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SLUBlog

Kategorie: Makerspace

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Die Bibliothek als digitale Werkstatt - Makerspace und WikiLibrary Barcamp zum Nachhören

Bibliotheken von heute sind längst nicht mehr nur Schlafstätte des Buches, sondern höchst aufgeweckte, moderne Denkzentren. Maja Fiedler

Die Rolle von Bibliotheken heute ist auch das Zusammenbringen von Menschen - dass man gemeinsam etwas erarbeitet, dass man gemeinsam lernt. Hans-Jürgen Holbein, Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

 

 


Im SLUB Makerspace. Foto: Lukas Boxberger

 

"Wissen kommt von Machen!" ist das Motto des SLUB Makerspace und meint praktisches Arbeiten und Wissensvermittlung mit Lasercutter, 3D-Drucker und Co. an Do-It-Yourself-Projekten. Einen Einblick in den Makerspace geben die Radiobeiträge von Netzkulturautorin Maja Fiedler bei WDR 5 Scala und MDR Kultur. Im Gespräch mit dessen Leiter Lukas Oehm erfahrt ihr, was ein Makerspace ist, welche Möglichkeiten er seinen Nutzerinnen und Nutzern bietet und wie dieses nach wie vor neue Angebot in das Umfeld einer wissenschaftlichen Bibliothek passt.

 

 Hier geht es zum Beitrag bei MDR Kultur.

 


Beim WikiLibrary Barcamp. Foto: Wladimir Raizberg CC BY-SA 3.0

 

Bei WDR 5 Scala hört ihr darüber hinaus mehr über das bundesweit erste WikiLibrary Barcamp. Dazu trafen sich am 3. Dezember 2016 rund 70 Wikipedia-Aktive und BibliothekarInnen in der SLUB, um Erfahrungen auszutauschen und neue Ideen zu entwickeln.

 

Hier geht es zum Beitrag bei WDR 5 Scala. 

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Von der Radierung in die Dritte Dimension. Für Blinde und Sehbehinderte entstand im Makerspace ein Tastmodell

Im September und Oktober 2016 wurde ein ganz besonderes Projekt von Evelyn Zinnatova mit den Technologien im SLUB Makerspace verwirklicht. Frau Zinnatova studiert Medieninformatik an der HTW Dresden und hat für die Ausstellung "Begegnungen mit Rom: Druckgraphik des 18. Jahrhunderts" ein Tastmodell für Blinde und Sehbehinderte erstellt. Grundlage war die Radierung „Der Runde Turm“ aus der Serie der Carceri, 1761 geschaffen von Giovanni Battista Piranesi in Rom. Evelyn Zinnatova berichtet im Gespräch, wie das Tastmodell entstanden ist.

 

SLUB: Wie kam es zur Projektidee und deren Umsetzung?

Evelyn Zinnatova: Unser Ziel war es, das Dresdner Kupferstich-Kabinett barrierefreier zu gestalten. Dabei hatten wir die Idee, eine der ausgestellten Druckgrafiken als Tastmodell für Blinde und Sehbehinderte umzusetzen. Danach haben wir besprochen, wie ein Tastmodell realisiert werden könnte. 3D-Druck aus Kunststoff und der Lasercutter kamen dabei in die engere Wahl.

 

Mit welchen Programmen haben Sie das digitale Modell erstellt?

Das komplette digitale Modell haben wir mit dem Programm Blender erstellt.

 

Wieviele Arbeitsstunden stecken in dem Projekt?

In dem Projekt stecken viele Arbeitsstunden. Insgesamt haben wir von Ende März bis Ende Oktober Vollzeit und mit Überstunden daran gearbeitet. 

 

Wird das Tastmodell nach der Ausstellung ab 15. Januar 2017 weiter zu sehen sein?

Nach dem Ende der Ausstellung wird das 3D Modell bei Führungen für Blinde weiter genutzt. Dabei bietet der Bereich "Bildung und Vermittlung" der Staatlichen Kunstsammlungen Blindenschulen, aber auch Reisegruppen mit Blinden – und Sehbehinderten Führungen im Studiensaal des Kupferstich-Kabinetts an, bei denen das Modell zum Einsatz kommt.

 

Wie sind Sie auf den SLUB Makerspace aufmerksam geworden?

Auf den Makerspace wurde ich durch Mitarbeiter der HTW und durch Professer Weber an der TU Dresden aufmerksam gemacht.

 

Warum haben Sie sich bei der Realisierung des Tastmodells für die Technologien im Makerspace entschieden?

