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Kategorie: Citizen Science

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Danke! Engagement macht stark: Ehrung für Ehrenämter in der SLUB

Sie sind für unsere Gesellschaft eine wertvolle und unverzichtbare Bereicherung: Ehrenamtliche. In der vom 16. bis 25. September stattfindenden „12. Woche des bürgerschaftlichen Engagements“ rückt die ehrenamtliche Arbeit besonders in den öffentlichen Fokus und erfährt eine entsprechende Würdigung. Unter dem Motto „Engagement macht stark“ stellen Vereine, Verbände, Initiativen, Institutionen und Unternehmen in diesem Rahmen bundesweit ihre Projekte vor. Sie zeigen, wie wichtig ehrenamtlicher Einsatz für das gesellschaftliche Zusammenleben ist und unterstreichen die Notwendigkeit, die öffentliche Aufmerksamkeit dafür wach zu halten.

 

Auch in der SLUB sind zahlreiche Dresdnerinnen und Dresdner ehrenamtlich engagiert. Im Sommer 2009 begann die Bibliothek mit einer Ehrenamtlichen, Ende 2009 waren es bereits sieben. Derzeit wird die SLUB von 32 ehrenamtlichen Helfern unterstützt, vom Studenten bis zum Ruheständler. Sie sind in den unterschiedlichsten Bereichen tätig, beispielsweise übernehmen sie die öffentlichen Samstagsführungen in der Schatzkammer des Buchmuseums.

 

Für ehrenamtlich Interessierte und für alle organisatorischen Belange der Ehrenamtlichen der SLUB gibt es eine zentrale Ansprechpartnerin. Die Koordinatorin für das Ehrenamt begleitet die ehrenamtlichen Helfer vom Erstkontakt an und sorgt mit entsprechenden Organisationsstrukturen wie einer Mailing-Liste und den notwendigen Formularen für einen reibungslosen Ablauf. Informationen über das Ehrenamt an der SLUB sind auf der Webseite zu finden.

 

Im Umgang und Kontakt mit den ehrenamtlich Engagierten nahm die Würdigung ihrer Tätigkeit von Beginn an eine zentrale Rolle ein. Im Rahmen eines Würdigungskonzeptes sind u. a. Treffen mit der Direktion, der kostenlose Bezug unseres Bibliotheksmagazins, ein persönlicher Geburtstagsbrief sowie Einladungen zu Festen und Veranstaltungen der Bibliothek fester Bestandteil.

 

Stellvertretend für alle Ehrenamtlichen der SLUB möchten wir Petra Ruhner, eine der ehrenamtlichen Helferinnen in der Musikabteilung der SLUB, zu Wort kommen lassen:

 

Seit wann sind Sie in der SLUB als Ehrenamtliche dabei?
Ab Februar 2013 befand ich mich in der passiven Phase der Altersteilzeit. Gezielt suchte ich im Internet nach der Möglichkeit einer ehrenamtlichen Beschäftigung in der SLUB. Schon bei meinem ersten Gespräch mit Herrn Prof. Dr. Bürger erkannte ich, dass auf mich ganz reizvolle Aufgaben warten. Und so war es dann auch.

Warum haben Sie sich als Ehrenamtliche hier engagiert?
Durch eine ehrenamtliche Tätigkeit wollte ich mein Wissen erweitern, mich einbringen und auch soziale Kontakte pflegen. Mein Arbeitsplatz befindet sich im Lesesaal der Sammlungen. Gespräche sind somit nur außerhalb dieses Raumes möglich. Anfänglich war das schon etwas schwierig, aber mit der Zeit habe ich nicht nur mit meinen fachlichen Ansprechpartnern, sondern auch mit anderen Mitarbeitern der Musikabteilung Kontakt und fühle mich integriert.

Welche Aufgaben haben Sie vornehmlich?

Der Dresdner Dirigent Hartmut Haenchen übergab, anlässlich seines 70. Geburtstages im März 2013, seinen künstlerischen Vorlass der SLUB. Zu Beginn meiner Tätigkeit wurden diese Unterlagen von mir bearbeitet und in einer Aufführungsdatei dokumentiert, so dass man das Wirken des Dirigenten über 50 Jahre nachverfolgen kann. Zur Zeit arbeite ich an einem weiteren Projekt in der Musikabteilung. Dabei handelt es sich um die Identifizierung der Partiturautographen von DDR-Komponisten. Hierbei werden zur weiteren Bearbeitung Daten von Karteikarten digital übernommen.

Was gefällt Ihnen besonders?

Die gute Betreuung der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter der SLUB spiegelt sich auch in den jährlichen Zusammenkünften, den ansprechenden Veranstaltungen und der Einbeziehung in das gesellschaftliche Leben der Bibliothek wider. Auch für die nächste Zeit wünsche ich mir interessante Themen für eine verantwortungsvolle Mitarbeit, wo ich meine Erfahrungen einbringen kann.

Liebe Frau Ruhner, wir danken für das Gespräch.

