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Kategorie: Konzert

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Banda Internationale mal Zwei: Seid dabei!


Anlässlich der Interkulturellen Tage in Dresden präsentieren wir die Banda Internationale gleich zweimal: Wir zeigen die Doku „Wann wird es endlich wieder Sommer?“ am 26.9. um 19:30 Uhr und haben am Folgetag die Band live zu Gast! Wir freuen uns, damit ein weiteres Zeichen für Weltoffenheit und Vielfalt setzen zu können.

slub.film: „Wann wird es endlich wieder Sommer?“

Dresden im Sommer 2015: In der Innenstadt marschieren allmontäglich Patriotische Europäer gegen die "Islamisierung des Abendlandes", während in Zeltlagern und Asylheimen in den Außenbezirken der Stadt tausende Flüchtlinge provisorische Unterkünfte beziehen. Die Banda Comunale, eine kleine Dresdner Demokapelle, hatte das ganze Jahr gegen PEGIDA angespielt. Aber PEGIDA verschwand nicht. Inzwischen protestieren die Wutbürger vor Flüchtlingsheimen. Genau dort beginnt die Banda Willkommenskonzerte zu spielen und sich für geflüchtete Musiker zu öffnen. Aus der Banda Comunale wird die Banda Internationale.

Der Film "Wann wir es endlich wieder Sommer?" von Barbara Lubich und Michael Sommermeyer begleitet die Musiker ein Jahr lang. Dutzende Konzerte, persönliche und gemeinsame Geschichten auf ihrem Weg vom Integrationsprojekt mit Geflüchteten zu einer in ganz Deutschland gefeierten Band. Zeitdokument, Porträt einer Stadt und eines Landes, Drama, Komödie und mitreißender Musikfilm in einem.

 


slub.musik: Banda Internationale live in concert

Sozio-kulturelles Engagement war und ist die Grundlage der Kernformation „Banda Comunale“, die aus professionellen Musikern und Amateuren seit 2001 besteht. Nach zahlreichen Beteiligungen an Demonstrationen und Veranstaltungen gegen PEGIDA in Dresden seit dem Winter 2014/15, engagierte sich die Band unermüdlich für eine Willkommenskultur und spielte u.a. zahlreiche Konzerte in Erstaufnahmeeinrichtungen. Hier entstand im Sommer 2015 die Idee eines längerfristigen Projektes mit geflüchteten Musikern: Die „Banda Internationale“ war geboren. Das mittlerweile fast 20-köpfige Kollektiv mit Musikern aus Syrien, Palästina, Burkina-Faso, Iran und dem Irak hat seit Projektbeginn 2015 zahlreiche Preise gewonnen und mehr als 150 Konzerte in Dresden, in Sachsen und Deutschland gespielt. Großes, gemeinsames Ziel ist es, Heimatmusik neu zu interpretieren, Herzen zu öffnen, Vorurteile und Ressentiments abbauen zu helfen und zur Verständigung zwischen neuen und alteingesessenen Sachsen, Deutschen, Europäern beizutragen.



Wir freuen uns, die Band live und (fast) unplugged präsentieren zu können. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung über die Veranstaltungsseite bitten wir dringend!

 

slub.film: Wann wird es endlich wieder Sommer?
Mittwoch, 26.09. 19:30 Uhr

slub.musik: Banda Internationale live in concert
Donnerstag, 27.09. 20:00 Uhr
(Anmeldung hier)

Beide Veranstaltungen finden im Klemperer-Saal in der SLUB statt. Der Eintritt ist jeweils frei.

Programm Interkulturelle Tage Dresden 2018

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Seien Sie live dabei: Saisonauftakt der Berliner Philharmoniker in der Digital Concert Hall

Morgen eröffnen die Berliner Philharmoniker die Konzertsaison unter ihrem designierten Chefdirigenten Kirill Petrenko, der dieses Amt im Sommer 2019 antreten wird. Sie können den Konzert-Auftakt des Orchesters auch aus der Ferne live mitverfolgen, denn die SLUB bietet allen Nutzerinnen und Nutzern einen kostenlosen Zugang zur Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker, in der das Konzert live übertragen wird.

