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SLUBlog

Kategorie: Bibliothekartag

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Offen und vernetzt: Forschungsdaten in den Kulturwissenschaften

Der Rohstoff des 21. Jahrhunderts sind Daten. Google, Amazon, Facebook und Co. leben von unseren Daten –  und dies bekanntlich nicht schlecht. Und Sie bestimmen immer mehr unseren Alltag. Die wissenschaftlichen Fachdisziplinen wiederum pflegen sehr unterschiedliche, teils offene, teils schwer zugängliche Datenkulturen. Durch Erhebungen, Messungen, Simulationen, bildgebende Verfahren etc. entstehen – etwa in den Lebenswissenschaften, in den Sozial- und Geowissenschaften oder in der Astronomie – gigantische Datenmengen, die künftig im Rahmen einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) besser erschlossen und enger vernetzt werden sollen.

 

Der Forschungsdatenzyklus und verwandte ThemengebieteAuch die Kultur- und Geisteswissenschaften widmen den auf Daten aufbauenden neuen digitalen Auswertungsmöglichkeiten mehr Aufmerksamkeit. Die Gedächtniseinrichtungen Bibliothek, Archiv und Museum spielen dabei eine wichtige Rolle: Sie digitalisieren große Teile ihrer analogen Sammlungen, um sie zugänglich zu machen, zu vernetzen, neue Forschungsmethoden zu ermöglichen.

 

Die SLUB trägt zur Forschungsdatenkultur auf verschiedenen Ebenen bei: Sie digitalisiert Handschriften und Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, Karten und Grafiken, Fotos und Karten und liefert hochwertige Metadaten und zunehmend auch Volltexte. Sie unterstützt Open Access, elektronisches Publizieren, den gesamten Forschungskreislauf von der Idee bis zur Publikation von Texten, Bildern und Daten und deren Langzeitsicherung. Zur Entwicklung innovativer und nachhaltiger Werkzeuge und Services arbeitet sie mit Partnerbibliotheken und Universitäten eng zusammen.

 

 

Wer heute studiert, sollte sich neben fachlichem Wissen auch ein gutes IT-Basis-Wissen aneignen. Und neugierig sein, was neue Techniken an neuen Arbeitsmöglichkeiten eröffnen. Die Digital Humanities benötigen qualifiziertes Personal z.B. für Digitale Editionen, für die Weiterentwicklung  qualifizierter semantischer Suchen in den unabsehbar großen Datenmengen und für viele weitere neue Herausforderungen.

Die datenbasierte Erforschung von Vergangenheit und Gegenwart hat eine große Zukunft. Vieles ist noch im Werden. Das schafft Unsicherheiten, bietet aber auch große Chancen, sich mit Ideen und Taten einzubringen.

 


Dieses Thema wurde von Prof. Dr. Thomas Bürger auch beim 107. Deutschen Bibliothekartag im Juni in Berlin präsentiert.
Die Folien zum Votrag können Sie hier herunterladen.

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SLUB Makerspace als Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2017 ausgezeichnet

Auf dem 106. Bibliothekartag in Frankfurt am Main ist die SLUB nicht nur mit Themen, Vorträgen und Fragen dabei, sondern wird auch prämiert. Das Team des Makerspace wurde vom Verlag De Gruyter in Kooperation mit der Zeitschrift BIBLIOTHEK Forschung und Praxis (BFP) und dem Netzwerk Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung als "Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2017" ausgezeichnet.

 


Die Makperspace-Teammitglieder Daniela Dobeleit und Paul Schwanse nehmen den Preis "Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2017" entgegen. © De Gruyter/ Claudia Heyer

 

Die Jury sagt zu ihrer Entscheidung:

 

Wir hatten keine leichte Aufgabe, aus den vielen qualitativ hervorragenden Einreichungen aus öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland, Österreich und der Schweiz auszuwählen. Die Einreichungen zeugen von der Zukunftsfähigkeit unserer Bibliotheken. Wir sind beeindruckt davon, dass nicht nur neueste Technologien eingesetzt, sondern innovative Services mit und für die Benutzer als gleichberechtigte Partner entwickelt werden. Das macht die Bibliothek zu einem Informations- und Arbeitsplatz, den man elektronisch effizient nutzt und physisch gern aufsucht.

