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Sonne lacht, Blende acht?! Neues Foto-Kursangebot im Makerspace

Neuerdings gehört eine als Fotostudio eingerichtete Arbeitskabine (Carrel) zum Makerspace und seit kurzer Zeit bietet unsere Kollegin Ramona Ahlers-Bergner hier auch Grund- und Aufbaukurse zum Thema Fotografie an. Ich habe sie gefragt, was sie dazu bewogen hat und was davon zu erwarten ist.

 

 

 

Wie bist Du auf die Idee gekommen, dass es in dieser Hinsicht einen Bedarf geben könnte, und von welchen zentralen Fragen hast Du Dich bei der Konzeption leiten lassen?

 

 

Ich habe bereits gute Erfahrungen mit meinen Textverarbeitungs-Kursen gemacht, da lag es für mich als ausgebildete Fotografin eigentlich auf der Hand, das Foto-Thema ebenfalls aufzugreifen. Hier im Haus fand die Idee großen Anklang, aber auch Anfragen aus der Uni haben gezeigt, dass dafür durchaus Bedarf besteht.
An der Umsetzung arbeite ich  schon seit geraumer Zeit, denn es war mir wichtig, vor allem grafisch zu veranschaulichen, wie beispielsweise die Belichtungsparameter miteinander zusammenhängen. Diese Lehrmaterialien habe ich auf der Lernplattform Opal veröffentlicht. Ein Kurs dauert nur maximal drei Stunden, da kann man keinen wirklich tiefen Einstieg erwarten. Aber ich habe tatsächlich den Anspruch, die wichtigsten Grundlagen des Fotohandwerks zumindest anzureißen und verständlich zu machen.  

 

Verstehe ich das richtig, Du behandelst alles außer Vollautomatik und Motivprogramm? ... So steht es in der Ankündigung zum Grundkurs. 

 

Nein, da steht nur, sie schränken Dich in Deiner Kreativität ein (zwinkert und lacht). Ich erkläre das auch kurz, ist ja nicht verboten und hat durchaus seine Berechtigung. Im Großen und Ganzen geht es aber darum, zu begreifen, was Blende und Belichtungszeit machen und wie sich hier unterschiedliche Einstellungen auf das Ergebnis auswirken. Der Gedanke, diese Skills zu vermitteln, passt einfach zum Makerspace-Konzept und dem damit zusammenhängenden Claim: "Wissen kommt von Machen".

 

 

Klingt zwingend logisch, aber: Warum erst jetzt?

 

Gute Frage, bisher fehlten vor allem einfach das Equipment und die Räumlichkeit dafür. Jetzt haben wir Kameras und Objektive, die wir den Kursteilnehmern ausleihen können und das neue Foto-Carrel mit einem Aufnahmetisch, Stativen und Tageslichtleuchten.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich?

 

Für den Grundkurs definitiv nicht. Wer interessiert ist, kann sich einfach anmelden. (Hier geht's zum Kursangebot!) Der Aufbaukurs setzt natürlich das Wissen aus dem Grundkurs voraus. Da geht es dann schon richtig zur Sache, die Leute können ein Objekt mitbringen und wir bauen dann gemeinsam ein Set auf, setzen die Beleuchtung und fotografieren.

 

Wird es irgendwann einen Aufbaukurs zum Aufbaukurs geben?

 

Das könnte schon sein, zum Beispiel könnte man perspektivisch das Thema Bildbearbeitung in Angriff nehmen. Aber das sind ungelegte Eier - warten wir erstmal ab, wie dieses Angebot in seiner gegenwärtigen Form angenommen wird.

 

Kannst Du schon sagen, ob sich großes Interesse abzeichnet?

 

Ja, ehrlich gesagt schon. Die ersten beiden Kurse waren fast ausgebucht und das Feedback war durchweg positiv.

 

Grundkurs: Grundlagen der Fotografie & Aufbaukurs Fotografie: Produktfotografie für Projektdokumentationen. Hier könnt ihr euch für die nächsten Kurse anmelden!

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SLUB-Schätze unterwegs: Sächsisches Stammbuch zu Gast in Prag

 

Knapp 100 Handschriften und wertvolle Drucke aus der SLUB wurden im vergangenen Jahr zu Ausstellungen im In- und Ausland verliehen. Bevor ein Stück auf die Reise gehen kann, wird sorgfältig geprüft, ob das Konzept der Ausstellung wissenschaftlich fundiert und schlüssig ist, ob das betreffende Objekt für den Transport und die Präsentation geeignet ist und ob die Anforderungen an das Raumklima und die Sicherheit in den Ausstellungsräumen erfüllt werden können.