 

Auf dem Programm des Eröffnungskonzertes stehen unter anderem die Werke Don Juan op. 20 und Tod und Verklärung op. 24 von Richard Strauss. Die beiden Tondichtungen wurden jeweils bereits kurz nach ihrer Uraufführung in Weimar (Don Juan, 1889) und Eisenach (Tod und Verklärung, 1890) auch von den Berliner Philharmonikern aufgeführt, damals unter der Leitung des Komponisten selbst. Somit gehören sie „quasi zur musikalischen DNA des Orchesters“, wie es in der Konzert-Ankündigung heißt. Außerdem wird Beethovens 7. Sinfonie - ein weiteres Paradestück der Berliner Philharmoniker - erklingen.

 

So geht's!

Wichtig ist, dass Sie sich einmal im IP-Bereich der SLUB auf der Seite der Digital Concert Hall anmelden. Danach können Sie den Streamingdienst auch an jedem anderen Ort über Ihren Computer, Tablet oder andere Endgeräte verwenden.

 

 

In 5 Schritten können Sie das Konzert zu Hause oder unterwegs erleben:

 

  • Sie werden automatisch auf eine extra für SLUB-Nutzerinnen und -Nutzer eingerichtete Willkommensseite geleitet
  • Bitte registrieren Sie sich mit einer individuellen E-Mail-Adresse und einem Passwort
  • Sie haben nun Zugang zu allen Konzerten, Filmen und Interviews auf der Digital Concert Hall
  • Sie sind nun der SLUB zugeordnet und können das Angebot auch außerhalb der SLUB auf allen von der Digital Concert Hall unterstützen Geräten und Apps nutzen.

 

Die Schritte zur Anmeldung finden Sie auch hier noch einmal ausführlich erläutert. Wir freuen uns über Ihren Bericht, wo Sie das Konzert mitverfolgt haben.

 

Achtung: Alle vier Wochen muss die Zugehörigkeit zur SLUB verifiziert werden. Dies erfolgt durch ein erneutes Login innerhalb des Netzwerks der SLUB.

 

Hören Sie vorher schon einmal rein!

Möchten Sie vorher schon einmal online in die Werke des Konzertabends hineinhören? In der Digital Concert Hall finden Sie bereits Aufnahmen von früheren Konzerten, so etwa der 7. Sinfonie von Beethoven unter Petrenkos Vorgänger im Amt des Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker, Sir Simon Rattle.

Die Aufnahmen finden Sie auch direkt über den Sucheinstieg im SLUB-Katalog.

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Die Mischung macht's: Musikbibliothekare treffen sich in Leipzig zur IAML

Vom 22. bis 27.7.2018 findet der Kongress der International Association of Music Libraries (IAML) - die Internationale Jahrestagung der Musikbibliothekare - in Leipzig statt. Sie wurde in diesem Jahr hauptverantwortlich von der Leipziger Hochschule für Musik und Theater (HMT), dem Bacharchiv Leipzig, der Musikbibliothek der Städtischen Bibliotheken Leipzig und der Musikabteilung der SLUB organisiert. Die Leiterin der Abteilung, Dr. Barbara Wiermann (BW), spricht im Interview über Besonderheiten und Bedeutung der Tagung für Musikbibliothekare und hält einen Veranstaltungstipp parat.

 

Liebe Frau Wiermann, der Slogan der Konferenz heißt "It's all in the mix - C’est le bon mélange qui compte. - Die Mischung macht's" und geworben wurde mit einer bunten Blumenmischung: Verraten Sie uns die Idee dahinter?

