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Kategorie: Openness

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Muster gibt es auch in der SLUB. Mehr als Creative Commons

"Die Welt der Commons – Muster gemeinsamen Handelns" gibt es jeden Tag in der SLUB, gedruckt zum Ausleihen sowie elektronisch mit Open Access direkt von den HerausgeberInnen und vom Verlag.

 

Gleich die Overtüre des Bandes provozierte eine Frage, als ich das Buch gestern erstmals in die Hand nahm: Welche Muster gibt es in Bibliotheken und welche speziell in der SLUB?

 

Spontane Antworten:

 

 

Sicher sind das noch nicht alle Muster für gemeinsames Handeln in und mit der SLUB. Welche fehlen hier? Bitte ergänzen Sie.

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SLUB vergibt freie Lizenz für digitalisierte Objekte

Die SLUB Dresden unterhält eines der führenden Digitalisierungszentren in öffentlicher Hand und ist einer der wichtigsten Inhaltslieferanten für die Deutsche sowie die Europäische Digitale Bibliothek (Europeana). Wir sind davon überzeugt, dass das kulturelle und wissenschaftliche Erbe der Bibliotheken am besten genutzt werden kann, wenn es möglichst frei im Internet verfügbar ist. Auch die SLUB selbst profitiert bei der Entwicklung neuer Dienste von offenen Lizenzen, zum Beispiel bei SLUBsemantics oder bei unserer Datenmanagementplattform d:swarm. Entsprechend sollen die digitalisierten Bestände der SLUB ebenfalls offen und für innovative Projekte optimal verwertbar sein.

 

Künftig sind unsere Digitalen Sammlungen einschließlich der Bilddatenbank der Deutschen Fotothek daher so weit als möglich unter einer Lizenz veröffentlicht, die der Definition für Offenes Wissen (Open Definition) entspricht. Wir verwenden die Creative Commons Lizenz CC-BY-SA 4.0, die bei Weitergabe unter gleichen Bedingungen auch Veränderungen sowie die kommerzielle Nutzung der Werke erlaubt. Einschränkungen dieser Lizenzpolitik gelten für digitalisierte Objekte fremder Einrichtungen sowie für ausgewählte Werke, die wir wegen sonstiger Vereinbarungen oder gesetzlicher Beschränkungen nicht freigeben dürfen. Die Lizenzangaben finden Sie jeweils in den Objekt- oder Kollektionsbeschreibungen. Wir streben an, die Zahl der Ausnahmen von der beschriebenen Regel sukzessive zu verringern.

 

Was sind Creative Commons-Lizenzen?

Die Verwendung urheberrechtlich geschützter Inhalte im Internet ist gesetzlich begrenzt. Die Creative Commons-Lizenzen wurden entwickelt, um bei möglichst großzügigen Nutzungsrechten größtmögliche Rechtssicherheit zu bieten. Vorteile des Standards sind die weite Verbreitung und Bekanntheit sowie die einfache Darstellung der Lizenzbedingungen. Durch deren Maschinenlesbarkeit kann nach CC-lizenzierten Inhalten gezielt gesucht werden.

 

Openness als allgemeiner Grundsatz

Wie fast alle wissenschaftlichen Bibliotheken plädiert die SLUB auch bei aktuellen Veröffentlichungen grundsätzlich für eine Strategie, die einerseits die Publikationsfreiheit jedes Einzelnen und die rechtlichen Rahmenbedingungen sorgfältig achtet, andererseits auf die Sozialpflichtigkeit von öffentlich finanzierter Wissenschaft hinweist und für eine kostenfrei zugängliche, ggf. zusätzliche Publikation auf Internetplattformen wie dem sächsischen Dokumenten- und Publikationsserver Qucosa wirbt. In Lizenzverhandlungen mit Inhaltslieferanten setzt sich die SLUB ebenfalls konsequent für die Prozessierbarkeit der lizenzierten Metadaten und Volltexte ein. Wir sind uns sicher, dass sich die gleichermaßen berechtigten Interessen nach größtmöglicher Offenheit wie nach angemessener Vergütung schöpferischer Leistungen im Bereich von Wissenschaft und Forschung gut miteinander vereinbaren lassen.

 

Ergänzung: Lesen Sie dazu auch im BIS // Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen den Artikel "Größtmögliche Offenheit - SLUB vergibt freie Lizenz für digitalisierte Objekte".


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Mut zur Offenheit - Wissen teilen, schafft Mehrwert.

