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MagicBox im Buchmuseum - analog und digital auf einen Blick

Die Geschichte der SLUB Dresden beginnt im Jahr 1556 mit der Kurfürstlichen Bibliothek Augusts I. Bereits im 17. Jahrhundert finden sich in Reiseführern bewundernde Berichte über Exponate, die seit 1835 im sogenannten Zimelienzimmer ausgestellt wurden und damit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich waren. Bis heute tragen im Buchmuseum ausgestellte Objekte zum Renommee der SLUB bei. Allerdings ist immer nur ein Teil der wertvollen Bestände der SLUB in den jeweiligen Ausstellungen zu sehen, da sie aus konservatorischen Gründen in klimatisierten und besonders geschützten Magazinen lagern.

Abhilfe schafft hier die fortschreitende retrospektive Digitalisierung von Beständen aus wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliotheken sowie von bedeutendem Schriftgut aus weiteren Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen des Freistaates Sachsen, bei der das Dresdner Digitalisierungszentrum im Rahmen des Landesdigitalisierungsprogrammes eine federführende Rolle hat. Doch wie kommen nun digitale und analoge Bestände für den Nutzer zusammen?

Um eine Brücke zwischen analogen und digitalen Beständen zu schlagen, veranstaltete die SLUB Dresden schon 2013 eine Ausstellung im Buchmuseum unter dem Titel „Original und digital – Schätze der SLUB und die Kunst der Reproduktion“, in welcher anhand von Musikalien und Handschriften und den hiervon angefertigten analogen und digitalen Kopien die Entwicklung der Reproduktion vom 18. bis zum 21. Jahrhundert dargestellt wurde. Zu diesem Zeitpunkt konnte man das originale physische Objekt aber noch nicht in einer Vitrine direkt der digitalen Nachbildung gegenüberstellen. Diese Option bietet sich nun mit der auch mit Unterstützung der "Gesellschaft der Freunde und Förderer der SLUB" angeschafften MagicBox, die eine Kombination verschiedener Medien sowohl in analoger als auch in digitaler Form erlaubt und damit ein besonderes Erlebnis vor allem beim Betrachten von Büchern bietet. Durch die Ausstellung des physischen Objekts kann der Besucher einerseits einen Eindruck vom Original bekommen, indem er Einband, Buchrücken und Buchschnitt anschauen kann. Zusätzlich kann man aber auch virtuell im Buch blättern, wodurch sich ein Gesamteindruck ergibt, der bei einer Trennung von virtueller und physischer Ausstellung nicht möglich wäre.

Aktuell ist die MagicBox in die laufende Ausstellung „Man denkt noch beständig in Dresden auf mich.“ Winckelmann – Bibliothekar und Altertumswissenschaftler integriert und zeigt neben dem ausgestellten analogen Objekt den digitalisierten Briefwechsel zwischen Johann Joachim Winckelmann und dem Grafen von Wackerbarth-Salmour (Mscr.Dresd.App.3140), das „Fragment von Winckelmanns Arbeiten zu des Grafen Bünau Reichshistorie“ (Mscr.Dresd.App.1724), eine Präsentation der Wirkungsorte Winckelmanns und 3D-Modelle der Statue des Apollo von Belvedere sowie eines Bandes der Bünau‘schen Bibliothek. Noch bis zum 21. Oktober haben Sie die Möglichkeit, sich die MagicBox im Rahmen der Winckelmann-Ausstellung anzusehen. Auch in Zukunft werden in der MagicBox passende Inhalte zur jeweils aktuellen Ausstellung präsentiert, sodass es hier immer wieder Neues zu entdecken gibt. Seien Sie gespannt!

 

Weitere Beiträge zur MagicBox
Test der Magicbox: Visualisierte Schätze im Foyer
Beitrag im BIS-Magazin 2/2016: It’s a kind of magic von Thomas Stern

 

 

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