Seit dem 24. Mai ist in der Ausstellung „Sachsen Böhmen 7000“ in der Nationalgalerie Prag noch bis zum 8. Juli eine herausragende Handschrift aus unserem Bestand im Original zu sehen: das sog. Sächsische Stammbuch (Mscr.Dresd.R.3). Es enthält 200 kolorierte Federzeichnungen mit 334 ganzfigurigen Bildnissen sächsischer Herrscher und ihrer Gattinnen, Geschwister und Kinder von den sagenhaften Anfängen bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts.

 

 

 

Zu Beginn präsentiert sich Alexander der Große, dessen Gefolgschaft gemäß einer bis ins 10. Jahrhundert zurückreichenden Überlieferung nach Deutschland gekommen und dort Sachsen genannt worden sein sollen. Er und alle anderen Dargestellten stehen auf ihren Wappen und zählen ihre Taten und Eigenschaften in gereimten Versen in ostmitteldeutscher bzw. frühneuhochdeutscher Schreibsprache auf.

 

 

 

Die Handschrift entstand großenteils um 1497/1498, möglicherweise im Auftrag Friedrichs des Weisen von Sachsen. 1532 erhielt sie einen Einband aus blindverziertem, schwarz gefärbtem Leder über Holzdeckeln mit metallenen Eckbeschlägen. Im selben Jahr und nochmals 1546 wurden wahrscheinlich in der Werkstatt Lucas Cranachs d. Ä. Ergänzungen vorgenommen. Zu unbestimmter Zeit gelangte das Buch in das Sächsische Staatsarchiv und 1854 von dort in die Königliche öffentliche Bibliothek in Dresden.

 

Im Rahmen eines 2008 bis 2015 von der DFG geförderten Projektes wurde das Sächsische Stammbuch im Handschriftenzentrum an der UB Leipzig wissenschaftlich erschlossen und im Digitalisierungszentrum der SLUB vollständig digitalisiert.  In Prag wird die oben abgebildete Seite mit den Darstellungen Herzog Albrechts des Beherzten (1443-1500) und seiner Gemahlin Sidonie von Böhmen (1459-1510) zur Illustration der sächsisch-böhmischen Beziehungen im 15. Jahrhundert gezeigt.

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Trolle bitte nicht füttern!? Jetzt anmelden für Workshop zum Umgang mit Hate Speech

Wer profitiert eigentlich von Shitstorms und wie erwehrt man sich eines Mobs von Trollen? Philip Kreißel vom ichbinhier e.V. erklärt nächsten Montag (17.06.19) in einem kostenfreien Workshop, wie Sie die Ruhe bewahren und gleichzeitig dagegenhalten können.

 

 

 

Die Facebook-Aktionsgruppe #ichbinhier wurde im Dezember 2016 von Hannes Ley nach dem schwedischen Vorbild #jagärhär ins Leben gerufen. Dieser Gruppe geht es darum, digitale Zivilcourage zu mobilisieren und sich für eine bessere Diskussionskultur in den sozialen Medien zu engagieren. Das Mittel zum Zweck heißt Verbredung zum gemeinsamen Counter Speech - Gegenrede. Zur Unterstützung der Aktionsgruppe und damit in Verbindung stehender Bildungs- und Medienprojekte gründete sich im Sommer 2017 der ichbinhier e.V., dem auch Philip Kreißel angehört. Nächsten Montag bietet er bei uns einen Workshop zu diesem gefragten Thema an: Wann empfiehlt sich welche Reaktion auf Hasskommentare in den sozialen Medien und inwiefern können sich deeskalierende kommunikative Maßnahmen positiv auf das Diskussionsklima und die Debattenkultur im Netz auswirken?

 

Wenn Sie am Workshop teilnehmen möchten, dann können Sie sich jetzt hier anmelden, doch Sie müssen einigermaßen schnell sein, denn es sind nur noch wenige Plätze frei!   

