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Unerhörtes - Veranstaltungsreihe zur Neuen Musik aus Ostdeutschland beginnt

Neue Musik aus der DDR heute - Podiumsgespräch, Konzert, Quellenpräsentation - Donnerstag, 31. Januar 2019, 18.30 Klemperersaal der SLUB Dresden - Eintritt frei

 

Im Spannungsverhältnis zwischen kulturpolitischem Sollen und künstlerischem Wollen entfaltete sich eine eigenständige Sprache der Neuen Musik östlich des Eisernen Vorhangs. Dieses vielfältige musikalische Erbe der DDR wird 30 Jahre nach dem Mauerfall wieder interessant. Was aber motiviert dieses Interesse? Gemeinsam mit der Sächsischen Akademie der Künste, den Hellerauer TONLAGEN – Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik und der Edition Peters widmen wir dieser Frage eine Reihe von Gesprächen und Konzerten. „Unerhörtes – Neue Musik aus Ostdeutschland“ startet am 31.01.2019.

 

Wie klingt Herkunft? Schlägt sie sich in der Tonsprache nieder? In der Vorliebe für bestimmte Gattungen, Besetzungen, Themen und Bezüge? Welchen Einfluss hat ein besonders geartetes Spannungsfeld von Kunst und Gesellschaft auf die Werke? Als Ort des „Archivs für zeitgenössische Komponisten (der DDR)“ greifen wir diese Fragen auf, stellen Werke, Interpreten und Komponisten aus Ostdeutschland in Konzerten, Gesprächen und Quellenpräsentationen vor und suchen nach den Besonderheiten Neuer Musik aus Ostdeutschland.

 

Jüngst erschien die 100-bändige Reihe "Peters East German Library". Musik aus Ostdeutschland steht im Zentrum der Hellerauer TONLAGEN – Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik und soll in den Programmen etlicher Konzerthäuser etabliert werden. Wir fragen: Was motiviert dieses Interesse? Liegt das (nur) am Jahrestag 2019? Oder ist da etwas, das - auf persönlicher Ebene, vergleichbar dem Bilderstreit im Albertinum, auf ästhetischer Ebene, auf gesellschaftlicher Ebene - Musik aus Ostdeutschland von anderer Neuer Musik unterscheidet? Bei der Auftaktveranstaltung am 31. Januar diskutieren Vertreter aus Wissenschaft, Kunst und Verlag diese Frage. El Perro Andaluz spielt Beispiele aus dem SLUB-Archiv und Sie haben Gelegenheit, sich die dazugehörigen Quellen anzuschauen.

 

 

 

Podiumsgespräch u.a. mit Klaus Burmeister, Felix Dietze, Wilfried Krätzschmar, Nicholas Riddle, Torsten Reitz, Frank Schneider

Moderation: Gisela Nauck

 

El Perro Andaluz – Ensemble für zeitgenössische Musik Dresden:

››Georg Katzer: 5 Bagatellen (Violine, Klarinette, Klavier)

››Jörg Herchet: Komposition für Flöte solo (I/II)

››Wilfried Krätzschmar: solitude III – „sérénade noire” für große Trommel

 

Haben wir Ihr Interesse am Thema geweckt? Dann kommen Sie vorbei und diskutieren mit uns! Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Edition Peters, der Sächsischen Akademie der Künste und Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste statt.

 

Alle weiteren Veranstaltungen der Reihe finden Sie hier im Überblick.

 

 

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La Grande Bellezza - SLUB zeigt Sorrentinis Liebeserklärung an Rom

Am kommenden Donnerstag, den 24.1. um 19 Uhr, zeigt die SLUB im Begleitprogramm der Ausstellung „Blühe, Deutsches Florenz – Dresden und Italien“ im Klemperer-Saal den mehrfach preisgekrönten Film „La Grande Bellezza“ (Die große Schönheit) aus dem Jahre 2013. So gewann der Film des italienischen Regisseurs Paolo Sorrentini 2014 den Oscar® in der Kategorie „bester fremdsprachiger Film“.

Im Mittelpunkt steht die Kritik an der italienischen Society, die vor der atemberaubenden Kulisse Roms spielt, durchaus bewusst auf die Traditionen u.a. von Fellinis „Dolce Vita“ (Das süße Leben) von 1960 zurückgreifend. Die Kamera fängt Gebäude, Plätze, Springbrunnen und Landschaft ein, die schon Jahrhunderte zuvor Adlige ebenso angezogen hatten wie Musiker, Schriftsteller oder einfach nur italophile Reisende, die den geographischen „Stiefel“ besuchten. Zeugnisse dieser Italien-Begeisterung sind zur Zeit in der Schatzkammer des Buchmuseums zu sehen, die an diesem Tag bis 19 Uhr geöffnet ist.

Weitere Informationen zu unserer Ausstellung, Öffnungszeiten und Führungstermine finden Sie auch auf der Seite des Buchmuseums. Der Eintritt zu Film und Ausstellung ist frei.

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Prüfungszeit: SLUB in Höchstform für Eure Spitzenleistungen!

