1. SLUB Dresden
  2. SLUBlog

SLUBlog

Ansichten: 59
0

"Schwer vernetzt" mitmachen: Symposium Datenspuren 2016

Das Symposium "Datenspuren 2016" des Chaos Computer Clubs Dresden findet am 22. und 23. Oktober in den Technischen Sammlungen Dresden statt. Noch bis 4.9. können eigene Themen eingereicht werden:

 

Menschen hinterlassen Spuren - absichtlich und unwillkürlich. In Computersystemen hinterlassen sie ihre Daten als "Datenspuren". Diese Daten beziehen sich auf uns, folgen uns und holen uns ein. ...

 

Ständige Konnektivität ist nicht nur als Teil von Technologie sondern auch als sozialer Prozess zu sehen. Die zunehmende Internetnutzung ist dabei einer der deutlichsten Indikatoren. ...

 

NFC, RFID und BLE sind nur einige Begrifflichkeiten, die im Rahmen dessen auftreten, deren Bedeutung aber wohl nur wenige kennen. Das muss sich ändern! Teile Deine Erfahrungen und Gedanken mit anderen! Halte einen Vortrag oder Workshop, Stelle Dein Projekt auf einem Infostand vor oder zeige Deine Kunstinstallation!

Ansichten: 380
3

Artikel bei ResearchGate und Co hochladen: Welcher Verlag erlaubt was? Und wie Open Access ist das eigentlich?

Akademische Netzwerke erfreuen sich großer Beliebtheit: Die sicher bekanntesten Plattformen sind ResearchGate und Academia.edu, die nach eigenen Angaben über 10 Mio. bzw. 40 Mio. Mitglieder haben. Das Prinzip ist einfach: Wie bei anderen sozialen Netzwerken auch kann sich jeder kostenfrei registrieren und ein eigenes Profil anlegen. Die Plattformen versprechen, man könne sich mit Kolleginnen und Kollegen vernetzen, Publikationen mit anderen teilen, Statistiken bekommen über Aufrufe und Zitationen der eigenen Publikationen, interessante Stellen finden, und vieles mehr.

 

„Publikationen mit anderen teilen“ legt den Gedanken nahe, dass akademische Netzwerke auch Open Access fördern, und dass wer seine Publikationen hier einstellt, Open Access publiziert. Die Verantwortlichen von Repositorien sehen das häufig anders, so auch wir: Es geht beim Open-Access-Publizieren um weit mehr als das Hochladen von PDFs! Wirklich Open Access ist ein Artikel, wenn er in einem gesicherten, standardkonformen und offenen Archiv zur Verfügung gestellt wird.

 

Einen informativen Vergleich von akademischen Netzwerken mit Open-Access-Repositorien hat das Office for Scholarly Communication der University of California erarbeitet. Deutlich wird, dass akademische Netzwerke eine ganz andere Funktion erfüllen als OA-Repositorien – Vernetzung und Profilbildung stehen hier im Vordergrund. Kritikpunkte an den bestehenden Netzwerken sind u.a. Fehlen von standardisierten Schnittstellen, auf Vermarktung der Nutzerdaten abzielende Geschäftsmodelle und ein zu lockerer Umgang mit den Nutzerdaten. Repositorien, die von öffentlichen Einrichtungen betrieben werden, haben im Vergleich die zentrale Aufgabe, Inhalte langfristig verfügbar zu machen. Inhalte erhalten einen dauerhaften, zitierfähigen Identifier (DOI oder URN) und sind auch noch nach vielen Jahren verfügbar. Die Betreiber der Repositorien stellen offene Schnittstellen zur Verfügung und arbeiten mit digitalen Langzeitarchiven zusammen.

 

Trotz aller Kritik an ResearchGate und Co: Wenn man akademische Netzwerke nutzt und auch die Artikel teilen will, was gilt es dann zu beachten? Wir haben uns die Bedingungen von fünf großen Wissenschaftverlagen* genauer angeschaut: Dürfen Autorinnen und Autoren ihre Artikel in akademischen Netzwerken verfügbarmachen?

Verlag
Preprint** Postprint** Verlagsversion
DeGruyter nein nein nein
Elsevier ja nein nein
IEEE nein nein nein
Springer ja ja, 12 Monate nach Erscheinen nein
Taylor & Francis ja ja, Embargo abhängig von Zeitschrift (12–24 Monate)  nein

[*] Die Angaben gelten für Closed-Access-Artikel; sind die Artikel Open Access und unter einer freien Lizenz erschienen, dürfen Sie zu den Bedingungen dieser Lizenz genutzt und dann sehr wahrscheinlich auch in akademischen Netzwerken eingestellt werden.