Gregor Fischer, www.gfischer-photography.com (16.07.2014 | CC BY 2.0)

 

Frei nach Leonardo da Vincis Gedanke "La sapienza è figliola della sperienzia" (zu deutsch: "Das Wissen ist das Kind der Erfahrung.") trafen sich Mitte Juli knapp tausend Wissbegierige aus der ganzen Welt zum Open Knowledge Festival in Berlin, um ihre Erfahrung mit dem Erlangen und Vermitteln von Wissen untereinander auszutauschen und gemeinsam neue Wege zu definieren, dieses Wissen und Erkenntnisse einer breiten Gesellschaft frei und mit möglichst geringen Hindernissen zur Verfügung zu stellen.

 

Dabei war die Themenvielfalt des Open Knowledge Festival genauso groß, wie die Anzahl der Länder, aus denen die Teilnehmer nach Berlin kamen. Die unterschiedlichsten Interessengebiete der Teilnehmer wurden bereits am Vorabend der Konferenz bei der Open Knowledge Fair klar, auf der sich eine bunte Mischung von Projekten aus den Bereichen Open Data, Open Access, Open Government, Open Science, Open Research, Open Education, Open Source, Open Arts vorstellten.

 

Gregor Fischer, www.gfischer-photography.com (16.07.2014 | CC BY 2.0)

 

Doch was bedeutet "Open"?

 

Der Grundgedanke ist der freie ungehinderte Zugang zu Wissen und Informationen in allen Bereichen unseres Lebens und lässt sich unter dem Überbegriff Openness zusammenfassen. Openness steht klar im Gegensatz zu geschlossenen und zugangsbeschränkten Systemen. Welche Auswirkung solche Systeme auf unsere Gesellschaft haben können, wird uns täglich durch die mediale Aufarbeitung der aktuellen Geheimdienstaffären und Korruptionsskandale bewusst.

 

Geht es nach Neelie Kroes, EU-Kommissarin für die Digitale Agenda und eine der Eröffnungsrednerinnen auf dem Open Knowledge Festival, könnten gerade ein transparenter und ehrlicher Umgang mit Regierungsentscheidungen sowie die Bereitstellung von Regierungsdaten eine bessere Informationsqualität bieten. Nicht nur Regierungen können an solch einem Öffnungsprozess reifen, jeder Bereich einer modernen Gesellschaft könnte von einer freien und transparenten Informationspolitik profitieren.

 

Kroes weißt darauf hin, dass die Politik eine solche Entwicklung nicht forcieren kann, aber Grundsteine legen sollte, um diesen Prozess zu unterstützen, sei es zum Beispiel durch die Sicherstellung eines freien und uneingeschränkten Internets oder die Bereitstellung von freiem Wissen und Erkenntnissen in der Lehre.

 

Damit es nicht nur bei einem Lippenbekenntnis für mehr Openness und Transparenz bleibt, müssen die Europäische Union und ihre Staaten diese Grundsätze in der realen Politik umsetzen. Die Bundesregierung wird voraussichtlich am 20. August 2014 Ihren Entwurf zur "Digitalen Agenda 2014-2017" vorlegen. Die Plattform netzpolitk.org, welche sich für digitale Bürgerrechte, Freiheiten und Offenheit engagiert, veröffentlichte vorab den Inhalt der "Digitalen Agenda". Geht es nach der Einschätzung von netzpolitik.org, legt die Bundesregierung einen eher halbherzigen und wenig konkreten Entwurf vor. Die Gesellschaft ist daher umso mehr aufgefordert, dieses Bekenntnis im Kleinen wie im Großen einzufordern.

 

So forderte auch der Leitspruch des Open Knowledge Festival "Open Minds to Open Action", neben dem Denken zum aktiven Handeln auf. In den Workshops und Vorträgen der beiden Konferenztage ging es daher vor allem um „Handfestes“: Aus den vielen Themen, Meinungen und Gesprächen entstandenen Projektskizzen, Ideen und Aufgaben, an deren Umsetzung unmittelbar gearbeitet wurde. Die Berliner Kulturbrauerei als Veranstaltungsort bot den vielen Akteuren den großzügigen Rahmen zum gemeinsamen Austausch und Arbeiten. Ein guter Überblick über die einzelnen Workshops und Vorträge lässt sich im Festivalprogramm des Open Knowledge Festivals finden.

 

Neben der Hauptveranstaltung des Open Knowledge Festivals gab es einige Begleitveranstaltungen, die im kleineren Kreise auf einzelne Themengebiete spezifischer eingingen.

 

Im Büro der Open Knowledge Foundation Deutschland trafen sich dann auch rund 30 Personen, gut die Hälfte davon aktive Wissenschaftler, zur Gründung einer deutschsprachigen Open Science Arbeitsgruppe. Ziel der Arbeitsgruppe ist die Vernetzung von Aktiven im Bereich Open Science und die Erarbeitung rechtssicherer Rahmenbedingungen für das Veröffentlichen von Forschungsergebnissen - im Idealfall unter freien Lizenzen. Zusätzlich soll die Arbeitsgruppe die Zusammenarbeit mit anderen internationalen Open Science Gruppen koordinieren und als Ansprechpartner für Forscher, Institute und Politik zum Thema Open Science fungieren. Erste Ziele, Aufgaben und Herausforderungen wurden kollaborativ erarbeitet und in einem Mission Statement zusammengefasst, an welchem kontinuierlich weiter gearbeitet wird. Jeder Interessierte ist dazu eingeladen, die Rahmenbedingungen mitzugestalten.