Erweiterte Öffnungszeiten

 

Da wir wie üblich zur Prüfungszeit mit besonderem Nutzerandrang rechnen, gelten seit gestern wieder spezielle Öffnungszeiten. Das sind vor allem gute Neuigkeiten für 'Sonntagslerner', denn die Zentralbibliothek, die Bereichsbibliothek DrePunct und die Zweigbibliothek Rechtswissenschaft öffnen jetzt sonntags zusätzlich bzw. länger. Auch die Zweigbibliothek Forstwesen stellt sich auf ein erhöhtes Besucheraufkommen ein und öffnet wochentags länger als üblich. 

 

 

Zusätzliche Sitzmöglichkeiten

 

Um dem erhöhten Bedarf an Sitzplätzen zu begegnen, wird in der Zentralbibliothek wieder vorübergehend mit Klappstühlen aufgerüstet.

Diese zusätzlichen Sitzgelegenheiten sind über alle Ebenen verteilt und unsere Nutzer sind herzlich eingeladen, sie nach ihrem persönlichen Bedarf flexibel zu platzieren.

 

 

Faire Sitzplatzreservierungsregeln

 

Um die Arbeitsplätze bestmöglich zu nutzen und ein in diesem Sinne faires und rücksichtsvolles Miteinander zu fördern, kommen erneut unsere roten Pausenscheiben zum Einsatz, mit denen Ihr einen Platz während Eurer wohlverdienten Lernpausen für maximal 60 Minuten reservieren könnt. Falls Ihr mit diesem System noch nicht vertraut seid, könnt Ihr Euch hier darüber informieren.

 

 

Alternative Lernorte

 

Wem die saisonbedingte Konkurrenz um Sitz- und Arbeitsplätze in der stark frequentierten Zentralbibliothek eher lästig ist, dem seien an dieser Stelle unsere Zweig- und Bereichsbibliotheken als echte Alternativen wärmstens empfohlen! Wer an dieser Stelle gern einen Tipp loswerden möchte, ist herzlich eingeladen, uns einen Kommentar zu hinterlassen: Wo und wann findet Ihr für Euch persönlich die besten Bedingungen im Interesse einer möglichst produktiven und störungsfreien Lernumgebung?

 

Wir wünschen Euch starke Nerven und maximale Erfolge!

Die Prüfungszeit ist für Euch eine echte Herausforderung? Hier findet Ihr Beratungsangebote im Überblick.

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„Wir wollen unser Theil fordern“ – „Frauen-Zeitung“ nun digital verfügbar

Vor genau 100 Jahren, am 19. Januar 1919, durften Frauen bei der Wahl zur verfassungsgebenden deutschen Nationalversammlung erstmals ihre Stimme abgeben und sich selbst zur Wahl stellen. Bereits seit der Mitte des 19. Jahrhunderts war das im November 1918 im Reichswahlgesetz verankerte Frauenwahlrecht von Einzelnen gefordert und von der deutschen Frauenbewegung lange und mühsam erkämpft worden.

Frauenrechtlerin Louise Otto-Peters und ihre „Frauen-Zeitung“

Bild:  Louise Otto-Peters (SLUB/Deutsche Fotothek)Zu den prägenden Figuren der deutschen Frauenbewegung zählt Louise Otto-Peters (1819-1895). In ihren Schriften setzte sie sich für die rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern ein. Zu ihren gesellschaftspolitischen Forderungen gehörten gleiche Bildungsmöglichkeiten und damit auch bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Frauen sowie die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiterschaft. Außerdem war sie eine derjenigen, die sich schon früh für die Teilhabe der Frauen an politischen Entscheidungsprozessen engagierten. So schreibt sie beispielsweise 1849 in der von ihr herausgegebenen „Frauen-Zeitung“ an die Frauen gerichtet:

 

„Wir wollen unser Theil fordern: das Recht, das Rein-Menschliche in uns in freier Entwickelung aller unserer Kräfte auszubilden, und das Recht der Mündigkeit und Selbstständigkeit im Staat.“ („Frauen-Zeitung“ vom 21. April 1849)

 

Die „Frauen-Zeitung“ hatte Louise Otto-Peters 1849 als Sprachrohr für die Interessen der Frauen gegründet. Die erste Ausgabe erschien am 21. April als „Probe-Nummer“ unter dem Motto „Dem Reich der Freiheit werb‘ ich Bürgerinnen!“. In ihrer programmatischen Einleitung zum ersten Heft appelliert Otto-Peters an „gleichgesinnte Schriftstellerinnen und Schriftsteller“, die Zeitung mit Beiträgen zu unterstützen, zugleich bittet sie die „armen Arbeiterinnen“ um Zuschriften, da insbesondere auch deren Anliegen an die Öffentlichkeit gelangen sollten. Dass dieser Aufruf nicht ungehört blieb, zeigen die in der „Frauen-Zeitung“ veröffentlichten Leserbriefe. Neben Artikeln, aktuellen Meldungen, Rezensionen und belletristischen Texten bildeten diese einen wichtigen Teil der Zeitung.