                                             

>>BW: Es ist üblich, dass bei dem Vor-Jahres-Kongress mit einem kleinen Give-away für den Folge-Kongress geworben wird. Häufig werden Kugelschreiber oder Kühlschrankmagneten ausgegeben. Wir suchten etwas Leipzig-Typisches. Die Leipziger Mischung wird vom Netzwerk Stadtnatur vertrieben, das zu den vielen bürgerschaftlichen Initiativen der Stadt gehört, die Leipzig so bunt machen. Zudem hofften wir, dass wir über die Blumenmischung mit den Teilnehmern über das Jahr in Kontakt bleiben würden - und das ist auch tatsächlich passiert: In diesem Frühsommer erreichten uns erste Blumenbilder von fremden Balkonen. Die Mischung macht's  - das gilt für den Kongress in vielerlei Hinsicht: viele Menschen verschiedener Länder, mit unterschiedlichen Blickwinkeln auf das Bibliothekswesen, mit unterschiedlichen bibliothekarischen Aufgaben, aber auch mit unterschiedlichen Musikkulturen (hier sind wir im Übrigen noch viel zu eurozentristisch unterwegs) kommen zusammen. Sowohl das Fachprogramm als auch das Rahmenprogramm bieten eine große Vielfalt. Mit knapp 500 Teilnehmern haben wir einen wirklich großen Zuspruch gefunden. Besonders freut es mich, dass es gelungen ist, die Tagung so niedrigschwellig zu gestalten, dass knapp 130 Erstbesucher angemeldet sind.  

 

Bei der Tagung kommen also 500 Musikbibliothekare und Musikwissenschaftler aus knapp 40 Ländern zusammen: Ein spannender Austausch auch über kulturelle Grenzen hinweg. Welches sind die zentralen Themen in diesem Jahr?

>>BW: Rund um den Globus spielt Digitalisierung im Bibliothekswesen natürlich eine ganz zentrale Rolle. Dabei geht es zunehmend nicht nur um Textquellen, sondern auch um audio-visuelle Medien, welche für Musikbibliotheken natürlich von besonderem Wert sind. Die Digitalisierung verändert unseren Umgang mit Quellen und die Möglichkeiten der Quellenarbeit, sie verändert aber auch grundsätzlich unser Verhältnis zu unseren Nutzerinnen und Nutzern. Gerade im Bereich der öffentlichen Bibliotheken ist durch die Vielfalt der Angebote auf dem freien Markt die Rolle unserer Einrichtungen zu hinterfragen und neu zu definieren.

 

Und mit welchen thematischen Schwerpunkten ist die SLUB vertreten?

>>BW: Ich freue mich, dass wir zum einen in der Opening session die Gelegenheit haben, das vom SMWK geförderte Landesdigitalisierungsprogramm für Wissenschaft und Kultur (LDP) vorzustellen. Damit können wir ein internationales Publikum mit einem einmaligen sächsischen Kooprationsprojekt bekanntmachen. Es steht für tolle Zusammenarbeit, es bietet Einblick in den Quellenreichtum in Sachsens Bibliotheken - von Zwickauer Textilmustern bis hin zu sorbischen Schulbüchern - und über das LDP konnten - für die Kongressteilnehmer ganz wichtig - viele Musikquellen zugänglich gemacht werden. Weitere Beiträge beschäftigen sich unter anderem mit dem von uns in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsbibliothek München betriebenen Fachinformationsdienst Musikwissenschaft oder mit unseren Aktivitäten für Audioquellen in der Deutschen Digitalen Bibliothek.

 

Was ist das Besondere am Standort Leipzig im Hinblick auf die Musikgeschichte?

>>BW: Wenn nun nach immerhin 26 Jahren der IAML-Kongress endlich mal wieder nach Deutschland kommt - er war zuletzt 1992 in Frankfurt am Main - wurde Leipzig bzw. Sachsen als Veranstaltungsort sicher bewusst gewählt. Man spürt es schon im Vorfeld, wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich freuen, die Originalstätten der Musikgeschichte zu besuchen - das Bach-Archiv, das Mendelssohn-Haus, das Schumann-Haus etc. etc.  Auch bietet Leipzig zahlreiche herausragende Musikbibliotheken, in denen Führungen und Quellenpräsentationen angeboten werden.  