 

 

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Neue Saxonica-Vorlage: Literaturverweise einfach in Wikipedia-Artikel einbinden

Fast zwei Millionen Artikel, durchschnittlich mehr als 2,4 Millionen Aufrufe der Startseite pro Tag, von fast 80 Prozent der Internetanwender ab 14 Jahren in Deutschland genutzt – das Onlinelexikon Wikipedia ist im Internet für viele eine der ersten Anlaufadressen zur Information über und weiteren Recherche zu Themen aus allen Wissensgebieten. In Einträgen zu sächsischen Themen können die Nutzer nun direkt auf Angebote der SLUB verwiesen werden, dank der neuen Vorlage zur Einbindung von Daten aus der Sächsischen Bibliographie.



Entstanden ist die Vorlage im Referat Saxonica, das auch die Bibliographie betreut. Sie beruht auf einem ähnlichen Hilfsmittel wie demjenigen zur Verlinkung von Wikipedia-Artikeln mit der Deutschen Nationalbibliographie. Zur Verknüpfung werden die Normdaten der GND bzw. des SWB-Kataloges verwendet – Personen-, Orts- und Sachschlagworte, die über die "Pica-Produktions-Nummer" (PPN) eindeutig zugeordnet werden können. So wird zum Beispiel aus dem Quellcode {{SächsBib|160123801}} im Bereich "Weblinks" eines Artikels automatisiert der Eintrag "Literatur von und über August II. in der Sächsischen Bibliographie". Über einen Link gelangen die Nutzer zu den mehr als 1.700 Titeln, die über Sachsens bekanntesten Herrscher August den Starken – in der Wikipedia mit seinem Namen als polnischer König erfasst – in der Bibliographie verzeichnet sind. Diese Verknüpfung war bereits in der ersten Version der Vorlage möglich und wurde vor allem in Artikel zu Wissenschaftlern wie dem Direktor der Königlichen Öffentlichen Bibliothek in Dresden, Friedrich Adolf Ebert, oder dem Archivar am Hauptstaatsarchiv Dresden, Otto Posse, eingebunden. Eine zweite Fassung ermöglichte dann nach Rückmeldungen aus der Community auch die Aufnahme von Geographika wie der Massenei.

Die Nutzer des Online-Lexikons und die im landeskundlichen Bereich Beschäftigten an der SLUB können so gegenseitig voneinander profitieren. Die Vorlage kann mittlerweile dreistellige Verwendungszahlen aufweisen, Tendenz steigend. Die Einarbeitung erfolgt zumeist durch die an sächsischen Themen interessierten Autoren der Enzyklopädie, die die Mitarbeiter der Sächsischen Bibliographie dabei auf fehlende Normdatensätze oder nicht erfasste Publikationen zu einem Thema hinweisen können. So steigen Qualität und Nutzbarkeit der Wikipedia-Artikel wie der "SäBi" gleichermaßen, wird genuine fachbibliothekarische Arbeit durch bürgerschaftliches Engagement ergänzt und bereichert. Hier findet sich ein Beispiel dafür, warum die Wikipedia für den Experten wie den Wissenschaftstheoretiker Peter Finke ein "fantastisches Beispiel für Citizen Science", also die Generierung wissenschaftlich gesicherten Wissens unter Beteiligung von interessierten Laien und gesellschaftlichen Akteuren, ist.

Der Wert solcher Ansätze, die im Deutschen unter den Begriffen "Bürgerwissenschaften" oder "Bürgerforschung" gefasst werden, zeigt sich auch und vor allem im regionalkundlichen Bereich. Hoch spezialisierte Fragestellungen und lokale Besonderheiten, die an keiner Universität behandelt werden, erfahren hier ihre Berechtigung und werden von enthusiastischen Heimatforschern untersucht. Erfasst werden solche Vorhaben und die daraus erwachsenden Publikationen in Landes- und Regionalbibliographien wie der Sächsischen Bibliographie, die als Literaturdatenbank mit aktuell mehr als 409.000 Nachweisen einen Einstieg in die regionalkundliche Spezialforschung bietet und laufend erweitert wird. Sie ist damit für Studierende und landeskundlich Interessierte außerhalb der Universität gleichermaßen ein wichtiges Hilfsmittel – ein Hilfsmittel, das zukünftig noch stärker mit den sächsischen Themen in der Wikipedia verknüpft werden wird. Nach den ersten beiden Wikipedia-Sprechstunden an der SLUB bietet sich hier eine weitere Kooperationsmöglichkeit mit der Community, die wir gerne ausbauen wollen.

 

 

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"Schwer vernetzt" mitmachen: Symposium Datenspuren 2016

Das Symposium "Datenspuren 2016" des Chaos Computer Clubs Dresden findet am 22. und 23. Oktober in den Technischen Sammlungen Dresden statt. Noch bis 4.9. können eigene Themen eingereicht werden:

 

Menschen hinterlassen Spuren - absichtlich und unwillkürlich. In Computersystemen hinterlassen sie ihre Daten als "Datenspuren". Diese Daten beziehen sich auf uns, folgen uns und holen uns ein. ...