Für den Makerspace haben wir uns entschieden, da es in der SLUB einen Lasercutter und 3D-Drucker gibt. Die Beratung war jeder Zeit sehr hilfreich.

 

Welche Erfahrungen oder Fehler haben Sie in dem Projekt gemacht?

Ein Fehler in dem Projekt war die Zeiteinschätzung beim Lasercut-Verfahren. Durch die hohe Dichte der HDF-Platten dauerte das Lasercutten immer sehr lange und ich musste mehrere Termine in Anspruch nehmen. Dazu gab es noch ein weiteres Problem bei der Einschätzung der benötigten Zeit für die Nacharbeiten der einzelnen Teile, für das Bereinigen von Stützkonstruktionen, fürs Schleifen der HDF-Teile und Färben der gesamten Bauteile.

 

Sehen und testen können Sie das Tastmodell noch bis 15. Januar 2017 im Kupferstich-Kabinett. Am 9.12.2016 stellt Evelyn Zinnatova im Kunstgespräch Piranesi 3D- Der runde Turm in neuen Dimensionen ihr Tastmodell persönlich in der Ausstellung vor.

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Wissen kommt von Machen - SLUB Makerspace Meet up! "audiovisuell" am 1. Dezember

Mit dem neuen "Makerspace M3" bieten wir ab sofort Gelegenheit zum praktischen Arbeiten mit audiovisuellen Medien der Mediathek. Wir starten das Angebot mit einem Arbeitsplatz zur Tonträgerdigitalisierung, an dem Sie eigene Schallplatten oder Platten aus dem Bestand der SLUB digitalisieren und die Dateien auf CD brennen können. Dazu steht ein Plattenspieler LP2CD des Herstellers ION Audio kostenfrei zur Verfügung (Weitere Informationen zum Gerät finden Sie unter tp.dresden-concept.de/de/equipment/view/id/2042.).

 

Sie finden den Makerspace M3 in der Mediathek der Zentralbibliothek. "Wissen kommt von Machen!" ist in der SLUB das Motto des Makerspace und meint Wissensgenerierung und -vermittlung durch praktisches Arbeiten an 3D-Druckern, Lasercutter und Co. Dazu stellen wir in den Räumen M1 und M2 diverse Werkzeuge und Arbeitsraum zur Verfügung.

 

 

Um Ihnen dieses Angebot zu präsentieren wird das nächste Meet up! dem Thema "Akustik - Audiovision - Digitalisierung" gewidmet. Zu Beginn zeigen Ihnen Nathanael Wendt und Lutz Meier, Mitarbeiter der Mediathek, mit einen Blick hinter die Kulissen das Ton- und Videostudio der SLUB. Im Anschluss werden wir Software für Ton- und Videobearbeitung vorstellen. Nathanael Wendt berichtet danach von seiner Arbeit als Toningenieur in der SLUB. Zum Schluss freuen wir uns auf Ihre Erfahrungen mit der Digitalisierung audiovisueller Medien, Ton- und Videobearbeitung.

 

Wann: 01.12.2016, 17 bis 19.30 Uhr im Seminarraum B -1.116, Zentralbibliothek

Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich

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Onlinekurs "Urbane Mobilität" der TU9 startet am Montag. Verkehr mit Wissen und Werkzeugen der SLUB

Megatrends gehen an uns nicht spurlos vorbei: Das IVI Fraunhofer testet gleich nebenan Elektromobilität. Eine neue Stadtbahn wird für den Zelleschen Weg geplant. Sie wird den Charakter des Stadtteils und Campus' verändern. (Wir berichteten hier mehrfach.) Pärchen lernen sich dann nicht mehr im Bus der Linie 61 kennen, sondern in der Tram, bei Gelegenheit. Auch die Leihräder vor der Zentralbibliothek sind sommers wie winters beliebt.

 

Kommenden Montag startet die TU Dresden mit der TU Berlin den TU9-MOOC (Massive Open Online Course) mit dem Titel "Zur politischen Ökologie urbaner Mobilität". Dieser und alle anderen Kurse gibts im Überblick auf www.tu9.de. TU9 ist der Verbund der großen Technischen Universitäten in Deutschland.

 

Für ausgewählte Studiengänge der TU Dresden und TU Berlin ist der Onlinekurs in die Präsenzlehre eingebettet. Prinzipiell kann jeder Studierende einer deutschen Hochschule an den Präsenzprüfungen in Dresden oder Berlin teilnehmen. Der MOOC ist als Einführungsveranstaltung konzipiert, es ist kein Vorwissen notwendig. Bei erfolgreicher Prüfungsteilnahme ist der Erwerb von 1 ECTS möglich.