 

Zur Person: Philip Kreißel studiert Politikwissenschaften und Informatik in Leipzig. Er ist Datenanalyst mit Social Media-Schwerpunkt. Seit 2017 arbeitet er ehrenamtlich für die Counter Speech-Facebook-Aktionsgruppe #ichbinhier. Mit dem ISD Global veröffentlichte er die Studie "Hass auf Knopfdruck" über die gezielte Manipulation deutscher Facebook-Kommentarspalten durch rechtsextreme Trollfabriken und koordinierte Hasskampagnen.

 

Wann? Montag, 17.06.2019 16:30 Uhr - 18:00 Uhr. Wo? Bereichsbibliothek DrePunct, Zellescher Weg 17

 
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Erinnerungen für die Zukunft. Übersetzerin präsentiert Autobiografie des Avantgarde-Architekten Karel Honzík

Der Architekt und Architekturtheoretiker Karel Honzík (1900–1966) gehörte zu den zentralen Gestalten der tschechischen und internationalen Avantgarde. Anlässlich der Leipziger Buchmesse 2019 hat die Slawistin Dr. Anne Hultsch (Wien) seine Erinnerungen übersetzt. Das im Dresdner Thelem-Verlag erschienene Buch mit dem Titel "Aus dem Leben der Avantgarde. Die Erlebnisse eines Architekten" stellt sie am 11. Juni in der SLUB vor.

 

 

 

Honzíks autobiografische Reflexionen erschienen im tschechischen Original bereits 1963. Sie vermitteln einen faszinierenden Blick in die Entwicklung der tschechischen modernen Architektur – jener sogenannten "weißen Moderne", die in den 1920er und 1930er Jahren weltweit inspirierend war, zu der es bislang aber nur wenige Quellen in deutscher Sprache gibt. Die Edition macht eine der wichtigsten dieser Quellen erstmals in Übersetzung. Gleichzeitig eröffnet sie einen Einblick in eines der spannendsten Kapitel der tschechischen Kulturgeschichte. Anne Hultsch, die für die SLUB bereits die Ausstellung zur tschechischen Avantgardebuchkunst in der Sammlung Vloemans kuratierte, übersetzte Honzíks Erinnerungen für das MitteleuropaZen­trum für Staats-, Wirtschafts- und Kulturwissen­schaften (MEZ) an der TU Dresden. Gefördert wurde das Projekt vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

 

Zur Person: Anne Hultsch, geb. in Dresden, studierte in Hamburg und Prag Ost- und Westslawistik sowie Evangelische Theologie. Von 2001 bis 2014 war sie an der TU Dresden wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Slavistik. Dort und an der Karlsuniversität Prag lehrt sie als Privatdozentin. Derzeit ist sie am Institut für Slawistik der Universität Wien als Universitätsassistentin tätig. Neben wissenschaftlichen Studien publizierte und (ko)übersetzte sie u. a. Petr Borkovec’ „Aus dem Binnenland. Drei Arten zu übersetzen“ (2006), Texte von Jan Sokol in „Philosophie als Verpflichtung“ (2014) und ist Mitherausgeberin des Bandes „Experimentelle Poesie in Mitteleuropa“ (2016).

 

Dienstag 11.06.2019, 18:30 Uhr - 20:00 Uhr, im Talleyrand-Zimmer in der Zentralbibliothek

 

 

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Neu: Forschungskompass zur Vernetzung in der Verkehrs- und Mobilitätsforschung

 

Trotz einer Vielzahl persönlicher und digitaler Netzwerke gestaltet es sich teilweise schwierig, Personen mit Expertise eines bestimmten Fachgebietes aufzufinden. Allerdings wird die Zusammenarbeit in fachübergreifenden Verbünden auch auf den Forschungsgebieten der Mobilitäts- und Verkehrsforschung immer wichtiger. Um die Suche nach Personen mit der notwendigen Expertise zu vereinfachen und einen Überblick über die verschiedenen interdisziplinären Forschungsfelder in Wissenschaft und Praxis zu bieten, wird an der SLUB im Rahmen des Fachinformationsdienstes Mobilitäts- und Verkehrsforschung der Forschungskompass entwickelt.

 

Dieses neue Werkzeug ermöglicht die explorative Erschließung von Schwerpunkten, Netzwerken und Wirkungsorten der Forschenden. Dazu werden frei zugänglich Daten über die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Datenquellen miteinander verknüpft und über innovative Rechercheeinstiege durchsuchbar gemacht. Der Forschungskompass basiert auf der Open-Source Software VIVO und steht aktuell in der Beta-Version unter https://www.forschungskompass.de/ zur Verfügung.