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Kategorie: Dresden

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Film ab! Südfilmtage / South film days in Dresden vom 1. bis 4.12.2016

Die ersten Dresdener Südfilmtage entspringen einer Initiative, in der Kulturschaffende mit und ohne Migrationshintergrund zusammenarbeiten. Der ägyptische Autor und Filmkritiker Diaa Soliman konzipierte das Filmfestival und legte den Schwerpunkt auf Austausch und Perspektivwechsel. Die Südfilmtage möchten Wissen über die Kultur(en) des Nahen Ostens und Nordafrikas in Dresden verbreiten und dadurch zur besseren Verständigung, Toleranz und Weltoffenheit beitragen.

 

 

Jenseits von Krisenberichterstattung und Flüchtlingsdebatte öffnet das Festival Zugang zur kulturellen Vielfalt, Geschichte und Kunst in der Region Nordafrika und Naher Osten. Die Filme brechen dabei den in Deutschland vorherrschenden Diskurs über Krieg, Terrorismus, Diktatur und Flucht auf und zeigen das alltägliche, das "normale" Leben der Menschen dieser Region. Ein Workshop zum Thema "Perspektiven der Jugend in Nahost und Nordafrika" ergänzt das viertägige Programm. Zu Diskussionsrunden laden die palästinensische Regisseurin Suha Arraf, die ihren preisgekrönten Film VILLA TOUMA vorstellen wird, sowie Karim Hanafy mit seinem Film THE GATE OF DEPARTURE aus Kairo.

 

Der Gründer der Südfilmtage Diaa Soliman unterstützte die SLUB in diesem Jahr bei vielfältigen Aufgaben, unter anderem beim Aufbau des neuen Referenzbestandes Interkulturalität mit zeitgenössischer arabischer und persischer Literatur sowie bei der Gestaltung des Begegnungsfestes „Rundum Buch“.

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Onlinekurs "Urbane Mobilität" der TU9 startet am Montag. Verkehr mit Wissen und Werkzeugen der SLUB

Megatrends gehen an uns nicht spurlos vorbei: Das IVI Fraunhofer testet gleich nebenan Elektromobilität. Eine neue Stadtbahn wird für den Zelleschen Weg geplant. Sie wird den Charakter des Stadtteils und Campus' verändern. (Wir berichteten hier mehrfach.) Pärchen lernen sich dann nicht mehr im Bus der Linie 61 kennen, sondern in der Tram, bei Gelegenheit. Auch die Leihräder vor der Zentralbibliothek sind sommers wie winters beliebt.

 

Kommenden Montag startet die TU Dresden mit der TU Berlin den TU9-MOOC (Massive Open Online Course) mit dem Titel "Zur politischen Ökologie urbaner Mobilität". Dieser und alle anderen Kurse gibts im Überblick auf www.tu9.de. TU9 ist der Verbund der großen Technischen Universitäten in Deutschland.

 

Für ausgewählte Studiengänge der TU Dresden und TU Berlin ist der Onlinekurs in die Präsenzlehre eingebettet. Prinzipiell kann jeder Studierende einer deutschen Hochschule an den Präsenzprüfungen in Dresden oder Berlin teilnehmen. Der MOOC ist als Einführungsveranstaltung konzipiert, es ist kein Vorwissen notwendig. Bei erfolgreicher Prüfungsteilnahme ist der Erwerb von 1 ECTS möglich.

 

Geschätzter Aufwand: eine Stunde pro Woche.

 

Die SLUB ist indirekt dabei: Wir führen Wissen. Beispielsweise Literatur für Verkehrsökologie, Mobilität, Stadtplanung oder (von 2015) "tactical urbanism", teilweise mit Open Access. Außerdem: Wissen kommt von machen! Mobilität und Verkehr gestalten wir täglich. In diesem Sinne sind wir alle "Maker" – nicht nur auf dem Weg in die Bibliothek oder zurück. Die Wege sind kurz zwischen urbaner Mobilität, Stadtplanung und Makerspace-Denke. Eine Campusbibliothek wie die SLUB ist dabei kaum unbeteiligte Beobachterin, sondern mittendrin. Nur ein weiteres Beispiel: Ein echtes Makerspace-Produkt für den Stadtverkehr ist der Lastenanhänger VELOZACK. Mit dem FablabDD war der Velozack auch schon im SLUB-Makerspace und im Kunstgewerbemuseum zu Gast, lizensiert mit der offenen CC-BY-NC-SA-Lizenz: Nachbau ausdrücklich erwünscht.

 

 





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Eisberg voraus! Mit Wikisource historische Texte einfach in offene Quellen verwandeln

Die Wikipedia-Sprechstunde am vergangenen Freitag stand im Zeichen des Eisberges der Plattform Wikisource: Viele historische Quellen sind für die Forschung längst noch nicht offen zugänglich. Der größte Teil des Eisbergs ist nicht sichtbar, liegt unter der Oberfläche.

 

Wikisource sammelt sogenannte Quellentexte in deutscher Sprache. Darunter werden alle Dialekte der deutschen Sprache und deren älteren Varianten wie Althochdeutsch oder Mittelhochdeutsch verstanden. Die bei Wikisource erfassten Texte wurden in der Regel bereits veröffentlicht. Sie werden in diesem Projekt digitalisiert bzw. transkribiert, also in elektronischen Text (E-Text) umgesetzt. Wikisource berücksichtigt vorzugsweise ältere Texte, die als historische Quellen gelten können. Sie sind in der Regel älter als 70 Jahre.

