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Neu in der Digitalen Fotothek: Bildarchiv Uwe Gerig

Das Bildarchiv des Journalisten und Fotografen Uwe Gerig umfasst rund 130.000 Aufnahmen umd befindet sich seit 2007 in der Deutschen Fotothek der SLUB. Die Fotothek hat daraus ihr aktuelles Bild des Monats ausgewählt und zugleich die ersten rund 11.000 Aufnahmen in der Bilddatenbank online verfügbar gemacht.

Geboren und aufgewachsen in Harzgerode, arbeitete Gerig als Bildjournalist unter anderem bei der Neuen Berliner Illustrierten, bevor er im Herbst 1983 über Jugoslawien und Österreich in in die Bundesrepublik floh. Hier war er zunächst für die Frankfurter Boulevardpresse, anschließend als Fotograf für die Entwicklungshilfe tätig. Gerig gestaltete mit seinen Bildern 1986 die offizielle Fotoausstellung der Bundesregierung zum 25. Jahrestag des Mauerbaus. Im Auftrag des Ministeriums für innerdeutsche Beziehungen fotografierte er zwischen 1984 und 1987 nahezu lückenlos die deutsch-deutsche Grenze. 1990 gründete Gerig mit seiner Frau einen Regionalverlag und gab mehr als 70 touristische Bücher heraus. Er lebt heute im Harz.

Die jetzt publizierte Teilsammlung umfasst entsprechend Fotos über DDR-Alltag, Grenze und Mauer sowie neuere Reisefotografie (Prag, Venedig, Sizilien ...). Fortsetzung folgt.

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Alt-Ministerpräsident Biedenkopf spendet der SLUB eine wertvolle Enzyklopädie

In einem kleinen Antiquariat in Middletown (Connecticut) hat Professor Kurt Biedenkopf in den 1980er Jahren mit Thomas Dobsons "Encyclopaedia" die erste Enzyklopädie der USA erworben. Die 18 reich illustrierten Lederbände wurden 1798 in Philadelphia gedruckt. Auf der Grundlage der dritten Auflage der Britannica ist darin das Weltwissen des 18. Jahrhunderts gesammelt. Diese Ausgabe fehlte in der SLUB bislang.

Die Studierenden staunten nicht schlecht, als der langjährige sächsische Ministerpräsident die Bücher am letzten Donnerstag mit seinem Auto eigenhändig vorfuhr. "Ein schöner Moment", schrieb er in unser Gästebuch, den Bänden eine "würdige und endgültige Heimat in der Staats- und Universitätsbibliothek" zu geben. Die SLUB dankt dem prominenten Freund und Förderer, der in diesem Jahr seinen 8o. Geburtstag feierte. Buchschenkungen haben eine lange Tradition, und sie haben Zukunft. Stifter sind notwendig und Vorbilder herzlich willkommen.


Im SLUB-Katalog sind übrigens nicht weniger als 74 Publikationen von Kurt Biedenkopf selbst verzeichnet, darunter sein Buch über "Die Ausbeutung der Enkel". Auch sein nächstes Buch, so viel hat er uns verraten, wird sich mit Fragen von Wirtschaftswachstum und Generationengerechtigkeit befassen.

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Die SLUB als Ausbildungsbetrieb. So sieht das aus


Diese neun jungen Damen (+ ein hier nicht abgebildeter Herr) haben zum 31.8. erfolgreich ihre Ausbildung abgeschlossen: Als Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, FotomedienlaborantInnen, FachinformatikerInnen oder BuchbinderInnen. Wir gratulieren herzlich, danken für die tolle Zusammenarbeit und Unterstützung und wünschen allen eine glückliche Zukunft!

Wer die Personalmisere der SLUB bereits kennt (seit 2002 anhaltender, massiver Stellenabbau), wird kaum überrascht sein, dass wir keine/n einzige/n unserer neuen AbsolventInnen auf eine feste Stelle übernehmen konnten. Da die meisten sukzessive wohl die Stadt verlassen werden, ist das nicht nur für die SLUB bitter, sondern auch für Dresden und den Freistaat.

Es gibt aber Hoffnung: In jüngster Zeit finden wir mit unseren Argumenten zur Personalsituation (unzureichende Gesamtausstattung für wachsende Aufgaben, Vergreisung der SLUB, fast keine ExpertInnen für die neuen Herausforderungen der Digitalen Bibliothek ...) zunehmend Gehör und Verständnis in Politik und Verwaltung. Es ist daher zu erwarten, dass wir von unserem gut ausgebildeten Nachwuchs bald auch selbst umfassender profitieren können. Wir halten Sie informiert.

In jedem Fall bilden wir schon mal beharrlich weiter aus und haben zum 1.9. folgende Damen und Herren neu aufgenommen (mit Ausnahme dreier ebenfalls abgebildeter AusbilderInnen ;)). Den "Neuen" wünschen wir viel Erfolg und Freude in der SLUB. Spannende Aufgaben gibt es reichlich. Informationen zu den angebotenen Ausbildungsgängen finden Sie auf unseren WWW-Seiten.

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Besuchen Sie die Ostrale! Die SLUB und die Zeitgenössische Kunst

Scheußlich nasskalte Augusttage verlangen in besonderem Maß Anregung für die Sinne. Da ist Kunst nicht die schlechteste Lösung. Noch bis zum 19. September können Sie im ehemaligen Dresdner Schlachthofgelände auf der Ostrainsel Arbeiten von 152 internationalen zeitgenössischen KünstlerInnen sehen. 2007 als lokale Initiative gestartet, hat die Ostrale innerhalb kurzer Zeit internationale Reichweite erlangt.

Was hat die SLUB mit der Ostrale zu tun? Bei uns werden seit 1993 im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft Medien zum Bereich Kunst ab 1945, Fotografie, Industriedesign und Gebrauchsgrafik möglichst umfassend gesammelt und überregional zur Verfügung gestellt. Informationen und Dienste zu diesem "Sondersammelgebiet" haben wir in unserer Virtuellen Fachbibliothek "VifaArt" zusammengestellt.

Ungeachtet unseres fleißigen Sammelns von gedruckten wie elektronischen Publikationen zu diesem attraktiven Thema, das uns inzwischen zweifellos zu einer der bestsortierten Kunstbibliotheken im Land gemacht hat, müssen wir einräumen, dass wir bis zum Status eines allseits bekannten Dokumentationszentrums unter den Kunstschaffenden selbst noch ein ein gutes Stück Weg zu gehen haben. Für Fortschritte brauchen wir möglichst dichte, lebendige Kontakte mit der zeitgenössischen Kunstszene und ein Netzwerk von UnterstützerInnen.

Die Ostrale´010 kann hier ein weiterer Baustein sein. Falls Sie gute Fotos von der Ostrale haben, publizieren wir sie - unter Beachtung geltender Urheberrechte - zum Beispiel gern in unserer Bilddatenbank (über 1 Mio. grafische Medien online, Datensätze zu rd. 140.000 zeitgenössischen KünstlerInnen). Besonders interessiert sind wir an der direkten Zusammenarbeit mit einzelnen KünstlerInnen oder Gruppen. Sprechen Sie uns an: kunst@slub-dresden.de.

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Die Twitter-Marke ist geknackt. Hier kommt der Gewinner!


Auf dem Foto sehen Sie Gilbert Röhrbein, Student der Medieninformatik an der TU Dresden. Er hatte das Glück, gestern unser 1.111. Twitter-Follower zu werden. Deshalb sitzt er nun in seinem brandneuen, ganz persönlichen SLUB-Liegestuhl. Als "payloadbay" ist Gilbert Röhrbein nicht nur bei Twitter aktiv, sondern auch (und intensiver) bei identi.ca, einem anderen, im Sommer 2008 gestarteten  Mikroblogging-Dienst. Nochmals herzlichen Glückwunsch an den Gewinner, mit Dank, dass wir ihn hier kurz persönlich vorstellen durften.




Auf unsere nun 1.120 Twitter-Follower sind wir schon ein wenig stolz. Nach unserer Kenntnis ist das für deutsche Bibliotheken momentan der Spitzenwert (Wer mehr hat, bitte melden!) und auch im internationalen Vergleich schlagen wir uns offenbar recht wacker. Folgt man einem Bibliotheken-Ranking in Twitter, rangiert die SLUB nach Groß- und Größtbibliotheken aus USA und UK gegenwärtig unter den ersten 30.

Nun sind Mikroblogging-Dienste für uns kein Rennomierprojekt oder die Spielwiese selbstverliebter BibliothekarInnen, sondern neben WWW, SLUBlog und anderen Kanälen ein weiterer ernsthafter Versuch, Sie in die Entwicklung dieser Bibliothek möglichst gut einzubeziehen. Dazu wollen wir Twitter & Co. künftig noch intensiver für Einblicke in unsere Werkstatt nutzen und open beta für laufende Entwicklungsvorhaben der Digitalen Bibliothek organisieren. Regelmäßige Blog-LeserInnen wissen, dass wir bis zum Jahresende noch drei wichtige Baustellen abzuschließen haben: die Weiterentwicklung unseres Präsentationsmodells für Digitalisate, eine Runderneuerung unserer Webseiten sowie die Einführung eines Discovery-Systems für eine umfassende, benutzerfreundliche Mediensuche. Bei allen drei Aufgaben werden wir in Kürze vermehrt Ihren Rat und Ihre Unterstützung suchen.

Wer noch nicht mit uns twittert/mikrobloggt, hat nun vielleicht hinreichend Gründe, neu einzusteigen - auch ohne den Anreiz eines Liegestuhls. Wir würden uns freuen.