 

Ständige Konnektivität ist nicht nur als Teil von Technologie sondern auch als sozialer Prozess zu sehen. Die zunehmende Internetnutzung ist dabei einer der deutlichsten Indikatoren. ...

 

NFC, RFID und BLE sind nur einige Begrifflichkeiten, die im Rahmen dessen auftreten, deren Bedeutung aber wohl nur wenige kennen. Das muss sich ändern! Teile Deine Erfahrungen und Gedanken mit anderen! Halte einen Vortrag oder Workshop, Stelle Dein Projekt auf einem Infostand vor oder zeige Deine Kunstinstallation!

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Keine Heimat ohne junge Heimatforscherinnen?

Heimat und Hobbyforscher sind Thema der fünfteiligen Serie "Keine Heimat ohne Heimatforscher!" von MDR Figaro, die gestern begann. Gleich in der Ankündigung stellt FIGARO fest:

 

"Es sind alles Männer im gestandenen oder vorgerückten Alter, was typisch scheint für die Spezies des Hobby-Historikers. Doch beschäftigen sie sich mit ganz unterschiedlichen Feldern der Geschichte und kamen auch aus ganz verschiedenen Gründen dazu."

 

Meist alte Männer und wenige Heimatforscherinnen? Die Frage, ob der klassische Geschichts- und Heimatverein noch attraktiv genug sei für jünge Nachwuchs-HobbyhistorikerInnen - oder eher "tot" - wurde beispielsweise erst vor kurzem beim Histocamp in Bonn diskutiert (vgl. Twitter-Hashtag #Geschichtsverein). Derweil lobt der Freistaat Sachsen auch 2016 wieder den Landespreis für Heimatforschung aus, samt Preisen für Schülerinnen und Schüler.

 

Die gerade beginnende FIGARO-Serie führt vor diesem Hintergrund - gewollt oder ungewollt - zu der Frage: Welche Forschungsthemen und -formate wecken heutzutage Neugier und dann auch anhaltendes Interesse an Heimat und passt dieser umgangssprachlich leicht angestaubt wirkende Begriff auch noch zu "moderneren" Themen? Beispiele gibt es ja eine Reihe.

 

Die SLUB ist auch die Landesbibliothek Sachsens. Deshalb unterstützen wir Heimatforscherinnen und -forscher, -vereine und ihre Forschungsprojekte, zum Beispiel mit digitalen Quellen wie dem beliebten Portal historischer Adressbücher oder bei der Realisierung des Landesdigitalisierungsprogramms. Der Publikationsserver Qucosa ist auch ein Plattform für die Veröffentlichungen sächsischer Heimatforscher: ältere und jüngere – Hobbyforscherinnen und -forschern gleichermaßen. Probieren Sie's einfach mal aus!

 

Welche Unterstützung benötigen Sie für Ihre Art von Heimatforschung? Schreiben Sie uns - eine Nachricht oder hier einen Kommentar.

 

Einige Beispiele:

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Citizen Science: Landespreis für Heimatforschung ausgelobt

Das Sächsische Staatsministerium für Kultus schreibt zum achten Mal den "Sächsischen Landespreis für Heimatforschung" aus. Die GewinnerInnen des vergangenen Jahres sehen Sie hier. Einsendeschluss ist der 4. Mai 2015. Mit dem Preis werden Arbeiten von ehrenamtlich tätigen AutorInnen ausgezeichnet werden, in denen Aspekte der sächsischen Heimatgeschichte erforscht und dargestellt sind. Dazu gehören:

 

  • Orts-, Regional- und Landesgeschichte (auch grenzüberschreitend),
  • Deutsche und Sorben,
  • Heimatvertriebene (Verlust der alten Heimat; neue Heimat in Sachsen),
  • Integration von Zuwanderern,
  • Industrie- und Technikgeschichte,
  • Natur- und Umweltkunde,
  • Kunstgeschichte, Volkskunst,
  • Mundart und Namenkunde,
  • Feste und Bräuche.

 

Die SLUB bietet Ihnen als Ihre Sächsische Landesbibliothek auch vielfältige Ideen und Quellen für die Heimatforschung und eine erfolgreiche Teilnahme. Außer gedruckten und digitalisierten Büchern finden Sie wichtige elektronisch verfügbare Informationen zu Geschichte, Kultur und Landeskunde Sachsens gebündelt unter Sachsen.digital. Highlights sind zum Beispiel die historischen Sächsischen Landtagsprotokolle, das Kartenforum und die historischen Adressbücher sächsischer Städte und Gemeinden.

Forschungsergebnisse und landeskundliche Arbeiten können Sie schließlich bei uns im Dokumenten- und Publikationsserver Qucosa  kostenfrei und dauerhaft online veröffentlichen, damit sie jederzeit weltweit von anderen ForscherInnen - Laien, Experten und Laienexperten - zu finden sind. Dann ist 'Citizen Science' zugleich 'Open Science' – offene Wissenschaft für alle.