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Antonie MuschalekViews: 13129.06.201510:43 Uhr

Sommer, Urlaub, Reisezeit – Wanderkarten, Reiseführer und -literatur

Ob unterwegs zwischen Spreewald und Zittauer Gebirge oder im fernen China, auf Erkundungstour an der polnischen Ostseeküste, auf dem Pilgerweg von Florenz nach Rom oder zum Familienurlaub auf Ibiza, in unserem Katalog finden Sie unter dem Stichwort Reiseführer zahlreiche Einträge.

Neben der klassischen Wander- und Reiseliteratur in Ebene 0, haben wir Kunstreiseführer, Kletterführer und geografische Karten, darunter 836 Kompass-Wanderkarten von Deutschland und Mitteleuropa, über 300 Radwanderkarten, 131 Alpenvereinskarten sowie topografische Karten und Radtourenbücher und Radatlanten im Bestand unserer Kartensammlung in der Ebene -2.

Zeitungsartikel zu angesagten Reisezielen in überregionalen Tageszeitungen wie dem Archiv der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ergänzen unser Angebot.

Die Reisevorbereitung kann beginnen. Lassen Sie sich inspirieren und genießen Sie den Sommer!

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Antonie MuschalekViews: 19726.06.201511:51 Uhr

Medizinische Diagnosen mit Computersimulation?

Im Rahmen seiner Open Topic-Professur am Institut für Mechanik und Flächentragwerke/Fakultät Bauingenieurwesen der TU Dresden hält Herr Prof. Balzani am 30. Juni von 17 bis 18.30 Uhr einen Vortrag zum Thema "Computersimulation atherosklerotischer Arterien - Neue Möglichkeiten in der medizinischen Diagnose und Therapeutik" im Vortragssaal der SLUB.

Der Vortrag richtet sich an alle interessierten Zuhörer innerhalb und außerhalb der Universität. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Schauen Sie vorbei!

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Katrin BicherViews: 29424.06.201508:00 Uhr

"abends langte ich gott sey danck widerum gesund in Straßburg an" - Johann Andreas Silbermann beendet seine Reise durch Mitteldeutschland

Eine Distanz von etwa 2.000 Kilometern, die er in weit mehr als 400 Stunden zumeist in der Postkutsche zurücklegte, hatte Johann Andreas Silbermann überwunden, als er am 21. Juni 1741, St. Johannis und Sommeranfang, abends „gott sey danck“ nach 121 Tagen von seiner durchaus ungewöhnlichen Reise durch Mitteldeutschland wieder zu Hause in Straßburg ankam. Sie bedeutete nicht nur die räumliche Entfernung zwischen Straßburg, Zittau und Berlin, sondern auch den Unterschied von einem überwiegend katholisch geprägten Kulturraum (mit der protestantischen Insel Straßburg) an der französischen zu einem protestantischen an der böhmischen und polnischen Sprachgrenze und die Strapazen einer Kutschreise durch mehrere Dutzend Kleinstaaten mit je verschiedenen Währungen, Maßen und bürokratischen Finessen. Diese Herausforderungen konnten Silbermann jedoch nicht hindern, die Heimat seines Vaters, die Lebens- und Arbeitswelt etlicher Verwandter (nicht nur des Onkels Gottfried) und nicht zuletzt die Wirkungsorte einiger berühmter Kollegen zu bereisen. In Leipzig, Freiberg, Dresden, Zittau, Wittenberg und Berlin hielt er sich mehrere Tage, manchmal Wochen, auf, andere Orte durchfuhr er mit nur kurzem Blick auf die Sehenswürdigkeiten – manchmal mit Bedauern, manchmal in Vorfreude schon auf die nächste Station.

 

Sein offener Blick, seine Neugier und sein vorurteilsfreies Interesse an allem Bekannten und Fremden spiegeln sich in den Aufzeichnungen wieder, die er während der Reise fast täglich vornahm, um das Erlebte zu dokumentieren. Die Texte reicherte er mit eigenen Skizzen oder erworbenen Kupferstichen an und füllte sein Journal so zu einem reichhaltigen, detaillierten, ungefiltert-direkten und oft auch lustigen Zeugnis für das Leben in Mitteldeutschland zur Mitte des 18. Jahrhunderts.

