „Leise, still und sehr akademisch“ - dafür stand die Aura einer Bibliothek, ein Ort der konzentrierten Ruhe, geordnet, mit klar getrennten Funktionen.

 

Bibliotheken haben sich in den letzten 20 Jahren stark verändert. Mehr als je zuvor sind sie Publikumsmagneten, haben sich früh und bewusst auf die Veränderungen der Digitalisierung eingestellt, die veränderten Bedürfnisse ihrer Nutzerinnen und Nutzer nach Arbeiten in Gemeinschaft erkannt und dafür neue Raumkonzepte entworfen. Ein Beispiel dafür: die neu errichtete Nationalbibliothek in Katar. Im April 2018 eröffnet, bietet sie einen offenen Raum mit vielen Angeboten: Ein Museum, ein offenes Buchregale-Magazin, ein Co-Working-Space, ein Auditorium - mal Kino, mal Theater -, Studierzimmer, Lounges, Café und mehr fügen sich aneinander, frei im Raum gestaltet.

 

An diesem Beispiel diskutieren wir mit den Architekten Rem Koolhaas und Georg Gewers sowie der Bibliothekarin Claudia Lux (Nationalbibliothek Katar) und SLUB-Direktor Achim Bonte neue Raum- und Nutzungskonzepte für die Bibliothek von morgen.

 

Rem Koolhaas, niederländischer Architekt und ein renommierter Vertreter zeitgenössischer Architektur, entwarf mit seinem Office for Metropolitan Architecture die neue Nationalbibliothek in Katar, Claudia Lux hat den Prozess als Projektleiterin begleitet.

Haben wir Ihr Interesse an dieser Veranstaltung geweckt? Dann kommen Sie vorbei und diskutieren mit uns!

 

Die Bibliothek im 21. Jahrhundert - wie sie unsere Gemeinschaft und die Architektur verändert

Donnerstag, 17. Januar 2019, 19:00 Uhr
Klemperer-Saal
der SLUB Dresden
Eintritt frei

Podium: Rem Koolhaas, Georg Gewers, Prof. Dr. Claudia Lux, Dr. Achim Bonte
Moderation: Cornelius Pollmer (Süddeutsche Zeitung)

 

Veranstaltungstipp zur Einstimmung
Form, Funktion und Design - Ausstellung und Filmpremiere
Donnerstag, 17. Januar 2019, 17:00 Uhr
Bereichsbibliothek DrePunct
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Weihnachtsspaziergang von Dresden über Italien in die Welt: Ausstellungen in der SLUB

Wenn man nach den Weihnachtsfeiertagen ein wenig zur Ruhe kommt, vielleicht noch ein paar Tage frei hat und einen Familienausflug plant, so stellt sich oft die Frage: Wohin soll dieser nur gehen?

Wir schlagen Ihnen einen Weihnachtspaziergang durch den Dresdner Süden vor, um von dort gen Florenz und in die weite Welt zu starten, z.B. nach Amerika, Japan oder Usbekistan.
Wie soll das nur gehen, fragen Sie sich sicher. Wir laden Sie vom 27.-30. Dezember in unsere beiden Ausstellungen im Buchmuseum ein. Wir nehmen Sie mit in die Welt des alten (Elb-)Florenz und zeigen in der Schatzkammer, wo sich die vielfältigen Beziehungen zwischen Dresden und Italien in den Beständen der SLUB wiederfinden lassen: in prächtig verzierten Handschriften mit farbintensiven Ranken, kolorierten Kupferstichen und Notenschriften. Die Ausstellung "Blühe, Deutsches Florenz. Dresden und Italien" zeigt besondere Schätze wie eine zum Unesco-Weltdokumentenerbe zählende Handschrift aus dem 15. Jahrhundert, Musikquellen aus der Frühzeit der Dresdner Hofkapelle, die Manuskripte der Dante-Übersetzung von König Johann von Sachsen und diverse Reiseberichte. Damit schlägt die Ausstellung sogleich einen Bogen zu den Exponaten im sie umgebenden Buchmuseum.

