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Bedeutender Nachlass: Sammlungsbestand Familie Schnorr von Carolsfeld erweitert

Wir bewahren den größten Teil des Nachlasses dieser einflussreichen Familie - kürzlich erweitert um einige bedeutende Neuerwerbungen.

Brockmann, Friedrich: Bildnis des Malers, Zeichners und Galeriedirektors Julius Schnorr von Carolsfeld, 1854, Reproduktionsnegativ, Deutsche Fotothek.

Die Handschriftensammlung der SLUB Dresden bewahrt den weltweit größten Bestand nachgelassener Papiere der Familie Schnorr von Carolsfeld. Die Angehörigen der Familie prägten als Lieferanten des für die Porzellanherstellung wichtigen Kaolins (besser bekannt auch als Porzellanerde oder weiße Tonerde) den sächsischen Bergbau im 17. und 18. Jahrhundert. Später, vor allem im 19. Jahrhundert, brachte die Familie bedeutende Künstler und Gelehrte, wie etwa den Maler Julius Schnorr von Carolsfeld (1794-1872) oder dessen Sohn Franz Schnorr von Carolsfeld (1842-1915) hervor, der von 1887 bis 1907 als  Oberbibliothekar und Direktor an der Königlich-Öffentlichen Bibliothek, der Vorgängerinstitution der heutigen SLUB Dresden wirkte.

Nun konnte der Sammlungsbestand der SLUB Dresden durch den Ankauf weiterer Unterlagen zur Familiengeschichte vergrößert werden: Erworben wurde das Gästebuch anlässlich der Konfirmation der Franka Schnorr von Carolsfeld (1829-1846), das unter anderem handschriftliche Widmungen ihres Vaters, des erwähnten Malers Julius Schnorr von Carolsfeld und des Verlegers Rudolph Oldenbourg (1811-1903) enthält. Außerdem erworben wurde ein Band mit genealogischen und wappenkundlichen Aufzeichnungen aus den Jahren 1873/1847 von Carl Victor Emanuel Schnorr von Carolsfeld (1819-1874), königlich und kaiserlicher Hauptmann in Wien.

Als positiver Nebeneffekt kommt der Erlös aus dem Ankauf durch die Bibliothek der Wiederherstellung des auf dem Dresdner Annenfriedhof gelegenen Grabes des Bibliothekars Franz Schnorr von Carolsfeld zugute.

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