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Archiv der Stimmen. Digitalisierung von historischen Tonaufnahmen an der SLUB

In den letzten Wochen erhielt die SLUB im Bereich der Musik interessante neue Drittmittelbewilligungen. Neben einem Projekt zur Digitalisierung des Notenmaterials der Dresdner Hofoper (1765-1900) können wir mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft unser digitales "Archiv der Stimmen" umfangreich ausbauen. Sukzessive online verfügbar werden rund 17.000 Aufnahmen auf über 8.000 Schellackplatten aus der Zeit von 1896 bis 1960. Die überwiegend sehr seltenen Tonträger stammen aus dem rund 55.000 Exemplare umfassenden Schellackplattenbestand der SLUB, einer der bedeutendsten öffentlichen Sammlungen.

 

Viele der Einspielungen sind ausschließlich auf diesem Medium überliefert. Bearbeitet werden Werke bekannter Komponisten wie Brahms, Liszt, Mozart, Schumann, Verdi und Wagner, aber auch äußerst selten gehörte Musikstücke. An InterpretInnen vertreten sind neben seinerzeit internationalen Gesangsstars wie Marcella Sembrich, Enrico Caruso oder Richard Tauber auch SängerInnen wie die russische Sopranistin Maria Alexandrowna Michailova (1866-1943), die allein durch ihre Plattenaufnahmen zu Weltruhm gelangte. Andere KünstlerInnen, wie die Altistin Therese Rothauser, sind heute kaum noch bekannt, da sie ab 1933 verfemt oder gar ermordet wurden.

 

Auch diese "verstummten Stimmen" werden wir in den nächsten Monaten orts- und zeitunabhängig wieder hörbar machen. Für die Sicherung des deutschen audiovisuellen Kulturerbes ist dieses Projekt ein Meilenstein. Schauen und hören Sie bei uns rein.

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