 

Gegen Ende der Reise beschleunigte Silbermann seine Fahrt wie auch seine Aufzeichnungen: In Frankfurt nahm er sich keine Zeit mehr, die Orgel zu inspizieren, danach hielt er sich nur kurz in Worms und Speyer auf, widmete den dortigen Besonderheiten nur wenige Zeilen und zählt Durchgangsorte rasch auf, ungeduldig endlich heimzukommen und wie um durch das unkommentierte Aneinandersetzen der nicht weit voneinander entfernten Orte das Tempo zu erhöhen:

 

d 18 Juny war ich zu St. Catharinen in der amtpredigt, und hörte den H pfarrer Wallter.

Und weilen ich eben eine Retour Kutsche nach Straßburg antraff, so fuhr ich darin in guter Compagnie wider von hier weg.

D 19 Juny Auf der Fliegenden Brücke über den Rhein nach Openheim gefahren.

Durch Gundersblum. Mittags kamen wir nach Worms und kehrten im Adler ein.

[…]  Nachmittag fuhren wir durch Franckenthal in dieser gegend sahe man Mannheim, ferner durch Studerheim und Obersheim, und abends kamen wir nach Speyer, da wir übernachteten.

d 20 Juny. […] Zu Rilsheim aßen wir zu mittag, und kamen durch den bewald nach Lutterburg da wir über nacht blieben.

d 21 Juny. fuhren wir d durch Seltz, Weinheim, Roppenum, Reschwo, drusenheim, offendorff und wantzenau, und abends langte ich gott sey danck widerum gesund in Straßburg an.

 

Die Reise war vorerst beendet. Aber auch wenn Silbermann nicht mehr physisch unterwegs war – gedanklich kehrte er doch immer wieder an die besuchten Orte zurück, nahm am Schicksal der Gegend und der Bekanntschaften teil und dokumentierte Nachrichten weiterhin in seinem Tagebuch: klebte Zeitungsartikel z.B. zur Zerstörung des Heidelberger Schlosses ein, vermerkte voll Erschütterung, die sich am mehrmaligen Ansetzen der Notiz ablesen lässt, die fast vollständige Zerstörung Zittaus im 7-jährigen Krieg, ergänzte seine Aufzeichnungen im Fließtext durch neue Informationen. Sein Journal war ihm Erinnerungsstütze und Nachschlagewerk zugleich. Kuriose und unglaubliche Begegnungen kennzeichnete er mit Marginalien am Rand, um die Stellen schnell auffinden und das „Merckwürdige“ durch das Erinnern lebendig halten zu können. Auch seine Familie nahm lesend und hörend an den Erlebnissen teil. Carl Silbermann, ein Enkel, ließ die Aufzeichnungen 1813 binden und mit einem Rücken versehen, der nur „Sächsische Reisebeschreibung 1741“ auswies – ganz so, als ob eine Autorschaft nicht angegeben werden müsse, weil die „Sächsische Reysse“ längst zur Familiengeschichte geworden sei.

 

Mit Silbermanns Rückkunft in Straßburg endet auch die unmittelbare Reisebegleitung Silbermanns durch die SLUB (ihrerseits dokumentiert im Twitterkanal @JASilbermann) – aber uns und auch Ihnen bietet das digital bereitgestellte Tagebuch die Möglichkeit, weiter in den Aufzeichnungen zu blättern, Neues und Altes zu entdecken und die von Silbermann bereisten Orte wiederum auf seinen Spuren zu besuchen.

Katrin Bicher(SLUB Dresden)Permalink0
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Astrid GötzeViews: 39423.06.201508:58 Uhr

Qucosa wächst - 2.500 Dissertationen der TU Dresden online

Einmal mehr erschallt es in der digitalen Landschaft – genau 2500 Dissertationen der TU Dresden haben bisher ihren Weg als frei zugängliche Onlineveröffentlichung zurückgelegt und damit einen Platz auf Qucosa, dem Sächsischen Dokumenten- und Publikationsserver eingenommen.