 

Aber auch die Stadt Dresden und die SLUB werden im Tagungsprogramm mit berücksichtigt...

>>BW: Ja, zum Abschluss der Veranstaltung wird es am 28.7. eine Post-Congress-Tour nach Dresden geben. Nach den kulturellen Highlights der Stadt besuchen die Gäste die SLUB, wo sie Einblick in die musikalischen Quellenbestände und die modernen Services unserer Bibliothek erhalten. 

 

Zum Schluss: Was wird für Sie der Höhepunkt der Tagung werden?

>>BW: Am Donnerstagabend, 26.7.2018, 20 Uhr wird im erst kürzlich neu eröffneten Paulinum der Universität Leipzig ein Konzert  "Katholische Kirchenmusik am Dresdner Hof", ausgeführt vom Sächsischen Vocalensembles und der Batzdorfer Hofkapelle, unter der Leitung von Matthias Jung, stattfinden. Wir haben die Gelegenheit genutzt, ein wenig bekanntes aber für Dresden typisches Repertoire auszuwählen, das verdeutlicht, wie sich der Hof zu Beginn des 18. Jahrhunderts als kulturelles Zentrum unter den Höfen Europas etablieren wollte. Es macht einfach Spaß, wenn unsere Quellen zum Erklingen kommen - und das mit tollen Ensembles, an einem einmaligen (wenn auch alles andere als katholischem (Lächeln) ) Ort, vor einem interessierten internationalen Publikum. Es handelt sich - das sollte ich noch betonen - um ein öffentliches Konzert. Karten gibt es an der Abendkasse. 

Donnerstag, 26.7.2018, 20 Uhr,
Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli, Leipzig

 

 

 

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Katholische Kirchenmusik des Dresdner Hofs im Leipziger Paulinum

Wenn ab kommenden Montag rund 500 Musikbibliothekare, Musikwissenschaftler, Kulturschaffende und Bibliotheksdienstleister aus 40 Ländern in Leipzig zum Kongress der International Association of Musis Libraries, Archives und Documentation Centres (IAML 2018) zusammenkommen, widmen sie sich in einem umfangreichen fachlichen Programm aktuellen Herausforderungen und Fragen des Bibliothekswesens. Auch die von der Schirmherrin der Veranstaltung, Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange in ihrem Grußwort hervorgehobene „Vielfalt der sächsischen Musiktradition und der Reichtum der hier bewahrten Quellenbestände“ werden in diesen Tagen angemessen in Vorträgen und Diskussionen thematisiert werden.

Diese Vielfalt, dieser Reichtum – der genius loci, der sicher mit dafür ausschlaggebend war, Leipzig und Sachsen als Veranstaltungsort zu wählen, nachdem der Kongress letztmals vor nicht weniger als 26 Jahren in Deutschland stattgefunden hat -- soll in der Kongresswoche für die Gäste aber auch erlebbar, ja hörbar werden.
Dabei bietet das öffentliche Konzert „Katholische Kirchenmusik des Dresdner Hofes“, das am Donnerstag den 26. Juli, 20 Uhr im Leipziger Paulinum stattfinden wird, einen besonderen Höhepunkt. Die an diesem Abend erklingende Musik, nach Handschriften der Musikabteilung der SLUB zusammengestellt, veranschaulicht gleichermaßen den hohen kulturellen Anspruch sowie die spezifischen Eigenarten der Dresdner Hofes. 