 

 

Die Welt der Bilder


Erinnern Sie sich an die letzten Tage? Die Familie unterm Weihnachtsbaum, die Kinder beim Auspacken der Geschenke, das Weihnachtsmenü oder der Weihnachtsurlaub - Sicher haben auch Sie viele dieser Momente bildlich festgehalten. Ob diese Fotos je in ein klassisches Fotoalbum gesteckt oder geklebt werden, das bleibt offen, ist dieses doch scheinbar ein Relikt längst vergangener Zeiten. Aber vielleicht waren die Weihnachtsfeiertage auch genau der Zeitpunkt, in alten Fotoalben aus Großmutters Zeiten zu blättern? Im Buchmuseum nehmen wir Sie mit auf eine Zeitreise und wagen einen Querschnitt durch die Geschichte des Fotoalbums, zeigen Familienalben, Jubiläumsalben, Reisealben, einen historischen Fotoständer und prachtvoll künstlerich gestaltete Alben. Lassen Sie sich mitnehmen auf einen Spaziergang durch die Bildwelten vergangener Tage. 

 

 

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Kurze Filme in langen Nächten: Stadt.Land.Fluss – Der Kurzfilmtag 2018 in der SLUB

Die Tage werden kürzer, die Nächte immer länger und es geht stark auf Weihnachten zu. Wer (nach dem Slubben und) kurz vor dem Fest noch einmal einen gemütlichen Abend mit spannenden Kurzfilmen erleben möchte, ist am 20. Dezember herzlich in den Klemperer-Saal der SLUB eingeladen. Hier zeigen wir an diesem Abend um 19 Uhr Kurzfilme.

 

Zu sehen ist das Programm „Made in Germany: Stadtleben“. Es wurde von den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen kuratiert, einem der wichtigsten, aber in jedem Fall dem ältesten Festival dieser Art weltweit. Die einzelnen Streifen, allesamt Festivallieblinge, in Oberhausen und anderswo, werfen einzigartig neue Blicke auf die Stadt und ihre Architektur. Im Zentrum des Programms steht der Hauptgewinner des Deutschen Wettbewerbs 2015 der Kurzfilmtage Oberhausen „Schicht“, der die persönliche Familiengeschichte der Regisseurin Alexandra Gerbaulet mit einem Portrait der Stadt Salzgitter verwebt. Andere Beiträge führen uns zum Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses oder nach Manchester.

 

Mit diesem Kinoabend beteiligt sich die SLUB am Kurzfilmtag, der dieses Jahr unter dem Motto Stadt.Land.Fluss steht. Er wird jährlich am 21. Dezember, dem kürzesten Tag des Jahres, bundesweit von der AG Kurzfilm, der Interessenvertretung der Kurzfilmschaffenden, veranstaltet. Und wie jedes Jahr können Sie Kurzfilme in Kinos, aber auch eher an kino-untypischen Orten erleben.

 

Die SLUB zeigt ihr Programm schon am Vorabend - So haben Sie Gelegenheit, sich in aller Ruhe auf den kürzesten Tag einzustimmen:  Am Freitag gibt es dann viele weitere kurze Streifen zu sehen, in Dresden zum Beispiel im Programmkino Thalia, einem privaten Treppenhauskino, zwei Dresdner Seniorenresidenzen, oder dem  Zentralwerk. Eine Karte zu allen Veranstaltungsorten finden Sie hier.

 

Stadt.Land.Fluss – Der Kurzfilmtag 2018 in der SLUB
Donnerstag, 20.12.2018 | 19:00 Uhr | Klemperer-Saal der SLUB Dresden
Der Eintritt ist frei.