[**] „Postprint“ steht für die akzeptierte Manuskriptversion, d. h. die Fassung des Beitrages, in die alle Änderungen aus dem Begutachtungsverfahren eingeflossen sind; im Satz und in der Seitenzählung jedoch nicht identisch mit der publizierten Verlagsversion. Dagegen meint „Preprint“ die ursprünglich eingereichte Fassung, sozusagen die Rohfassung des Artikels.

 

Die Vorgaben der Verlage im Detail:

  • DeGruyter erlaubt den Autorinnen und Autoren von Mehrfachautorenwerken (also für Beiträge in Fachzeitschriften, Anthologien, Sammelbänden oder Datenbanken) das Teilen der Manuskript- oder Verlagsversion auf der eigenen Webseite oder dem institutionellen Repositorium 12 Monate nach der Erstveröffentlichung. Die Beträge dürfen hingegen „nicht in öffentlichen und/oder kommerziellen thematischen Verzeichnissen“ (z.B. PubMed Central) eingestellt werden. Ebenfalls nicht gestattet ist das Einstellen von Volltexten in akademischen Netzwerken; dies wurde uns auf Anfrage vom Verlag bestätigt. (Quelle: DeGruyter Repository Policy, Open Access Policy, Auskunft Verlag)
  • Elsevier erlaubt, das eingereichte Manuskript eines Zeitschriftenartikels (Preprint) jederzeit und überall im Volltext verfügbar zu machen. Das finale Manuskript (Postprint) hingegen darf erst 12 bis 24 Monate nach erstem Erscheinen auf einem institutionellen oder disziplinären Repositorium eingestellt werden. Das Teilen in akademischen Netzwerken darf also nur für den Preprint, nicht für den Postprint oder gar die Verlagsversion erfolgen. (Quelle: Elsevier Sharing Policy.)
  • IEEE gestattet, eine Manuskriptfassung über institutionelle Repositorien online zu stellen. Die eingereichte Manuskriptfassung (Preprint) darf auch in bestimmten Fachrepositorien (insbes. arXiv.org) eingestellt werden; nach Erscheinen muss dies aber gegen das akzeptierte Manuskript (Postprint) ausgetauscht werden. Zum aktuellen Zeitpunkt ist das Einstellen von Volltexten in akademischen Netzwerken nicht gestattet; dies wurde uns auf Anfrage vom Verlag bestätigt. (Quelle: IEEE Electronic information dissemination policy, copyright form, FAQ on Authors‘ Posting of Accepted IEEE Papers, Auskunft Verlag)
  • Springer gestattet Autorinnen und Autoren von Zeitschriftenartikeln (Achtung, für Buchbeiträge gelten andere Regeln!), das eingereichte Manuskript (Preprint) jederzeit und das begutachtete Manuskript (Postprint) 12 Monate nach erstem Erscheinen online zu stellen. Die Beiträge dürfen in institutionellen oder disziplinären Repositorien oder akademischen Netzwerken eingestellt werden. (Quelle: Springer Self-archiving Policy, FAQ authors‘ rights)
  • Taylor & Francis gestattet Autorinnen und Autoren von Zeitschriftenartikeln (Achtung, für Buchbeiträge gelten andere Bestimmungen!), das eingereichte Manuskript (Preprint) jederzeit und das begutachtete Manuskript (Postprint) 12 bis 24 Monate nach erstem Erscheinen (abhängig von der Zeitschrift) online zu stellen. Die Beiträge dürfen in institutionellen oder disziplinären Repositorien oder akademischen Netzwerken eingestellt werden. (Quelle: Taylor & Francis Sharing your work, Open Access journal finder)

 

Unser Fazit: Nutzen Sie die Upload-Funktion in akademischen Netzwerken mit Bedacht – manche Verlage gestatten den Upload nicht für die Verlagsversion und für die Manuskriptfassung erst nach Ablauf eines Embargos; manche Verlage verbieten den Upload ganz und gar. Nutzen Sie akademische Netzwerke zum Netzwerken! Und nutzen Sie für das Open-Access-Publizieren nicht-kommerzielle, offene Plattformen (z.B. Qucosa, den sächsischen Dokumenten- und Publikationsserver für Wissenschaft und Wirtschaft), die eine langfristige freie Verfügbarkeit und Archivierung sicherstellen. Bei der Prüfung, welche Version Sie im Repositorium wann verfügbar machen dürfen, unterstützen wir TU-Angehörige gern!

 

Dieser Blogpost wurde von Michaela Voigt - ehemalige Mitarbeiterin im Open Access-Team der SLUB - im Blog der Universitätsbibliothek der Technischen Universität Berlin veröffentlicht und steht unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz. Danke für diesen Hinweis:

Ansichten: 240
0

"Die Gehirne sind beliebt." Mehr anatomische Modelle fürs Studium in der SLUB

Zusätzliche anatomische Modelle sind seit dem Sommerbeginn in der SLUB fürs Selbststudium nutz- und ausleihbar.