 


Im Jahr 1719 wurde Kurprinz Friedrich August (1696-1763) aus machtpolitischen Kalkül seines Vaters, August des Starken, in Wien mit der Erzherzogin Maria Josepha (1699-1757), Tochter Kaiser Joseph I (1678-1711) verheiratet. Von einem katholischen Hof stammend war es die neue Kurprinzessin, die in den kommenden Jahren die bis dato kleine katholische Gemeinde des Dresdner Hofes stärkte und vor allem die Kirchenmusik nach dem Vorbild des Wiener Kaiserhofs ausbaute. Mit Musikern wie dem „Compositeur de la musqiue italienne“ Giovanni Alberto Ristori, dem Hofkapellmeister Johann David Heinichen und dem aus Böhmen stammenden Kontrabassisten Jan Dismas Zelenka, standen ihr dafür herausragende Kräfte zur Verfügung. So entstand ein umfangreiches auf die Dresdner liturgischen Gepflogenheiten zugeschnittenes Kirchenmusikrepertoire, in dem es bis heute immer wieder Neues zu entdecken gilt (hofmusik.slub-dresden.de).

Der IAML Kongress ist ein willkommener Anlass, diese Musik vor einem internationalen Publikum wieder zum Klingen zu bringen. Es musizieren das Sächsische Vocalensemble und die Batzdorfer Hofkapelle unter Leitung von Matthias Jung. Als Solisten wirken Heidi Maria Taubert (Sopran), Anne Katrin Laabs (Alt), Tobias Hunger (Tenor) und Cornelius Uhle (Bass). Karten sind in der Musikalienhandlung M. Oelsner (Leipzig) und an der Abendkasse erhältlich.

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Unser Vortragssaal bekommt einen Namen: Klemperer-Saal

Die Architekten des Neubaus der neuen Sächsischen Landesbibliothek, Staats- und Universitätsbibliothek hatten mit Voraussicht auch einen Saal für Veranstaltungen für das Haus geplant: einen Saal, der seit der Eröffnung 2002 nach dem gängigen Veranstaltungsformat "Vortrag"-ssaal benannt ist. Vorträge finden dort immer noch zuweilen statt, mittlerweile ist der Vortragssaal aber auch Heimat von Konzerten, Filmaufführungen, Empfängen, Lesungen und sogar Tanzveranstaltungen geworden. Mit der Umbenennung unseres größten Veranstaltungsraumes im Haus bekommen wir die Gelegenheit, Personen zu würdigen, die mit der SLUB in besonderer Beziehung stehen, weshalb die Benennung in "Klemperer-Saal" nahe lag.

 

 

Mit der neuen Bezeichnung wird gleich an mehrere verdiente Persönlichkeiten erinnert:

 

Victor Klemperer (1881-1960), Sohn eines Rabbiners, hatte ab 1920 bis zu seiner Amtsenthebung durch die Nationalsozialisten 1935 den Lehrstuhl für Romanistik an der Technischen Universität Dresden inne. Eine der vielen Repressalien während der Diktatur war ein Benutzungsverbot der Sächsischen Landesbibliothek. Seit 1977 konnte die SLUB die Tagebücher Klemperers sowie weitere Dokumente der Familie übernehmen. Die Tagebücher 1933-1945 wurden in viele Sprachen übersetzt, dienten als Filmstoff und sind ein Standardwerk im Geschichts- und Deutschunterricht.

 

Nicht näher verwandt mit dem Romanisten war der Dresdner Bankier Victor Klemperer von Klemenau (1873-1943), dessen 1938 beschlagnahmte Büchersammlung, darunter 549 wertvolle Inkunabeln, in die Bibliothek gelangte. Aus den Ausweichdepots kamen nach Kriegsende lediglich 12 Inkunabeln zurück. 1991 wurde der verbliebene Rest der Sammlung Klemperer an seine Erben restituiert. Victor Klemperers Vater Gustav (1852-1926), Direktor der Dresdner Bank und ebenfalls ein bedeutender Sammler, war Förderer und Ehrensenator der Technischen Universität Dresden.

 

Bild 1: SLUB Dresden/Cynthia Meißner

Bild 2: Porträtaufnahme des Schriftstellers Victor Klemperer (SLUB Dresden/Deutsche Fotothek)