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Fünf Zahlen beschreiben den Trend. Erste Einblicke in unsere Jahresbilanz für 2012

Während im Detail noch emsig Fakten zusammengetragen und analysiert werden, wollen wir Sie wie jedes Jahr um diese Zeit bereits über die wichtigsten Benutzungszahlen und die daraus zu gewinnenden Erkenntnisse und strategischen Schlußfolgerungen für die künftige Bibliotheksentwicklung informieren.

Die Daten

Die Großwetterlage ist im Wesentlichen mit fünf Zahlen beschrieben und folgt dem seit einigen Jahren schon klar zu erkennenden Trend. Der Umfang der Entleihungen hat sich um 3,4% auf nun 2,17 Millionen verringert. Damit ist die Nachfrage nach physischen Medien seit Anfang 2011 anhaltend rückläufig. Die Nutzung digitaler Medien gleicht diesen Nachfragerückgang mehr als aus: Im amtlichen Zählpixelverfahren der Deutschen Bibliotheksstatistik wurden 5,7 Mio. Aufrufe der SLUB-Homepage und 6,2 Mio. Zugriffe auf den SLUB-Katalog gemessen. Die Zahl der Downloads von elektronischen Volltexten stieg um gut 10% auf rund 3 Mio. Die katalogtechnisch notwendige Trennung der Suchräume (s. die beiden Tabs "Bücher, Bilder ..." und "Aufsätze") vom Mai 2012 dürfte das Wachstum ein wenig gebremst haben. Wie regelmäßige Blog-LeserInnen wissen, betrachten wir das aber nur als leidigen Zwischenzustand.

Das veränderte Nutzungsverhalten zeigt sich genauso in der Kundenverwaltung: Während die Zahl der sogenannten aktiven BenutzerInnen (das sind die Menschen, die 2012 wenigstens einmal ein Buch entliehen haben) um 6,7% sank, stieg die Zahl der angemeldeten BenutzerInnen (d.h. Menschen mit aktiver Jahreskarte) bei über 15.000 Neuaufnahmen um 3% an (76.839). Alle Rekorde bricht weiterhin die Zahl der Bibliotheksbesuche. Mit rund 2,36 Millionen bzw. +5% wurde ein neues Allzeithoch erreicht. Allein in den letzten Jahren sind die Besuche der SLUB damit um ein Drittel gestiegen (2008: 1,77 Mio.).

Die daraus abzuleitenden Trends

sind schnell zusammengefasst:

  • die Bibliothek wird nicht nur als Medienspeicher, sondern zunehmend als Studien- und Kommunikationszentrum genutzt (s. auch die CAZ-Umfrage von dieser Woche)
  • digitale Medien gewinnen immer mehr Zuspruch und Nachfrage und werden künftig die Szene bestimmen
  • digitale Mediennutzung und physischer Bibliotheksbesuch schließen sich bislang nicht aus, sondern werden offensichtlich zeitgleich für unterschiedliche Grundbedürfnisse genutzt: Einerseits für das Bedürfnis nach orts- und zeitunabhängiger Information "on the spot", andererseits für das Bedürfnis nach sozialer Nähe und lebendigem Austausch.

Wie wir mit diesen Trends umgehen und welche Geschäftspolitik wir verfolgen (Steigerung der Aufenthaltsqualität, E-only-Strategie, Anreicherung der Katalogrecherche, Dienste für mobile Geräte ...), können Sie ganzjährig hier im SLUBlog begleiten. Auf Ihre Fragen, Kommentare und Anregungen freuen wir uns.

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