 

Wikipedia besteht aus enzyklopädischen Artikeln und bietet zugleich die Gelegenheit eigenes Wissen beizusteuern, indem man selbst Artikel verfasst oder indem man Artikel anderer Nutzer verbessert. Wikisource setzt an historischen Texten an: Ausgehend von digitalisierten Seiten aus Büchern oder Zeitungen werden mit dem Portal Texte frei zugänglich für alle transkribiert, nach dem Sechs-Augen-Prinzip geprüft und korrigiert, damit sie dann als zitierfähige Textquellen für jeden zur Verfügung stehen.

 

In der Natur des Projekts liegt, dass das gesammelte Wissen vor allem ehrenamtlich wächst: in der Freizeit, nach Feierabend, durch Laien – oft mit Expertenwissen, das Profis in Nichts nachsteht. Die Liste der offenen Aufgaben und Ziele ist dementsprechend länger, als die Liste der zuletzt erledigten; Wissen entsteht auf beide Weisen!

 

Drei Themen der Wikisource-Sprechstunde:

 

 

Eine weitere Gelegenheit Wikisource, die Wikipedia und Kooperationsmöglichkeiten mit Bibliotheken kennenzulernen, bietet das WikiLibrary Barcamp "Bibliotheken im Netz - Digitale Allmende" am 03. Dezember 2016. In der SLUB treffen beide Welten zusammen, um Wissen zu tauschen, Projekte zu durchdenken und Ideen zu streuen. Veranstaltet wird das Barcamp von Wikimedia Deutschland e.V., der SLUB Dresden und der Kampagne Netzwerk Bibliothek des Deutschen Bibliotheksverbands e.V.

 

 

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Bibliothekshelden: Jan Blühers Einsatz für mehr Barrierefreiheit in der SLUB

Die persönlichen Geschichten der Bibliotheksheldinnen und -helden zeigen exemplarisch, was in der modernen Bibliothek heute alles möglich ist. Sie öffnen den Blick dafür, dass Bibliotheken im Zeitalter der Digitalisierung perfekte Orte für Austausch, Innovation und Integration sind.

 

via Netzwerk Bibliothek:

 

"Lesen können trotz Sehbehinderung: Jan Blüher, 45 Jahre alt, ist Informatiker und Gründer der Software-Firma visorApps. Er entwickelt Apps und Programme speziell für Menschen, die erblindet sind oder deren Sehvermögen stark beeinträchtigt ist. Der dreifache Familienvater ist selber blind und weiß deshalb ganz genau, welche Kriterien für die barrierefreie Nutzung von Computern und nutzerorientierter Software besonders relevant sind. Für die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) hat er deren SLUBApp auf Barrierefreiheit getestet und so optimiert, dass auch Blinde und Sehbehinderte mit ihrer Hilfe nun viel besser das Angebot der Einrichtung nutzen können."

 

 

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Gesprächskonzert Neue Musik mit dem Ensemble El Perro Andaluz

Nach meiner Beobachtung ist das Anliegen des Komponisten nicht in erster Linie das Schöne, sondern eher das Fesselnde, auch das kompositionstechnisch Raffinierte, vor allem aber das Neuartige, denn nur dieses ist ein Stück von ihm, gehört ihm ganz.
Georg Katzer

 

Am Mittwoch, den 02. November 2016, gastieren das renommierte Ensemble El Perro Andaluz und Studierende der Hochschule für Musik Dresden in der SLUB. Sie spielen kammermusikalische Werke aus dem „Archiv zeitgenössischer Komponisten“ der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek. Das Konzert unter Leitung von Nicolaus Kuhn beginnt um 19:30 Uhr im Vortragssaal der SLUB. Der Eintritt ist frei.

 

Neben Kompositionen von Friedrich Schenker ("Monolog" für Oboe) und Ruth Zechlin ("Katharsis") erklingt das Bläserquintett mit Klavier "Kommen und Gehen" (1981) von Georg Katzer. Ferner wird das soeben von der SLUB erworbene Solostück "Klavierfigur" von Christian Münch uraufgeführt.

 

Der Musikwissenschaftler Prof. Dr. Jörn-Peter Hiekel und der Komponist Georg Katzer begleiten das Konzert mit einem Gespräch.

 

Das seit 1964 entstandene Archiv zeitgenössischer Komponisten der SLUB umfasst heute mehr als 1.500 Musikautographe des 20. Jahrhunderts vom Solostück bis zur groß besetzten Oper. Es konzentrierte sich zunächst auf Dresdner Komponisten und wurde ab 1972 zum Archiv der Komponisten der DDR ausgebaut. Zur Autorenliste gehören Namen wie Reiner Bredemeyer, Paul-Heinz Dittrich, Friedrich Goldmann, Jörg Herchet, Rainer Kunad, Rainer Lischka, Siegfried Matthus, Tilo Medek, Ruth Zechlin. Die Sammlung wird bis heute durch Autographe sächsischer Komponisten und Materialien von in Sachsen uraufgeführten Werken erweitert. Maßgeblich für den Ausbau sind die persönlichen Kontakte zu den Komponisten und zur Musikszene. Zwischen 1976 und 1990 entstand an der damaligen Landesbibliothek die Bibliographie zum zeitgenössischen Musikschaffen mit Daten zu allen Uraufführungen der Zeit (1976-1981 und 1982-1990).

 

Das Gesprächskonzert, zu dem wir Sie herzlich einladen, gehört in unsere Veranstaltungsreihe zum 200jährigen Jubiläum der Musikabteilung. Wir danken der Gesellschaft der Freunde und Förderer der SLUB für die großzügige Unterstützung.

 

Wann? 02. November 2016, 19.30 Uhr

Was? Gesprächskonzert Neue Musik mit El Perro Andaluz und Studierenden der Hochschule für Musik

Wo? Vortragssaal der SLUB, Zellescher Weg 18, 01069 Dresden

Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich