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Annika-Valeska WalzelViews: 29024.02.201508:00 Uhr

Jetzt für alle: Fachinformationsdienst Kunst mit Responsive Design

arthistoricum.net – Fachinformationsdienst Kunst hat ein frisches Design erhalten. Durch den sanften Relaunch passen sich jetzt alle Inhalts,- Navigations- und Strukturelemente an die verwendeten Bildschirmformate und -auflösungen an, um gleichbleibende Bedienfreundlichkeit zu bieten.

 

Als Portal des gleichnamigen Fachinformationsdienstes Kunst bündelt arthistoricum.net Text- und Bildquellen, wissenschaftlich relevante Informationen und forschungsnahe Dienstleistungen für das gesamte kunsthistorische Themenspektrum. In der integrierten Suche von arthistoricum.net recherchieren Sie medienübergreifend zu Themen der  mittelalterlichen und neueren Kunstgeschichte bis 1945, zur zeitgenössischen Kunst ab 1945, zu Fotografie und Design. Für die kunsthistorische Fachcommunity bieten sich verschiedene Möglichkeiten, den Fachinformationsdienst Kunst mitzugestalten. Schreiben Sie uns an redaktion@arthistoricum.net.

 

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Henrike BertholdViews: 63818.02.201510:38 Uhr

Digitales Langzeitarchiv bietet Schutz vor veralteten Datenformaten

Das Digitale Langzeitarchiv der SLUB hat im Januar den Produktivbetrieb aufgenommen. Die retrodigitalisierten Daten, die im Dresdner Digitalisierungszentrum aus Digitalisierungsprojekten der SLUB entstehen, werden nun nach der Produktion automatisch für die langfristige Verfügbarkeit vorbereitet und in das Langzeitarchiv übernommen.

 

Bei dieser Übernahme wird u.a. eine Formaterkennung und -prüfung vorgenommen. Diese Informationen, die die Daten beschreiben, werden in einer Datenbank abgelegt, um das Veralten der Datenformate regelmäßig und systematisch prüfen zu können. Bei einem erkannten Risiko wird eine Migration in ein aktuelles Datenformat geplant und durchgeführt. Zusätzlich zur traditionellen Archivierung, die wir bis Ende 2014 durchgeführt haben und bei der die Daten gesichert, aber nicht aktiv "gepflegt" werden, wird bei einem Digitalen Langzeitarchiv so auch die langfristige Benutzbarkeit systematisch sichergestellt.

 

Damit ist das Ziel unseres EFRE-geförderten Projektes "Konzeption und Realisierung einer effizienten Langzeitarchivierung" erreicht, das Thema Digitale Langzeitarchivierung aber noch lange nicht abgeschlossen. Neben der Aufnahme der elektronischen Publikationen aus Qucosa und der digitalen Daten unserer Mediathek und der Deutschen Fotothek haben wir eine Reihe weiterer Pläne. Dazu zählt z. B. die Zertifizierung unseres Langzeitarchivs mit dem nestor-Siegel und die Öffnung des Archivs für weitere sächsische Institutionen – zunächst für Retrodigitalisate, also die Daten, die wir gut kennen. Zu den Herausforderungen der Langzeitarchivierung digitaler Daten siehe auch unseren Werkstattbericht des vergangenen Jahres.

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Katrin BicherViews: 69417.02.201512:00 Uhr

Erfolgreich ersteigert: J. A. Silbermanns Tagebuch seiner Reise durch Sachsen 1741

Am 21. Februar 1741 verwirklicht der Straßburger Orgelbauer Johann Andreas Silbermann einen lang gehegten Plan. Er begibt sich – trotz voller Auftragsbücher – auf eine Reise nach Sachsen. Dabei folgt er nicht nur den Spuren seiner Familie, die aus dem Frauensteiner Land stammt, sondern nutzt die Reise zugleich als (Weiter-)Bildungsfahrt. Auch wenn wohl weder von einer Walz – dazu ist Silbermann zu alt – noch von einer "grand tour" – dazu ist Silbermann zu bürgerlich – gesprochen werden kann, die Neugier und Offenheit dem Anderen gegenüber zeigt sich allerorten. Die Reise gehorcht keinem anderen Zweck, als dem, Neues zu erfahren.