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Sportlich ins neue Jahr: Jetzt Beiträge für den Dresdner Geschichtsmarkt anmelden

Wo sich heute das Hauptgebäude der SLUB befindet, lag bis vor 20 Jahren ein Sportgelände der TU Dresden. Mit der Geschichte von Sport und Tourismus in der Stadt und ihrer Umgebung befasst sich auch der 15. Markt für Dresdner Geschichte und Geschichten, der am 23. und 24. Februar 2019 in unseren Räumen stattfinden wird. Ehrenamtliche Historikerinnen und Historiker können hier die Ergebnisse ihrer
Forschungen zur Orts- und Regionalgeschichte vorstellen – mit Postern, Vorträgen und selbst gestalteten Publikationen. Noch bis zum 21. Dezember 2018 haben Sie die Möglichkeit, sich für eine aktive Teilnahme als Aussteller und/oder Referent anzumelden. Die digitalen Angebote der SLUB bieten viele Anregungen – bestimmt auch für Sie?

Einen Einstieg in die reichhaltige historische und aktuelle Literatur ermöglicht unsere Sächsische Bibliografie, etwa über eine Suche nach den Schlagworten „Dresden“ und „Sport“ bzw. „Dresden“ und „Tourismus“. Hier finden sich einige Überblickswerke wie die Festschrift zum 25jährigen Bestehen des Sportvereins Guts Muts Dresden aus dem Jahr 1927, die die sächsische Hauptstadt als Sportstadt porträtiert. Natürlich kann in der Bibliografie wie im SLUB-Katalog auch spezifischer nach einzelnen Sportarten recherchiert werden: Zum Klettern im Elbsandsteingebirge bieten wir neben aktuellen Führern auch ältere Anleitungen wie "Klettern am Fels" von 1961 an. Eine eigene Kollektion der Digitalen Sammlungen beschäftigt sich mit dem Radfahren (nicht nur, aber auch) in Sachsen und schlägt die Brücke zum Tourismus, z.B. mit dem "Radwanderbuch durch die Sächsisch-Böhmische Schweiz" von 1902 oder dem "Wanderbuch des Sächsischen Radfahrer-Bundes" von 1910 mit 13 von Dresden ausgehenden Touren - Nachfahren lohnt sich! Quellen zur Geschichte des Turnens haben wir in unserem landeskundlichen Blog "Saxorum" für Sie aufbereitet.

Lohnenswert ist natürlich auch ein Blick in die Bestände der Deutschen Fotothek. Das Archiv der Bildjournalisten und Pressefotografen Erich Höhne (1912-1999) und Erich Pohl (1904-1968) ist eine umfassende Fotodokumentation der DDR-Zeitgeschichte für die Stadt Dresden und den Raum Sachsen. Hier finden sich viele Abbildungen zur institutionellen und individuellen Sportgeschichte der Stadt und ihrer Umgebung: Rollschuhlaufen im Jahr 1960 ist hier ebenso dokumentiert wie Fußballspiele aus Anlass der staatlich verordneten deutsch-polnischen Freundschaft im April 1951 oder im April 1952, jeweils im Heinz-Steyer-Stadion, oder deutsch-tschechoslowakische Begegnungen im Oktober 1950 im alten Rudolf-Harbig-Stadion. Die Inszenierung des Sports für staatliche und pädagogische Zwecke wird auch in Aufnahmen von Richard Peter jr. sowie Renate und Roger Rössing deutlich.

Höhne und Pohl liefern darüber hinaus noch viele weitere spannende Einblicke in diverse Sportarten und Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung: die Spannbreite reicht vom Turmspringen am Freiberger Platz über den Altmarkt als Etappe auf der Friedensfahrt im Radrennen und Rudern in Blasewitz bis hin zum Klettern im Bielatal. Auch das für den Tourismus wichtige Gastronomiegewerbe wurde von beiden Fotografen umfassend porträtiert – werfen Sie einen Blick in die HO-Gaststätte „Oase“ in der Königsbrücker Straße, die Gaststätte Picknick in der Grunaer Straße oder in die Speisegaststätte Szeged in der Ernst-Thälmann-Straße (heute Wilsdruffer Straße).