 

Drei Modelle der Wirbelsäule - Lendenwirbelsäule, Wirbelsäule mit Vorfällen und die Halswirbelsäule - können verliehen werden. Das Modell Situs der Schädelbasis und das Modell der Leitungsbahnen am Gesichtsschädel können Sie in der Zweigbibliothek Medizin nutzen. So auch das komplexere Modell des männlichen Beckens oder der weibliche Beckenboden. Diese Präsenzmodelle sind Dauerleihgaben der TU Dresden für die Lehre und das Studium.

 

 

Die Gehirne sind besonders beliebt. Insgesamt erfreuen sich aber alle anatomischen Modelle großer Nachfrage – nicht nur bei MedizinerInnen.

 

Die Idee anatomische Modelle in der Zweigbibliothek Medizin zu verleihen und als Lehrmittel in den Bibliothekskatalog aufzunehmen geht zurück auf eine Initiative Dresdner Medizinstudenten, die dies 2013 mit einer Blutspendekampagne und Firmenanfragen ermöglichten.

 

Längst haben die beiden Skelette als ständige Bewohner der SLUB auch Namen: Carl & Gustav.

 

 

 

 

Ansichten: 174
0

Schulgärten vergangener Zeiten – Wanderausstellung in der ZwB Erziehungswissenschaften

Auf 19 Schautafeln, mit Vitrinen und einem funktionalen Schulgartenmodell nimmt uns der Chemnitzer Ausstellungsmacher Klaus Reichmann mit in Schulgärten vergangener Zeiten.

 

Die Wanderausstellung widmet sich einem Aspekt der Reformpädagogik. Bekannte Protagonisten dieser Denkschule wie Peter Petersen und Maria Montessori sind auch Nicht-Pädagogen ein Begriff. Andere Lehrer verschrieben sich der Aufgabe, den Unterricht in ihrer eigenen Schule zu reformieren. Einen dieser Pädagogen - Friedrich Wilhelm Gerdes - stellt die Ausstellung "Schulgarten" vor. Sie ist bis 14. September in der Zweigbibliothek Erziehungswissenschaften zu sehen. Konzipert wurde sie an der Professur Schulpädagogik der Primarstufe der TU Chemnitz.

 

 

Begleitbroschüre zur Ausstellung: "Was der Schulgarten für den Unterricht leistet", Seite 21: Schulgartenplan von 1924 in West-Victorbu

 

Die Ausstellung erklärt "Friedrich Wilhelm Gerdes Reformbemühungen in Victorbur. Ausgewählte historische Quellen zu seinem pädagogischen Wirken geben Einsichten in die Berufsbiographie von Gerdes, seinen Schulversuch und den Unterricht im Arbeitsschulgarten." Die Begleitbroschüre zur Ausstellung "Was der Schulgarten für den Unterricht leistet", aus der dieses Zitat stammt, ist auch als Open Access-Dokument auf dem Hochschulschriftenserver Qucosa erhältlich.

Ansichten: 396
0

Schuljahresbeginn II: eKurs für Schüler mit Wissen für die Facharbeit – Methoden, Tipps und Kontakte

Unser Ziel: Euch mit Methodenwissen für Facharbeiten fit machen. Der Kurs findet teilweise online in der Lernplattform OPAL statt:

 

Von der Idee zur Facharbeit: ein Einstieg ins wissenschaftliche Arbeiten für Schülerinnen und Schüler

 

In drei Modulen beschäftigen wir uns mit (fast) allem, was zur Erstellung einer Facharbeit oder einer 'Komplexen Leistung' gehört. Die SLUB stellen wir euch in einer animierten eLecture vor. Danach treffen wir uns persönlich in der Bibliothek in einem Präsenzkurs, in dem es um die Struktur einer wissenschaftlichen Arbeit, erfolgreiche Such- und Recherchestrategien und das Auswählen seriöser Quellen geht.

 

 

Seid ihr schon mitten im Schreibprozess? Dann könnt ihr euch jederzeit im Selbstlernmodul "Richtig zitieren" zu Zitiertechniken und dem Erstellen eines Literaturverzeichnisses informieren.

 

Jeder kann diesen Kurs nutzen – auch ohne SLUB- oder OPAL-Login. Ihr sollt für uns im Fokus stehen – ihr lernt wann ihr wollt und in eurem eigenen Tempo. Mit diesem neuen Blended-Learning-Angebot haben wir einen ersten SLUB-Prototyp für eine Open Educational Ressource (OER) geschaffen. Welche Kursangebote und -inhalte sollen wir noch ins offene Netz verlagern? Schreibt eure Vorschläge und Feedback zum eKurs bitte in die Kommentare unten!

 

 

Hier geht es direkt zur eLecture "SLUB im Überblick".

 

 

Kommentare

Social Media

Youtube Flickr

Kopieren Sie diesen Link in Ihren RSS-Reader

RSS 2.0 Nachrichten