 

 

J. A. Silbermann: Anmerckungen derer Auf meiner Sächsischen Reysse gesehenen Merckwürdigkeiten - Mscr.Dresd.App.3091.

 

Silbermann nimmt davon auf und mit, soviel er kann: Sehenswürdigkeiten, Schlösser, Gärten, Kirchen, gesellschaftliches Treiben. Seine Eindrücke dokumentiert er detailreich in seinem Tagebuch. Wo Worte nicht reichen, ergänzt er mit Skizzen, Zeichnungen, eingeklebten Zeitungsberichten und als Souvenirs erstandenen Kupferstichen. Mit feinem Sinn für die Besonderheiten der Orte, die er besucht und großem Interesse dem Unbekannten gegenüber, ohne das Eigene zu verleugnen (etwa wenn er die sächsische Mode mit der elsässischen vergleicht), entsteht durch Silbermanns Beschreibungen ein lebendiges Bild des 18. Jahrhunderts. Silbermann hält sich für längere Zeit in Leipzig, Freiberg, Zittau, Dresden, Wittenberg und Berlin auf – von hier aus unternimmt er Ausflüge in die Umgebung und berichtet über aktuelle wie über vergangene Ereignisse und "Merckwürdigkeiten". Er sammelt Fakten und Anekdoten, notiert vor Ort mit dem Heft in der Hand und vielen Korrekturen oder am Abend in Schönschrift.

 

J. A. Silbermann: Skizzen der Ausstattung eines Saales im Brühlschen Palais - Mscr.Dresd.App.3091.

 

Auch über die gesehenen und gehörten Orgeln äußert sich Silbermann sachverständig. Wenn auch wenig Technisches im Tagebuch festgehalten ist – hierfür verwendet er gesonderte Hefte –, so urteilt Silbermann doch derart eindrücklich, dass dem Leser der Klang der Orgel durchaus vor Ohren zu stehen vermag. Authentisch und von der allgemeinen Meinung unbeeinflusst tritt Silbermann in den Notizen als Kenner auf und zieht den Leser in einen Bann, der die historische Distanz schnell vergessen und ihm unversehens den Magen knurren macht, schlägt er z.B. die Abschrift einer Mittagskarte auf.

 

Im November des vergangenen Jahres ist das Tagebuch bei Sotheby’s zur Auktion gelangt. Dank der großzügigen Förderung der Kulturstiftung der Länder, der Ernst von Siemens Kunststiftung und des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst des Freistaates Sachsen konnte dieses außergewöhnliche Dokument des 18. Jahrhunderts von der SLUB erworben werden und steht ab heute der Öffentlichkeit auch digitalisiert zur Verfügung.

 

Wir laden Sie herzlich ein, darin zu blättern und an Silbermanns Eindrücken teilzuhaben. Oder Sie folgen @JASilbermann auf Twitter nachträglich seiner Reise durch Sachsen.

Katrin Bicher(SLUB Dresden)Permalink0
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Katrin BicherViews: 59313.02.201509:04 Uhr

SLUB freut sich über 30 Jahre wiedereröffnete Semperoper

Das Dresdner Opernhaus von 1878, das zweite von Gottfried Semper konzipierte Musiktheatergebäude für Dresden (das erste fiel einem Brand zum Opfer) und einer der Mittelpunkte des reichen Kulturlebens in Dresden bis 1933 wurde in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 wie nahezu die gesamte Dresdner Innenstadt zerstört. Wiewohl der Theaterbetrieb 1948 im Großen Haus des Staatstheaters, weit bekannt als Schauspielhaus, wieder aufgenommen werden konnte, geriet der Wiederaufbau des alten Opernhauses als eigene Spielstätte für das Musiktheater doch nie aus dem Blick. Und: 40 Jahre nach der Zerstörung, am 13. Februar 1985, konnte das Haus – in der alten äußeren Gestalt mit Modernisierungen im Inneren – wieder eröffnet werden. Dieses Ereignis, das der traumatischen Erfahrung der Zerstörung eine des gelungenen Aufbaus zur Seite stellte, jährt sich heute zum 30. Mal und ist uns ein willkommener Anlass, nicht nur auf das Jubiläum hinzuweisen, sondern auch die enge Verbindung zwischen SLUB und Semperoper zu betonen.