Bild: Titelblatt des ersten Heftes der „Frauen-Zeitung“

„Frauen-Zeitung“ nun digital verfügbar

Rund 170 Jahre später ist die „Frauen-Zeitung“ als Digitalisat nun auch online zugänglich. Die zugrunde liegenden Originale stammen aus der SLUB Dresden, in deren Bestand sich die ersten beiden Jahrgänge der Zeitung finden, und der Stadtbibliothek Mainz, welche die anderen Ausgaben für die Digitalisierung zur Verfügung gestellt hat. Über das von der SLUB koordinierte Landesdigitalisierungsprogramm konnten die Hefte digitalisiert und virtuell zusammengeführt werden. Alle, die sich forschend oder rein interessehalber mit den Inhalten der „Frauen-Zeitung“ auseinandersetzen möchten, können diese nun jederzeit in den Digitalen Sammlungen der SLUB einsehen.

 

Weiterführende Informationen

> Zur Pressemitteilung
> Die Frauen-Zeitung in den Digitalen Sammlungen der SLUB

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Future Mobility Camp zu Gast: Zwischen E-Mobilität, Stellplatzpflicht und Ride-Sharing

Ein Verspätungsschal der Bahn regte erst kürzlich die Debatte zur Zuverlässigkeit von Zügen an und nicht nur die Diesel-Affäre, der Ausbau des geschützten Radwegnetzes oder die Sharing-Angebote für Fahrzeuge geben Anlass zur Diskussion der zukünftigen Entwicklung unseres Verkehrssystems. Am 18. und 19.01. lädt die Tagung Future Mobility Camp in Kooperation mit der SLUB und dem Fachinformationsdienst Mobilitäts- und Verkehrsforschung (FID move) zum Austausch über die zahlreichen Herausforderungen und Möglichkeiten der Mobilität von morgen ein.

 

Bild: Matthias Fuchs, FID moveVorab hat Mitorganisator und Leiter des FID move, Matthias Fuchs (MF), an der SLUB einige Fragen beantwortet.

Was kann man sich konkret unter dem Future Mobility Camp (FMC) vorstellen?

>>MF: Das seit 2013 existierende FMC legt seinen Fokus auf den Themenbereich Mobilität und Verkehr und die damit verbundenen, aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen in Gesellschaft, Wissenschaft und Praxis. Das Besondere ist, dass das FMC als Barcamp organisiert wird. Das bedeutet, dass wir den Rahmen für die Veranstaltung vorgeben und die Teilnehmenden dann vor Ort die Möglichkeit bekommen, sich mit Ihrem Thema für eine der zahlreichen Session zu bewerben, um diese dann Zusammen mit den Anderen mit Leben zu befüllen. Wir schaffen so eine offene und lebendige Plattform, bei der über 100 Fachleute als auch Laien zusammenkommen.

Welche zentralen Themen erwarten Sie?

>>MF: Ich denke, dass sich viele Fragen mit der konkreten Umsetzung der Verkehrswende beschäftigen werden, also der Weiterentwicklung unseres Verkehrssystems mit dem Ziel, effizientere und nachhaltigere Formen der Mobilität und Logistik umzusetzen. So könnte ich mir vorstellen, dass Themen im Zusammenhang mit der Elektromobilität oder die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung der Verkehrsträger in Verbindung mit Konzepten wie der Smart-City ebenso präsent sein werden wie der künftige Umgang mit dem Radverkehr in der Verkehrs- und Stadtplanung. 

Was wird uns künftig im Bereich Mobilität und Verkehr beschäftigen?

Bild: Fahrende Straßenbahn in der Nacht>>MF: Neben den "Klassikern" wie der Erhaltung von Verkehrsinfrastruktur und der konkreten Umsetzung und Ausgestaltung der Verkehrswende werden wir sicherlich diskutieren, wie die Herausforderung aber auch die Notwendigkeit, unser Verkehrssystem und unsere Mobilitätskultur ganzheitlich und im Kontext der gesellschaftlichen Entwicklungen zu betrachten und zu formen, angegangen werden kann. Solche Lösungen erfordern das interdisziplinäre Zusammen-Denken und -Arbeiten - einen Ansatz, denn wir ja hier beim FMC auch verfolgen. 

Zur Tagung gehört auch eine Stadtrundfahrt mit der Tram: Warum nicht mit Bus oder zu Fuß?

>>MF: Da Dresden immer eine Reise wert ist und es hier zahlreiche interessante Aspekte und Ausprägungen eines Verkehrssystems zu entdecken gibt, kamen wir schnell auf die Idee einer geführten Rundfahrt durch die Stadt und nehmen unsere Teilnehmer mit auf eine Entdeckungsreise auf dem sogenannten "26er Ring". Neben der historischen Bedeutung dieser Umfahrung des Innenstadtbereichs bietet sich die Straßenbahn zudem als bequemes Verkehrsmittel an, in dem auch gerne gefachsimpelt und genetzwerkt werden darf. Die Fahrt ist damit Impuls, Rundfahrt und Netzwerkveranstaltung in einem.

 

Weitere Informationen

> Zur Website des Future Mobility Camp
> Zur Seite des FID Mobilitäts- und Verkehrsforschung