Ob mit oder ohne Doktorhut, Qucosa wächst und bildet inzwischen mit ca. 5000 Dokumenten der TU Dresden ein breites wissenschaftliches Spektrum unserer Volluniversität ab. Dabei geben überarbeitete Promotionsordnungen ordentlich Rückenwind, jährlich werden (ohne die Juristische und die Medizinische Fakultät) ca. 500 Dissertationen durch die Hochschulschriftenstelle der SLUB veröffentlicht.

Gut die Hälfte der Doktoranden entschied sich 2014 dem Trend bzw. ihrer Promotionsordnung folgend für eine Onlineveröffentlichung. Die Begeisterung daran variiert nach Fachdisziplin und Publikationskultur – vornehmliche Neigungen einzelner Fächer sind unverkennbar und verständlich. Doch wer sich aktiv mit den Aspekten befasst, wird bestätigen, dass Open Access einiges ermöglicht:

Open Access fördert die Sichtbarkeit der Forschung und die breite Rezeption von Forschungsergebnissen über Fächergrenzen hinweg, erleichtert damit den Transfer der Erkenntnisse, begünstigt die Nachnutzung und ermöglicht die Anwendung innovativer Arbeitstechniken.

Neben der Weiterentwicklung von Qucosa gestaltet die SLUB ihre Beratungs- und Dienstleistungsangebote für Open Access und Bibliometrie, um im Bereich des wissenschaftlichen Publizierens Transparenz und Nachhaltigkeit zu fördern. Damit Interessierte mit den Publikationen in virtuellen Forschungsumgebungen arbeiten können, sind ein dauerhafter Zugang zur Publikation sowie weitgehende Nachnutzungsrechte unumgänglich. Auch technische Maßnahmen sind teilweise erforderlich: mit dem Aufbau des sächsischen Langzeitarchivs entstand ein weiterer wichtiger Dienst der SLUB.

Neugierig? Das ist prima. Wir glauben an die Open Access Strategie der TU Dresden. Qucosa erhöht die Sichtbarkeit des wissenschaftlichen Outputs und unser Ziel, die wissenschaftliche Ernte der eigenen Universität abzubilden, begeistert und vereint in der Sache.

Foto: Lars Ludwig - Doktorhut zu seiner auf Qucosa veröffentlichten Dissertation

Astrid Götze(SLUB Dresden)Permalink0
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Bärbel KühnemannViews: 31522.06.201514:52 Uhr

Ehre dem Ehrenamt. Der Jahresausflug der Ehrenamtlichen der SLUB

Als Dank und Anerkennung für engagierte Unterstützung in vielfältigen Bereichen der Bibliotheken lädt die SLUB ihre inzwischen über 30 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer jährlich unter anderem zu Sommerausflügen ein. Nachdem die Gruppe im letzten Jahr die Deutschen Werkstätten in Hellerau besucht und dort eindrucksvolle Einblicke in deren aktuelle Arbeit gewonnen hatte, stand in diesem Jahr im Schaudepot des Dresdner Kunstgewerbemuseums in Schloss Pillnitz die Geschichte dieser bedeutenden Möbelmanufaktur im Mittelpunkt.

 

Wie in den früheren Jahren gab es im Anschluss an die Führung bei Kaffee und Kuchen Gelegenheit zum Austausch mit Vertretern der Direktion über die Entwicklung der SLUB und die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder des Ehrenamts. Zugleich konnten sich die Ehrenamtlichen so persönlich näher kennenlernen.

 

Wir  freuen uns über das große Engagement für unser Haus und sind auch an Ihrem Blick von außen, Ihrem speziellen Knowhow und Ihrem persönlichen Netzwerk interessiert. Nähere Informationen zum Ehrenamt in der SLUB finden Sie auf unseren Webseiten.

Bärbel Kühnemann(SLUB Dresden)Permalink0
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