 

So befinden sich beispielsweise große Teile des Opernarchives in der Sammlung der Musikabteilung und vermögen in ihrer digitalisierten Form weltweit und jederzeit einen lebendigen Eindruck vom Dresdner Opernschaffen aus der Zeit von 1765-1900 zu vermitteln. Über die Musikalien hinaus vergegenwärtigen unzählige an der SLUB archivierte Theaterzettel und Programmhefte das bunte Repertoire des Hauses über die Zeiten hinweg und Tonträger zaubern die Protagonisten der Semperoper klanglich herbei: im Archiv der Stimmen hören wir Erna Berger, Liesel von Schuch, Helena Forti, Christel Goltz, Kurt Böhme, Josef Herrmann, Max Lorenz, Robert Burg, die Staatskapelle unter Karl Böhm und viele andere Musiker, die mit der Semperoper verbunden waren. Die Mediathek hält außerdem etliche weitere Aufnahmen und Mitschnitte der Produktionen des lebhaft bespielten Hauses am Theaterplatz in Bild und Ton für Sie bereit. 

 

Insofern: einen herzlichen Glückwunsch der Semperoper zum Beginn des vierten Jahrzehnts im neuen alten Gewand und eine herzliche Einladung an Sie, der Geschichte des Hauses in den SLUB-Beständen nachzugehen!

Katrin Bicher(SLUB Dresden)Permalink0
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Marina LangViews: 50212.02.201509:00 Uhr

80. Geburtstag des Dresdner Komponisten Manfred Weiss

Die Musikabteilung der SLUB gratuliert dem Dresdner Komponisten Manfred Weiss am 12. Februar 2015 zum 80. Geburtstag. Anlässlich dieses Jubiläums wurde eine Spezial-Webseite über sein Oeuvre in der SLUB im Archiv für zeitgenössische Komponisten der Musikabteilung erstellt. Von 1974 bis 1999 erwarb die Bibliothek 40 seiner Autographe für das Komponistenarchiv. Darüber hinaus sind in unseren Beständen zahlreiche gedruckte Noten, Bücher, Aufsätze und Tonträger.

 

 

 

 

Das „Konzert für Orgel, Streichorchester und Schlagzeug“ aus dem Jahre 1975/1976 gehört zu den bedeutendsten Instrumentalschöpfungen der mittleren Schaffensperiode. 1977 wurde das Werk durch  Amadeus Webersinke und die Staatskapelle Dresden unter Siegfried Kurz uraufgeführt. Manfred Weiss erhielt dafür den Hanns-Eisler-Preis von Radio DDR.

 

SLUB: Mus.15436-U-500, S.1

 

 

Weiss schuf etwa 120 Werke auf den Gebieten der Orchestermusik, der Kammermusik, der Chormusik und des Liedes. In der DDR und darüber hinaus wurde er immer mehr bekannt als ein Komponist mit aufrechter Haltung, der seine Gedanken und Gefühle musikalisch zum Ausdruck bringt, ohne sich politisch oder künstlerisch zu verbiegen. Eine besondere Beziehung hat er zur Herrnhuter Brüdergemeine, da er selbst in einer alten Herrnhuter Missionarsfamilie aufwuchs. In vielen Kompositionen von Manfred Weiss erfährt man sein Bekenntnis zum christlichen Ethos als Schaffenshaltung. 

Marina Lang(SLUB Dresden)Permalink1
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