 

Auch Bibliotheken wie die SLUB, Museen, Archive und Galerien sind aufgefordert, ihre Schätze einem breiteren Publikum frei zugänglich und vielleicht sogar unter freien Lizenzen nachnutzbar zu machen. Um Einrichtungen bei dieser Reise zu begleiten und zu unterstützen, will die deutschsprachige OpenGLAM Initiative ein neues Bewusstsein schaffen, Hilfestellung geben und mit erfolgreichen Projekten zeigen, dass es sich lohnt, den schweren Weg zu gehen.

 

Ein aktuelles Beispiel für solch eine erfolgreiche Zusammenarbeit stellt das Projekt "Coding da Vinci" dar. Die Open Knowledge Foundation rief Kulturinstitutionen, wie zum Beispiel die Deutsche Nationalbibliothek oder das Museum für Naturkunde Berlin, und begeisterte Programmierer/innen, Designer/innen und Gamer/innen auf, gemeinsam am kulturellen Erbe im digitalen Raum zu arbeiten. Innerhalb von zehn Wochen entstanden so Projekte, welche einen neuen Blick auf die digitalen Daten der teilnehmenden Kulturinstitutionen, gaben. Die Ergebnisse übertrafen die Erwartungen der Kulturinstitute als auch der Entwickler und Veranstalter.

 

Die SLUB bietet bereits jungen Wissenschaftlern Informationen und Unterstützung beim elektronischen Publizieren und Open Access an und wird auch in Zukunft für mehr Openness im Bereich der Bibliotheken eintreten.

 

In der näheren Umgebung der Städte und Kommunen gibt es bereits Projekte, welche die Idee der offenen Daten und des freien Wissensaustausches leben. Sie wollen zeigen, welchen Mehrwert die Openness-Bewegung für unsere Gesellschaft in der Zukunft haben könnte. Besonders sind hier zwei Projekte zu nennen: Einerseits "Code for Germany" der Open Knowledge Foundation, welche Aktivitäten und Projekte lokale Open Data Gruppen auf einer Internet-Plattform vereinigt und Unterstützung bei der Umsetzung dieser Vorhaben gibt. Auch in Dresden treffen sich jeweils am 1. und 3. Mittwoch im Monat Interessierte zum Thema Open Data.

 

Andererseits gibt es die Makerspaces und FabLabs, die Räume, modernste Technik (Lasercutter, 3D-Drucker) und Ressourcen für eigene Technikprojekte zur Verfügung stellen und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Als SLUB durften wir bereits erste Erfahrungen mit dem Dresdner FabLab in unseren eigenen Räumen machen.

 

Wie in Da Vincis Aphorismus "Das Wissen ist das Kind der Erfahrung." werden wir das Thema Openness wohl erst richtig verstehen, wenn wir ausreichend Erfahrungen damit gemacht haben. Dazu braucht es Mut, Offenheit für Neues und gemeinsames Erforschen neuer Möglichkeiten, die durch den freien ungehinderten Zugang zu Wissen und Informationen entstehen.

 

Was braucht es dazu noch? Wir freuen uns auf Eure Ideen!

 

Dieser Text steht unter der Lizenz CC-BY.

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Offene Bildungsressourcen – Hype oder Avantgarde? eScience Saxony Lecture am 16. Juli

Die letzte eScience Saxony Lecture im Sommersemester 2014 widmet sich am 16. Juli 2014 freien Bildungsressourcen (Open Educational Resources OER). Jöran Muuß-Merholz wird zeigen, welche Bedeutung offene Bildungsressourcen, die im schulischen Bildungskontext längst diskutiert werden, für Hochschulen haben können. Dabei geht es um folgende Fragen:

 

  • Was verbirgt sich hinter der Idee freier Bildungsmaterialien?
  • Welche Probleme versprechen sie zu lösen?
  • Was sind die aktuellen Entwicklungen, wer sind die wichtigsten Akteure?
  • Was unterscheidet Schule und Hochschule in Bezug auf OER?
  • Und inwiefern ist OER ein unverzichtbarer Baustein von eScience – oder ist es doch nur ein Hype?

 

Zur eScience Saxony Lecture sind alle Interessierten herzlich in den Vortragssaal eingeladen. Beginn ist 18.00 Uhr. Der Vortrag kann auch im Livestream verfolgt und diskutiert werden.