Zu entdecken gibt es in der Fotothek wie in unseren anderen digitalen Angeboten natürlich noch viel mehr zum Themenfeld Sport und Tourismus – viel Spaß beim Stöbern! Und vielleicht erwächst aus den Beständen ja auch eine eigene aktive Beteiligung am Geschichtsmarkt?

15. Markt für Dresdner Geschichte und Geschichten, am 23. und 24. Februar 2019 im Klemperer-Saal der SLUB Dresden, Zellescher Weg 18

Sie wollen aktiv als Aussteller/in oder Referent/in teilnehmen? Bis zum 21. Dezember 2018 können Sie sich anmelden.

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Adventsmusik aus den Beständen der SLUB Dresden: Konzert Collum und mehr

Mitten in der Adventszeit möchten wir Sie ganz herzlich zu einem Moment der Ruhe und Besinnlichkeit einladen: zu einem Adventskonzert mit Musik aus den Beständen der SLUB.

Am Mittwoch, den 12. Dezember 2018 bringen die 30 Sängerinnen und Sänger der Jugendkantorei des Wurzener Domes unter Leitung von KMD Johannes Dickert einige Motetten des Kreuzorganisten, Chorleiters und Komponisten Herbert Collum sowie Magnificat-Vertonungen u.a. von Andreas Hammerschmidt, Georg Philipp Telemann und Józef Šwider zur Aufführung. Es erklingt auch Collums „Kleine Messe“ für Orgelpositiv.

 

Herbert Collum und die SLUB

Bild: Über 250 Tonbänder, 60 Ordner mit Briefen und vieles mehr bietet der Nachlass des Kreuzorganisten Herbert Collum. © SLUB / Ramona Ahlers-Bergner1914 in Leipzig geboren, kam Herbert Collum 1935 nach Dresden und prägte von diesem Zeitpunkt an das Dresdner Musikleben über fünf Jahrzehnte hinweg als ausgezeichneter Cembalist, Pianist und Dirigent gemeinsam mit Musikern der großen Dresdner Orchester, aber vor allem als Orgelvirtuose und Organist der Kreuzkirche. Schon 1935 rief er die Collum-Konzerte ins Leben, 1946 gründete er einen eigenen Chor, den Collum-Chor, mit dem er Bach und Händel neben zeitgenössischen Kompositionen und eigenen Werken aufführte. 2016 konnte die SLUB seinen Nachlass erwerben, der neben zahlreichen Noten, Programmen und Rezensionen auch ungefähr 300 Tonbänder umfasst, auf denen sein Wirken klanglich festgehalten ist. Die digitale Kollektion seine Tonbänder ist der SLUBMediathek verfügbar.

 

Jugendkantorei des Wurzener Domes

Bild: Chor der Jugendkantorei des Wurzener DomesDie Jugendkantorei des Wurzener Domes gastierte mit ihren anspruchsvollen Konzerten bereits in München, Leipzig, Berlin und Hamburg, aber auch in Österreich und der Schweiz. Die Erfolge haben den Chor stets zu neuen musikalischen Herausforderungen angespornt, die er durch konzentrierte Probenarbeit und nicht zuletzt durch Freude am Singen meistert. Für unser Konzert hat er sich einer weiteren gestellt und einige Motetten des Kreuzorganisten Herbert Collum einstudiert. Schon vor zwei Jahren waren die Sängerinnen und Sänger bei uns im Haus zu Gast und brachten beim damaligen Adventskonzert „Machet die Tore weit“ Motetten, Psalmen und geistliche Konzerte Dresdner Kreuzkantoren zur Aufführung.

 

Collum und mehr
Adventsmusik aus den Beständen der SLUB


Mittwoch, 12. Dezember 2018 | 19.00 Uhr | Klemperer-Saal in der Zentralbibliothek der SLUB

Der Eintritt ist frei.