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Alles Streaming, oder was?

Zum UNESCO-Welttag des audiovisuellen Erbes

Wer heute Musik hören möchte, zückt in der Regel das Handy, den MP3-Player oder greift immer häufiger auf Spotify und vergleichbare Dienste zurück. Auch im Film- und Fernsehbereich sind Streaming-Portale, etwa mit exklusiv produzierten Serien, auf dem Vormarsch.

 

Wissenschaftliche Bibliotheken wie die SLUB bieten bereits hochwertige Streaming-Dienste wie die Naxos Music Library oder die Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker an.

 

Dass Musik und Filme digital vorliegen, ist gut: Wir haben einen leichten Zugriff – auf die Naxos Music Library etwa durch einen einfachen Klick im Katalog. – Digitale Medien können mobil, quasi überall genutzt werden.

 

 

 

Vieles liegt aber noch nicht digital vor und ist deshalb sogar in Gefahr … Denn analoge Medien wie Filmspulen, Magnettonbänder oder Videos haben sehr begrenzte Lebensdauern, bzw.: Wer hat schon noch ein Tonbandgerät oder einen Videorecorder?

Die Digitalisierung bietet uns Möglichkeiten der dauerhaften Erhaltung und Verfügbarkeit.

 

UNESCO-Welttag

Um auf die Wichtigkeit der Erhaltung dieser audiovisuellen Medien hinzuweisen, hat die UNESCO den Welttag des Audiovisuellen Erbes ins Leben gerufen, der jedes Jahr am 27. Oktober begangen wird. Nach wie vor ist ein großer Teil aller weltweit produzierten Film- und Tonaufnahmen noch nicht gesichert, einiges gilt gar als verloren. Prominentestes Beispiel hierfür ist die Urfassung von Fritz Langs Film Metropolis. Es zeigt, dass es sich bei Filmen, Tonaufnahmen, Radio- und Fernsehprogrammen um historische Quellen handelt, vergleichbar mit Handschriften, alten Drucken, historischen Karten oder Fotos.

 

Die SLUB hilft mit!

Wie im Fall dieser „klassischen“ Bibliotheksmedien auch, beteiligt sich die SLUB vor allem mit der Digitalisierung und Bereitstellung von historischen Medien in digitaler Form an der Rettung des audiovisuellen Kulturerbes. In unserer Digitalen Mediathek finden Sie zahlreiche historische Tonaufnahmen, etwa von Sängerinnen und Sängern, welche um die Wende des 19. und 20. Jahrhunderts an der Dresdner Hofoper, der heutigen Semperoper, auftraten, so z. B. von Irene Abendroth, Marcella Sembrich oder Karl Scheidemantel.

Drehmaterialien zur Frauenkirchendokumentation des Dresdner Regie-Kameramanns Ernst Hirsch können eingesehen werden, Filme des Fotografen Christian Borchert oder des Dresdner Kunstsammlers Friedrich Pappermann. Darüber hinaus entwickelt die SLUB gemeinsam mit Partnerinstitutionen Formate und Werkzeuge zur digitalen Verzeichnung und Bereitstellung von AV-Medien wie im gerade abgeschlossenen DFG-Projekt Standardisierung von Erschließungsdaten digitalisierter Tonträger.

 

Und Sie?

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden: In unserem Mediatheksbereich finden Sie einen Plattenspieler, mit dem Sie Schallplatten, etwa aus unserem umfangreichen Bestand, selbst digitalisieren und auf CD brennen können.

 

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