 

2015 eröffnete die SLUB als eine der ersten wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland den Makerspace in der Bereichsbibliothek DrePunct als innovativen Lernort. Unter dem Motto „Wissen kommt von Machen!“ stellen wir dort Räume und Dienstleistungen bereit, die die klassische Bibliothek um Angebote im Bereich der nichttextuellen Wissensproduktion und -vermittlung erweitern - eine offene Werkstatt für praktisches Arbeiten in der Bibliothek, für Forschung und Entwicklung, Do-it-yourself-Projekte, interaktives Lernen und interdisziplinäre Wissensvermittlung.

 

Glückwunsch allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen!

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Bibliothekartag 2017 – mit KollegInnen und Themen der SLUB

Um "Medien – Menschen – Märkte" geht es beim 106. Bibliothekatag in Frankfurt am Main. Kolleginnen und Kollegen der SLUB sind mit Themen, Vorträgen und Fragen - auch für Sie! - 2017 wieder mit dabei:

 

 

 

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Wissensbar der SLUB gewinnt Best-Practice-Wettbewerb

Bei dem 2014 zum ersten Mal vom Deutschen Bibliotheksverband und vom Verein Deutscher Bibliothekare durchgeführten Best-Practice-Wettbewerb wurden heute in Bremen die innovativsten praxistauglichen Konzepte zur Vermittlung von Informationskompetenz an Studierende und Wissenschaftler prämiert.

 

Die SLUB überzeugte die Fachjury mit der "Wissensbar", in der einfach und schnell online ein individueller Beratungstermin mit den Experten der Bibliothek zu Themen wie Literatur- und Informationsrecherche, wissenschaftliches Arbeiten, Publizieren oder Datenmanagement vereinbart werden kann.

 

 

 

Auf dem Deutschen Bibliothekartag wurde heute außerdem Lisa Maria Geisler für ihre Bachelorarbeit mit dem b.i.t.online-Innovationspreis ausgezeichnet. Die Absolventin der HAW Hamburg forschte 2013 in der SLUB zu der Frage: Was beeinflusst die Auswahl bei der indirekten Erwerbung durch Bibliothekskunden bei der Nutzung des nicht-moderierten Patron-Driven-Acquisition-Modells in der SLUB? In einem Interview berichtet sie darüber. Herzlichen Glückwunsch!


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Das fehlte noch. SLUB sichert mit "Ex Libris Rosetta" die Langzeitverfügbarkeit digitaler Quellen

Auf dem 101. Deutschen Bibliothekartag in Hamburg haben die SLUB und die Ex Libris Group, der Weltmarktführer im Bereich Softwarelösungen für Bibliotheken, heute einen Vertrag zum Aufbau eines digitalen Langzeitarchivs unterzeichnet. Auf der Grundlage des Systems "Rosetta" und in Zusammenarbeit mit dem Dresdner Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH) werden wir das Archiv für das eigene Haus einrichten und die mandantenfähige Lösung anschließend auf die sächsischen Hochschulbibliotheken erweitern.

Für die SLUB, die allein im letzten Jahr über 3 Millionen Scans produziert hat, stellte sich die Frage der langfristig garantierten Verfügbarkeit ihrer Digitalen Sammlungen mit wachsender Dringlichkeit. Auch für die auf dem sächsischen Dokumenten- und Publikationsserver Qucosa gesammelten Open Access-Publikationen war ein dauerhaft zuverlässiger Zugriff sicherzustellen. Das Projekt erhält eine Anschubfinanzierung aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Langzeitarchivierung bedeutet nicht einfach "zuverlässiges Speichern", sondern die Entwicklung von Strategien und Werkzeugen, die den beständigen, vom Fortschritt der Informationstechnologie verursachten Wandel bewältigen können. Wenn Sie bedenken, welche Informationsträger Sie selbst privat schon haben untergehen sehen - Dias, die Musiccassette, VHS - können Sie ungefähr erahnen, worum es geht.

Die zweifelsfreie Langzeitverfügbarkeit steht leider weit weniger im Blickfeld von Öffentlichkeit und Unterhaltsträgern als die laufende Produktion und Präsentation digitaler Informationen. Sie ist aber keineswegs weniger wichtig. Rosetta bietet mit einem breiten Funktionsumfang und der Beachtung internationaler Standards beste Voraussetzungen, die SLUB auch in dieser Hinsicht professionell in die Zukunft zu führen.