 

Geschätzter Aufwand: eine Stunde pro Woche.

 

Die SLUB ist indirekt dabei: Wir führen Wissen. Beispielsweise Literatur für Verkehrsökologie, Mobilität, Stadtplanung oder (von 2015) "tactical urbanism", teilweise mit Open Access. Außerdem: Wissen kommt von machen! Mobilität und Verkehr gestalten wir täglich. In diesem Sinne sind wir alle "Maker" – nicht nur auf dem Weg in die Bibliothek oder zurück. Die Wege sind kurz zwischen urbaner Mobilität, Stadtplanung und Makerspace-Denke. Eine Campusbibliothek wie die SLUB ist dabei kaum unbeteiligte Beobachterin, sondern mittendrin. Nur ein weiteres Beispiel: Ein echtes Makerspace-Produkt für den Stadtverkehr ist der Lastenanhänger VELOZACK. Mit dem FablabDD war der Velozack auch schon im SLUB-Makerspace und im Kunstgewerbemuseum zu Gast, lizensiert mit der offenen CC-BY-NC-SA-Lizenz: Nachbau ausdrücklich erwünscht.

 

 





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Makerspace Meet up! – Open Source 3D-Modellierungssoftware am 3. November

Anlässlich der laufenden Open Access Week spricht sich die SLUB für einen freien Zugang zu wissenschaftlicher Literatur aus. Auch im Makerspace spielt Open Access eine große Rolle - wie das nächste Meet up! am 3. November 2016 zeigt. Thema: Open Source 3D-Modellierungssoftware. 

 

Zu Beginn wird Miriam Walther vom Innovationsnetzwerk smart³ eine Übersicht zu Open Source 3D-Modellierungssoftware (CAD-Programme) und deren Verwendung geben. Danach werden einige Programme, wie z.B. Blender und SketchUp Make, näher vorgestellt. Dr. Jens Mittelbach, Leiter der Abteilung Benutzung und Information der SLUB, beschäftigt sich nach getaner Arbeit mit Blender und hat sich autodidaktisch das Arbeiten mit der Modellierungssoftware beigebracht. Um welches eindrucksvolle Gebilde es sich dabei handelt und wie sich der damit verbundene Lernprozess gestaltete, wird er kommenden Donnerstag erzählen. Andreas Peetz, Student der Medieninformatik an der TU Dresden, erklärt, wie man mit Blender Objekte konstruieren kann. Das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss - am Ende können gemeinsam mit den Experten ausgewählte Programme, wie z.B. Blender, getestet werden. Dafür stehen einige Rechner zur Verfügung. Empfehlenswert ist es trotzdem, einen eigenen Laptop mitzubringen.

 

Foto: Lukas Boxberger

 

Wir freuen uns, wie schon zum vergangenen Meet up!, auf spannende Diskussionen und rege Teilnahme! Mit über 30 Teilnehmern war der Semesterauftakt am 06. Oktober ein voller Erfolg. Und Moritz Greifzu, Referent und Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) bestätigte, dass wir mit dem Meet up! ins Schwarze getroffen haben: "Ein schickes Format und mir gefällt die entspannte Atmosphäre." Eine Zusammenfassung mit den Präsentationen und Fotos / Videos sowie einen Ausblick auf die nächsten Meet ups! finden Sie hier.

 

Ziel der Meet Up! Reihe ist es gemeinsam mit den Nutzern Projekte und Wissensformate zu diskutieren und Do-It-Yourself-Projekte miteinander zu bearbeiten. Die nächsten Projekte, die das Team des SLUB Makerspace mit interessierten Nutzern verwirklichen möchte, sind der Bau eines Do-It-Yourself-3D-Druckers und eines Do-It-Yourself-3D-Laser-Scanners.


Haben Sie Interesse, bei einem Projekt mitzuwirken, senden Sie bitte eine E-Mail an makerspace@slub-dresden.de oder kommen Sie einfach zum nächsten Meet up! vorbei.

 

Wann? 03. November 2016 von 17:00 bis 19.30 Uhr

Was? Vorträge zu 3D-Modellierung

Wo? SLUB Makerspace M2, Bereichsbibliothek DrePunct, Zellescher Weg 17, 01069 Dresden

Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich